WR502 Vorführvogel

 

wrint_heit_2014_200Diesmal mit Schals, Blind Dates, Rollcontainern, emotionalem Vampirismus, dem amerikanischen Traum, Dispositionen, Exzentrik, erster Hilfe, Laserdiscs, dem Einbeinigen, Verkehrsmitteln, Ideen, Geld, Leistungsfähigkeit, Vorlesen, Hypnose, Krankheiten, Karottenkuchen, Essen, Rücksicht, Reue, Hosenscheissern, Radiergummis, Kommunikationsdiensten, Vorbereitung und der obligatorischen Höflichkeitsfrage von esureL.

Ohne Alexandra ginge es nicht. Bitte unterstützt sie hier.

Shownotes
von Mark

Smalltalk

00:00:00

Holgi und seine konservativen Nachbarn — Der Winter ist doch noch kalt geworden, richtig kalt — Sylvester in Augsburg und Berlin — Gelage an den Feiertagen.

Leo: Wie bindet man eigentlich einen Schal richtig?

00:15:54

Schlauchschal — Nackenschweiß.

Tobias: Was müsste man Alexandra schreiben, damit sie sich auf ein Blinddate mit mir trifft?

00:18:20

"Ich erzittere beim Gedanken an Blinddates." (Alexandra) — Alexandra is vergeben.

Hannes: Warum geht an Bürocontainern immer nur genau eine Schublade auf?

00:20:15

"Wegen dem Schwerpunkt" (Holgi).

Mirko: Was ist emotionaler Vampirismus?

00:21:32

Tobias: Gibt es einen "deutschen Traum" analog zum "American Dream"

00:26:49

"Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!" (Angela Merkel) — Multikulturalismus — Aufstiegsversprechen — Deutsche Ordnung — Deutsche Regelungswut — Deutsche Bürokratie — "Strukturelle Verlässlichkeit" (Holgi) — "Entwicklungsland, was Internet angeht" (Alexandra).

Addi: Was ist ein Pfeifenzeisig?

00:36:38

"Du Huflattich!" (Alexandra) — Grasdackel.

Addi: Was ist eine psychische Fehldisposition

00:37:18

Lukas: Wärt ihr gerne eine Koriphäe, wenn der Preis eine exzentrische Persönlichkeit wäre?

00:39:30

"Was heißt denn hier 'Preis'!?" (Alexandra) — Salvador Dalí — Lady Gaga — Nina Hagen — Gloria von Thurn und Taxis.

Alex: Habt ihr inzwischen einen Rot-Kreuz-Kurs gemacht?

00:42:03

Alex und der Epileptiker — Epilepsie — Holgi und der hilflose Mann.

Marcel: Hast du inzwischen einen Laserdisc-Player?

00:45:35

Laserdisc — "Riesen-DVDs" (Holgi).

Martin: Wer oder was ist "der Einbeinige"

00:46:47

"Hatten wir zu meiner Zeit schon zwei Mal..." (Alexandra) — "Früher waren die Fragen noch anders!" (Holgi).

Thomas: Welche Verkehrsmittel sind die sozialsten?

00:47:26

Kaffeetassen-Karussell — zu Fuss — Fahrrad — "Alle, bei denen man nicht durch eine Kapsel vom Verkehr entfremden wird." (Holgi) — "Die S-Bahn mit Sicherheit nicht!" (Holgi) — Die erste Klasse als Toilette.

René: Ist euch schonmal halbschlafend eine tolle Idee gekommen

00:51:16

"Träume sind eine riesengroße Inspirationsquelle" (Alexandra) — Game of Thrones — Morning pages.

Franz: Ist es ein Tabu, über Geld zu sprechen?

00:58:16

Sozialneid — Patreon — Digitale Gesellschaft (DigiGes) — "Gehässigkeit woanders hin kondensieren, Hauptsache nicht ins Internet!" (Holgi).

Daniel: Können Anwälte wirklich jeden Abend feiern und saufen?

01:04:25

"Dann siehste mit Ende 30 halt aus wie ich" (Holgi).

Gerd: Könntest du dir vorstellen, Hörbücher einzusprechen?

01:06:14

Alexandra will unbedingt — Holgi will lieber synchronsprechen — gekürzte Hörbüchfassungen — Charakterstudie (Filmbegriff).

Tobias: Wart ihr schonmal hypnotisiert?

01:12:38

Rückführung — "Gefährlicher Kokolores" (Holgi).

Jonas: Warum verheimlichen Menschen schwere Krankheiten?

01:14:18

"Hilflose Asozialität der Leute" (Alexandra) — Augenthrombose — Soziale Inklusion — Marina Weisband — Darmkrebs-Aufklärung.

Maria: Wie ist nochmal das Rezept für deinen Karottenkuchen, Alexandra?

01:21:48

Chefkoch.de ("Möhren - Blechkuchen ohne Butter und Öl")  — "Gott, klingt das traurig!" (Holgi).

Maria: Was ist besser bei tollem Essen: Zubereitung / Vorfreude / Konsum / danach?

01:23:03

Lebkuchen von Arnd Erbel (WR473 Arnd Erbel – Freibäcker) .

Matt: Warum sind Menschen so rücksichtslos?

01:27:32

Fehlende Werte-Erziehung.

Tobias: Habt ihr schonmal im Nachhinein bereuht, etwas verschenkt zu haben?

01:29:51

Alexandras Messingkanne — Geschenke, die belasten.

Martin: Gibt es mittlerweile von "Community" einen Film?

01:33:39

Community (Fernsehserie) — Thomas Gottschalk.

Kirsten: Wie überzeugt ihr einen Fünfjährigen, lieber auf's Klo zu gehen, als in die Hose zu machen?

01:34:04

"Wichtel am Grunde des Klos" (Alexandra) — "Kinder hassen Baden" (Alexandra) — "Duschen macht man nur für die anderen" (Holgi).

Björn: Habt ihr jemals einen Radiergummi komplett aufgebraucht?

01:38:40

"Nein, aber komplett aufgegessen!" (Alexandra) — Alexandras "Autobiografie".

Philipp: Welche Messenger nutzt ihr und hat Snowdon daran etwas geändert?

01:40:02

iMessage — Whatsapp — Threema — Telegram.

Christoph: Wie viel Preshow, Postshow und Vorbereitungszeit haben eure Podcasts?

01:43:11

"Vorbereitung!? Ist doch ein Laberpodcast ..." (Holgi) — Wrint Wissenschaft — "In trockenen Büchern" (Alexandras Podcast).

Holgis Spendenkonto

01:50:55

Fidor Bank — "Bitte Spendenzahlungen vorübergehend einstellen, wegen Kontowechsel" (Holgi) — "Bitte in ein paar Wochen wieder Spenden auf neues Konto" (Holgi) — Holgis neue Kontodaten — POSTIDENT.

esureL: Wie geht's uns denn heute?

