WR411 Andi

 

wrint_2014_zurperson_200Andi sitzt vor dem Aldi am S-Bahnhof Tempelhof und schnorrt. Egal, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint und egal, wie früh ich Richtung S-Bahn gehe, um zur Arbeit zu fahren – er sitzt schon da und wünscht mir einen guten Morgen. Da habe ich mich mal daneben gesetzt.

Für die FAZ habe ich das Gespräch auch aufgeschrieben (mit Bild).

79 Gedanken zu „WR411 Andi

  1. kraeuterzucker

    Schönes Stück. Gut, dass Du geschnitten hast, man merkt, dass Andi auf Fragen zwar bereitwillig antwortet, aber nicht so sehr ins Reden kommt. Bitte mehr davon.

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    1. holgi Artikelautor

      Ich habe sogar extrem viel geschnitten. Ich hatte unterschätzt, wie wortkarg Menschen sind, die es nicht gewohnt sind, zu reden und noch weniger, dass ihnen jemand zuhört.

    2. Helena

      Ich finds etwas zu heftig geschnitten, ein paar nachdenkliche Pausen, hier und da ein unbequemes Schweigen hätte dem Interview auch gut getan, so ist es gerade anfangs sehr eng getaktet und hat fast schon was von eine Verhör.
      Aber sonst, super und bitte mehr davon bitte 🙂

  2. tiefgruen

    Richtig toll! Das ist mit ein Grund warum ich Wrint so gerne höre. Immer mal wieder was neues und Einblicke aus anderen Blickwinkeln. Danke!

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  3. Chris

    Klasse Sendung. Immer wieder toll wie viel Einblick dein Podcast in die verschiedensten Leben anderer Menschen gibt.

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  4. Armando

    Chapeau…

    Holgi, danke!

    Ich habe in einer Vorgängerwrintheit von Deinem Interview gehört und war sehr gespannt darauf. Du hast die Fähigkeit Menschen ernst zu nehmen und zu befragen, die ich wirklich bewundere. Du schaffst es zuzuhören und ich finde man merkt das an deinen Gesprächen immer an, aber hier ganz besonders.

    Vielen Dank für Deine wunderbaren Sendungen.

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  5. tobi

    Auch von mir ein großes Kompliment für diese Sendung. Ein kompakter, offener Bericht über ein Leben ohne Bett und schon sieht man das übliche Montags-Gejammer etwas anders.

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  6. max

    Habe ich das richtig verstanden? Er ist arbeitslos und hat (unter anderem vmtl. deswegen) Schulden wegen Schwarzfahren und zahlt diese von seinen Hartz-4 Bezügen ab. Ansonsten bestreitet er seinen Lebensunterhalt vom Schnorren? Und das Amt bewilligt Ihm trotz Gerichtsentscheid kein Geld für ein Bett?

    Wenn das stimmt, steht es um uns schlimmer als ich dachte.

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  7. Peter Karena

    Alle bei WRINT haben einen Spendenhut nur Andi nicht. Welch Ironie des Schicksals.

    Sehr interessanter Beitrag!

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    1. Donngal

      Bei Ikea ab 26€ für das Gestell. Dann noch ne günstige Matratze für 25€ dabei, Lattenrost für 10, biste bei 61€. Ist sicher kein großer Komfort, aber eine Steigerung zu gar kein Bett auf jeden Fall.

    2. colmans

      nicht dass ihm ein gut gemeintes selbstloses geschenk in höhe von 61 € nachher vom amt von hartz 4, wohngeld, oder was auch immer abgezogen wird…

  8. BrEin

    Danke, danke, danke lieber Holgi,

    dafür, dass Du das Schicksal solcher Leute sichtbar machst.
    Abgesehen davon, dass mir die Tränen kamen und ich ein schlechtes Gewissen habe, halte ich es für einen gesellschaftlich äußerst wertvollen Beitrag, den ich teilen werde wo es sich auch nur anbietet.

    Zufällig habe ich danach einen Podcast der guten Katrin Rönicke angefangen, der ebenfalls ein tragisches Schicksal aufzeigt, ebenfalls ein Opfer des Systems, wenn man es so will:
    http://erscheinungsraum.de/er005-die-verlorene-patientin/
    Jedem, der sich für solche Fälle interessiert, ist es eine Empfehlung wert. Man glaubt nicht, wie schnell man in Stich gelassen wird, wenn man mal auf das System angewiesen ist.

    Ich würde mich über weitere solcher Beiträge freuen, gerne auch mit der verlorenen Patientin.

    Vielen, vielen, vielen lieben Dank!
    Fabian

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  9. Manuel

    Eine wirklich sehr schöne Sendung. Ich freue mich immer wieder über solch aussergewöhnliche Themen und Menschen.

    Deshalb würde ich gerne fragen, ob du vielleicht mal wieder Zeit für die Ferngespräche findest. Diese sind immer ein purer Quell an interessanten Geschichten.

