WR216 Anruf im Cockpit

wrint_holgerruftan_200Andreas macht Business-Fliegerei, indem er regelmäßig eine Gulfstream 550 bedient und erzählt aus seinem Alltag als Pilot.

(Und weil mir für Shownotes mal wieder die Zeit felt, gibt’s mal wieder keine. Bitte entschuldigt!)

112 Gedanken zu „WR216 Anruf im Cockpit

  1. Aenni

    Schade, dass der Pilot NICHT erklären kann. Haijaijai…
    Das Thema wäre spannend gewesen.
    So war das nix, aber da war auch nix zu retten.

    Freue mich auf die nächsten Wrint-Folgen.
    Da hast du sicher mehr Glück mit den Gesprächspartnern!

    🙂

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    1. Matthias

      Das Thema der Navigationssystematik und deren Eingriffe in die Bordsysteme ist nicht trivial. GPS, Omnidirektionale Funkfeuer, non directional beacons, Inertial Navigation Systems etc. kann doch in diesem Rahmen nur an der Oberfläche behandelt werden. Insofern fand den Podcast gut.

    2. Sascha

      @Aenni: So schlimm fand ich es nicht – war alles in allem für meine Begriffe eine der inhaltlich besseren Folgen.

  2. Theo

    Nabend, zur guten Stunde.

    Bzgl. nicht vorhandenen Shownotes: Wieso bzw. wie kann man nachträglich solche Shownotes auf shownot.es anlegen? Denn ich würde mich gerne mal eines zur Folge „WR214 Die Völkerschlacht bei Leipzig“ anlegen, habe aber auf der dortigen Seite nicht wirklich durchschaut, wie man selbständig ein Pad anlegt.

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  3. Christoph

    Kleiner Tip: Den Funk mitschneiden (und veröffentlichen) solltest du nicht. Das ist nämlich verboten. (siehe z.B. §201 StGB)

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  4. Aenni

    Es gar nicht darum, etwas nicht verstanden zu haben. Von dem technischen Gedöns, Funkfeuern, Call Outs und so hatte ich durchaus schon gehört…
    Ich fand es einfach total unangenehm zuzuhören weil er scheinbar Schwierigkeiten hatte, „normal“ zu sprechen und Holgi immer nachhakte (nachhaken musste).

    Oder ich war einfach besonders empfindlich gestern Abend…

    🙂

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    1. Andreas

      Ich gebe Dir Recht, flüssig ist anders, falls Du das mit „normal“ meinst. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich zum einen versucht habe technisch komplexe Themen auf ein verständliches Niveau einzudampfen ohne unkorrekt zu werden und zum anderen alles simultan ins Deutsche Übersetzen musste, weil in der Fliegerei halt alles in Englisch abläuft. Wäre der Podcast 4 Stunden länger gewesen und auf Englisch hätte ich Dein Ohr vermutlich weniger beleidigt. Dazu kommt, dass ich mir über einige Fragen von Holgi vorher noch nie Gedanken gemacht habe. Plus Grippe. Aber wie gesagt, teilweise gebe ich Dir Recht.

    2. kevin

      ich fands sehr angenehm. er musste halt bei jedem satz umdenken, da er wahrscheinlich in englisch, und in technisch hochversiert vorgedacht hatte, und dann jeden satz auf deutsch und noob freundlich gestalten musste 🙂 deswegen das „stockende erzählen“

      mir gehts auch immer so wenn ich, „normalen , nicht englisch sprechenden, noobs“ webdesign erklären will.

    3. Leif

      also ich denke, dass hier ein hochkomplexes Thema behandelt wurde, bei dem der Profi sicher mit allen Mitteln versucht hat, das „normalotauglich“ zu erklären. Dafür macht der Pilot eben eine lange Ausbildung.
      Dass man so ein Thema im Kopf wirklich anstrengend herunterbrechen muss, um das auch nur fragmentweise verständlich zu machen, leuchtet mir ein.

      Mich interessiert da aber noch eine Frage:
      Wie heißt Andreas´Chef? :-))

  5. Simon

    Sehr schöne Folge. Musste aber die ganze Zeit an den Film Airplane denken.

    „We have clearance, Clarence.“
    „Roger, Roger. What’s our vector, Victor?“
    „Tower’s radio clearance, over!“
    „That’s Clarence Oveur. Over.“
    „Over.“
    „Roger.“
    „Huh?“

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  6. Henny-R

    Hallo!

    Was mich ja noch zum Thema fliegen interessieren würde ist ein Geräusch.

    Ich versuche mal es zu beschreiben.

    Man sitzt im Garten, aus der Ferne hört manganz leise ein Flugzeug das sich langsam nähert. Dann kommt dieses Geräusch, es hört sich an ob das Flugzeug in 2-3 Sekunden stark nach unten fällt, und dann hört man das Flugzeug wesentlich näher, bis sich das Geräusch in der anderen Ferne verliert.

    Warum ist das so?

