WR546 Tatort Kongo

 

wrint_2014_zumthema_200Nach dem Völkermord in Ruanda haben die Täter sich 1994 zur Hutu-Miliz FDLR zusammengeschlossen und sich über die Grenze in den Kongo abgesetzt. Dort haben sie einen militärbürokratischen Staat im Staate gebildet und weiter Kriegsverbrechen begangen, ohne dass sie aufgehalten worden wären. Ihre politischen Anführer lebten lange Zeit unentdeckt in der Bundesrepublik Deutschland, bis ihnen ab 2011 in Stuttgart der Prozess gemacht wurde.

Zu dieser haarstäubenden Geschichte ist ein Buch erschienen. Es heißt „Tatort Kongo – Prozess in Deutschland“ und ich konnte mit zwei der drei Autoren, mit Dominic Johnson und Simone Schlindwein über ihre Recherchen reden.

11 Gedanken zu „WR546 Tatort Kongo

  1. Kay Sophia

    Vielen Dank!
    Ich spiele schon lange mit der Idee mit meinem Vater ( der nach Namibia ausgewandert und sonst auch in Afrika viel herumgekommen ist) einen Podcast zu machen, der sich mit Afrika beschäftigt. Ich fühle mich gerade sehr bestärkt dies in die Tat umzusetzen – vielen Dank dafür!
    Mir fällt immer wieder auf wie wenig man doch über diesen riesigen Kontinent weiß bzw. sich alltäglich mit ihm beschäftigt wird und wie gering in der Öffentlichkeit die Auswirkungen des Verhaltens ausgehend von der Kolonialzeit bis heute thematisiert werden.
    Danke für Wrint und diese tolle Folge, Holgi!

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    1. Raphael

      Eine der besten Folgen auf wrint!
      Ich habe selbst mit Geflüchteten aus der Gegend zu tun und jetzt bekommen die ganzen Fetzen aus Erzählungen ein wenig mehr Struktur.
      Schade, dass das Buch 30€ kostet, was für einen verdienstlosen Schüler zu viel ist.
      Das Buch ist wahrscheinlich jeden Cent wert, großes Kompliment an eure Arbeit!

  2. Jack

    Servus Holgi!
    Danke für Wrint und Folgen wie diese! Fand diese Folge höchst Interessant und habe mit Schrecken festgestellt, dass ich nur einen Bruchteil von den Hintergründen kannte! Erste Sahne Deine Reihe, vielen Dank für die vielen Interessanten Folgen!

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  3. Kai

    Dieses Thema ist extrem faszinierend und wichtig, Simones Arbeit außergewöhnlich und mein Samstag morgen nach Kaffee und Sonne noch weiter aufgewertet. Ich klicke jetzt auf Play und mache dann später evtl. einige Komplimente.

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  4. BB

    Bin ebenfalls vom Gespräch sehr gefesselt und muss jetzt noch mehr über die Hintergründe wissen. Fühlt sich immer noch wie ein Teaser an 😉

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  5. dede ron

    Jetzt hat es geklingelt bei mir…

    zum Thema gab es ein ARD Radio Feature vor 4 Jahren.

    Titel: Der Anführer
    25.03.2012 20:00
    Text: In Stuttgart steht seit Anfang Mai 2011 ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher aus Ruanda vor Gericht. Ignace Murwanashyaka soll von Deutschland aus eine Miliz befehligt haben, die im Kongo Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht.
    (ist noch herunterladbar 🙂 )

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  6. simohn

    Spannende Folge! Fast schon wie Ferngespräche 😉

    (nur eine Bitte: Holgi, beende die Talks mit „Haben wir noch was vergessen?“ und nicht so plötzlich wie aus dem Nichts mit „vielen Dank“

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  7. Reinhold Schmidt

    Eine interessante Folge mit vielen spannenden Einsichten. Aber Dominic Johnson ist vielleicht nicht der richtige Ansprechpartner, wenn man etwas über den Kongo-Ruanda-Konflikt erfahren will. Der Schreiberling für die taz hat es immerhin mal geschafft, eine Organisation, die Laurent Nkundas Truppen bei dem Massaker in Bukavu unterstützt hat und die deswegen von der UNO auch als Kriegsverbrecherorganisation eingestuft wurde, als Menschenrechtsorganisation bezeichnet. Keine Ahnung, warum – aber er hat einen deutlichen Tutsi-Bias (das soll keine Verbrechen auf irgendeiner Seite relativieren oder so).

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