WR308 Archäologisierung ist kein Verb

 

wrint_wissenschaft_200Diesmal mit Hirnbluten (Lancet), Sonnenbaden, Fettpolstern, Bergsprengung, CERN, Quark, der Steinzeit, Videokassetten, Äckern, Wissenschaftsberichterstattung (Video: Both Sides), Autismus, Big BrainAltruismus, DDR-Medien, Irland, Bekanntenkreisen, dem Aha-EffektStammzellen, Übergewicht, Elektroschocks, dem Bösen (Video) und Fotos der Ardennenoffensive.

„Eine Unterhaltung mit Einsteins Gehirn“ ist aus dem Buch „Einsicht ins Ich„.

Ohne Florian ginge es nicht. Hier sein Spendenhut.

31 Gedanken zu „WR308 Archäologisierung ist kein Verb

  1. Niklas

    Gerade auf der Wikipedia gelernt, dass sich das Wort „Palatschinken“ von der lateinischen „Placenta“ ableitet. Diese Information wollte ich gerne teilen.

    Bittebitte, da nich für.

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  2. MadManniMan

    Intensiv headbangender Headbanger hier!

    Wenn man es als vernünftig harmonisch oszillierende Bewegung hinbekommt, kriegt man auch keine Kopfschmerzen 😉

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  3. Christian Berger

    Also ich muss sagen, bei uns hier in Cham (ernsthaft, da wuchs ich auf) hieß es auch ein „Einser“. Bei der anderen Ausdrucksweise fällt mir bizarrer weise nur eine Österreichische Kindersportsendung ein, bei der man auch „mit einer Fünf zum Erfolg“ kam. Ich glaube die Sendung hieß so ähnlich.

    Zur Langlebigkeit von elektronischen Medien kann man empirisch sagen, dass bei guter Lagerung die Geräte das Problem sind. Es gibt nun mal Formate, wie zum Beispiel „VCR“ für die man heute keine funktionsfähigen Abspielgeräte bekommt, weil die, die damals hergestellt wurden, alle samt absoluter Schrott waren und nach wenigen Jahren kaputt gingen. Die Bänder selber kann man auch nach langer Lagerung noch einwandfrei abspielen.
    Hier zum Beispiel Aufnahmen vom ersten Tag von BBC 2:
    http://www.youtube.com/watch?v=8pWsFamLgjU
    Die Aufnahmen schauen jetzt hier auf Youtube ziemlich schlecht aus sollten aber ziemlich gut sein. Das hat glaube ich jemand bei einem anderen Fernsehsender aufgezeichnet und das Band lag lange Zeit irgendwo in einem Archiv rum, bis man es vor ein paar Jahren mal gefunden hat.
    Hier übrigens ein paar Leute, die mal eben so ein Videoband aus den 1960gern abspielen.
    http://www.youtube.com/watch?v=vm-PamSE6VM#t=311
    (Die Rekorder wurden von den 1950gern bis in the 1980gern gebaut, deshalb kriegt man die noch)
    Hier ist übrigens eine schöne Einführung in die Technik:
    http://www.youtube.com/watch?v=fpBRuheelu4

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  4. Ani

    Ich hätte da mal ein Frage an den werten Herrn Freistetter 🙂
    Was genau würde passieren wenn wir keinen Mond mehr hätten? Natürlich hätten wir keine Gezeiten mehr, aber was würde sonst noch passieren und was hätte das verschwinden der Gezeiten für Folgen?

    Schon mal danke im voraus und auch danke für die Empfehlung des Probably Science Podcasts!

    [Ich schreibe es hier noch mal, da ich es wohl zu spät beim letzten Podcast geposted habe.]

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    1. Ani

      Es ist noch im Podcast, ich habe es nur irgendwie überhört (jetzt bin ich schon zu blöd um einen Podcast zu hören…). Danke für die Antwort 🙂

  5. Jim

    Ich will euch einen (wirklich kleinen) Einblick ins Pflügen und dem „Warum’s gemacht wird“ mitgeben:

    Grundsätzlich wird der Boden meist mehrere Male im Jahr gelockert und bearbeitet – der von euch angesprochene „Durchgang“ (nach der Ernte) wird meist als „Stoppelsturz“ bezeichnet und dient primär um Wasserverdunstungen zu verringern und Ernterückstände mit dem Boden zu vermischen (diese dienen als Dünger).
    Allgemein hilft die Bodenbearbeitung auch Unkräuter mechanisch zu vernichten, festere Böden zu lockern und die Krümelstruktur des Bodens („Bodengare“ ) zu fördern.