    Gruß

    hendrik

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    1. Andreas

      Unter dem Geräusch kann ich mir so leider nichts vorstellen. Das Geräusch ändert sich zum einen durch den Doppler Effekt sobald das Flugzeug über Dir ist in der Frequenz, zum anderen kann es sein, dass dein Garten unter einem Anflugteil liegt, an dem man die Höhe halten muss. Dann würde man nach idle (Leerlauf) im Sinkflug wieder etwas Schub geben und so lauter werden. Mit der Flightradar App oder deren Seite im Internet kannst Du ja mal nachprüfen ob die Kollegen vor Ort steigen, sinken, etc.

    2. Steffen B.

      Mhhh,

      Wenn die Flugzeuge die Landeklappen ausfahren gibt es, je nach dem wo man sich als Hörer gerade befindet, sehr interessante Geräusche, die dem ähneln, was Du gerade beschrieben hast. Tiefer werden, „Saugende“ Töne, die sich normalisieren, wenn die Landeklappen in der gewünschten Position angekommen sind. Auch das ein- bzw Ausfahren der Luftbremse macht andere, ungewohnte Töne.

      Sehr bekannt für das Phänomen ist der AVRO Jet. Sogar in der Passagierkabine waren die Geräuschesehr markant und unverwechselbar

  7. Hans Waldmann

    Vielen Dank für die unterhaltsame Sendung. Jedes Mal, wenn Andreas „Flieger“ zum Flugzeug gesagt hat, habe ich auf Holgis „Der Flieger sitzt im Flugzeug vorne“ – Kommentar gewartet. Wäre aber vermutlich zu unhöflich, einen Mann vom Fach so zu maßregeln, was?

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    1. insanelygreat

      Das Flugzeug „Flieger“ nennen ist vermutlich so wie wenn Motorradfahrer „Mopped“ zu einer 180PS Maschine sagen.

  8. Andreas

    Nein. Wäre völlig ok gewesen. Immer druff.

    ABER: Nochmal schnell kluggeschissen: „Flieger“ wird bei der Marine als Begriff für jeden verwendet, der in einem Flugzeug arbeitet (zb Radar Operator). In der US Navy sind das dann entsprechend keine „Pilots“ sondern „Aviatior“.

    Ausserdem: FLIEGER, grüss mir die Sonne.

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    1. Andreas

      Ich sehe gerade, ich habe mich selbst widerlegt. /o\

      Holger hat Recht. Ich habe Unrecht. Weg mit den Pillen. 🙂

  9. Chris

    Ganz interessante Folge und Einblicke in das Arbeitsleben eines Piloten,
    Bestätigt aber auch meine bisherige Einstellung – ich habe mich auch schon als Kind noch nie so begeistern lassen vom Fliegen- besonders von Passagierflugzeugen.
    Start – Landung, ganz spannend solange man es noch nicht zu oft erlebt hat. Danach bis zum Zielort gähnende Langeweile. Auch wenn man sich schneller bewegt als eine Kanonenkugel, man bekommt nichts davon mit.
    Naja wenigstens das englische Fachgebrabbel über Funk klingt wie ich finde immer extrem cool 🙂

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  10. DocDblU

    Also ich fands echt interessant für den hinten sitzenden Vielflieger. Zwei Anmerkungen: Bei United Airlines auf USA-Flügen kann man den Sprechfunk auf einem Audiokanal im Entertaining-System verfolgen. Und dann gibts da noch den Aviation Herald avherald.com, der die vielen kleinen Zwischenfälle in der kommerziellen Luftfahrt dokumentiert; nicht die grossen, fatalen. ich steige trotzdem entspannt an Bord von Linien Maschinen 🙂

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    1. Andreas

      Avherald.com ist eine hervorragende Seite um sich mal einen Überblick zu verschaffen, was so alles passiert. Die grossen Unfälle kommen dort auch rein. Es gibt halt nur sehr viel mehr kleine. Oben gibt es einen Filter. Nur rotes C zeigt dann nur noch Crashs. Aber das gelbe I (incidents = Vorfälle) zeigt das „täglich Brot“.

  11. Mor

    Habe gerade Spaß beim Hören. Andreas „Ähh-Rate“ ist zwar relativ hoch, das ist aber erstens mit der Grippe, der deutschen Sprache und vor allem mit den trotzdem sehr spannenden Infos und der großen Offenheit vollkommen entschuldigt. So wollte ich immer mal einem Piloten zuhören. Danke!

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  12. Moss

    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

    Mich interessieren noch zwei Fragen:
    Wie sieht es mit der Strahlenbelastung aus? Immerhin verbringt das gesamte Flugpersonal viele Stunden in der Höhe. Sicher erhöht, aber noch kein Gesundheitsrisko?

    Und wie viel Wahrheit liegt im mordernen Flugmythos, dass die Piloten immer verschiedene Essen erhalten.

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    1. Andreas

      Strahlen sind ein Thema. Fliegendes Personal fällt aber praktischer weise nicht unter das normale Strahlenschutzgesetz. Es wird jedoch ausgerechnet und darauf basierend aufgezeichnet wer wieviel Strahlung abbekommen hat und dann wird man entsprechend eingesetzt. Schwangere Kolleginen bleiben am Boden. Wenn es Solar Flares gibt, wird möglichst tief geflogen. Da die Strahlung mit der Höhe zunimmt, müssen High altitude aircafts mit einem Warngerät im Cockpit ausgerüstet sein. Bei meinem wurde das nicht gekauft und deshalb dürfen wir nur auf 49000 fuss, obwohl wir 51000 schaffen würden. Zum Vergleich: Airliner halten sich bei ca 35000 fuss auf.