01:52:09

Outro

01:52:41

68 Gedanken zu „WR502 Vorführvogel

  1. Ricardo

    Zum Thema gekürzte Hörbücher.
    Ich liebe Hörbücher, aber gekürzte Hörbücher kaufe ich nicht. Grundsätzlich nicht. Genau aus dem Grund, den Alexandra genannt hat.
    Ich frage mich dazu ehrlich, welcher Depp kommt auf die Idee, ein Buch zu kürzen, damit es auf die angestrebte Anzahl CD’s passt?

    Antworten
    1. Alexandra

      Vor allem ist das ein Argument, das mit dem Schwinden der CD und der Zunahme von Download-Formaten nicht mehr zieht. Sie machen’s trotzdem …

      Ich sehe ein, dass man einen Text für die Hörbuchfassung hier und da zurechtstutzt, also etwa ein „sagte er leise“ streicht, wo es an den Dialog geht. Aber im erwähnten Buch „Kress“ wurden tatsächlich alle Stellen eliminiert, die ich im Buch als bemerkenswert markiert hatte. Man mag einwenden, dass der Ersthörer es doch nicht merkt, weil er ja nicht weiß, wie’s richtig hätte sein sollen. Für mich ist das schlicht Betrug.

    2. Greg

      Das hängt ganz bestimmt stumpf damit zusammen, weil

      1. Sprecher etwas kosten
      2. Die Hörbücher auch gekürzt gekauft werden, und wenn nur als Geschenk.

      Wieviele Papierbücher werden gekauft, nur um sie ins Regal zu stellen und Bildungsbürgertum zu simulieren.
      Es geht wohl offensichtlich nicht mehr um den Inhalt.

    3. manka

      Nur um Holgis „Hörbücher“ sind scheisse (sinngemäß) zu widerlegen. Simon Jäger schafft es glänzend beim Vorlesen der Takeshi Kovacs Trilogie meinen inneren Leser zum Heulen zu bringen. Und zurückblättern heisst im digitalen Zeitalter zurückspulen 😛

  2. Nicolai

    Eine Idee zum Quiz:
    Wie wäre es mit einer verkraftbaren Bewerbungsgebühr, wenn man mitmachen möchte. Ich fände es eine gute Idee, wenn davon die Hälfte als Preise/Preisgelder wieder ausgeschüttet wird.
    Der Rest könnte deiner Finanzierung dienen.
    Ich fänd es großartig, wenn auf diesem Weg ein schöner Preispool zustande käme.

    Antworten
  3. Willy Failla

    Ich kenne das Problem mit der Disziplin beim Abnehmen.

    Selber probiere ich gerade diese App aus: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.myfitnesspal.android&hl=en

    Diese App zählt für dich Kalorien, dabei hast du ein tägliches Kontingent das du aufbrauchst.

    Ich finde sie gut, weil du z.B. einfach die Barcodes auf den Etiketten von allen möglichen Produkten scannen kannst, um die Kalorien in die App einzutragen. Das macht vieles einfacher und schneller.
    Außerdem kannst du auch dein Sport eintragen den du am Tag getrieben hast. Dafür bekommt man dann mehr Kalorien „gut geschrieben“.

    Alles in allem nutze ich die App um einen Überblick darüber zu behalten, wie viel Energie ich verbrauche und aufnehme.

    Probier sie doch mal aus, vielleicht gefällt sie dir ja 😉

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Die kenne ich, bin damit aber nicht warm geworden. Die Barcode-Sache ist allerdings ziemlich toll.

    2. Donngal

      Da frage ich mich: Wie tracke ich Essen, von dem ich nicht genau weiss, von was wieviel da drin ist? Ich werde mittags an der Arbeit bekocht, und kann ja schlecht wiegen wieviel Käse jetzt auf meiner Lasagne ist oder?

    3. holgi Artikelautor

      Ich mache das, indem ich mir in der Datenbank (fddb.info) ein möglichst ähnliches Gericht aussuche und mich dann – sicherheitshalber – um mindestens 10% zu meinen Ungunsten verrechne.

    4. klaustopher

      Das ist für mich auch immer das Problem. Auch wenn ich selber Koche, dann rechne ich ungern die Kalorien von allen Zutaten zusammen … Und bei dem myfitnesspal fehlen mMn auch ne ganze Menge komplette Gerichte. Wenn ich dann wieder in einer Datenbank wie der fddb nachgucken muss, dann verliere ich auch den Spaß daran, die App zu nutzen 🙁

    5. Donngal

      Ich versuchs gerade mit fddb extender, ist ne Android App, die direkt die Datenbank integriert hat, mit Barcodescanner.

      Bis jetzt gefällts mir noch. Auch wenn ich gestern aufhören musste mit Naschen, weil keine Kalorien mehr übrig waren.

    6. holgi Artikelautor

      Altervatter, bin ich doof! Ich nutze die fddb-Apps (iOS und Android) seit fast einem Jahr und habe den BC-Scanner bisher nicht bemerkt. *schäm*

  4. Slow3000

    Moin,

    die Sache mit den Rollcontainern hat einerseits mit dem Gewicht zu tun und soll außerdem verhindern, dass man sich die Finger zwischen den Schubladen einklemmt…

    Antworten
    1. gon2o

      Büro Rollcontainer sollen im Regelfall mit einem Schlüssel abschließbar sein. Das für diesen Zweck bereits vorhandene Bauteil, erfüllt den zusätzlichen Nutzen weitere Schubladen zu blockieren, wenn eine geöffnet wird.
      Es geht dabei in erster Linie tatsächlich um den Schwerpunkt bzw. das Kippen.
      Der Inhalt ist sehr oft sehr schwer, und die Schublade ist meist ein Überauszug (die Schublade wird komplett aus dem Korpus gezogen).

  5. Don Ferrando

    Guten Tag,
    habe gestern beim stream mitgehört!
    Die Lebkuchengeschichte und das Essverhalten kenne ich sehr gut.
    Ich darf auch nichts geöffnet im Kühlschrank haben, sonst ist es gleich ganz weg.
    Ich habe mal einen ganzen Pecorino geschenkt bekommen.
    Das war ein harter Kampf, ihn nicht an einem Abend aufzuessen!
    Beste Grüße
    DF

    Antworten
  6. Anne

    Zum Thema „Erste Klasse in S-Bahnen“: Im VRR/VRS gibt’s das und eine ehemalige Kollegin, die oft die S-Bahn von Dortmund nach Düsseldorf nahm hatte ihr Monatsticket auch als Erste-Klasse-Ticket, um sich ihre mentale Gesundheit zu bewahren. In den S-Bahnen sind die Erste-Klasse-Abteile meistens deutlich leerer und die Chance, selbst in einer vollen S-Bahn einen Platz zu finden, sind größer. Sie wollte einfach nur in Ruhe Bahn fahren. Hier scheint es also keine Pinkelprobleme zu geben.