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  10. Tribe

    Mehr davon! (auch wenn es evtl. eine kleine Hürde ist die Menschen anzusprechen)
    Ein Foto wäre noch ganz nett.
    Grüße vom Ende der Welt

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Es gibt ein Bild bei der FAZ. Da habe ich das Gespräch aufgeschrieben, allerdings nochmal ordentlich gekürzt und umgestellt, damit es sich flüssiger liest. Den Link hatte ich Depp vergessen, hier einzutragen. Danke für den Hinweis 🙂

  11. Hendrik

    Ich finde die Sendungen mit neuen Gesprächspartnern fast durchweg spannender als die regelmäßigen Gespräche; ich würde mich über (wieder) mehr freuen 🙂

    Antworten
  12. Christoph

    Einfach nur Danke für dieses Interview. Gibt es vielleicht die Möglichkeit, das auch noch in anderen Medien zu verbreiten? Deutschlandfunk o.ä.? Hilft auf jeden Fall beim Perspektivwechsel. Es ist halt nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint.

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  13. joh

    wenn andi pech hat, verliert er mit seinem reden seinen soz. leistung. anonym ist er so ja nicht mehr. zwiespältig.

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    1. Stefan

      Stimmt.
      Das sollte man ggf. bedenken @ HOLGI.
      Er sagt ja an, dass er alle zwei Tage schnorren geht. Entweder hat er die Einnahmen dem Jobcenter gemeldet – oder wenn nicht, dann könnte das Jobcenter versuchen, das als Sozialleistungsbetrug auszulegen, da er ja Einnahmen generiert, die an die Regelleistung angerechnet werden.

    2. holgi Artikelautor

      Ich habe ihn gefragt, ob ich das alles so veröffentlichen kann und er hat zugestimmt. Ich frage ihn bei Gelegenheit mal, ob er sich auch darüber im Klaren ist.

    3. Stefan

      Bevor jetzt Pferde scheu gemacht werden… 🙂

      Ich hab da nochmal ein wenig die Suchmaschine gefüttert, dabei kam heraus, dass Betteln wohl nicht angerechnet wird. Das ist allerdings alles auf Vorfälle in 2009 bezogen. Ob es da eindeutige Urteile gibt, weiß ich jetzt gerade nicht. Das Ding in 2009 war wohl eher ein Rückzieher aufgrund von Protesten, aber keine rechtssichere Sache.
      Wie das nun konkret und heute ausgelegt wird, weiß ich nicht mit Sicherheit.

      Lt. SGB II wäre es jedoch wohl Einkommen… siehe § 11 SGB II
      Nicht anrechenbare Ausnahmen bilden dabei nur der § 11a SGB II.
      Wenn also in § 11a (5) Betteln gemeint ist, wäre es kein Problem, dann wäre sein Einkommen nicht anrechenbar.

      ——————-
      Zitat:
      (5) Zuwendungen, die ein anderer erbringt, ohne hierzu eine rechtliche oder sittliche Pflicht zu haben, sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen, soweit
      1. ihre Berücksichtigung für die Leistungsberechtigten grob unbillig wäre oder
      2. sie die Lage der Leistungsberechtigten nicht so günstig beeinflussen, dass daneben Leistungen nach diesem Buch nicht gerechtfertigt wären.
      ——————-

      Da er sich ja nicht gerade einen BMW damit finanziert, dürfte es vermutlich abgedeckt sein…

    4. Meo

      Solche Überlegungen haben mich bislang auch immer davon abgehalten mal Obdachlose und „Schnorrer“ zu interviewen, obwohl das, wie ein Kommentator unten schon andeutete, ein wichtiger Realitätsabgleich wäre…

      Aber jemanden unbeabsichtigt in die Bredouille zu bringen wollt ich dann nicht.

      @Holgi
      Danke fürs Interviewen. Ich würd vielleicht zur Sicherheit im Artikel sein Photo rausnehmen,vielleicht würde das schon helfen…

    5. Meo

      Solche Überlegungen haben mich bislang auch immer davon abgehalten mal Obdachlose und „Schnorrer“ zu interviewen, obwohl das, wie ein Kommentator unten schon andeutete, ein wichtiger Realitätsabgleich wäre…

      Aber jemanden unbeabsichtigt in die Bredouille zu bringen wollt ich dann nicht.

      @Holgi
      Danke fürs Interviewen. Ich würd vermutlich zur Sicherheit im Artikel sein Photo rausnehmen,vielleicht würde das schon helfen…

  14. Daniel

    Schön, Interessant und sehr erschreckend. Letztendlich kann uns alle dieses Schicksal treffen, auch wenn wir alle sagen, NIEMALS!