    Warum sich die von Florian angesprochene Alternative der Direktsaat in Europa nicht (oder nur am Rande) durchzusetzen scheint, ist möglichlicherweise wirklcih dem einen oder anderen konservativen Gedanken geschuldet – zudem dauert die Umstellung wohl vielen Landwirten zu lange, in meiner Erfahrung spielt auch die Angst vor Schädlingen eine Rolle.

    Tolle Sendung wieder einmal, danke!

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  6. thf

    Du hast doch auch mal ’nen Podcast mit Anatol Stefanowitsch über Linguistik gemacht — und der ist Korpuslinguist 😉

    Florian hatte das finde ich schon richtig erklärt: Im Prinzip geht es darum, dass man große Textdatenbanken hat die (im besten Fall) aufbereitet sind (z.B. hinsichtlich Wortarten annotiert usw.). Damit kann man allerlei anstellen. Beliebt sind vor allem statistische Verfahren, weil man hier eben mal größere Datenmengen relativ leicht zugänglich hat. Falls jemand daran interessiert ist, sich sowas mal anzuschauen http://www.ids-mannheim.de/cosmas2/web-app/

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  7. Turtle

    Zum Thema Körpergewicht und Gesundheit: zum Glück ist es nicht so einfach wie viele Menschen denken. Vor allem in den USA gibt es die „Health at every Size (HAES)“, die auch mit Forschungsergebnissen hinterlegt. Kurzform:
    1. Gewohnheiten (Sport, Ernährung) und die psychische Verfassung korrelieren mit Gesundheit viel mehr als das Körpergewicht.
    2. Gewichtsreduktion durch Diät wirkt nur bei 5% der Menschen langfristig (> 5 Jahre), der Jo-Jo-Effekt macht dafür meist wesentlich mehr Gesundheitsprobleme als ein dauerhaft hohes Körpergewicht.
    3. Der Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln, Sportmöglichkeiten, die sicher sind (physisch und psychisch) und kein „Fat-Shaming“, vor allem nicht durch öffentliche Stellen (in den USA meint das den „war on obesity“) würden der allgemeinen wesentlich mehr helfen als alles andere.

    Und warum hohes Körpergewicht und kein Sport oft zusammenhängen, liegt meiner Meinung nach u.a. daran, dass man als dicker Mensch oft genug mit dummen Sprüchen rechnen muss, wenn man Sport macht und nicht jeder hat genug Selbstbewusstsein damit umzugehen. Also lest man es lieber.

    Weiterlesen kann man hier: http://www.lindabacon.org/

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  8. alfred

    Proteine mit Antikörpern markieren, identifizieren und herrausfischen ist übrigens die Biochemische Molekularbiologische Standardmethode überhaupt nd schon seit Langem. Ausserdem gibt es auch kaum eine ähnlich einfache Methode zum spezifischen Nachweis von bestimmten Proteinarten überhaupt. Das ganze wird sowohl mit freien extrahierten Proteinen, Proteinen in abgetöteten teils auch lebenden Zellen und auch an abgetöteten Gewebeschnitten vorgenommen. Das nennt sich dann immer Immuno-…. z.b. Immunoblot und Enzym Linked Immuno Assay für extrahierte Proteine , Immunohistochemie für Gewebeschnitte. Die Antikörper können z.b. ganz einfach aus dem Blutserum von Tieren gewonnen werden denen man vorher das aufgereinigte Proteine injeziert hat , Mäuse, Kaninchen Schafe Ziegen… . Um die ersten Antikörper dann sichtbar zu machen gibt es wieder anti-Antikörper-Antikörper die aufwendiger produziert mit Farbstoffmolekülen markiert sind oder mit einem Radioaktiven Isotop oder mit einem Granulatkrümel mit letzterem kann man die Proteine sogar gezielt am Antikörper rausziehen aus der wässrigen gemischten Brühe… viele Molekularbiologen und Biochemiker machen überhaupt nichts anderes 😉

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  9. sternburg

    Holger! Ernsthaft. Ausländische Wissenschaftler „haben festgestellt“. Deutsche Wissenschaftler „haben herausgefunden“.

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  10. Mokkel

    Wer „historische“ Filme, Fotos oder Tonaufnahmen aus Niedersachsen besitzt, kann sich an das Kulturarchiv Hannover wenden. Besonders wenn die Aufnahmen einen starken lokalen, regionalen oder landesweiten Bezug haben.

    http://www.kulturarchiv.de/

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  11. wurstfett

    Den geilsten Satz aus dem Elektroschockartikel habt ihr übergangen.

