WR303 Kampfkartoffeln

 

wrint_wissenschaft_200Diesmal mit Carl Linné, sozialem Jetlag, Mondphasen und Schlaf, einem abhörsicheren Mantel, Elektroschocks für Zähne, dem Mittelmeerausstrom (Buch: The Mediterranean Was a Desert), der Mutter des Mondes, Mondentstehung in Florians Blog, den anderen Darwins, traurigen Schildern, Little Albert, Zähneputzen mit Kaugummi, Superbananen, coolen Kids, der nördlichsten Quelle, einer Klarstellung zur Geschichte mit den weiblichen Hurrican-Namen und Metamaterial.

Ohne Florian ginge es nicht. Hier sein Spendenhut.

46 Gedanken zu „WR303 Kampfkartoffeln

    1. Chris

      Vielen Dank für dieses Format. Seit die Weintheit nichtmehr mit dem feinen Herrn Semak ist finde ich dieses wieder eins der sehr tollen Formate des WRINT Imperiums.

      Danke

  1. Samira

    Schöne Folge.

    Ich bin mir nicht sicher ob es schon mal erwähnt wurde. Ich möchte gerne einen thematisch verwandten Podcast empfehlen: Methodisch inkorrekt! ( http://methodischinkorrekt.wordpress.com/ )

    Im Gegensatz zu hier sind die beiden Protagonisten Wissenschaftler die aktiv im Forschungsbetrieb arbeiten und dementsprechend geht es öfter mal mehr in die „Tiefe“, bleibt aber trotzdem auch für Laien gut verständlich.

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  2. Turtle

    Forschungsergebnisse öffentlicher Einrichtungen müssten immer Open Access veröffentlicht werden. Die zusätzlichen Kosten die dadurch in den Projektbudgets entstehen, dürften um Größenordnungen kleiner sein als die Kosten der Hochschulbibliotheken für die Abos der Wissenschaftsverlage.
    Ich finde Florians Einstellung deshalb super!

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    1. tim0s

      Das funktioniert in der Praxis leider erst dann, wenn die angesehenen Journale und Konferenzen auf Open-Access umstellen. Wer als Wissenschaftler an Einfluss gewinnen moechte muss darauf achten viel gelesen und zitiert zu werden – da kann man es sich nicht leisten seine Arbeit an ein zweitklassiges Journal zu schicken, nur weil es ein Open-Access Journal ist. Wenn nun also die Deutschland ein Gesetz verabschiedet, welches die von die geforderte Publikationspraxis erzwingt, waere das fuer die Betroffenen zumindest mittelfristig nachteilig.

      Ich finde etwas anderes aber viel trauriger:

      Soweit ich die Rechtslage verstehe ist es in Deutschland rechtlich _immer_ moeglich „preprints“ seiner Artikel auf Seiten wie Researchgate, Arxiv, oder auch der eigenen Webseite zugaenglich zu machen. Es ist mit meinem Verstaendniss von Wissenschaft unvereinbar dies nicht zu tun.

    2. Mokkel

      Das Problem sind auf der einen Seite auch die Wissenschaftler, die sich nicht darum scheren wer außerhalb ihres Kollegenkreises, Zugriff auf ihre Veröffentlichungen hat. Aus dem Kopf (Idee ist veröffentlicht), aus dem Sinn (nächstes Projekt).

      Auf der anderen Seite sind es aber auch wissenschaftliche Institutionen, die Langfristige Verträge mit Verlagen schließen. Selbst wenn ein Wissenschaftler OA Publizieren wollen, sind sie durch ihren Arbeitgeber gezwungen bei Vertragspartner zu Veröffentlichungen.

      Wie es rechtlich mit den Preprints aussieht, wenn mein seine Rechte an einen Verlag abgibt, müsste nochmal überprüft werden. Vielleicht gibt es für Preprints wirklich eine Ausnahme, aber keine weiß darüber Bescheid.

    3. Florian Freistetter

      Wie gesagt: Dass einzelne Wissenschaftler triftige Gründe haben, ihren Kram nicht öffentlich zu machen, kann ich verstehen. Mir ging es ja vor allem um die Pressemitteilungen. Also eine Situation, wo sich eine Uni AKTIV an die Öffentlichkeit wendet. In so einem Fall MUSS der Originaltext Teil der Pressemitteilung sein. Und wenn die Wissenschaftler so eine Veröffentlichung nicht erlauben, dann gibts halt auch keine Pressemitteilung… Aber nur zu sagen: Hier habt ein tolles Forschungsergebnis, aber ihr dürft nur das darüber lesen was unsere PR-Leute sagen und nicht auch das originale Paper – das ist zu wenig!