    Antworten
  7. David

    Silvesterknaller – und ich gebe auch keinen Cent aus – Die reinen Knaller, die auch immer lauter werden, und mittlerweile sogar Scheiben zum Schwingen bringen, hab ich nie wirklich verstanden. Sie werden auch immer von Halbstarken eingesetzt und gern da wo es nochmal ordentlich scheppert, in einer Unterführung, oder gar wo etwas kaputt geht wie Briefkasten. Die sollte man einfach konsequent verbieten. Wobei das immer ein Problem der Kontrolle ist… es gibt ja so viel, gerade hier in Berlin, wo sich Leute wie Sau benehmen, und keinen juckts. (total nach Pisse stinkende Leute fahren in nem halben Abteil sitzend ne halbe Stunde Bahn etc)
    Gegen Raketen hab ich nichts, der Effekt ist ganz nett. In letzter Zeit gibt es neben den klassischen Stockraketen aus der Sektflasche nun immer mehr diese bierkasten-großen Batterien, die dann automatisch eine Rakete nach der anderen zünden. (halte ich auch für sicherer, denn man zündet nur einmal) Da kommen nette Effekte zusammen, finde ich aus fotografischer Sicht auch interessant. Daß die riesen Müllberge aber nicht mal weggeräumt werden, kann ich nicht verstehen. Nun hat die Straßenreinigung 1 Woche zu tun, ganz Berlin durchzukämpfen, um den Müll zu entsorgen – was soll denn das? Ich hab auch das Gefühl daß es immer billiger werden muß (ich kaufe für 0ct, keine Ahnung ob es stimmt), weil die Massen werden immer größer.
    Die letzten 4 Jahre oder so gab es auch pünktlich zu Silvester einen dermaßen Nebel – und ich glaube nicht mehr an Wetterzufälle (auch wenn es danach ja richtig kalt wurde, es also sowieso eine neue Wetterfront kam), sondern immer mehr, daß das reine Umweltverschmutzung durch den massiven Knallereinsatz ist. So ein „Vulkan“-ähnliches Ding macht besonders viel Rauch, das ist nicht mehr schön…
    Also von mir aus wäre auch ein zentrales Feuerwerk (gibt es ja am Brandenburger Tor) auch ausreichend, aber dann bitte so, daß auch alle Leute davon etwas haben – und nicht nur 100.000 Zuschauern, die seit 18 Uhr da ausharren, weil ab dann sämtliche Zufahrten von der Polizei gesperrt sind, Loveparade gab es auch 1 Million Leute. Es sind gefühlt auch 1 Million Touristen in der Stadt, und denen gegenüber finde ich es besonders dreist, auf der einen Seite wahrscheinlich mit Feuerwerk zu werben, und auf der anderen Seite dann nur wenig Leuten das zu ermöglichen…
    Ich habe mich die letzten Jahre immer in der Innenstadt aufgehalten, auch um etwas zu fotografieren, aber dank der tollen Rücksichtnahme einiger sturzbesoffenen (die so ein Knaller oder Vulkan fast unter die Kamera stellen) ist es bei mir mittlerweile so weit, daß ich überlege, nächstes Silvester für 3 Tage woanders hinzufahren. In eine ruhige Ecke (keine Großstadt) mit guter Wetterwahrscheinlichkeit, keine Ahnung, was sich da so anbieten würde. Sowas wie Sizilien oder so… keine Ahnung genau.

    2. Klasse bei S-Bahnen gibt es nicht mehr, gab es früher wohl mal, inklusive 3. Klasse Holzklasse. Manchmal wünscht man es sich aber wirklich bei einer längeren Strecke, eher in einer ruhigen Ecke zu sein, wo nicht jede Station der Nachbar wechselt, weil jeder nur 3 Stationen fährt, und es ein ständiges Geschiebe gibt.
    In Tokyo gibt es übrigens „Woman-Only“-Waggons, finde ich auch interessant – oder eher abstoßend, was da wohl oft passiert sein mußte, so etwas einzurichten.

    Antworten
  8. Truhe

    Zum Thema Feuerwerk: Im Wahl- und Grundsatzprogramm der Piraten findet sich ganz unten ein Abschnitt, in dem die Piraten die Legalisierung von Pyrotechnik für Fußballfans in Stadien fordern. Also für besoffene Idioten, bei denen man schon Angst hat, wenn man zufällig in derselben Tram sitzt, während die Meute den Zug rhythmisch zum Schwanken bringt und dabei herumgrölt. Unter diesem Gesichtspunkt wäre die Forderung eines Böllerverbots absurd.

    Meine persönliche Meinung: Ich HASSE Böller. Und die unkontrolliert herumfliegenden Pfeifdinger ebenso. Aber ich liebe Raketen und Batterien. Alles, was bunt ist und leuchtet.

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Finde ich gar nicht. Sollen die Deppen sich doch im Stadion gegenseitig anzünden. Ich muss ja nicht hingehen. Auf die Straße muss ich aber sehr wohl und da möchte ich das nicht haben.

    2. Roland

      @Holgi na ja, sowohl als auch wäre ein Verbot auch für Leute die nicht direkt damit zu tun haben sinnvoll, Besoffene „Fußballgebeisterte“ die bengalische Feuer im Stadion anzünden tun das auch ausserhalb und geht der fromme Wunsch dass sich ausgerechnet diese Idioten gegenseitig anzünden meistens nicht in Erfüllung

  9. MadManniMan

    Alex,
    ewig nehme ich es mir vor, im neuen Jahr Frage ich endlich mal:

    Ist deine Aussprache der Endung „-ig“ Dialekt oder Ansicht? Also dass du bspw. „König“ statt „Könich“ sagst.

    Viele Grüße

    Antworten
    1. Alexandra

      Ist Ansicht! Und dein Kommentar, ist der nur blöde Anmache oder auch ein bisschen Einschleimen bei Holgi? 🙂

    2. MadManniMan

      Blöde Anmache? Sorry, so war das überhaupt nicht gemeint! Mich interessiert halt der Grund für diese Form der Aussprache.

      Ich merke bspw., dass ich durch meinen Umzug nach Ostthüringen vor 8 Jahren insgesamt zwar eher Hochdeutsch als zuvor spreche, aber dennoch immer wieder bewusst gegen manche Mundart kämpfen muss, die ich persönlich bei mir als unästetisch und auch nichtmal effizient empfinde – aber ich kann es halt genau zuordnen.

      Bei Dir fällt mir immer wieder dieses harte Aussprechen von Buchstaben auf, die die meisten halt verschleifen.