      Kann man selber schön ausrechnen auf: http://www.helmholtz-muenchen.de/epcard/de_fluginput.php

      Ach. Das mit dem Essen ist kein Gerücht und steht so in den Regularien der meissten Airlines.

  13. 98he4ihbgidkj

    Ich habe gerne zugehört. Etwaige Erklärungsumständlichkeiten sind mir jetzt nicht so sonderlich negativ aufgefallen, wie manchen Kommentatoren offenbar, aber vielleicht lag das auch daran, dass sich bei erhöhter Abspielgeschwindigkeit alles etwas dichter anhört. Kann mich jedenfalls nicht beklagen. 🙂

    Antworten
    1. Andreas

      Ha. Sehr gut. Kannte ich noch gar nicht. Und wesentlich näher an der Wahrheit, als meine Erklärungsversuche. Klaue ich mir für Twitter.

  14. Paul

    Gute Folge!

    Kleine Korrektur: Die Triebwerke seiner Maschine sind nicht von BMW sondern von Rolls Royce. Nur die Automobilabteilung wurde von BMW gekauft, der Flugzeugantriebteil ist immer noch eine eigene Firma.

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    1. DocDblU

      Nicht ganz korrekt: In den 90ern gab es ein JV namens BMW Rolls-Royce AeroEngines GmbH. Mittlerweile ist BMW da wieder ausgestiegen.

  15. chrysophylax.de

    Also ich fühlte mich auch ebenso gut unterhalten wie informiert. Wobei mein persönlicher Favorit während des Gesprächs Holgis „Oh, so ein richtiger oligarchischer Oligarch“ war 😉

    Das Youtube-Video von Collegehumour ist auch absolut klasse….

    chrysophylax.de

    Antworten
    1. chrysophylax.de

      Piloten haben die schickeren Uniformen mit mehr goldenem Heititei dran, kommen weiter rum, und liegen deswegen ständig mit irgendwelchen Stewardessen im Bett. Sagt man 😉

      Busfahrer haben keine Stewardessen im Bus, kein goldenes Heititei an der Uniform, und fahren auch selten exotische Reiseziele an. Deswegen klatscht auch keiner, wenn es der Busfahrer zur Haltestelle geschafft hat 😉

      Dafür haben die Busfahrer (hab ich mir in so nem Podcast sagen lassen) die bequemeren Fahrersitze. Da müssen die Piloten einfach durch 😉

      chrysophylax.de

    1. Andreas

      Danke Dir.

      Musst Du mit Holger klären. Kenne dahingehend seine Politik nicht. Bei gleicher Vorlaufzeit, würde ich so ca Mitte 2017 wieder zur Verfügung stehen. Dann aber auf englisch … Na ja. Anyway. 🙂

  16. Jan

    Ich fand den Podcast sehr gut, ich habe nur etwas zum Thema:“Privatfliegerei ist zu gefährlich …“
    Ich kann nicht beurteilen ob die Ausbildung im motorgetriebenen Privatfliegerbereich schlecht oder gut ist, ich komme aus dem Segelflug und da ist die Ausbildung sehr gut geregelt, einige Fluglehrer sind auch Airliner.
    Natürlich gibt es überall schwarze Schafe, aber ich fühle mich in der Luft eigentlich immer sicherer als im Straßenverkehr 😉
    Straßenverkehr ist aber auch ein schlechtes Beispiel, aber es kommt rüber was ich sagen wollte 😉
    Grüße Jan

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    1. Andreas

      Hallo Jan.
      Wie gesagt 90%. Aber ich weiss halt, dass viele nur die min Stunden im Jahr fliegen, den Check 20 Jahre lang bei einem guten Bekannten machen und denken weil noch nie etwas passiert ist, sie alles richtig machen. Dabei haben sie nur Glück. Und Segelflieger hatte ich bereits 2x ohne Transponder auf weniger als 50m an mir dran. Vermute die Thermik in der Einflugschneise war zu gut.

  17. insanelygreat

    Eine wirklich sehr gelungene Folge. Hat mir sehr gefallen.
    Zum Thema Rolls Royce Triebwerke kann ich noch auf eine sehr interessante Sendung im BBC iPlayer verweisen (Voyages of Construction) die zeigt was da dahintersteckt. Nerdporn vom Feinsten, ich sag nur Triebwerksschaufeln aus gezüchtetem Einkristall.

    Antworten
  18. Christian Berger

    Zum Abhören von Flugfunk, könntest Du vielleicht die Frequenz mal angeben auf der Du das gehört hast. Unter bestimmten Umständen können Rundfunkgeräte auch Signale auf Frequenzen empfangen die nicht eingestellt sind.

    Übrigens kann man Flugfunk auch recht gut mit Kabeltunern empfangen. Einfach auf Sonderkanal 4-6 (glaube ich) einstellen und dann das „Bildsignal“ als Tonsignal verwenden.