    4. Henning Krause

      Zitat Florian: „Und wenn die Wissenschaftler so eine Veröffentlichung nicht erlauben, dann gibts halt auch keine Pressemitteilung…“

      Dem wiederspreche ich. Ich bin ja ein Open Access-Verfechter. Aber solange wir noch nicht im Open Science-Milch und Honig-Land leben und leider viel zu viele Artikel noch nicht sofort Open Access publiziert werden, haben wir eben das Problem, dass Volltext-Artikel nicht für alle öffentlich zugänglich sind. (Zumindest nicht ohne, dass sich irgendjemand über Regelungen hinwegsetzt und sich damit gegenüber Verlagen/Rechteinhabern rechtlich angreifbar macht.) Diesen wissenschaftsinternen Missstand (meine Wertung), der Wissenschaftskommunikation anzukreiden, halte ich aber für viel zu kurz gesprungen. Überhaupt nicht darüber zu kommunizieren, weil ein Artikel nicht frei verfügbar ist, kann keine Lösung sein. Die Wissenschaftseinrichtungen müssen Informationen anbieten, müssen dem Bürger, dem Steuerzahler und jedem Interessierten erklären, was man mit der öffentlichen Finanzierung macht. Das sein zu lassen, weil das paper closed access ist, widerspräche fundamental dem Recht der Menschen auf Information. Die Wissenschaft ist hier in einer Informations-Bringschuld – und erst recht, muss darüber berichtet werden, wenn das paper closed access ist, eben deswegen. Im Übrigen kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass die wenigsten Konsumenten von Pressemitteilungen oder anderen Berichten von Wissenschaftsorganisationen die Originalveröffentlichung lesen wollen. Das ist keine Wertung und soll auch überhaupt nicht Euren Anspruch abwerten, das tun zu wollen. Meine Erfahrung sagt nur: ihr seid damit in der verschwindenden Minderheit. Vielen Journalisten telefonieren dann mit dem Forscherteam und rufen zur Einordnung andere Arbeitsgruppen an.

      Ich bin wie gesagt, total für Open Access, am liebsten Goldener Weg und für alle. Blümchenwiese und so (außer für zweistellige Verlagsrenditen). Aber was Florian hier fordert, ist in meinen Augen eine Schein-Lösung des Problems von der ganz falschen Stelle her und mit erheblich negativen Folgen. I couldn’t disagree more.

      Offenlegung: Ich arbeite als Social Media-Manager in der Abteilung Kommunikation und Medien der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft, wo ich unter anderem verantwortlich für den von Holger moderierten Resonator-Podcast bin, und vertrete hier meine private Meinung.

    5. Florian Freistetter

      @Henning: Ich weiß nicht, ob wir uns da tatsächlich so sehr widersprechen. Ich sehe die Sache hier ganz unabhängig von der Diskussion über OA. Es geht ja darum, dass die Presseleute Informationen über die Forschungsergebnisse bereitstellen. Und – das erscheint zumindest mir logisch – je mehr und je besser diese Informationen, desto besser für alle Beteiligten. Wo ist das Problem, die Originalveröffentlichung dem Informationspaket das mit der PM veröffentlicht wird, beizulegen? Das hat mit OA erst mal nichts zu tun (obwohl sich die Frage natürlich nicht stellen würde, wenn alles sowieso OA publiziert wird). Organisationen wie ESO oder das Hubble-Newscenter machen das ja jetzt auch so. Wenn der Großteil der Journalisten das nicht lesen will, müssen die sich daran ja nicht stören. Und die, die das paper lesen wollen, haben die Möglichkeit (und wenn das paper da ist, dann wirft vielleicht auch mal einer von denen einen Blick hinein, die das sonst nicht tun).
      Ich hatte nicht vor, die Freigabe von Papers durch Pressestellen irgendwie als Ersatz/Alternative zu OA zu präsentieren (vielleicht liegt da das Missverständnis?). Mir ging es wirklich nur um die – in meinen Augen – Unsitte, dass man Pressemitteilungen veröffentlicht und dann NUR die Informationen der Presseabteilungen bekommt und einem die eigentlichen wissenschaftlichen Informationen vorenthalten werden. Mit OA wollte ich das nicht vermischen.