    3. Alexandra

      Ok, bin betrunken! D:
      Deutsch ist bekanntlich nicht meine Muttersprache. Ich nehme immer ein kleines bisschen von dem Dialekt an, der in der Umgebung gesprochen wird, in der ich gerade lebe. Wahrscheinlich ist „König“ statt Könich so eine Art Hyperkorrektur, da ich weiß, dass Leute, die „lustiche Fresse“ sagen, es falsch sagen. Aber was heißt hier falsch: Standarddeutsch ist eine Kunstsprache, deren Gebrauch eigentlich nur schriftlich Sinn macht (und „Sinn machen“ kommt bereits in Texten aus dem 18. Jahrhundert vor, entgegen der populären Annahme, nur „Sinn ergeben“ sei Deutsch). Reines Hochdeutsch wird selbst in Hannover nicht gesprochen. Außerdem ist Sprache lebendig und wandert beständig von Ort zu Ort, wo sie bald so, bald anders zum Ausdruck kommt. Ist es nicht unendlich kleinlich, darauf zu beharren, dass etwas KORREKT ausgesprochen wird? Ich meine die selbsternannten Hochsprachtrainer und sickschen Besserwisser, die uns glauben machen wollen, es sei erstrebenswert, Geld für ihre dummen Kurse und Benimmbücher auszugeben.

    4. MadManniMan

      Himmel, ich empfinde diese Deine Aussprache sogar als Bereicherung, versteh mich nicht miss!

      Ist halt was außerordentlich besonderes und lässt mich auch immer an die richtigen Hyperkorrekteure denken, die Zwergfell statt Zwerchfell sagen. Du sprichst eben ein bisschen eher so, wie man es von jemandem erwarten würde, der anderen deutsch beibringt 🙂

      Wenn ich daran denke, wie wir einst bei der Sprecherziehung (Lehramtsstudium) die „wichtigsten atrikulatorischen Regeln des Deutschen“ als Handreichung bekamen und einige an der Veranstaltung zu zweifeln begannen, weil sie sich noch nie Gedanken darüber gemacht haben, dass man halt eher „sagng“ statt „sagen“ sagt, dann war es doch eher ein Hilfe dabei, nicht zu hoch zu sprechen. Und da hab ich auch ein bisschen auf dieses „-ich“ zu achten gelernt.

      Aber spannend, dass Du es nicht bewusst überkorrigierst, wie einige Radiomenschen. Ich vergesse aber auch immer wieder, dass Deutsch nicht Deine Muttersprache ist. Für mich nicht nachvollziehbar, wenn ich Dich höre 😛

  10. Oliver Füssel

    Hallo Holgi,

    ich habe ja schon das ein oder andere mal mich zur Abnehmgeschichte geäußert (ich habe den ähnlichen Weg wie du hinter mir) …

    Meine Erfahrung deckt sich auch hier, mal wieder, exakt mit deiner. Ich nehme es nur anders war, und zwar: Abnehmen ist durchaus leicht, aber das Gewicht zu halten, genau das ist das Problem und das Schwierige.

    Vor 5-6 Jahren habe ich über 50kg abgenommen (von 130 auf 80kg) und habe seit dem durchgehend das Problem mein Wunschgewicht zu halten. Mein Gewicht pendelt nun schon seit Jahren zwischen 80 und 90kg hin und her, und das trotz 40km Laufsport/Woche. Ich denke auch, dass das nicht wirklich gesund sein kann. Diese Exesse die du beschreibst sind bei mir auch der vermeintliche Grund der Schwankungen. Ich kann meine Disziplin durchaus 3-4 Tage halten und gesund/ausgewogen mich ernähren. Aber am spätestens 5. Tag muss es eine geile Sache zu Essen sein, die mich befriedigt.

    Meistens hält die Disziplin aber nur 2-3 Tage, und dann überkommt es mich. Ich überlege schon lange mit welchen Tricks ich das in den Griff bekomme. Apps, Listen, Weight Watchers und Co. sind da für mich persönlich keine nachhaltigen Lösungen. Der Ansatz ist vermutlich eher darin zu finden, seine Gewohnheiten zu ändern. Vermutlich wird das eine ähnliche Herangehensweise sein, wie mit dem Rauchen aufzuhören.

    Darin bist du ja selber Trainer. Wie oder mit welchen Mitteln hast du es denn geschafft aufzuhören?

    Grüße
    Oliver

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Am Ende ist alles Verhalten – und das gilt es, zu ändern, indem man ein neues lernt. Das alte ist allerdings sehr mächtig, so dass man schnell wieder bei dem Verhalten ist, das man 40 Jahre lang gelernt hat. Ich bezweifle, dass eine solche Verhaltensänderung ohne irgendwelche Hilfsmittel zum Kalorienzählen dauerhaft möglich ist.

      Rauchen: http://www.nichtraucher-in-5-stunden.de/

    2. vera

      Auch wenn solche Tipps immer nur begrenzt übertragbar sind: Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, idealerweise findet man Stellen, an denen einem eine Verhaltnsveränderung nicht ganz so schwer fällt – um andere Gewohnheiten behalten zu können, die zu ändern (im Moment) zu schwer wäre.

      Konkret, bei mir selbst: Ich habe erstens angefangen intensiv zu trainieren (v.a. Krafttraining), was meinen Gesamtenergieumsatz erhöht (größere Muskelmasse). Und zweitens frühstücke ich nicht. Das fällt mir relativ leicht, mir reicht morgens Kaffee. Das tolle ist: Ich kann bei den anderen Mahlzeiten mehr essen; wenn ich mittags auch noch etwas kalorienarmes esse, kann ich abends sogar richtig reinhauen, Süßkram essen usw. (Kein riesiger Exzess, die Gesamtkalorien müssen natürlich im Rahmen bleiben – aber richtig sattessen und mich gefühlt nicht einschränken). Ich brauche das, weil sonst genau das kommt, was du beschreibst:
      „Aber am spätestens 5. Tag muss es eine geile Sache zu Essen sein, die mich befriedigt.“

      Das funktioniert bestimmt nicht für jeden – ich kenne auch Leute, die nicht abendessen. Völlig unvorstellbar für mich!

    3. Yamo

      Ich habe gute Erfahrungen mit einer Low-Carb-High-Fat Diät gemacht. Der entscheidende Punkt ist, dass man die bis ans Lebensende beibehalten muss. Aber ich halte damit mein Gewicht seit 2 Jahren ohne Probleme, und das ohne dass ich einen Tag Hunger gehabt hätte. Ich brauche also im Grunde keine Disziplin, es gibt nur einfach viele Sachen, die ich nicht mehr essen darf, z.B. Nudeln, Kartoffeln, Reis, Kuchen, Süßes etc. Dafür darf man viele andere Sachen essen, die sehr gut schmecken, wie z.B. fettes Fleisch, Butter, Wurst, Käse, Nüsse, Salat. Und mein Verlangen nach Kohlenhydraten ist nach 2 Jahren eigentlich so gut wie gar nicht mehr vorhanden.