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  19. Sascha Möller

    Ich fand die Folge sehr unterhaltsam und auch gut. Ich buche gerne Rundflüge über meine Region. Beim letzten Mal war es eine Piper. Vielleicht sollte ich Lotto spielen und demnächst eine Gulfstream buchen? ^^

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  20. hannes

    Tolle Folge, das nächste Mal einfach früher sagen, dass englische Begriffe kein Problem sind.

    Mein Nachrichtentechnikprofessor hat uns erklärt warum man die Telefone tatsächlich im Flugzeug beim Start ausmachen soll. Jedenfalls meinte er dass das der eigentliche Grund sei.
    Das Mobilfunknetz kann man sich als viele Antennen vorstellen die jeweils um sich herum senden. Wenn man aus dem Bereich einer Antenne in den Bereich einer anderen bewegt, kann man weiter telefonieren ohne den Empfang zu verlieren. Das funktioniert durch den sogenannten Handover.(https://de.wikipedia.org/wiki/Handover) Ein Handover ist eine höhere Belastung für das Netz als eine normale Benutzung. Wenn sich jetzt viele Menschen sehr schnell durch das Netz bewegen, also kurz nach dem Start, kommt es zu extrem vielen Handovers, also zu einer hohen Belastung für das Netz. Deswegen gibt es wohl diese Regel.
    Ich weiß leider nicht, ob das wirklich stimmt oder ob das, das Netz heute überhaupt noch interessiert und das nur früher so war.

    Viele Grüße Hannes

    Antworten
    1. Andreas

      Hallo Hannes

      Das mit dem Handover kann ich mir so nicht vorstellen. Zum einen hat man relativ schnell eine Höhe erreicht, in der gar keine Zelle mehr erreicht wird und zum anderen würde dieses Problem der TelCos die Airlines nicht besonders interessieren.

  21. jannowitz

    Danke Andreas und Holgi für diese informative und unterhaltsame Folge.
    Mir hat die lockere und entspannte Gesprächsatmosphäre sehr gut gefallen.

    Antworten
  22. Carsten

    Andreas, was mich interessieren würde – hattest Du damals den Versuch gestartet und bist in Fürsty durchs Screening gegangen?

    Antworten
    1. Andreas

      Luftwaffe war damals keine Alternative. Ich hatte gerade meinen Wehrdienst beendet und erstmal genug. Ausserdem wäre auch hier ein Wegzug aus Berlin unvermeidlich. Und als original Berliner vermeidet man so etwas nach Kräften. Heute würde ich den Weg durchaus als Alternative sehen. Ich hatte mehrere Kollegen, die vorher auf Phantom, Tornado, etc unterwegs waren. So bekommt man die Ausbildung natürlich auch finanziert. Diesen Weg zu erwähnen hatte ich vergessen. Mit Mitte 40 ist man dann fertig. Ohne Schulden, mit Flugstunden und mit Pension.

    2. Steffen B.

      Hi Andreas,

      habe ich das richtig verstanden. Du hast zuerst bei LH in Bremen die Ausbildung gemacht und DANACH erst den Einstellungstest bei LH?

      Ist das immer so?

      Grüße

    3. Andreas

      @Steffen

      Nein. Das hat man damals glaube ich nur für 3 Kurse so gemacht und dann wieder geändert. Wie gesagt, ich hatte den DLR Test vor der Ausbildung begonnen, der zweite Teil wurde abgesagt und wir mussten stattdessen in Bremen einen eigenen Test der LFT bestehen. Danach dachten wir, dass wir für den Konzern qualifiziert wären. Hatte man sich dort aber anders gedacht und so durften wir es zumindest nach der Ausbildung noch einmal bei der DLR versuchen, sofern man man den Test nicht schon früher einmal komplett absolviert hatte.

    4. Carsten

      Andreas,
      Deswegen fragte ich. Aus meinem Hörsaal ging ein guter Teil später zur Lufthansa, nachdem sie die Ausbildung bei der Luftwaffe verlassen mussten. Die Kosten für einen selbstfinanzierten ATPL beliefen sich damals schon laut eines Bekannten auf 70.000€ und das ist kein Pappenstiel.

      Weiterhin noch Happy Landings und viel Glück mit der Helikopterausbildung, wenn du siestarten solltest. Bei mir steht sie möglicherweise an. Ich sehe es wie du, das ist eine ganz andere Qualität der Fliegerei und eine schöne Herausforderung.

    5. Andreas

      @carsten

      Heeresflieger und Teile der Marineflieger haben damals ja sogar die Ausbildung zusammen mit uns an der LFT in Bremen und in Phoenix absolviert. K.a ob das heute auch noch so ist.

    6. Steffen B.

      Hi Andreas,

      deshalb hatte ich auch so vorsichtig nachgefragt. Das hätte mir doch etwas zu sehr unbekannt vorgekommen.

      Schöner Podcast zu einem schwer zu vermittelnden Thema. Am Anfang des Gesprächs war ich mir nicht so sicher, weil, bedingt auch durch die spontanen Fragen von Holger, man in dem Thema doch arg hin- und her gesprungen ist.

      Doch nach 20 min hattet Ihr Euch auf das Thema eingespielt und es lief, trotz der gelegentlichen Pausen bei der Suche nach den Deutschen Wörtern oder einfachen Erklärungen, recht flüssig.