    Antworten
    1. Stefan

      Natürlich kann es das, passiert auch permanent.
      Wer heute ernsthaft krank wird, ist meist raus aus dem Job. Es sei denn, er oder sie gehört zu den Glücklichen, die noch einen Arbeitgeber mit sozialer Verantwortung haben.
      Oder, was heute auch nicht mehr unwahrscheinlich ist, man bekommt es aus irgendwelchen Gründen mit der Justiz zu tun. Auch das kostet heute dann ganz schnell zigtausend Euro und in vielen Fällen auch die berufliche Anstellung. Folgt darauf eine Verurteilung mit Eintrag ins Führungszeugnis, dann wars das meist sowieso und es bleibt: Hartz IV ein Leben lang, denn der Eintrag ist gleichzeitig zum Stigma geworden. Auch Sekundärsanktionierung genannt.
      Ob man dabei wirklich straffällig wurde oder nicht, spielt dabei auch schon keine Rolle mehr. Die Polizei hat immer recht, der Staatsanwalt klagt an, der Richter bestätigt dies. Das ist inzwischen eine homogene und gleichgeschaltete Ebene.
      Oder man findet eben einfach 2 Jahre lang keine Anstellung, danach hat man nicht nur Hartz IV, sondern man ist „so lange aus dem Job raus“, dass die Chancen auf eine Anstellung gegen Null tendieren.

  15. erg

    Gut, dass mal wer mit den Leuten spricht, auch wenn es etwas kurz war. Ein ähnliches Interview gab es auch vor etwa anderthalb Jahren mal von Nicolas Semak mit einem Obdachlosen, weshalb das Interview mit Andi mich ehrlich gesagt nicht sonderlich schocken konnte, da dessen Probleme noch vergleichsweise mild erschienen. Das zehnminütige Interview vom Oktober 2013: http://radiobasis.de/semak/folgen/nsp06.mp3

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  16. Rehrückenbrücken

    Dieses Thema beschäftigt mich häufiger beim Gang zum Supermarkt. Ich Frage mich regelmäßig „Wer von denen könnte anders?“, „Hilft eine Spende auf eine sinnvolle Art?“, „Wieso sollte ich geben? Als 450€-EK-Student ist meine Armut doch kaum noch zu unterbieten – aber ich habe eine Perspektive, immerhin.“, „Die müssen doch auch HartzIV bekommen…?“, „Muss ich mich jetzt schämen, weil es so aussieht als hätte ich Geld?“, usw… Dieser Beitrag hilft auf jeden Fall beim Denken, vielen Dank. Ich finde es auch beachtlich, dass Andi den Respekt vor den Menschen noch nicht verloren hat, und wie mir schien nicht nur basierend auf seinem Schnorrer-Anliegen, trotz anscheinend ungemütlicher Kindheit und anschließender Gewaltsozialisation. Alles Gute Ihm an dieser Stelle.
    Danke & LG

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    1. Donngal

      Ich gebe nicht allen, einigen aber immer wieder, Stammkunden sozusagen. Ab und zu auch Punks die sich ein Bier erschnorren. Vor allen an warmen Sommertagen wo ich mir selbst ein Feierabendbier gekauft hab.

      Dabei unterscheide ich aber nicht wer wirklich braucht oder wer davon was kauft. Ich gehe einfach davon aus, das jeder seine Gründe fürs Schnorren hat und verteile dann nach Sympathie. Interssanterweise gebe ich Schnorrern die auf Mitleid setzen allerdings nie was. Also keine zitternden T-Shirtträger, keine schlecht musizierenden Auftragsschnorrer (oder die die ich dafür halte) und auch nicht den Invaliden, die neben ihrem Rollstuhl auf dem Boden sitzen (Warum das? verstehe ich nicht.) Ich vermute, dass mein Verhalten da nicht fair ist. Aber ich kann nicht allen geben, da gebe ich halt denen die irgendwie sympathisch rüberkommen. Wie schon gesagt: Brauchen werden es alle.

  17. Stefan

    Kann man für Andi nicht irgendwo ein paar Spenden sammeln, dass er ein ordentliches Bett bekommt und sich mal richtig den Kühlschrank (sofern vorhanden) vollhauen kann? Die WRINT-Hörerschaft sollte doch groß genug sein.
    Problem ist halt, er müsste die Einnahmen beim Jobcenter anmelden und als Dank würde ihm dann gleich wieder die Leistung gekürzt werden, denn er hat ja Einnahmen. Das ist halt das Schweinesystem Hartz IV. Es wird halt schlicht und ergreifend kein einziger Cent gegönnt, wenn man ehrlich ist. am Besten schenkt man ihm halt gleich direkt ein Bett, sprich: Den Kauf mit der Spendenkohle macht halt ein Dritter. Das können die dann nicht anrechnen.

    Klar, wer unehrlich ist, steckt das Geld halt weg und meldet es nicht, muss aber damit rechnen, dass man ihm irgendwann dahinterkommt und schon gehts wegen Sozialbetrugs wieder vors Gericht. So macht man es eben mit den „Kleinen“, die sich irgendwie durchs Leben mogeln: Keine Rücksicht auf irgendwelche menschlichen Bedürfnisse… selbst Geschenke werden weggeneidet.