    6. Henning Krause

      Zitat Florian: „Wo ist das Problem, die Originalveröffentlichung dem Informationspaket das mit der PM veröffentlicht wird, beizulegen?“

      Das Problem liegt darin, dass je nach Veröffentlichungsart weder der/die WissenschaftlerIn noch sein Arbeitgeber (z.B. Kommunikationsabteilung) die Rechte haben, das zu tun. In Disziplinen, wo man alles vor der Verlagsveröffentlichung auf PrePrint-Server wie arxiv.org legt, ist es kein Problem diesen PrePrint mitzuschicken. Daran hat dann ja auch kein Verlag ausschließliche Nutzungsrechte nach dem Urheberrecht. Bei den allermeisten papern, die zuerst in einem closed access-Journal veröffentlicht werden, hat erstmal niemand außer dem Verlag die Rechte, das zu veröffentlichen. Insofern wäre Deine Forderung in der Mehrzahl der Fälle der Aufruf zu einer Urheberrechtsverletzung. Ich finde das ja auch schlecht, dass das so ist. Aber als Institution kannst Du Dich eben nicht so einfach über diese rechtlichen Rahmenbedingungen hinwegesetzen, wie Menschen, die über #IcanHazPDF mal rumfragen und dann was zugemailt bekommen.

      Insofern finde ich, dass es hier genau um den Kern der Open Access-Problematik geht und man es überhaupt nicht unabhänig davon erörtern kann. Die Tatsache, dass öffentliche Häuser wie Unis und Forschungseinrichtungen sich nicht auf ihren Webseiten an Rechtsverstößen beteiligen, kann man meiner Meinung nach nicht als „Unsitte“ bezeichnen. Letztere sehe ich eher darin, dass Open Access immer noch nicht Standard ist. Dann gäbe es nämlich das ganze hier diskutierte Problem nicht.

      Im Übrigen sind Berichte von Forschungsorganisationen über Einzelergebnisse nicht nur Pressemitteilungen. Viele wollen viel mehr eine eierlegende Wollmilchsau sein und sich neben „den“ Journalisten (was an sich schon ein riesen Spektrum ist, vom Lokal-Redakteur, den hauptsächlich ein Lokaldreh interessiert, bis hin zu jemandem, der ein ZEIT DOSSIER darüber schreiben will …) auch an den Nachwuchs, Nachbarn, Mitarbeitende, Partner, Lehrer, Schüler und Studenten und jeden Interessierten richten. Und da macht man ein Gesamt-Paket eben nicht mit „mehr, mehr, mehr Info“ immer auch besser, weil es andere Zielgruppen abzuschrecken droht. Wobei ich diese Praxis hier nur referiere. Einen DOI-Link dazuzustellen, sollte IMHO immer drin sein.

      Offenlegung: siehe oben.

    7. Florian Freistetter

      @Hennig: Du wirst da sicher besser Bescheid wissen als ich, aber mWn ist es sogar bei Nature/Science möglich, das paper auf arXiv abzulegen (halt nicht im Verlagslayout). Und ich wollte auch sicher nicht die Pressestellen dazu aufrufen, Urheberrechtsverletzungen zu begehen. Vielleicht fehlt mir der Einblick in die Abläufe um das Problem korrekt zu verstehen und sehe die Sache als Außenstehender zu naiv. Wahrscheinlich ist es nicht möglich, den Forschern zu sagen: „Nein, über eure Forschungsergebnisse können wir leider keine PM machen, weil ihr sie in nem Journal veröffentlicht habt, dass es nicht erlaubt, die Originaldaten weiter zu geben.“.

      Ich – wie gesagt als Außenstehender – finde es halt sehr unangenehm, wenn die einzige Information die mir zu einem Forschungsergebnis angeboten wird, das ist, was die offizielle PR-Abteilung der Uni zu sagen hat. Und fände es netter und eigentlich auch im Sinne der Uni, wenn man die KOMPLETTEN Infos zur Verfügung hätte. Aber ich bin ja auch kein Journalist, die sehen das von ihrem Ende vielleicht auch anders und kriegen ja auch zB die ganzen Vorabmeldungen und Embargo-News etc.