      Aber, in der Tat, der Job und die Technik mit der man da zu tun hat, es ist wert noch mehr darüber zu berichten. Vielleicht sogar ein CRE. Mir würden da viele, viele Unterkapitel einfallen (FBW, ARCARS (Hacks), Navigation etc, etc.). Insbesondere auch die Struktur in einem Flugbetrieb. Aufgabenverteilung, Rechte und Pflichten im Cockpit. Vielleicht habe ich auch nur viel zu viel Spaß auf der „Arbeit“ 🙂

      Ich könnte noch hier und da kleine Korrekturen anbringen (z.B. nutzt schon die B737 die Spoiler nicht nur als Speedbrake, sondern auch zur Unterstützung/Backup der Airlerons), aber, schön gemacht, Respekt.

      Grüße
      Steffen

      BTW #1: Grüße von Martin S.
      BTW #2: In BRE bildet die Bundeswehr immer noch aus.
      BTW #3: jetzt Mittwoch ist PCM in HAM.

    7. Andreas

      @steffen

      Schmiddi? Immer noch am Golf? Grüsse zurück! Holger freut sich bestimmt, dass er jetzt endlich so eine Art Grusssendung etabliert hat. 🙂 Vielleicht bekommt die 267 ja doch mal ein Klassentreffen hin. Meine Mailadresse ist immer noch die alte: nachnameMAN@aol.com. Soll sich mal melden. (An die Nerds: Nicht über aol lachen. Bin Traditionalis)

      Beim Spoiler hast Du natürlich Recht. Dass macht die 550 genau so. Ich wolle hier der Einfachheit halber nur die Hauptsysteme erwähnen. Sonst hätte der Weg über die Ruder reversion direkt in die Überschallaerodynamik geführt. Ausserdem ist eine nm keine Bogensekunde, sondern eine Bogenminute auf einem Grosskreis. Etc. Ich weiss. Aber ich hatte an dem Tag auch nur Watte im Kopf.

      Und keine Ahnung was ein pcm ist.

    8. Steffen B.

      Hi Andeas,

      ich werde die Grüße ausrichten, ihn vielleicht sogar am „PCM“. Pilots Controller Meeting, sehen. Das Treffen ist jeden ersten Mittwoch im Monat in HH und mittlerweile eine ganz illustre Runde geworden. Wenn wir denn von den gleichen Martin reden, sein Nachname ist nicht „Schmidt“ 🙂

      Jetzt bei Grossmann Jet Service.

      Zurück zur Fliegerei: Ich sach ja, ist ein CRE wert.

      Grüße
      Steffen (166NFF)

    9. Andreas

      @steffen

      Ach DER Herr Flugkapitän. 🙂 Ich dachte es ginge um jmd aus meinem Kurs damals. Ja, schöne Grüsse bitte.

      @holgi

      Hatte Dir nach der Sendung noch eine Mail geschickt. Ist die angekommen? Oh. Und kann es sein, dass die Rechenaufgaben hier immer schwieriger werden?

    10. Steffen B.

      @Holger @Andreas

      Betr. Korrekturen:
      eigentlich möchte ich gar nicht da so in die Tiefe gehen, da ja Andreas auch ganz bewusst Dinge vereinfacht hat, um das Thema nicht zu komplizieren (siehe B737 und die Spoiler).

      Was man vielleicht IMHO anmerken könnte wäre, das die Flugzeug Radbremsen zwar gut sind, aber kann man jetzt auch nicht besser verzögern als es ein Auto mit guten Bremsen und ABS kann. Auch dem Bauch heraus erreicht man mit den Flugzeug Radbremsen max 0,6 g Verzögerung, mit einem Auto max 0,8 g. Primärer Grund dafür wäre z.B. dafür, das bei fast allen Flugzeugen das Bugfahrwerk keine Bremse hat, somit auch nicht verzögern kann. Beim Auto hingegen haben i.d.R. sämtliche Reifen ein Bremssystem. So, jetzt schließe ich den Bogen: wenn man sich im Flugzeug anschnallt, im Auto sollte man das erst Recht, denn es steht aus 10 Km/h heraus noch besser als der Flieger 🙂 (ich weis, das wurde von Andreas auch nicht anders behauptet, es viel mir nur beim Hören des Podcasts wieder ein)

      @Holger
      Was mich interessieren würde. Mit was für einen Radio Empfänger kannst Du welcher Art von Flugfunk anhören?
      Früher konnte man mit älteren UKW Empfängern Flugfunk abhören (in meinem alten Auto ist das so): Gugst Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelfrequenz
      und was weitere Infos angeht, ich habe Dir via App.net eine mail geschrieben, hoffe sie kommt an…

      Grüße
      Steffen

    11. Andreas

      @Steffen

      HA! Expertenstreit \o/ … oder doch nicht. 🙂

      Monsterautos aus Süddeutschland stehen sicherlich noch schneller. Aber wir haben mal nach einem ferry getestet und auch wenn sich das Antiskid bei 10km nicht mehr einbringt hat es mich doch arg überrascht wie heftig man in den Gurten hängt. Vielleicht ist das hier aber der Gulfstream Philosophie geschuldet ala „darf es ein bisschen mehr sein?“. Unfactored landing distance ab 2200ft = 1200ft groundrun. Und das – wenn ich mich nicht täusche – ohne reverser. Der Flugzeugträger müsste zu schaffen sein. Besser als mein Auto bremst es aber auf jeden Fall.