    Bürgerarbeit ist auch zeitlich befristet, das ist ja auch so ein staatlich subventioniertes Ding. Das gleiche wie bei 1-Euro-Jobs. In dem Fall halt Quasi-Vollzeitarbeit bei mieserabler Bezahlung und mit möglichen Sanktionsandrohungen, wenn man dem nicht Folge leistet.

    Mich wundert allerdings, dass er die Staatsschulden bezahlen muss. Ist er als Hartzi nicht davon freigestellt gegen Nachweis? Oder zahlt er sie freiwillig, obwohl er eigentlich nicht müsste, weil er ja unterhalb der Pfändungsgrenze lebt? Und wieso kommen die nach 10 Jahren mit der Eintreibung von Gerichtskosten daher? Ist das nicht verjährt? Dass er unter den Voraussetzungen keine Lust auf einen echten Job hat (bei dem er ja sicher auch nichts bekommen würde, das ein solides und gutes sozialversicherungspflichtiges Einkommen entspricht, das in relevanter Höhe ist, dass es auch Lohnsteuer abzieht), das ist nachvollziehbar. Warum sollte er sich das antun? Er hat doch nichts davon, und da man ihm eh alles unter dem Hintern wegpfänden würde, macht Arbeiten einfach keinen Sinn. Man muss die Dinge mal aus seiner Perspektive betrachten.

    Aber so ist es eben:
    Wer schon ein scheiss Leben hat und unter mistigen Bedingungen aufwächst, bekommt später dafür erst recht noch eine gelatscht. Dass dann die feinen Damen und Herren im Arbeitsamt dann auch noch gegen ihn bzw. gegen seine beiden Hunde angehen, ist an Ignoranz und Unmenschlichkeit kaum noch zu überbieten. Bei solchen Äußerungen kann ich nachvollziehen, dass er rot gesehen hat. Zumindest ist er nicht auf die Mitarbeiterin direkt losgegangen, das kann man ihm schon sehr hoch anrechnen.

    PS:
    Man gucke sich mal die Schnorrer, vor allem im Sommer, rund um den Dom an, vor allem auch im Lustgarten. Dort laufen die den ganzen Sommer lang mit Schildern herum, quatschen die Leute an: „Schpiek inglisch? deuts?“ und halten denen das Schild unter die Nase. Oftmals ist der arme Ehemann krank und braucht dringend Operation… mal Herz, mal Arm, Bein, Lunge, Niere oder Goldkettchen (also der Ehemann, der 100 Meter weiter mit der Quetschkommode auf der Straße sitzt, obwohl er angeblich im Herkunftsland fast im Sterben liegt ^^). Auch deren Kids sind da am Betteln. Vor paar Jahren war es so knalleheiß, die Kids taten mir leid, ich drückte den Beiden je zwei Euro in die Hand und sagte, sie sollen sich ein Eis oder ne Coke oder sowas holen. Das haben die, obwohl vermutlich Rumänen (wobei sie das Herkunftsland verleugnen, sie sagen, sie sind Bosnier oder Kroaten, scheinbar verspricht das ein höheres Ansehen, so als wäre es etwas Schlechtes aus Rumänien zu kommen… was ich traurig finde, wenn jemand aus Angst vor Repressalien sein Herkunftsland verleugnen muss), wohl auch verstanden.
    Keine Minute später war die Alte da und meinte: „Komm, nur Fummzig Euro bitte!“. Ja ne, ist klar. Die Kohlen mussten die beiden Jungs natürlich abdrücken. Das ist doch Sch…. Das nächste mal drück ich denen gleich jeweils ne Dose Cola in die Hand. Doof nur, dass es am Platz direkt keinen Laden gibt, wo man sowas mal schnell holen kann.
    Aber das sind halt wirklich Berufsschnorrer. Früher kamen die über den Sommer nach Deutschland zum schnorren, und haben mit dem eingenommenen Geld dann in Rumänien Herbst bis Frühling gut überleben können. Inzwischen sind sie ganzjährig hier und leben in irgendwelchen heruntergewirtschafteten Bruchbuden und werden da von den Vermietern abgezockt, habe ich mir sagen lassen. Und müssen ihr Einnahmen von der Bettelei noch abdrücken.

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    1. Timo Altfelde

      Es gab eine „omega tau“-Folge zum Thema Insolvenz. [1] Soweit ich mich erinnern kann sind Gerichtskosten nicht Teil einer Verbraucherinsolvenz, so dass es durchaus passieren kann, dass man keine reale Chance hat schuldenfrei zu werden. Je nachdem worum es geht sind es ziemlich heftige Kosten.

