WR063 Ferngespräche XX – Schwulenseuche

Diesmal mit Julius, Exter, Mulitphotonenmikroskopie, dem Chronic Fatigue Syndrom, Sebastian, Stromberg, Landleben, Konservativismus, Jochen, Elektromobilität, Pfadfindern und vielem mehr (Danke Gurkitier, malefue, hanz, shbitt, saibot, Abkueko, Melman, German Erlenkamp und Quimoniz!)

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25 Gedanken zu „WR063 Ferngespräche XX – Schwulenseuche

    1. holgi Artikelautor

      Nee, eigentlich nicht. Das einzige, was neu ist, ist dass ich in WR62 und 63 das Intro live on Tape in die Aufnahme gespielt habe und seit WR58 nicht mehr Levelator, sondern Auphonic benutze, so dass Intro und Outro mit durch das Soundprocessing laufen. Das war vorher nicht so.

      Es wäre allerdings hilftreich, wenn Du beschreiben würdest, was genau Du anders hörst.

    2. Henning

      Es hört sich für mich an, als ob es stärker hallt (ist das ein Verb? Oo) als gewöhnlich. Jetzt hab ich mir die letzten Intros so oft angehört, dass ich schon ganz durcheinander bin. Ich meine aber zumindest zu WR57 einen Unterschied zu hören.

    3. mailonator

      Ich teile den Eindruck. Auphonic kommt offenbar mit Musik nicht so toll klar, ist wohl mehr für Sprache (Podcasts) ausgelegt. Mir ist der geschilderte Unterschied auch schon bei den neuesten Folgen der Raumzeit gegenüber älteren aufgefallen. Alles in Allem aber erträglich, schießlich kommt’s auf den Inhalt an … und der ist hier – wie immer bei WRINT – einfach klasse.

    1. chrysophylax

      Ich hoffe, ich muss jetzt kein schlechtes Gewissen haben, weil ich den anderen beiden wenn auch definitiv nicht die Show, dann aber doch wenigstens den Showtitel (?) gestohlen habe ? ;)

      chrysophylax / Jochen.

    2. Patrick

      … und alles für die Unterhaltung! :-)

      Danke sehr für eine weitere tolle Ausgabe der WRINT-Edition! Diesmal werde ich die aktuelle Episode verbloggen. Ganz sicher, also hoffentlich, wenn ich Zeit finde :-)

      Grüßle / Patrick

  1. Marcel

    Der Renault Twizy is echt net nette Idee für die City, ABER ohne Türen ( die gibts nur gegen Aufpreis und dann auch nur ohne Scheiben >_< ) ist es leider ein reines Sommer, ich würde schon fast behaupten, schön Wetter Gefährt. Es muss ja keine Heizung drin sein, aber um gottes Willen, etwas als Auto verkaufen was keine Türen hat?

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    1. tp1024

      Das Problem am Twizy ist nicht der *Auf*preis, sondern der Preis. Was weniger leistet als ein “normales” Auto muss auch weniger kosten als ein “normales” Auto.

      Zumal zu dem Preis noch einige tausend Euro für die geleaste Batterie hinzu kommen.

  2. Turtle

    Zum Gespraech mit Sebastian zwei Anmerkungen:
    Urheberrecht und Verwerter und Kunst: https://www.taz.de/Debatte-Urheberrecht/!93122/

    Zum Thema dass der Staat kein Recht haben soll das Geschlecht eines Menschen zu wissen. Das zielt nicht gegen die Tatsache dass Mann und Frau mehr oder weniger notwendig sind um Kinder zu machen. Es geht darum, dass es in den allermeisten Faellen realistisch keine Notwendigkeit gibt das Geschlecht anzugeben fuer irgendeine staatliche Leistung. Der zweite Grund ist dass es gar nicht so wenig Leute gibt, die sich beim besten Willen nicht in das binaere Systen Mann/Frau einsortiert werden koennen oder dort nicht einsortiert werden wollen. Das geht nicht gegen Ehe und Familie. Die Piraten vertreten hier die Position, dass alle Formen des Zusammenslebens geschuetzt und gefoerdert werden wo Menschen fuereinander sorgen, insbesondere wenn Kinder oder Pflegebeduerftige dabei sind.

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  3. tp1024

    Zum Thema Physiker:

    http://xkcd.com/793/

    “Es gibt nichts nervigeres als einen Physiker der ein neues Feld entdeckt.”

    Er hat damit vollkommen recht und es gibt auch keine Entschuldigung dafür. Um so ernster der betroffene Physiker und dessen Gesprächspartner das Thema nehmen, um so schneller geht es zum Glück auch wieder vorbei.