    12. Steffen B.

      @Holger
      Das Dein moderner Empfänger Probleme hat, kann ich mir kaum vorstellen. Vielleicht hast du ja wirklich Flugzeuge zugehört. Die algerische Airforce funkt wohl auf diese Welle.
      http://qrg.globaltuners.com/?q=7.935
      PM über ADN, dachte da geht? Mhh, mal sehen, wem ich denn da jetzt geschrieben habe..

      @Andreas
      Ich habe versucht Dir mal eine Mail an die AOL Adresse zu schreiben….

  23. gokzilla

    Sehr gute und interessante Folge. Was denkt Andreas über 9.11 ? Ufo´s ? . Nicht das ich ein Verschwörungstheoretiker wäre, im Gegenteil, ich hätte gerne gehört wie ein deutscher Pilot darüber denkt 🙂

    Antworten
    1. norti

      Ich bin zwar nich Andreeas, jedoch weiß ich, dass sich die meistens UFOs wesentlich komfortabler fliegen, als jede irdische Linien- oder Businessmaschine. Das kommt aber auch immer ein bisaschen auf den technischen Stand der Erbauerrasse an, aber wer interstellare Reisen veranstaltet, verzichtet natürlich ungern auf Komfort, da dies naturgemäss ja auch manchmal etws länger dauern kann.

    2. Andreas

      Solange man nicht alle Fakten hat, also nie, geht es immer um Wahrscheinlichkeiten. Natürlich kann alles ganz anders sein. Aber wenn 99,9999% aller Indizien in eine Richtung weisen, dann sind Alternativen nicht als gleichwertig zu betrachten.

      9.11.:
      Fanatiker mit Geld, Knowhow und etwas Glück haben den USA weh getan. Die haben – weil sie ihrer eigenen Legende von der Unverwundbarkeit geglaubt haben – überreagiert und andere Regierungen haben die Argumentation aufgenommen. Die Ergebnisse nerven und beunruhigen jetzt seit über 10 Jahren. Die zweitwahrscheinlichste Erklärung ist meiner Meinung nach, dass das ganze eine PR Aktion von Porsche war, um sein Hauptmodell stärker zu promoten.

      UFO:
      Gibt es. Im eigentlichen Wortsinn. UNBEKANNTE FLUG OBJEKTE sind schliesslich alle, die ich sehe und von denen ich nicht weiss was es ist. Erklärungen findet man aber mit Sicherheit entweder in der Atmosphärenphysik oder in einer Konstruktionshalle auf diesem Planeten.

  24. Noll

    Schöne Sendung, fast ein CRE 😉
    Mich hätte noch interessiert:

    – was macht man mehrere Tage in Sibirien, wenn man auf den Rückflug wartet
    – wie viel Flüge im Durchschnitt in den 3 Wochen
    – Essen und Zeitvertreib bei einem Langstreckenflug
    – besonders schwierige/lustige Situationen
    – längster/kürzester Flug/Ort
    – Dienstbekleidung
    – ges. Flugstunden/Meilen
    – …

    Danke euch beiden, war wirklich sehr interessant!

    Antworten
    1. Andreas

      Viele Fragen Du hast, junger Jedi. Wohlan:

      -Atmen. Dazu ein gutes Buch in den Koffer und einen neuen Shooter auf den Laptop. Bloss kein Sightseeing.

      -0-30

      -ich nehme meisst einfach das gleiche was die FA für die Pax eingeplant hat. Man kann aber bestellen worauf man lustig ist.

      -bester Zeitvertreib ist ein guter Kollege mit dem man sich über Gott und die Welt unterhalten kann. Nachts kann man auch schön Sterne kucken.

      -fürchte nicht genug platz hier.

      -kurz: schönefeld nach Tegel
      -lang: keine Ahnung. Ich glaube das längste was jmd mit der 550 bis jetzt geflogen ist war Seoul – Orlando

      -Ja. Leider

      -Ein paar Tausend h & ein paar Millionen Nm.

  25. Richard

    Sehr interessante Folge!

    Ich hoffe der Andreas wird bei seinem ersten Ausflug auf den Mond nicht zu enttäuscht sein, wenn er feststellt, dass die Erde wegen der synchronisierten Rotation des Mondes am dortigen Himmel immer an derselben Stelle erscheint, und daher niemals auf- oder untergeht (es sei denn man bewegt sich auf der Mondoberfläche).

    Antworten
    1. Andreas

      Du hast natürlich Recht und deswegen möchte ich mit Realitätsverweigerung kontern: GAR NICH. 🙂

  26. Hannes

    Also mir hat diese Folge auch super gefallen, sehr sympathisch und sehr informativ. Vielen Dank dafür!
    Ich hätte gern auch noch etwas mehr über diesen geheimnisvollen Oligarchen und das phasenweise Leben in Moskau erfahren…

    Antworten
  27. Bernd

    Wie wird eigentlich überprüft ob der Interviewte wirklich die Person ist, die er vorgibt zu sein?