      Beim ALG2 kann man 100,-€ ohne Abzüge behalten. Bei dem 101. bis zum 1000. Euro kann man 20% behalten. Alles darüber hinaus wird bis auf einen Betrag von 10% angerechnet/abgezogen. Man muss da allerdings berücksichtigen, dass es einen Unterschied macht, ob man die Regelungen irgendwo liest oder ob man ein Bedürftiger ist, der versucht im Leben klar zu kommen und den Regeln (inkl. dem Papierkram) unterworfen ist.

      [1] Ich glaub das war: http://omegataupodcast.net/2013/07/128-insolvenz-und-sanierung/

    2. Stefan

      @Timo Altfelde
      Soweit ich mich erinnern kann sind Gerichtskosten nicht Teil einer Verbraucherinsolvenz
      Richtig.
      Die Kosten bleiben nach meinem Kenntnisstand nach einer Verbraucherinsolvenz bestehen. Das können dann auch mal schnell ein paar tausend Euro werden. Wer danach kein Einkommen hat, sitzt also kaum besser da als vor der Insolvenz. und ob ich nun 50.000 Euro Schulden habe, die ich nicht tilgen kann oder 3.000 Euro, die ich ebenfalls nicht tilgen kann, ist dann auch schon egal. Es ist halt eine Chance, aber eben nicht für Jeden. Deswegen ist intensive Vorab-Beratung dringend anzuraten.

      Beim ALG2 kann man 100,-€ ohne Abzüge behalten. Bei dem 101. bis zum 1000. Euro kann man 20% behalten.

      Das stimmt so pauschal leider nicht.
      Das trifft NUR dann zu, wenn ein REGELMÄSSIGES Erwerbseinkommen besteht, zum Beispiel aus Selbständigkeit oder in einem abhängigen Arbeitsverhältnis, also z. B. ein 450-Euro-Job oder Ähnliches.
      Das greift aber eben nicht bei Einmalzahlungen, denn dann gilt dieser 100-Euro-„Freibetrag“ nicht. Denn der Freibetrag ist ja auch kein Freibetrag im herkömmlichen Sinne, sondern lediglich eine Pauschale, die als Mehraufwandsentschädigung zu werten ist.
      Jemand, der regelmäßig arbeitet, dessen Alltagskleidung nutzt sich auch schneller ab, er braucht ggf. eine etwas aufwändigere Ernährung und so weiter. Das wird damit quasi abgegolten. Es ist aber kein Freibetrag, nach dem Motto, dass sich auch niedrigere Anstellungen mehr lohnen würden.

      Bestenfalls, wenn der SB Anstand besitzt, rechnet er dann von Einmalzahlungen noch die 30 Euro Versicherungspauschale raus, das wars aber auch.

      Und wer z. B. Selbständige kennt, die am Tropf vom Jobcenter hängen, weil das Einkommen nicht ausreicht, der kann dabei nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, was die sich alles gefallen lassen müssen. Von falschen Bescheiden, Willkür und Leistungsvorenthaltung bis fast zur Obdachlosigkeit ist da alles mit dabei. Und zuletzt ist das System dann so geschaffen, dass Du eigentlich gar keine Chance hast, diesem zu entkommen, weil man eben permanent mit Rückerstattungen von Leistungen etc. so dermaßen unter Druck steht, dass sämtliche Gewinne wieder aufgefressen werden.
      Außer man dient auf einmal dann so unverschämt viel, dass man sich eben komplett abmelden kann. Aber das ist insgesamt eher unrealistisch.

  18. Adora Belle

    Ich frag mich gerade, ob dich das irgendwie besonders bewegt hat, weil er ebenso aus Köln (naja, du ja nur fast) kommt. Zieht man da Vergleiche oder ist das zu absurd, weil’s ja nur ein Zufall ist?

    Antworten
  19. Holger

    Hallo Holgi,
    hier ist Holger. Deine Sendungen sind immer wieder klasse. Höre sie im Zug zur Arbeit und jetzt auf dem Jakobsweg von Sevilla nach Santiago.
    Immer weiter so.
    Holger

    Antworten
  20. Leon

    Ersteinmal vielen Dank für diese Sendung – sie wird mich sicherlich länger beschäftigen als die durchschnittliche WRINT-Folge.

    Kann jemand, der mehr Ahnung hat als ich, Auskunft darüber geben, ob man aus „Schulden beim Staat“ (so hat es Andi glaube ich formuliert) wirklich nicht durch eine Privatinsolvenz rauskommt?

    Antworten
  21. Rico

    Thema H4 und Schulden beim Staat: das schweint ein echtes Problem zu sein, aus dem man ohne Sozialarbeiter oder Erbe nicht raus kommt. In H4 kann man als für alle abgeschriebener Fall unter den Grenzen verharren, aber so bald minimal Kohle fließt, gehen die Pfändungen los. Normalerweise kümmern sich solche LeuteTM irgendwann auch nicht mehr um den Papierkram, so dass halt irgendwelche Kosten immer mal wieder aufpopen.
    Ein Kollege hatte fünfstellige Schulden, >10 Jahre Sozialhilfe bis ein Sozialarbeiter mal Überblick & eine Lösung (im Sinne von absehbares Ende) erarbeitet hat. Erst danach waren an Dinge wie Umschulung und Job zu denken. Finanzielle Verantwortunf trägt er heute keine, ist aber Chef von sechs Leuten in einem nicht ganz kleinem Unternehmen.