      Am Ende läuft es darauf hinaus – wie du sagst – dass Forschung die durch öffentliche Gelder finanziert wird, auch OA publiziert werden muss. Dazu muss aber die Politik entsprechende Regelungen schaffen und das wird wohl leider so schnell nicht passieren. Bis dahin werde ich in meinem Blog aber auf jeden Fall aber weiter nur über frei zugängliche Forschung berichten (auch wenn ich mich regelmäßig über interessante Themen ärgere, die mir dadurch entgehen…)

    8. Henning Krause

      @Florian: Ja, es ist eben ein Problem, das Wissenschaft und Politik lösen müssen. Hier über „die blöden Pressestellen“ abzuranten, verkennt IMHO das Problem total. Aber vielleicht solltet ihr diese Open Access-Thematik – und das Open Data-Fass, das Du jetzt auch noch aufgemacht hast 😉 – mal im Podcast mit einem Experten wie den Jungs vom OpenScienceRadio besprechen. Ich würd’s jedenfalls gerne hören.

    9. Florian Freistetter

      @Henning: Naja, die Pressestellen sind halt die Verbindung zur Öffentlichkeit und damit quasi auch die Ansprechpartner für die Unzufriedenheit mit der Öffentlichkeitsarbeit. Man könnte da sicher auch ohne Politik alleine ein paar erste Schritte machen; zB eine eigene Sektion für „offene Forschung“ wo regelmäßig nicht nur die Ergebnisse aus den „Elitejournalen“ präsentiert werden, sondern halt auch das, was frei verfügbar ist. Ein wöchentlicher Überblick „Helmholtz-Forschung bei arXiv“ zum Beispiel oder sowas in der Art.

    10. Florian Freistetter

      Freut mich! Ich schau zwar regelmäßig bei arXiv die Neuerscheinungen durch, aber da gibt es so viel, dass ich eigentlich nur die astro-ph-Abteilung schaffe. Ein kuratierter und kommentierter Überblick wäre da sicherlich hilfreich (und motiviert vielleicht auch Wissenschaftler, ihre paper dort einzustellen die das bisher nicht getan haben).

  3. ilgnado

    Zum Golden Rice:

    Einer meiner Profs, der sich hauptsächlich mit Reis beschäftigt meint ein großes Problem beim Golden Rice ist, dass es sich dabei um ein Arme-Leute-Essen handelt. Und zwar um eines das rot leuchtet (bzw. orange). Auch in Gebieten, in denen die Menschen unter Mangelernährung leiden sind eben Scham und Stolz im Spiel.

    Der künftigen Akzeptanz einer solchen Banane darf man daher ruhig mit Skepsis entgegentreten. Bleibt abzuwarten – einen Versuch ist es in jedem Fall wert! 🙂

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    1. Donngal

      Dann gehörst du wohl nicht zu den „coolen Kids“ 😉 Kannst also froh drüber sein.

  4. Robert

    Leider werden Gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht einfach allen, denen sie Nutzen bringen, zugänglich gemacht. Technisch ist das angesprochene Beispiel sicher eine mögliche Lösung des Vitamin A Problemes. Jedoch schon auffällig/traurig, dass mindestens genausoviel Aufwand in die Verbesserung wie in die „Unfruchtbarkeit“ und Monopolisierung des Saatgutes gesteckt wird…

    Alles Banane…

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  5. panzi

    Das mit dem Klassentreffeneffekt kenn ich persönlich eher nicht. Also d.h. kommt drauf an welche Klasse man trifft, aber mit 13. ist man in der Hauptschule und da waren die Beliebten (=Leute die ich nicht leiden konnte) gleichzeitig die mit den Bestnoten (bis auf ein paar, für denen der Effekt wieder stimmt). Vielleicht war meine Klasse eine Anomalie. Treffen will ich davon praktisch niemanden. Eventuell Leute aus der Nachbarklasse.

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  6. Christopher

    Ich glaube die Fussballschuhe sind einfach nur Deko. Zum Beispiel habe ich die rot-grünen Schuhe bei Portugisen gesehen, was ja nur Sinn ergibt, denn das sind ja die Landesfarben.