    (Die Antworten waren teilweise sehr holprig und schwammig.. Wenn der Gast z.B. wirklich nicht wusste wieviel Schulden er nach seiner Ausbildung angehäuft hatte, lässt dies doch tief blicken. Wer seine eigenen Kontoauszüge nicht lesen kann, braucht sich nicht wundern, wenn er irgendwann ausgesiebt wird..)

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Ich weiß auch nicht, wie hoch meine Schulden sind. Gleichwohl weiß ich, dass ich welche habe. Brauche ich mich jetzt auch nicht zu wundern, wenn ich ausgesiebt werde?

    2. Andreas

      Ach Bernd – wenn Du das denn wirklich bist. Meinen Ausbildung habe ich im letzten Jahrtausend beendet. Wenn Du Deine Auszüge soweit zurück aufsagen kannst gratuliere ich. Dazu kommen die Zinsen in varibler Höhe. Wieviel davon jetzt noch über ist, weiss ich natürlich, aber weder fühle ich mich gezwungen das öffentlich zu machen, noch dürfte es von grossem Interesse sein. Merk Dir doch einfach: Is teuer. Ansonsten muss ich natürlich zugeben von Dir enttarnd worden zu sein. Ich bin gar kein Pilot, sondern ein publicity geiles, sprachbegabtes Eichhörnchen. Aber das hätte man mir erst recht nicht geglaubt. Ich würde Dir nahelegen von Holger dein Geld zurückzuvordern.

      Ansonsten könntest Du Dir natürlich auch diverse Aufnahmen aus dem Cockpit in meinem Twitterfeed ansehen … den ich allerdings nicht nenne, um die Zweifel nicht ganz zu zerstreuen.

    3. Steffen B.

      @Bernd

      Nö, kann ich nicht sagen, daß Zweifel an dem Inhalt des Podcast bestehen. Wenn eine Pause zwischen Frage und Antwort bestand, dann IMHO nur, weil man nach einer einfachen Erklärung suchte. Das „Weglassen“ war hier das Problem…

      Grüße
      Steffen

    4. Bernd

      Hallo,

      dachte eigentlich eine einfache Frage gestellt zu haben… Leider habe ich bisher keine Antwort dazu erhalten..

      (Mein Kommentar mit der Unkenntnis des Schuldenbergs scheint ja „getroffen“ zu haben. Aber Arglosigkeit beim Thema Schulden kann schlimm ausgehen. „Keine Ahnung wieviel Schulden ich genau habe“ erinnerte mich an die Schuldenberatung im TV mit Peter Zweegat: „10.000, 20.000 oder 40.000 Euro ach das weiss ich nicht so genau..“ Und das Kommentar „Ich weiß auch nicht, wie hoch meine Schulden sind. Gleichwohl weiß ich, dass ich welche habe.“ von User holgi, ist fast so sinnig wie „ich weiß dass ich geboren bin, aber das genaue Datum weiß ich jetzt nicht..“)

    5. Steffen B.

      Wie wird eigentlich überprüft ob die kommentierende Person auch die Person ist, der er vorgibt zu sein?

  28. carsten

    Hallo Andreas,

    sorry dass die Antwort so lange auf sich warten lies.
    Zu meiner Zeit (2001) war das auch so,w ie du es beschrieben hast. Wir hatten in Phoenix Leute von der Lufthansa und ehemalige Kameraden sind dann auch „rüber“ gegangen und haben eine zweite Runde genau dort gedreht.Es hat sich wohl mittlerweile Einiges getan und ob das immer noch so ist, kann ich leider nicht sagen.
    Beste Grüsse!

    Antworten
  29. Sanuel

    Noch was zu deinem „Funkempfangsproblem“.

    Bei uns zum beispiel ist auf den unteren Frequenzen mit einem Radio der Sprechfunk von Feuerwehr und Rettungsdienst zu hören. Vielleicht werden bei dir dort die fliegenden Vehikel dieser Organisationen angesprochen. In einer Großstadt wie Berlin kann ich mir schon vorstellen, dass das häufiger vorkommt, als in einer kleineren Stadt wie bei mir.

    Gruß
    Samuel

    Antworten
  30. Marian

    Sehr interessant, danke!

    Mich würde noch interessieren, wie das mit dem „auffädeln“ vor dem Flughafen im Detail funktioniert. Wenn man sich bei Flightradar24 zum Beispiel Heathrow anguckt ist das echt beeindruckend, wie ordentlich und regelmäßig die Flugzeuge da aufgereiht sind. Berechnet der Tower da genau, wo welches Flugzeug sein muss und funkt dann immer „LH123, jetzt mal bitte noch etwas langsamer“, „BA456, flieg mal noch etwas weiter nach Westen, damit du genug Abstand zum vorrausfliegenden Flugzeug hast“ etc? Das wär doch echt viel Arbeit und Funkverkehr, aber mir fällt nix anderes ein 🙂 Oder sagen die nur „flieg mal so dass du um 17:23:30 aufsetzt“? Das wär doch wieder zu wenig oder?

    Und ach ja, das mit dem Mond geht so nicht: Die Erde ist vom Mond aus immer an der gleichen Stelle am Himmel, da der Mond ja immer der Erde die selbe Seite zudreht. Sie ist also entweder da oder nicht, sie geht nie auf.