    Antworten
    1. Stefan

      Erbe bringt nix.
      Wer ALG-II hat, hat in erster Linie für seinen Lebensunterhalt zu sorgen.
      Mit anderen Worten: Es wird eben ALG-II gekürzt.
      Fällt das Erbe höher aus, wird es auf den gesamten Bewilligungsabschnitt verteilt, die 30 Euro Versicherungspauschale abgezogen und vom Rest (da kein Einkommen, sondern Einmalzahlung) für 6 Monate die Leistung entsprechend gekürzt. Ist dann immer noch Erbe da, meldet man sich sinnvollerweise vom ALG-II-Bezug ab und wieder an, wenn das Geld aufgebraucht wird. Dann aber auf jeden Fall darauf achten, nicht „über die Verhältnisse“ zu leben, denn sonst argumentiert das Amt mit „Verschwendung“ und „Vorsätzlicher Herbeiführung der Hilfsbedürftigkeit“ und dann darf man auch wieder jahrelang klagen.

      Die Schulden bleiben bestehen, denn die sind seit eh und je „Privatvergnügen“.
      Mit „das Erbe in die Schuldentilgung zu stopfen, um die eigene Lebenssituation zu verbessern“ ist leider Essig. Schulden sind im SGB-II nicht vorgesehen, das hat schon diversen Menschen das Genick gebrochen, die in den Bereich des SGB II oder SGB XII gefallen sind. Also selbst wenn man den guten und sinnvollen Willen hat, die eigene Situation zu verbessern und auch die Chancen zu erhöhen: Man darf es schlicht und ergreifend nicht.

      Bleibt nur das „Glück“, dass ALG-II eben nicht pfändbar ist. Wenn dann aber die ersten Inkassobüros aufschlagen, pfänden wollen usw., wird es ganz dunkel. Und mit so einer Historie lohnt es sich für viele dann auch gar nicht mehr, überhaupt noch aktiv einen Job suchen zu wollen. Denn warum? Es macht einfach keinen Sinn. Erschwerend kommt dazu, dass zu erwartende Lohnpfändungen ohnehin schon ein Hinderungsgrund für eine Anstellung sind.
      Dass diese Betroffenen keinen Überblick über den Schuldenstand haben, ist ein gängiges Klischee. Da gibt es Solche und Solche. Manche geben eben irgendwann auf, weil es sowieso schon fast egal ist. Andere wissen dagegen centgenau, wie es aussieht, kommen aber nicht aus der Situation raus. Da hilft dann auch kein Sozialarbeiter, denn der kann die Schulden auch nicht weghexen.

  22. wurstfett

    Ich kann mich meinen Zahlreichen Vorrednern nur anschließen. Super Folge!
    Ich werde jeden der Sagt „In Deutschland muss doch keiner auf der Straße sitzen und Betteln.“ dazu zwingen sich diese Viertelstunde anzuhören. Es gibt einfach Leute die durchs System fallen und da jemals wieder rein zu kommen ist unendlich schwer. Das wird einem beim hören dieser Episode klar.

    Antworten
    1. Poppi

      Ok, dann sagen wir in Zukunft eben: Keiner muss durchs System fallen, wenn er sich schwere Körperverletzungen spart und auf dem Amt nicht randaliert.
      Es gibt eine Pfändungsgrenze, daher könnte er durchaus auch arbeiten gehen. Wenn er denn möchte.

    2. Helena

      1. Was offenbar sehr wenige wissen: Wenn ein Lohnpfändungbeschluss vorliegt, ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass der auch richtig eingehalten wird. Wenn der Arbeitgeber falsch, zu spät, zu wenig abzieht ist er voll in der Haftung. Welcher Arbeitgeber will sich das bei einem neu einzustellenden Arbeitnehmer antun? Kein Personaler kann und will das verantworten.
      2. Die zivilrechtliche Pfändungsfreigrenze gilt nicht bei Staatsschulden. Bußgelder und Geldstrafen zahlt man, oder man geht in Knast. Mit gut zureden und etwas Glück darf man sie abstottern…

    3. Timo Altfelde

      Wenn man nicht in der Situation war, sieht es einfacher aus, als es eigentlich ist. Man sollte vorsichtig mit dem Verurteilen fremder Lebensumstände sein.

      Es kann durchaus einige Monate dauern bis der Antrag auf Hilfen nach SGB II genehmigt ist. In der Regel gibt es eine Vorauszahlung. Allerdings kann es dennoch passieren, dass man einige Monate auf das Geld warten muss. Die Miete wird dann nicht bezahlt und es wird hässlich.