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  7. Deus Figendi

    Bezüglich der Abschlussfrage:

    Ich bin schon sehr lange ein Freund davon unterschiedliche Socken oder Schuhe zu tragen (bei Socken hauptsächlich aus Faulheit sie zu sortieren) und frage mich und andere schon lange die umgekehrte Frage: Warum soll Fußbekleidung überhaupt gleich sein? ’ne richtig gute Antwort erhielt ich noch nie meist heißt es „Konvention“.

    Aber ich rate mal was der Grund sein könnte: Verstecktes Sponsoring? Vielleicht bekommen die Herren einfach Geld dafür dass sie das so machen und in ein paar Tagen oder Wochen erscheint ein TV-Spot oder ein viraler, in dem die Protagonisten auch hellblaue und rosa Schuhe tragen. Oder ein Schuhhersteller wird bald eine entsprechende Produktreihe veröffentlichen. Oder eine Firma geht allgemein mit einer rosa/blauen Marke an den Markt/dir Öffentlichkeit.
    Das würde ich mal raten ich habe natürlich ebenso wenig Ahnung 😀

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  8. Christian Berger

    Also für den Alufolienanzug spricht schon, dass man manche Mobiltelefone nicht mehr wirklich abschalten kann, die haben dann keine Akkus die man so einfach raus nehmen kann. Außerdem gibt es, und das ist dann wirklich speziell, Akkus mit Wanzen drin. Gegen die würde dann auch nur ein Anzug helfen.

    Wenn der Anzug übrigens funktioniert, sollten auch die Akkus relativ lange halten. Denn eine der Grundanforderungen an ein Mobiltelefonienetz ist, dass die Basisstation bestimmt auf welchen Frequenzen und wann die Mobileinheit sendet. Das ist aus zwei Gründen sinnvoll. Erstens nutzt es nichts, wenn das Mobiltelefon auf Frequenzen sendet auf denen die Basisstation nicht hört, zweitens kann sich das Mobiltelefon ja auch in einem anderen Land befinden welches andere Frequenznutzungspläne hat.

    Was aber passieren wird ist, dass das Mobiltelefon häufiger den Empfänger eingeschaltet hat. Da die Dinger inzwischen sehr gut auf Stromsparen optimiert sind, ist der Stromverbrauch des Empfängers schon relevant. Das führt dazu dass das Teil trotzdem deutlich kürzer läuft als im normalen Standby.

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  9. Sebola

    Also das mit den Schuhen ist einfach nur ein neuer Modetrend. Sind vor allem Puma Schuhe.
    Möglichst bekannte Spieler sollen halt mit dem Produkt auftreten, ich meine nämlich, dass die sich ihre Schuhe (und damit also auch werbe Deals..) da noch selber aussuchen dürfen.
    Mal sehen wie lange noch, beim letzten Deutschland Spiel wurden ja erst auch die Fan Fahnen im oberrang abgehängt. FIFA halt..

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  10. Carl

    Hey, schöne Sendung zum Frühstück, danke. Bei den angesprochenen Schuhen handelt es sich um die neuen Puma Modelle: http://m.zeugwart.de/fussballschuhe/fussballschuhe-2014-top-neuheiten-von-adidas-nike-puma-co.1073680.1009440.htm
    Generell ist der Trend zu immer knalligeren Farben bei Fußballschuhen erkennbar und dieser neue zweifarbige Marketingtrick soll auch einfach wieder nur Aufmerksamkeit erzeugen und den Absatz steigern. Es schließlich keine größere Bühne für neue Schuhmodelle der Hersteller als die WM….

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  11. roooo

    ich hätte noch ne weitere vermutung, warum die fußballerschuhe (oder fingerspitzen der torwarthandschuhe) so bunt sind: optisches positionstracking.
    es gibt ja echtzeitinformationen, wieviel strecke jeder spieler gelaufen ist und für die spielanalyse computergenerierte animationen in denen die spielerpositionen verarbeitet sind. wenn die fifa gescheit ist könnte sie ja bewegungsdaten sogar für die fußballcomputerspiele verwenden, in denen das spielverhalten bestimmter mannschaften simuliert wird. automatische abseitserkennung könnte über den weg auch kommen.
    gegenargument zur theorie optisches positionstracking: das wäre auch mit infrarot reflektivem oder retroreflektivem material und IR-kameras möglich, ohne die farbe im sichtbaren spektrum zu beeinflussen.