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  4. tp1024

    Wasserstoff ist leider auch nicht effizient. Wenn man Wasserstoff aus Wasser erzeugt, dann kommen hinten nur um die 70% der Energie in Form von Wasserstoff raus.

    Der muss dann noch gelagert werden – entweder unter Druck, dann gehen dafür nur um die 3-5% der Energie drauf (hast aber riesige Tanks) – oder flüssig. Dann gehen 10-20% der Energie drauf (ca. 1% des Wasserstoffs verdampfen pro Tag wieder und müssen verbrannt oder wieder verflüssigt werden).

    Damit ist etwa ein Drittel der Energie schon mal drauf gegangen und Strom hat man noch immer nicht. Mit tatsächlich vorhandenen Brennstoffzellen geht von dem Wasserstoff nochmal etwa 50% der Energie als Wärme verloren bis Strom hinten raus kommt, ebenso mit Turbinen.

    Am Ende kommt hinten etwa ein Drittel der Energie raus die von rein gesteckt wurde. Aber darüber spricht man nicht. Und weil man nicht darüber spricht, klingt Wasserstoff immer so als wäre es eine tolle Idee und es *kann* nur die Weltverschwörung dahinter stecken, dass man sie immernoch nicht umgesetzt hat.

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    1. Marcel

      Jetzt wäre es doch aber total praktisch wenn man Energie aus Wind und Wasserkraft, welche aktuell teilweise einfach ungenutzt verpufft, dazu nutzen würde Wasserstoff herzustellen. So hätte man dann aus 100% ungenutzter Energie nur noch 1/3 praktisch, verschwendet.

      Und zukünftig könnte man damit Leistungsspitzen abfangen?

      Oder hab ich da grade irgendwo einen Denkfehler?

    2. tp1024

      Du hast nirgendwo einen Denkfehler.

      Nur praktisch müsste dann die Solar- und Windlobby zugeben, dass der Strom den sie liefern nicht den gleichen Wert hat wie der Strom der aus konventionellen Kraftwerken kommt (die nicht nur auf Knopfdruck abgeschaltet, sondern auch angeschaltet werden können und deswegen keine Speicherung brauchen).

      Der Preis für Wind- und Sonnenstrom wäre dann mit anderen Kraftwerken zwar vergleichbar, aber eben mehr als doppelt so teuer wie man derzeit behauptet. Dann sind wir zwar wieder irgendwo bei 30-50ct pro kWh Solarstrom, aber immerhin ehrlich.

      In der Zwischenzeit wäre es auch möglich einfach mehr mit Strom zu heizen. Gerade in der Industrie wird viel mit Erdgas geheizt, wenn man die Luft und das Erdgas vor dem Verbrennen mit Strom anheizt, braucht man weniger Erdgas. Dazu müsste man den überschüssigen Strom aber deutlich billiger als Erdgas verkaufen damit sich das für die Unternehmen auch lohnt und dann schreit die Grüne Lobby wieder auf mit der Behauptung, dass die Industrie viel zu billigen Strom bekommt.

      Im Vergleich zu heute wäre es dennoch besser. Windkraftanlagen und Solarkraftwerke müssen immer öfter abgeschaltet werden, weil die Netze gerade verstopft sind und der Strom lokal nicht gebraucht wird – obwohl gerade Wind weht oder Sonne scheint. Geld bekommt man für diesen nicht erzeugten und nicht gebrauchten Strom per EEG aber trotzdem, was natürlich völlig Banane ist.

      In jedem Fall hat man aber außerdem noch das Problem, dass die Anlagen für Stromspeicherung oder auch zum Vorheizen nicht gerade kostenlos sind und entsprechend den realen Strompreis noch weiter in die Höhe treiben werden.

    3. Timo

      da kann ich noch was hinzufügen:
      eure Überlegunen werden gerade in die Tat umgesetzt. Audi baut gerade ein Anlage, die Strom aus Windalagen in Wasserstoff umwandelt. Im nächsten Schritt regiert der Wasserstoff mit CO2, dabei kommt Methan heraus, was Erdgas ist (sozusagen Synthetisches). Das wiederum wird in das Netz eingespeist. Natürlich geht da eine Menge Energie verloren (der Wirkungsgrad liegt angeblich irgendwo bei 50-60%).
      Das interessante dabei ist, dass Erdgas ziemlich einfach speicherbar ist und nicht wie Strom direkt verbraucht werden muss.

      Der hintergrund ist, dass Audi nächstes Jahr sein erstes Erdgas-Modell herausbringt. Bisher gibt es Modelle von VW, Opel, Fial und Mercedes. Erdgas-Modelle unterscheiden sich nicht von konventionellen Autos. Der Motor ist weitgehend gleich, aber der Verbrauch ist geringer, die Spritkosten liegen ca. bei der Hälfte (von Benzin) und die Umwelt wird auch deutlich weniger belastet.
      Das noch als Beitrag zur Auto-Diskussion bis die Elektro-Autos soweit sind.