      In seinem Fall klang es deutlich komplizierter und sein Probleme gehen über das Finanzielle hinaus. Auch das mit der Pfändungsgrenze ist nicht so trivial, wie einige glauben. Selbst wenn man Arbeit findet kommt man oft nicht aus dem ALG2 raus (Aufstocker), teilweise sogar bei miserablen Arbeitsbedingungen.

  23. Michael Förtsch

    Wow. Großartige Folge. Neben dem Prostitutions- und BER-Gesprächen, eine der besten Episoden. Nur schade, dass sie so kurz war.

    Ich hab gerade einiges gespendet und den Affiliate-Link genutzt. Bitte gib dem guten Andi was ab, damit er ein Bett bekommt.

    Antworten
  24. lotte

    Ich gehöre ansich grundsätzlich eher zu sen kommentiert faulen Menschen.
    Dieser Podcast verlangt allerdings kommentiert zu werden. Super Podcast, tolle Idee! Bitte dieses Format beibehalten. Einfach mal den Menschen um dich rum ein Mikro vor die Nase halten.
    Gerade von so Menschen wie Andi erfährt man eher wenig, auch wenn man Ihnen über all und oft begegnet.
    Danke, weiter so!

    Antworten
  25. Alexander

    Ich bin über die vielen Sympathie Bekundungen Andi gegenüber doch sehr überrascht und möchte hier auch mal die andere Seite zum Ausdruck geben, alles nur grob aus dem Kopf ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
    – Andi hat Hausverbot beim Jobcenter weil er Tische und Sachen um sich wirfst.
    – Andi hat Vorstrafen wegen Körperverlertzung.
    – Andi setzt ein Kind während der Loveparade in die Welt um dass er sich offensichtlich nicht finanziell beteiligt und wohl auch nicht kümmert.

    Trotzdessen danke für diese Sendung, bei der man viel über das Leben dieser Menschen erfahren hat, dass von den meisten von uns ignoriert wird. Das Beispiel war nur etwas ungünstig gewählt.

    Antworten
    1. Donngal

      Also wenn ich in so ein Jobcenter müsste, wäre Tische umwerfen noch die harmloseste Reaktion. Vor allem wenn ich so behandelt werden würde.

      Die Vorstrafen wegen Körperverletzungen sehe ich im Kontext, dass er eben Hooligan war und dementsprechend vermutlich andern Hooligans aufs Maul gehauen hat, finde ich (womit ich immer wieder anecke) nicht problematisch, solange unbeteiligte rausgehalten werden.

      Das mit dem Kind ist wirklich das einzige was ihn unsympathisch machen könnte. Aber er ist auch weder in der Verfassung noch finanziell in der Lage sich irgendwie um ein Kind zu kümmern.

    2. Stefan

      zu 1)
      Er wird behandelt wie Dreck, er wird beleidigt, man sagt ihm, er solle doch seine Hunde essen bzw. weggeben, also das Liebste, was ihm noch geblieben ist. Und das, wo er wohl auch rechtlich bereits gegen das Jobcenter vorgegangen ist und scheinbar auch vor Gericht erfolgreich war. Und trotzdem erhält er nicht die ihm zustehenden Leistungen. Wenn man um die blosse Existenz bedroht wird, dann ist so eine Reaktion durchaus verständlich.
      Mich persönlich wundert eher, dass die Übergriffe nach wie vor so selten sind, die betroffenen Menschen müssen ein verdammt gutes Gemüt haben, wenn man mal auf die Masse an Klagen schielt oder auch nur den ganzen Sozialstellen glaubt, die mit dem Thema täglich Erfahrungen sammeln.

      zu 2)
      Nur zwei Worte: Resozialisierung und Wiedereingliederung.
      Nur weil er Vorstrafen hat, hat er also kein Recht mehr, wie ein Mensch behandelt zu werden? Stimmt, das passt ins aktuelle deutsche Zeitgeschehen und Weltbild. Wer heute Vorstrafen hat, ist quasi Parier und hat kein Recht mehr auf eine anständige Existenz.
      Mit der Haltung ist es kaum verwunderlich, dass es Wiederholungstäter gibt. Wer eh keine Chance und nichts zu verlieren hat, geht halt vielleicht lieber wieder zurück in den Knast…

      zu 3)
      Wie soll er sich denn auch kümmern? Geld hat er nicht. Von wo soll der Unterhalt auch kommen? Und die genauen Umstände kennst Du nicht. Vielleicht hat die Mutter das alleinige Sorgerecht erstritten? Vielleicht verbietet sie ihm den Umgang? Das ist aufgrund seines Lebenswandels durchaus nachvollziehbar, dass da das Jugendamt vielleicht sogar den Umgang untersagt hat. Und wie das Kind entstanden ist, und welche Begleitumstände es gab, weisst Du auch nicht…

    3. Peter

      Das mit dem Jobcenter irritiert mich auch. Ein Hausverbot bekommt man nicht einfach so. Ich kann die Frustration auch verstehen, aber wir hören hier genau eine Seite und wissen nicht, was tatsächlich vorgefallen ist.