      Für mich haben sich aber auch noch andere positive Aspekte neben der Gewichtsabnahme ergeben: Ich war die letzten 2 Jahre nicht einen Tag krank, meine Blutwerte sind endlich wieder gut, ich kann einfach mal den ganzen Tag nichts essen, wenn es gerade nicht passt, und muss nicht alle 2-3 Stunden meine Energiespeicher wieder auffüllen, und außerdem empfinde ich mein Verhältnis zum Essen nicht mehr wie eine „Drogensucht“. Ich habe einfach kein schlechtes Gewissen mehr, was Essen angeht. Und das ist eine Menge wert.

    4. holgi Artikelautor

      Das kann schon alleine aus dem Grund nicht für mich funktionieren, weil ich nicht irgendwas „nicht dürfen“ will. Das Low-Carb-Prinzip nutze ich nur, um Heißhunger zu vermeiden. Ansonsten ist meine Strategie (die war für 42 Kilo gut, von denen ich durch eine Kombination aus Stress durch zu viel Arbeit/Termine, Zufriedenheit und Dummheit knapp zehn wieder zugelegt habe – glücklicherweise hatte ich die XL-Klamotten noch nicht weg gegeben 😉 ) recht simpel:

      Ich bin mir ständig über meine Energiebilanz im Klaren und weiß in der Regel schon morgens, was für Mahlzeiten ich wann zu mir nehmen werde (beispielsweise ob ich abends zum Essen oder Trinken verabredet bin oder nicht. In der Regel weiß ich von solcherlei Verabredungen auch schon mehrere Tage im Voraus). Daraus ergibt sich eine tendenziell energiereichere „Hauptmahlzeit“ pro Tag, von der alle übrigen Mahlzeiten abhängen. Weiß ich nicht, wie der Tag werden wird, verhalte ich mich, als sei ich abends zum Essen verabredet. Einmal die Woche gebe ich mir die Möglichkeit, die Energiebilanz um 100% zu überschreiten (für Zwei zu fressen).

    5. Donngal

      Also ich tracke jetzt an meinem vierten Tag Kalorien, erfasse auch meine (spärliche) Bewegung und komme so auf ~2800 Kalorien die ich verbrauchen darf. Damit komme ich aber relativ gut klar. Ich habe jetzt schon gemerkt, das ich bewusster handle (Brauch ich das Stück Schokolade wirklich?)

      Da ich nicht frühstücke und mein Mittagessen selten 800 Kalorien übersteigt und ich auch nur noch Wasser und Kaffee schwarz trinke habe ich abends die Komfortable Situation mir meine Brote ordentlich belegen zu können und noch Kalorien für Süsses/Salziges über zu haben. Ich hatte aber auch noch kein Wochenende, wenn ich mal etwas mehr Alkohol zu mir nehme oder üppiger Esse. Ich bin gespannt. Wie hasst du deinen Kalorienbedarf berechnet und unterschreitest du ihn zum abnehmen Holgi?

    6. holgi Artikelautor

      Den Bedarf berechnet mir die fddb und liegt mit ihrem Ergebnis im Bereich aller Apps und Dienste, die ich zum Abgleich hergenommen habe. Ich versuche (es gelingt nicht immer), täglich mindestens 1000 kcal unter meinem Tagesbedarf zu bleiben.

    7. Yamo

      Das mit dem nicht „dürfen“ ist bei mir über die Zeit durch Gewöhnung glücklicherweise immer mehr zu einem nicht „wollen“ geworden. Ich habe mich halt Wochen bevor ich damals die Diät begonnen habe, mit den physiologischen Grundlagen beschäftigt, weil ich erstmal wissen wollte, warum ich überhaupt dick geworden war, ohne das zu wollen. LCHF war einfach der Ansatz, den ich noch nicht ausprobiert hatte, und der mir als einziger plausibel erschien, also in erster Linie Fett zum Sattmachen zu benutzen und nicht dauernd den Blutzucker rauf- und runterschaukeln zu lassen.
      Ich bin auch kein großer Freund der Energiebilanz, denn 500 kcal aus Fett machen mich viel länger satt als 500 kcal aus Kohlenhydraten. Wie dem auch sei, mein Leben hat sich einfach in so vielen Bereichen verbessert, dass ich nicht mehr vorhabe, jemals zur „normalen“ Ernährung zurückzukehren, auch wenn ich viele Sachen nicht esse und damit mein Umfeld jeden Tag auf die Probe stelle 🙂

    8. Yamo

      So isses 🙂 Aber wenn mich 500 kcal gefühlt nur so satt machen wie 250 kcal, dann brauche ich über den Tag doppelt so viel Nahrung, damit ich keinen Hunger bekomme, und die überschüssigen Kalorien werden nicht verbraucht, sondern im Fett angelagert. Wenn ich nicht doppelt so viel essen möchte, habe ich den ganzen Tag Hunger. Und gegen Hunger ist Disziplin völlig machtlos.

      Daher bin ich kein großer Fan der Energiebilanz. Sie sagt halt nur aus, dass die Energie, die in den Körper hineingeht, dort entweder bleibt oder wieder herauskommt. Wie der Körper die einzelnen Nährstoffe verstoffwechselt und Hunger/Sättigungsgefühl kommen in der Energiebilanz nicht vor.

    9. holgi Artikelautor

      Wie gesagt: „Das Low-Carb-Prinzip nutze ich nur, um Heißhunger zu vermeiden“. Aber halt nicht als durchgehende Maxime, sondern abhängig vom restlichen Essverhalten.

    10. DocDblU

      Das mit dem Rauchen aufhören ist meiner eigenen Erfahrung nach so viel einfacher, weil man es ganz lassen kann. Mein Aufhören vor zig Jahren (nach gut 20 Jahren Raucherei) bestand darin, jede Situation einmal ohne Kippe durchzustehen – gerne auch mit Rauchern, die rauchen – , wo man sich sonst eine angesteckt hätte. Die ganzen Versuche vorher „weniger“ Rauchen waren von vornherein zum Scheitern verurteilt. Wenn man sich das Essen genauso ganz abgewöhnen könnte, dann wäre es vermutlich genauso einfach….