    4. tp1024

      Was hier verdammt gern unterschlagen wird, ist der erste Schritt – der mit dem CO2.

      Das CO2 muss irgendwo her kommen und wird bei der Verbrennung frei gesetzt. Wenn man den Kohlenstoff dafür z.B. aus Braunkohle oder Öl nimmt, dann bringt das auf dem Papier zwar eine hohe Effizienz bezogen auf den Strom den man hinein steckt und das Erdgas das man hinten heraus bekommt – aber praktisch lügt man sich damit in die Tasche, denn ein großer Teil kommt ja aus dem Öl oder der Kohle.

      Wenn wir jetzt Strom daraus gewinnen wollen, gibt es dafür ein passendes Verfahren – Oxyfuel. Das wurde für die CO2 Verpressung entwickelt, verbraucht aber ca. 10-20% der Energie die man Erzeugt. Eine Erdgasturbine wird im Oxyfuelverfahren eine Effizienz von 40-45% haben (bezogen auf den oberen Brennwert, das ist schließlich die Energie die man hinein gesteckt hat), dafür bekommt man ca. 80-90% des CO2 zurück.

      Das ist immernoch besser als der Versuch die winzigen CO2 Spuren in der Atmosphäre zu konzentrieren und in dem Prozess zu verwenden. (Selbst die dünne Marsatmosphäre hat ca. 200 mal so viel CO2 wie wir heute auf der Erde haben.)

      Wenn die Umwandlung von Strom in Erdgas eine Effizienz von 60% hat, dann kommt hinten also eine Effizienz von ungefähr 25% heraus. Vier Kilowattstunden Strom vorn rein um eine hinten raus zu bekommen.

      Im Auto ist es noch schlechter.

      Selbst wenn wir ignorieren, dass das CO2 dort wieder nicht aufgefangen wird, hat so ein Motor im Auto nur eine Effizienz um die 25-30% (statt 45% der Turbine mit Oxyfuel). Und billig ist dieses unter großem Aufwand aus teurem Strom hergestellte Erdgas garantiert nicht.

      Sorry, aber da bist du dem Greenwashing auf den Leim gegangen.

  5. kaa

    Tagchen, zum Thema Bildungspolitik ist mir spontan das hier eingefallen:
    http://www.youtube.com/watch?v=e_EgdShO1K8&feature=related

    Chomsky in der University of Arizona dieses Jahr. Dazu passte auch irgendwie Fefe’s link von neulich zum LA-Times Artikel (http://www.latimes.com/news/opinion/commentary/la-oe-lindorff-student-loan-default-20120502,0,1718690.story).
    Was ebenfalls weder bei Wrint noch bei NSFW erwähnt wurde ist die Khan-Academy:
    http://www.youtube.com/watch?v=W-vj6BhQa5w&feature=player_detailpage#t=388s

    Die Videos verlangen etwas Zeit, lohnen sich aber (imho) durchaus. Wie auch immer, viel Spaß beim anschauen oder ignorieren und ein schönes Wochenende!

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  6. AlsterNerd

    Was Du und Jochen(?) beschrieben haben, dass ihr Probleme beim Konzentrieren habt, sobald es um euch herum zu laut wird und mehrere Gespräche gleichzeitig laufen und euch nicht wirklich gut auf das, an dem ihr eigentlich teilnehmt/en wollt, konzentrieren könnt, könnte das ganze an einer Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) liegen. Ich selber habe das gleiche, aber bis zur dieser finalen Diagnose hat es wirklich Jahre gedauert.
    Um mich innerhalb von Unterhaltungen auf eine Aufgabe zu konzentrieren schotte ich mich meistens dadurch ab, dass ich Kopfhörer aufsetze und Musik anmache.
    Anderenfalls kommt es zu Kopfschmerzen und sehr starken Problemen mit der Konzentration.

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  7. Keks

    Hi,

    ich weiß, dass ich pingelig bin, aber: In den Shownotes heißt es, das sihr über “Exter” redet, dioe Stadt tauft sich aber “Exeter”.

    Naja, trotzdem wie immer guter Podcast. Weiter so :)

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  8. EsZett

    @Sebastian
    Juuuhuch, danke Sebastian. Jetzt weiß ich endlich das nicht alleine bin. :)

    Anti-ADHS, super immerhin weiß ich nun wie ich es nennen kann. Sehe und höre jeder kleinigkeit die Menschen machen und kann nur schwerlich mit Menschen, wegen ihren kleinen Macken. :)

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