  26. wurstfett

    Ich denke es geht doch garnicht genau darum wie Andi jetzt vor dem Gesetz dasteht. Klar er hat wohl nicht alles richtig gemacht. Seine Aussagen lassen eigentlich auch kein abschließendes Urteil über seine Situation zu. Er weis mit Sicherheit selbst nicht richtig was alles bei ihm nicht in Ordnung ist. Den Überblick hat er sicher nicht. Er ist durch System gefallen und dieses bietet ihm keine Möglichkeit da wieder raus zu kommen. Ein Knastaufenthalt wird ihm genau so wenig dazu bringen sein Leben auf die Reihe zu bekommen wie der Besuch beim Jobcenter, welcher für ihn eine unüberwindbare Hürde darstellt der er mit Aggression begegnet. (Selbst als Geistig fitter Mensch verständlich wenn man diese Behörde schon mal erlebt hat) Das einzige was hier helfen könnte wäre jemand der sich um ihn kümmert, der Behördengänge mit ihm erledigt, der ihn wieder in die Gesellschaft eingliedert. Das wäre ein Vollzeitjob für einen engagierten Sozialarbeiter. Dann muss auch noch die Chemie zwischen Andi und dem Sozialarbeiter stimmen und er muss einen Zugang zu ihm finden. Alles Dinge die unser System nicht ausreichend bietet. Diese Menschen sind uns einfach nichts wert.
    Ich halte mich da auch nicht für was besseres. Mir sind auch meine Eigenen Probleme wichtiger. Aber ich bedaure diesen Zustand zumindest etwas.

    Antworten
  27. DrCRAZY

    Wow, Das ist was ich an Holgers Sendungen schatze.
    Einerseits Sendungen für Bier- und Weinverkostung und dann setzt er sich mal (Denke ich) Ne stunde zu einem „Schnorrer“ und berichtet von deren Sozialen abstieg.
    Vielleicht sollte Andi mal Asyl beantragen … ( JA, war ein SCHERZ zum Nachdenken)
    Danke Holgi und auch Andi für diese Interessanten 15 minuten.

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    1. Donngal

      WTF? Dein „Scherz zum Nachdenken“ ist ganz einfach Stimmungsmache gegen Flüchtlinge. Ich denke nicht, das Holgi sowas hier duldet.

  28. DrCRAZY

    Donngal, wenn DU das so siehst. Ich sehe das nicht so, wie sicher viele auch. Seit 1,5 Jahren Arbeite ich auf Flüchtlingsunterkünften.
    Ach wass soll’s was sabbel ich mich ab …

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    1. Donngal

      Was soll dann die komische Anspielung? Wenn du in Flüchtlingsunterkünften arbeitest (geht mich ja nix an) weisst du ja unter welchen Umständen Flüchtlinge in Deutschland zum Teil leben müssen. Und dass das nicht erstebenswert ist. Und das Leid der einen (Flüchtlinge) gegen das Leid der anderen (Schnorrer) aufzuwiegen halte ich auch für grundverkehrt. Beiden müsste mehr geholfen werden als wir es zur Zeit tun.

  29. texec

    Beim Schnitt sind ein wenig die Gesprächspausen verloren gegangen, um das Gehörte zu verarbeiten. Aber das ist ja auch eine Ausnahme hier. Ansonsten ein interessantes Experiment.

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  30. Kellertuer

    Vielen, vielen Dank für diese kurze, aber sehr gute Folge. Ich habe gerade alle Kommentare gelesen. Ich mag an dieser Folge, dass du, Holgi, ihm einfach nur zuhörst, das Gespräch im Gange hältst (was, so klangs auch im Realitätsabgleich, wohl wirklich nicht einfach war). Das macht diese Folge, traurig, aber irgendwie auch sehr ehrlich und gut. Ich hoffe, du hast die Zeit und die Ideen zu mehr solchen Folgen, und, dass Andi – wie es in den Kommentaren schon diskutiert wird – ein Bett bekommt.

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  31. Christin

    Wenn man Andi kein Geld sondern direkt ein Bett zukommen lässt – wird ihm das Amt dann irgendwas kürzen? Zählt ein Geschenk als Einnahme?

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    1. s.m.langer

      Wird Besitz oder Eigentum angerechnet?
      Wie wäre es wenn man ihm ein Bett verkauft und einen Kaufvertrag aufsetzt in dem eine Ratenzahlung vereinbart wird und die Raten dann auf unbestimmte Zeit stundet?

  32. Peter

    @s.m.langer

    Aus meiner Sicht ändert das nichts. Bei Arbeitslosengeld 2 wird der Zufluss gezählt. Sprich in dem Moment wo ich etwas bekomme habe ich den Zugewinn.

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