  11. Computerspieler00

    Hallo Holger,
    bei uns sind die Flüchtlinge (wir wohnen neben einem Heim) zu uns gekommen und haben sich über das ganze Geknalle echt gefreut … und wir haben Nachbarn, welche EXTREM viel Geld verpulvern. … hatte ich anfangs auch gedacht, dass die Flüchtlinge damit vielleicht Probleme haben, aber diese anscheinend nicht

    Antworten
    1. DocDblU

      Männer mit Schal sehen albern aus. Immer. Im Anzug und Schal. Während der „kalten jahreszeit“ sind die Flughäfen, Firmen und Büros der Republik mit beanzugten Laffen bevölkert, die pfauengleich mit mehr oder weniger elegant um den Hals gelegten Schals herumstolzieren und auch diesen innerhalb von geschlossenen Gebäuden nicht ablegen.
      (Bin selber Businesskasper, aber ich würde den Schal – sobald ich Mantel etc ablege, ebenfalls abnehmen)

  12. Johannes

    Zum Thema Erste Hilfe:

    Ich kann euch die App „Erste Hilfe DRK“ wärmstens ans Herz legen. Natürlich kann die keinen Kurs ersetzten, aber nach meinem Kompetenzstand ist sie sehr gut gemacht. Neben einem Lexikon gibt es nämlich (im Gegensatz zu anderen Erste-Hilfe-Apps) auch einen Notfall-Modus. Dort spricht das Gerät mit einem („Ist … der Fall?“ [große Ja/Nein-Buttons] „Machen Sie jetzt…“ usw.). Ich musste die App zum Glück noch nicht im Ernstfall nutzen, kann mir aber vorstellen, dass diese Art von Assistenz gut funktioniert.

    Kostet nen Euro, aber das kann man ausgeben, finde ich.
    https://itunes.apple.com/de/app/erste-hilfe-drk/id404519165?mt=8
    https://play.google.com/store/apps/details?id=de.bitsz.android.drkapp

    Antworten
  13. Romconstruct

    Zum Thema „Warum sind Menschen so rücksichtslos?“ ist es nach meinem Empfinden etwas was insbesondere auf Deutsche zutrifft. Wann immer ich in England bin empfinde ich das Verhalten deutlich rücksichtsvoller. Und gerade war ich in Kanada, da war es nochmal deutlich besser. Auch in Schweden habe ich alles anders empfunden.

    Ein klassische Beispiel für mich ist dabei immer der normale Einkauf im Supermarkt. Da steht man ja schon mal vor dem Kühlregal und sucht einen bestimmten Joghurt etc. In Deutschland habe ich dabei, unabhängig von Supermarkt und Uhrzeit, nahezu immer das Gefühl die anderen Kunden bedrängen mich weil sie vielleicht Angst haben ich könnte ihnen den letzten Erdbeerjoghurt wegschnappen oder Ähnliches. Da bekommt man auch schon mal einen Einkaufswagen in die Hacken oder jemand schiebt sich einfach in den Weg. Ja ich komme mir da oftmals nahezu unsichtbar vor Und das liegt daran das ich mich für 10min nicht entscheiden kann, ich rede hier von Situationen wo ich mal 10 Sekunden vorm Regal stehe. Daher kaufe ich hier auch nur sehr ungern ein.

    Auch gestern am Flughafen bei der Gepäckausgabe wieder so ein Ding. Ich war recht schnell durch die Passkontrolle und stand als einer der Ersten am Band. Noch waren keine Koffer da und so nach und nach kamen halt mehr Leute an, keine Notwendigkeit zu drängeln. Zwischen mir und dem Band waren vielleicht 1,5m Platz, rund um das Band war aber noch nahezu alles frei da kaum 10 Leute da waren. Da schiebt sich eine Frau mit Ihrem Gepäckwagen exakt vor mich und bleibt vor mir stehen. Sie hätte locker um mich rumgehen können, hätte sich neben mir hinstellen können aber nein sie musste ja genau vor mir stehen bleiben. Und ich stand jetzt auch nicht gerade an der Stelle wo die Koffer als Erstes auftauchen so dass man vielleicht hätte sagen können „okay die hat vielleicht einen Folgetermin und muss schnellstmöglich ihre Klamotten haben“.

    Für mich gefühlt wieder eine typisch deutsche Situation wo es einfach nur darum ging jemand anderem etwas nicht zu gönnen bzw. wegnehmen zu wollen.

    Völlig anders ist es da eben in anderen Ländern. Da wird sich entschuldigt, Rücksicht genommen oder auch mal bedankt. Die Leute wissen was es heißt sich in einer Schlange anzustellen und nicht ständig zu drängeln usw.

    Ich habe keine Ahnung warum das hier so ist, habe aber hier in Deutschland halt auch sehr oft das Gefühl dass die Menschen hier besonders egoistisch und rücksichtslos sind.

    Vielleicht hat es ja auch was mit dem angesprochenen Sozialneid zu tun den es hier so gibt der sich einfach ausweiten lässt. In punkto Gehalt hatte ich übrigens bisher in jedem Arbeitsvertrag einen Passus drin der es verboten hat über Gehalt mit anderen Mitarbeitern zu reden. Dabei ist dies an sich nicht zulässig, wird aber sehr oft gemacht. Es ist bei uns halt nicht gewünscht darüber zu reden.

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    1. alfora

      Holgi sprach ja auch von Lernfähigkeit und dass die Rücksichtslosen eben keinen Vorteil darin sehen, wenn sie freundlich zu ihrer Umgebung sind.

      Meiner Ansicht nach geht das zwar in die richtige Richtung, ist aber das falsche Beispiel. Die Rücksichtslosen sehen eben einen Vorteil darin, rücksichtslos zu sein! Der Falschparker auf dem Behindertenparkplatz HAT JA DADURCH einen schönen Parkplatz in Gehweite. Der Idiot, der S-Bahn-Fahrer nicht aussteigen lässt, kann ja dadurch früher einsteigen (und bekommt dadurch ev. einen Sitzplatz). Auch Dein Beispiel mit dem Supermarkt oder dem Förderband auf dem Flughafen glauben die Leute, einen Vorteil zu haben.

      Würden die Falschparker ganz einfach angezeigt (und ihre PKW abgeschleppt) werden, dann hätten sie keinen Vorteil mehr. Ich habe sogar schon mal die Abteilungsleiter von Supermärkten direkt darauf angesprochen, doch besser darauf zu achten, dass ihre Sonderparkplätze (für Behinderte, Personen mit Kinderwägen, usw.) korrekt benutzt werden. Das Problem: es geht um Kunden und die will man natürlich nicht vergrämen. Auf mein Gegenargument, dass sich die anderen Kunden dadurch verarscht fühlen könnten, kam dann keine Antwort mehr.

      Ich bin ja nicht unbedingt dafür, dass jedes Fehlverhalten sofort bestraft gehört, aber bei Dingen, die die Lebensqualität der Mitmenschen beeinträchtigen, wäre das meiner Meinung nach gerechtfertigt. Man darf es halt nicht übertreiben. $1000 Strafe für das Essen oder Trinken in der U-Bahn von Singapur ist heftig. Aber einmal PKW abschleppen für das Blockieren eines Behindertenparkplatzes finde ich ganz in Ordnung.