    […]
    Eine Testperson, die sich ganze 190 Elektroschocks verabreicht hatte, berücksichtigten die Wissenschaftler bei der Auswertung nicht.
    […]

    Der hat sich alle 5 Sekunden einen Schock verpasst xD

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  12. Mario

    Zum Thema CERN: Mein ehemaliger Dozent Jan Peters (ich studiere Film in Stuttgart an der Merz Akademie) war 2013/14 im Rahmen des Projekts „Arts@CERN“ ( http://arts.web.cern.ch/jan-peters ) in Genf und sehr begeistert von der Umgebung/den Menschen dort.

    Zitat:
    „Neben der Wissensvermittlung die auf jeden Fall extrtem wichtig ist, geht es bei
    meinem Projekt am CERN auch um eine erneute Annäherung zwischen Wissenschaft und
    Kunst, die ja (seit der Aufklärung) eine Trennung erfahren haben (und
    zwischenzeitlich sogar gerne als Gegensätze dargestellt wurden). Heutzutage erinnert
    man sich zum Glück wieder daran, dass beide mal eng miteinander verbunden waren und
    sich alles andere als ausgeschlossen haben. Dieses aktuelle Umdenken zeigt sich dann
    zum Beispiel in solchen Programmen wie arts@CERN. Und mein Eindruck hier am CERN
    ist, dass die Wissenschaftler und Ingenieure hier sehr offen in alle Denkrichtungen
    sind, denn es ist einfach verdammt schwierig, das Neue zu denken, da muss man schon
    bereit seien, alle Konventionen fallen zu lassen, damit das überhaut möglich wird.“

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  13. BrEin

    Frage an @Florian:

    Hallo, mir lief gerade auf G+ folgendes über den Weg:
    https://plus.google.com/116367912402497545046/posts/66UVC5759vC
    Da stellen sich mir einige Fragen:

    1: Wie stellt man fest, wie weit dieser Stern entfernt ist?
    Du hast ja in deinem Podcast erklärt, dass man das über Standardkerzen oder mittels Parallaxenmetheode bestimmt. Wie aber stellt man die Entfernung eines 3,9 Milliarden Lichtjahren entfernten Sterns fest?
    Abgeleitet aus den Beobachtungen der Rotverschiebung der Galaxien? Hat man aus deren Entfernungs- und Geschwindigkeitsverteilung auf die Entfernung solcher Sterne geschlossen?
    Wenn man sagt, der Stern befindet sich in Galaxie XY und diese ist Z entfernt, hat man das Problem auf die Galaxie verlagert.
    Also, wie kann ich die Entfernung/Position so weit entfernter (stark selbst leuchtender) Objekte bestimmen?

    2: Wenn dieser Stern stirbt, werden wir sein sterben einige Milliarden Jahre später merken (Ereignishorizont).
    Woher aber weiß man, dass es den Stern noch gibt? So klang es in dem Post.
    Er könnte ja bereits jetzt schon explodiert sein, vor Milliarden Jahren und wir stellen das nächste Woche fest.

    Vielen Dank
    Fabian

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    1. BrEin

      @Florian
      Danke!

      Und: Jetzt” ist kein sinnvolles Konzept in der Kosmologie ist genau die Antwort, die ich meinte.
      Komisch nur, dass dann solche Zeitschriften, auch wenn es nur die P.M. ist, die Sachverhalte so darstellen.
      Also kann es wirklich so sein, dass es die Sonne „jetzt“ nicht mehr gibt, sie für uns aber immer noch da ist, da wir uns noch nicht im Ereignishorizont es kollabierten Sternes befinden!?

      Gruß
      Fabian

  14. Florian Freistetter

    Wie gesagt: Es macht keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen, was der Stern „jetzt“ macht oder ob er „jetzt“ noch existiert oder nicht. „Jetzt“ funktioniert bei solchen Distanzen nicht. Das aktuellste Bild das wir haben, ist das, das heute hier bei uns von der Erde aus zu sehen ist. Nach allen praktischen Maßstäben IST das, wie der Stern jetzt aussieht. Alles andere findet völlig außerhalb der Sphäre statt, die kausal mit uns in Verbindung steht und ist genau so real/irreal wie es zB die Zukunft oder die Vergangenheit ist.

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