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  31. Steffen

    @Marian,

    im wesentlichen funktioniert die genaue Anflugkontrolle auf dem Final durch genaue Vorgaben in der Geschwindigkeit und Radarvektoren.

    In LHR hat man das System perfektioniert. Hier werden die Flieger von ATC schon früh beim Verlassen der Holding Fixes (z.B. BIG, LAM) auf eine bestimmte Geschwindigkeit reduziert und durch Radarvektoren über den Gegenanflug genau hinter den vorausfliegenden Flugzeug im Endteil abgesetzt. Im Queranflug wird auf 180 Kts reduziert. Im Endanflug ab ca. 12NM wird auf 160 Kts reduziert. Diese Geschwindigkeit soll bis 4 NM gehalten werden.

    Das sieht dann so aus, als ob die Flieger eine „S“ Kurve machen, um in den Endanflug zu kommen.
    http://www.virtualiroma.it/eventi/VARLONDRA02/EGLL.pdf
    Auf der Seite 8, rechts (INITIAL APPROACH PROCEDURE, RWYS 09L/R, 27L/R) kann man den Flugweg ungefähr erkennen.

    Entscheidend dabei ist, das die Flugzeuge alle dieselben Geschwindigkeiten fliegen und der Eindrehpunkt auf den Queranflug. Durch genaues Timing dieses „Eindrehpunktes“ lassen die die Flieger von dem Fluglotsen sehr genau hintereinander aufreihen.

    Das Funktioniert bei anderen Flughäfen mehr oder weniger genauso.

    LHR hat nur den Vorteil, das es einen Homogen Art an Flugzeugen hat. Alles große Jets, keine Turboprops z.B., alle sehr ähnliche Anfluggeschwindikeiten. Daher geht es dort von der Staffelung sehr, sehr genau. Sind auch gut die Lotsen dort.

    Ich selber wurde allerdings einmal hinter einem Business-Jet gestaffelt, welcher spontan nach LHR flog. Mit der niedrigen Anfluggeschwindigkeit von unter 100Kts hatte der Lotse nicht gerechnet, im kurzen Endteil musste ich wegen Unterschreitung der Staffelung durchstarten.

    Antworten
    1. Andreas

      Es gibt auch noch langgezogene Anflugrouten, die aus vielen GPS Wegpunkten bestehen. Gestaffelt wird dann mit directs zu unterschiedlichen Punkten. Ansonsten so wie Steffen sagt. Ausser der Business Jet mit 100kts. 😉

    2. Steffen

      @Andreas

      sorry, wollte mit meiner Antwort nicht vorpreschen. Hatte extra gewartet. Wusste nicht, ob Du noch mitliest.

      BTW: Hast Du das mit der Staffelung über Directs-to-waypoint schon gehabt. Hatte bis jetzt immer das Gefühl., das die Lotsen bei viel Traffic schnell auf Vektoren umsteigen.

    3. Andreas

      @Steffen

      Ja. Öfters mal. Meisst dann Vektoren und von da ein “ fly direct to WW125, followed by WW120″ oder so. Ist vielleicht was persönliches? 😉

      p.s.: Du entschuldigst Dich zuviel.

    4. Marian

      Danke für die Erklärungen. Das mit dem „Umdrehpunkt“ vom S (auf weniger vollen Flughäfen scheint es oft eher eine Art U zu sein, hier in Berlin zB) hatte ich mir auch schon so gedacht/geschlossen aus Flightradar24 gucken.

      Noch eine Frage 🙂 Und zwar zu https://twitter.com/flightradar24/status/536252507010633728 – was können Gründe für so eine Aktion sein? Und packt man wenn man zu so abgelegenen Flughäfen fliegt noch extra Treibstoff ein (ein paar Prozent plus ne halbe Stunde werden ja hier nicht gereicht haben)?

    5. Andreas

      U stimmt. Und das mit dem Mond auch.

      Bei Deinem Funchal Beispiel wurde vermutlich der Abflughafen als Alternate geplant. Somit normales Fuelplaning: Du fliegst hin, wartest bis zu 30min in Warteschleifen (schön zu sehen) und fliegst dann zum Alternate. Fertisch. Gründe könnten zB ein zu starker Seitenwind gewesen sein. Das Wetter hält sich nicht immer an die Vorhersagen. Zurück nach LIS sind sie vermutlich weil es unterm Strich billiger ist, als nach Afrika auszuweichen und dann die Passagiere von da wegbringen zu müssen.

      Es gibt noch einige spezielle Regelungen für „remote Airports“. Das kommt dann darauf an, wie viele Bahnen mit was für Anflugverfahren vorhanden sind und wie das Wetter ist. Dann kann man unter Umständen auf den Ausweichflughafen verzichten, nimmt dafür aber mehr Holding fuel mit. Das sind aber alles die gesetzlichen Mindestwerte. Die Airlines können mehr Fuel vorschreiben und die Crew kann nochmal was draufpacken. Wir planen von hause aus zb mit minimum 1:20 auf das gesetzliche Minimum und packen dann nochmal eine halbe Stunde drauf.

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