    2. Romconstruct

      Das die Leute jeweils meinen einen Vorteil zu haben und scheinbar nicht lernfähig sind ist mir bewusst.

      Mir stellt sich nur bei diversen Auslandsreisen in letzter Zeit immer die Farge ob es ein primär deutsches Problem bzw. hier einfach stärker ausgeprägt ist?

      Die Meisten hier wissen nicht wie man sich in einer Schlange anstellt, es sei denn sie haben gar keine Wahl, sie wissen nicht wie man Rolltreppen benutzt (rechts stehen, links gehen und verdammt nochmal nicht genau am ‚Einstieg‘ oder noch besser ‚Ausstieg‘ stehen bleiben) usw.

      Natürlich mag mich hier mein Eindruck täuschen weil ich hier über 30 Jahre hatte solche Arschlöcher zu sehen und womöglich 2-3 Wochen im Ausland einen einfach Scheuklappen tragen lassen. Aber ähnliche Erfahrungen berichten mir eben auch Bekannte und auch Bekannte aus dem Ausland die mal in Deutschland zu Gast waren.

      Die „Ellenbogen-Gesellschaft‘ ist hier scheinbar viel deutlicher vertreten.

  14. Deppenklatsche

    Liebe Alex,
    wenn du anfangen möchtest Hörbücher zu lesen, könntest du doch vielleicht mit Kurzgeschichten unter CC-Lizenz anfangen. Im Internet findet sich bestimmt die eine oder andere gute, die man gern vorliest.

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  15. Karl

    Dann sag aber am besten in irgendeiner Sendung an, dass das Konto da ist. Sonst verplan ich es den Dauerauftrag umzustellen. Wär ja schade wenn er verödet. Vielleicht erhöhe ich ja dann auch mal 🙂
    Ich mache es im Übrigen so, dass ich mir ein Budget von 10€ für Podcasts gesetzt habe, das ich dann in Daueraufträgen aufteile. Wenn man 10€ für Spotify ausgibt sollten ja wohl auch 10€ für Podcasts drin sein. Es bekommen natürlich nur die Besten der Besten der Besten etwas vom Kuchen ab…

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  16. Robert

    @Holgi

    Zum Thema Geschäftskonto würde mich interessieren ob Du dann auch eine Kontoführungsgebühr an die Bank bezahlen musst. Ich bezahle im Jahr rund € 280,00 für mein Geschäftskonto was ich ehrlich gesagt für eine Frechheit halte, schließlich läuft über dieses Konto seit 15 Jahren jährlich immer so ne runde Million weil dies auch mein einziges Konto ist. Abhebungen gibt’s gar keine weil ich als Gastronom ja immer über Bargeld verfüge. Als ich meinen zuständigen Berater mal gefragt hatte ob man da nichts machen könnte meinte dieser nur, dass Geschäftskonten IMMER Gebühren kosten 🙁

    Die Einzahlungskasse (mit einem echten Menschen dahinter) haben sie vor 5 Jahren auch abgeschafft und durch einen Einzahlungsautomaten ersetzt, an dem man teilweise 20 Minuten steht weil er die Scheine immer wieder ausspuckt!

    Haben die Dir schon gesagt was Du da bezahlen musst?

    Grüße
    Robert

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  17. Manu

    Zum Thema Verfügbarkeit von verlockenden Lebensmitteln in der Wohnung.

    Das wäre doch mal eine Idee für einen smarten Kühlschrank. Nennen wir ihn Fridge 9000. Wenn man dann seine Kalorien des Tages schon verbraucht hat, dann antwortet der Kühlschrank auf die Ansage: „OK , Fridge. Gib mir mal ein kühles Bierchen.“ „I’m sorry, Dave (oder Holgi). I’m afraid I can’t do that.“

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  18. Maren

    Thema Essen oder >Esskontrolle<

    Hallo Holger,

    kleine Anregung .. weiß nicht, ob´s für Dich taugt ..

    mir hat geholfen, dass zu essen, was ich wollte, oder eben gegessen hatte, wenn ich Hunger, Bock oder welche Gründe für orale Satisfication ich hatte, mir zu erlauben ( klingt kacke, stimmt aber), dass so genau ok war. in die Richtung " ich hab das gebraucht und jetzt geht es mir besser" und wenn ich mich nicht ordentlich um mich kümmere, wer sonst?

    haken: wann wird aus kümmern ein Problem? und/oder das geht nur schwer mit Abnehmen zusammen. also die alte Leier: irgendwo dann Kalorien sparen z.B. abends nix mehr essen. weil wenig essen, kann ich eher nicht. falls das mit dem zucker und dann durchschlafen ein Problem ist – war bei mir am Anfang des Abnehmens so, ein Teelöffel Honig. Das reicht erstaunlicherweise völlig aus, auch wenn der kopf das am Anfang partout nicht kapieren will.

    Ich finde Essen bringt und sollte Spaß bringen – Kontrolle und Spaß geht selten zusammen.
    So hat´s für mich funktioniert und 30 Kilo sind und waren runter.

    liebe Grüße

    P.S. wobei, weiß nicht, ob das für Dich noch Thema ist. hatte vom Realitätsabgleich vom CCC
    Video gedacht, "Alter Wahnsinn, der hat sich knapp um ´nen 1/3 "abgeschafft". " – Steht Dir gut! ( kleinlaut hinterher gemurmelt .. )

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  19. Moni

    Niemand muss zurück bleiben. Bei der erwähnten Hartz4 Garde kann das durchaus zutreffen. Dafür gibt es in Deutschland tatsächlich massig Angebote.
    Wo dies leider nicht zutrifft ist bei unseren Kranken. Ich als chronisch schwerstkrank und trotzdem Vollzeit arbeitend, kann beurteilen, dass man trotz unseres ausgeklügelten Gesundheitssystem ganz schnell durch das Raster fallen kann und sehr schnell allein da steht, wenn es heißt sich wieder hoch zu arbeiten.

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Du hast Recht. Ich würde mir zwar gerne die Ohren zuhalten und „lalalala“ rufen, aber ich habe schon zu oft Geschichten gehört, in denen Chroniker durch Zielkonflikte zwischen KV und SV durchs Raster gefallen und quasi mittellos geworden sind.

      Kannst Du genauer ausführen, was in deinem Fall das Problem ist?