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    1. Sören

      Ach ne… da im Fließtext versteckt… 0:-)

      Mach doch mal irgendwo nen dicken, roten Button mit der Aufschrift „Spenden“ irgendwo hin! Dann ist der nächste „Betriebsurlaub“ sicher schnell finanziert 😀

  12. Andreas

    Zu den Schuhen: Das sind die „Puma ecoSpeed 1.2 Tricks FG.“
    Nahezu jeder Spieler hat einen Deal mit einem der großen Ausrüster und trägt dessen Schuhe. Und wie man ja sieht, fällt es auf. 😉 Und vor allem KInder sind dann anfällig für diese Werbung, wenn sie dann sehen, dass Spieler X den Schuh von Firma Y trägt. Ach, und Puma hat die passenden Torwarthandschuhe auch im Angebot. 😀

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    1. Frank

      Volle Bestätigung von meiner Tochter, Fachfrau in Sachen Fussballschuhen und Torwarthandschuhen.
      Sie ist tatsächlich über alle auf dem Platz eingesetzten Modelle im Bild.
      Und Tim Krul hat die ganz alten Handschuhe von Nike getragen.
      Na dann …

  13. Michael K.

    Hallo!

    Mir hat kürzlich ein Instrumentenbauer von Mondholz erzählt. Anscheinend ändert sich der Wasser- und Mineralienpegel im Baum abhängig von den Gravitationskräften von Mond und Sonne. Im ungünstigen Moment geschlagenes Holz, also wenn Sonne+Mond am Wasser ziehen, hat dann der Baum viele Mineralien und Wasser im Holz. Das Wasser verschwindet durch Trocknung, aber
    die Mineralien sind zusätzlicher Balast und deshalb wird Tonholz so gefällt, dass sich Mond und Sonnengravitation so gut wie möglich gegenseitig aufheben.

    Gruss
    Michael

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    1. Florian Freistetter

      Ist tatsächlich Unsinn. Die beteiligten Kräfte kann man leicht ausrechnen. Und was die Gravitation angeht, hat schon ne kleine Ameise die auf dem Baum rumkrabbelt (oder eben nicht) einen wahnsinnig viel größeren Einfluss als der Mond…

  14. Simon

    Ist denn der Mond nicht für Ebbe und Flut verantwortlich? Dann kann er doch auch für das Wasser im Baum und schlechteren schlaf verantwortlich sein?

    btw: Holgi, kannst du bitte das Outro leiser machen? ich wach immer auf deswegen 🙂

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    1. Florian Freistetter

      Hast du denn schon mal Gezeiten in der Badewanne gesehen oder deinem Bierglas? Ebbe und Flut gibt es nur, weil die Meere GROSS sind. Man kann die Gezeitenkraft, die zB auf einen Menschen wirkt, ausrechnen. Die ist so winzig, dass es kaum einen vernünftigen Vergleich gibt. Wenn du eine einzige Hautschuppe verlierst, hat das einen größeren Effekt auf die Gravitationskraft die auf dich wirkt, als die gesamte Gezeitenkraft (die ja nur vom Unterschied des Abstands zum Mond abhängt: und dein Kopf ist halt nur ~2m näher am Mond als deine Füsse…)

  15. Pterry

    Vitamin-A bzw Retinsäure wird nicht nur für den Sehvorgang benötigt, sondern ist auch eine der wichtigen Komponenten in der Embryonalentwicklung wenn es zB um so was wie Gliedmaßen geht, also, dass Oberarm, Unterarm, Hand in der richtigen Reihenfolge kommen (gilt dann auch für Finger). Das wird über Gradienten gesteuert. Das heißt, wenn Schwangere zu wenig Vit. A zu sich nehmen, steigen die Chancen für „missgebildete“ Kinder. Und die Vit.A-Mangel-abhängige Erblindung ist irreversibel. Aber Greenpeace lässt sich von solchen Argumenten nur schwer beeindrucken. Der „Erfinder“ des Golden Rice, Ingo Potrykus, hat versucht, das schnell voranzutreiben, weil jährlich mehrere Hundertausend Säuglinge und Kinder betroffen sind. Er hat dann nach >zehn Jahren ziemlich desillusioniert aufgegeben, obwohl sie die Patente so gemacht hatten, dass zB Kleinbauern die für Eigenbedarf für sich und Umgebung herstellen nicht extra bezahlen müssen. Nur wenn sie größere Mengen herstellen und die dann mit Gewinn verkaufen. Die Diskussion war tlw unter aller Sau und es wurde von den Umweltschutzverbänden ernsthaft vorgeschlagen, dass die Menschen doch dann u.a. Möhren und Salat essen sollen um den Bedarf zu decken. Menschen, die sich grad mal ne handvoll Reis pro Tag leisten können… (kann man zT in der Wikipedia nachlesen)

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  16. gokzilla

    Gestern ging in meinem Kaff die jährliche Messe zu Ende. Vor ein paar Jahren gab es keine Scharlatane, aber dieses Jahr waren alle vertreten, von Granda Wasser bis Heil Steine die gut besucht waren. Beim Abbau der Stände sah ich die Autos der Aussteller. Die Esoteriker fuhren mit Mercedes ML, Audi Q7, BMW X5 , die Versicherer, Fenster Bauer usw. mit Opel, Kia :-).

    Die Heil Steine Tussi verkaufte Glas für 199 Euro und behauptete, sie würde einen Zimmer mit 12 qm reinigen. Tatsächlich gab es etliche Käufer dafür. Der Schwedenofen Verkäufer gegenüber schüttelte die ganze Zeit nur mit dem Kopf.

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  17. Christine

    Moin!
    Forschung an Genen finde ich interessant und spannend. Habe aber an einer Stelle Probleme damit: Wer kann abschätzen, welche Folgen genetisch veränderte Lebensmittel haben, wenn sie sich streuen und mit herkömmlichen Pflanzen mischen? Zum Beispiel, dass die üblichen Tiere die Pflanzen nicht mehr bestäuben mögen. Oder das irgendwelche Nutztiere am erhöhten Beta-Carotin-Wert jämmerlich verrecken. Oder andere Effekte, die man heute noch nicht überblicken kann. Natur ist so ein empfindliches Netzwerk, dass die Änderung eines winzig kleinen Faktors das System zum Kippen bringen kann.
    Ciao Christine

    Antworten
    1. Florian Freistetter

      Das was du ansprichst, gilt aber nicht nur für moderne Gentechnik. Auch ganz „normale“ Kreuzungen zwischen Pflanzen; jede Zucht von Pflanzen und Tieren greift in letzter Konsequenz auf die Gene zu und verändert sie (siehe hier für Beispiele: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/02/12/gentechnik-10/). Wenn man das ganze kontrolliert im Labor macht, hat man wenigstens noch eine gute Möglichkeit, vorher zu untersuchen welche Auswirkungen das haben kann.

  18. BrEin

    Vorschlag zu Shice der Woche:

    Motörhead-Konzerte verursachen Hirnblutungen.

    Leider lässt sich nur die Yellowpress dazu aus:
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wissenschaft/d/5018130/headbanging-kann-sehr-gefaehrlich-sein.html
    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/krankheiten/sperrfrist-4-juli-01-01-uhr-gefahr-mit-200-beats-pro-minute-aerzte-warnen-vor-heavy-metal-headbanging-hirnblutung_id_3965293.html
    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/headbangig-hirnblutung-durch-motoerhead-a-979029.html
    http://www.blick.ch/news/ausland/mediziner-beweisen-headbangen-ist-schuld-an-hirnblutung-id2961974.html

    Etwas seriöser berichtet da nur der NDR:
    https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Hirnblutung-durch-Headbanging-bei-Motoerhead,headbanging100.html
    „Wir wollen keineswegs vorm Headbangen warnen oder gar die Musik verteufeln“, sagte der Hauptautor des Artikels
    Ursache war wohl vorrangig eine Zyste.

    Gruß
    BrEin

    Antworten
  19. Steffen

    Hallo,

    wäre nett, wenn Ihr den Aufsatz zu der Verbindung von Schildern zu Risikobereitschaft im Verkehr verlinken könntet. Würde den gern lesen.

    Schönen Gruß

    Antworten
  20. Ani

    Ich hätte da mal ein Frage an den werten Herrn Freistetter 🙂
    Was genau würde passieren wenn wir keinen Mond mehr hätten? Natürlich hätten wir keine Gezeiten mehr, aber was würde sonst noch passieren und was hätte das verschwinden der Gezeiten für Folgen?

    Schon mal danke im voraus und auch danke für die Empfehlung des Probably Science Podcasts!

    Antworten

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