  20. Felix

    Hallo,

    ich lade euch auf einen Erste-Hilfe-Kurs ein.
    In der Ecke Tempelhof gibt es einen guten DLRG-Ortsverband und die üblichen Rotkreuz-Schergen 🙂
    MfG

    Antworten
  21. Jan

    Ich finde Fasten ja ganz angehen, weil man so mal ne Pause vom Exzess nehmen kann. Einfach mal nen Tag gar nicht konsumieren, Essen oder was auch immer. Sehr befreiend.

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  22. Christian

    Sehr schön, das mit den Träumen! Ich kann Alexandra gut verstehen, ich stehe auch gern ohne Wecker auf.

    Es gibt Leute, die hauptberuflich „dream hacking“ betreiben. Wen das interessiert und wer sich eine Stunde englischen (amerikanischen) Podcast geben möchte: http://c-realm.com/podcasts/crealm/486-into-the-oneironuticum. Die Interview-Partnerin, Jennifer Dumpert, beschreibt sehr schön, wie sie sich jeden Abend was zum Anziehen rauslegen muss, weil sonst der Sog des Bettes zu stark ist und sie sich einfach wieder hinlegt 🙂 Und auch Alexandras Beschreibung mit der „Wiederholung“ von Träumen wird bestätigt; Jennifer löst das z.B. durch Einnehmen der jeweiligen Träum-Lage aus, also auf dem Rücken oder auf der Seite oder so.

    Antworten
  23. Sebastian

    Zum Thema erste Hilfe. Wer in der glücklichen Situation ist angestellt zu sein soll sich in seiner Firma als Ersthelfer eintragen lassen. Je nach Größe einer Firma sind die dazu verpflichtet Ersthelfer nachweisen zu können. Ich bekomme seit dem alle 2 Jahre einen Ersthelferkurs auf Firmenkosten während der Arbeitszeit. Da wird man sogar an die Auffrischung vom Arbeitgeber erinnert.

    Antworten
    1. das-pearl

      genau so macht man das 🙂

      läuft bei uns genauso, bin öffentlicher dienst, theater. da braucht man vor, auf und hinter der bühne immer jemanden, der bereit ist zu helfen.

  24. gustl

    Juhu!!!! Holgi liest Van de Velde. Meinetwegen zusammen mit Tim. Also Holgi und Tim lesen abwechselnd jeweils ein Kapitel und danach kommentieren beide den Inhalt. Man könnte auch eine Version machen in der man die ganzen Witze und Kommentare während des Lesens nicht nachträglich rausschneidet. Hach wäre das super!
    Das lässt sich bestimmt Crowdfunden … wieviel muss da so zusammenkommen um einen Sprecher zu bezahlen?

    Antworten
  25. Dana

    Für die Schal-Binde-Frage gibt es natürlich in diesem Internet Abhilfe!
    https://youtu.be/5LYAEz777AU

    Und allgemein an Holgi: vielen Dank für Deine/Eure hohe Veröffentlichungs-Schlagzahl zum Anfang des Jahres, hat mir sehr geholfen wieder in den Arbeitsalltag nach dem Jahreswechsel zurückzufinden. 😉
    Vor allem das Gespräch mit Malte war toll, ich würde mir fast wünschen Ihr würdet Euch öfters zusammensetzen.

    Antworten
  26. Andrea

    Hallo Holgi,

    Ich bin immer etwas spät dran, Deine podcasts zu hören. Daher erst heute:

    Wenn du darüber reden möchtest, stelle ich mich gern zur Verfügung. Allerdings finde ich es extrem schwer, Depression zu erklären. Ich würde es aber versuchen. Außerdem bin ich nicht nur depressiv, sondern in kleinem Rahmen bipolar. Ganz selten habe ich auch eine übermäßige Hochstimmung, eine Hypomanie, die glücklicherweise nicht auch noch behandelt werden muss, weil ich damit noch klar komme…

    Wenn du also neugierig bist und mit mir drüber reden möchtest, melde dich einfach mal.

    Liebe Grüße, Andrea

    Antworten
  27. Deep

    Hallo Holgi,

    als sozialstes Verkehrsmittel möchte ich das Fahrad + Bahn pendeln empfehlen. Wichtig ist, dass es Pendelverkehr ist, also man selbst und die anderen Erfahrung haben (es gibt ein paar Verhaltensregeln, die man kennen sollte) und möglichst sollte es kein Klapprad sein. Durch das Fahrrad hat man immer einen Anknüpfungspunkt fürs Gespräch (Wo möchten Sie aussteigen? In umgekehrter Reihenfolge sollte man die Räder sortieren – Neulingen kann man anschließend beim stabilen hinstellen helfen) und einen festen Treffpunkt (Fahrradabteil). Außerdem ist die Gruppe pro Zug nicht zu groß als das man in Anonymität versinkt. Und wenn dann auch noch die Bahn regelmäßig das Fahrradabteil von der Spitze des Zuges nach hinten verlegt hat man auch noch gemeinsamen Sport – also alles was Gemeinschaft bildet.

    Besten Gruß,
    Deep

    Antworten
  28. Daniel

    Hallo Sven, Hallo Alexendra,

    ich habe heute zum 2. mal den WR502 gehört. Bei einigen Sätzen von Alexeandra dachte ich: „das hört sich verdächtig nach Depressionssymtomen an“ und wenige Worte später bestätigte Alexandra meinen Verdacht, in dem sie sagte, dass sie an einer Depression erkrankt war. Ich erinner mich, dass ich das beim ersten mal hören das als Randnotiz wahrgenommen habe, in der Art: „aha, sie hatte Depressionen, das ist eine Krankheit die ich nicht kenne, von deren Symtomen ich keine Ahnung habe, die auch tödlich enden kann, weiter im Text“. Dass das heute nicht mehr so ist habe ich Sven Menke (WR476) zu verdanken. Ich muß zugeben, dass ich mir die Folge erst von ca 2 Wochen angehört habe und vor ein paar Tagen ein zweites mal, daher war die Thematik bei mir noch sehr präsent.

    Nicht nur aus diesem Grund möchte ich danke sagen, danke an Sven für den Mut und die Kraft über deine Depression öffentlich und ausfürhlich zu reden, danke an Alexandra, dass du es erwähnt hast.
    Nicht zuletzt hat Svens Gespäch mit Holger meinen Geist für diese Thematik geöffnet und Alexandra hat bestätigt, dass es richtig war. Danke auch an Holger, danke, dass du keine Interviews führst, sondern Gespräche, dass du nicht der Sesation sondern der Information und dem Menschen folgst, danke.

    Meine besten Wünsche an Sven und Alexandra und frohlockende Grüße an Holger.

    Daniel

    PS: ich würde diesen Kommentar gerne zu beiden Wrintfolgen schreiben, weil es mir etwas bedeutet.
    Falls das nicht nicht in Frage kommen sollte, ist das auch kein Problem, und wenn doch, dann sorry an alle, die
    das hier zum 2. mal gelesen haben.

    Antworten

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