WR695 Auschwitz

 

Im Frühjahr 1942 begannen die Massendeportationen und die Vernichtung von Juden im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Matthias von Hellfeld erzählt.

Die passende Ausgabe “Eine Stunde History” läuft am 14. Mai 2017 auf DLF nova.

8 Gedanken zu „WR695 Auschwitz

  1. mithrandir

    Interessant fand ich, dass du sagst es gäbe bei Facebook eine selbstgewählte Gleichschaltung in Form der Filterblase. u sagst, dass da niemand sich einmischt.
    Ich habe vor kurzem das Buch Redaktionsschluss gelesen, nach dem ich WR683 Redaktionsschluss angehört hatte.
    Da steht was anders drin. Laut schulz filtert Facebook aktiv, was dem User gefällt und was nicht. Ist das nicht extrem bedenklich? WEnn es stimmt.

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    1. Tarifkenner

      Soweit ich weiß, bietet der Algorithmus dem FB-Nutzer das als erstes an, was dieser mit größter Wahrscheinlichkeit klickt. Wer also von Anfang an (!) gerade die Meldungen und Meinungen klickt, die seinem Weltbild widersprechen, wird immer diese zuerst angeboten bekommen. Wer Meldungen von bestimmten Medien (denen er beispielsweise besonders vertraut) unabhängig von der Tendenz des Inhalts anklickt, wird immer die weit oben angezeigt bekommen. Von daher stimmt es schon, dass die Filterblase selbst produziert ist.
      Das Problem ist m.E., dass je dümmer die Menschen sind,
      sie desto
      – bevorzugter auf Meinungen und Meldungen klicken, die ihr Weltbild bestätigen
      – sich weniger des Filterblaseneffekts bewusst sind
      – sich weniger außerhalb „sozialer Netzwerke“ informieren.

    2. Bruno

      Wie unterscheidet sich die Situation von Facebook von einer klassischen, auf Papier gedruckten Zeitung? Facebook liefert für jeden Leser sein individuelles Produkt.

      Früher haben die Leute sich eine Zeitung gekauft die ihrem Weltbild am ehesten entsprochen hat. Der Konservative die FAZ, der Ungebildete die BILD und der Linke die taz, … (bitte beliebig erweitern). Die Redaktionen haben mehr oder minder bewusst auch immer diese Ausrichtung bedient. Sei es um die Stammleser zu halten oder weil es der Ausrichtung der Redaktion entsprochen hat.

      Persönlich mag ich daher Dienste wie Google News, weil ich dort zu einem Ereignis die Artikel verschiedener Redaktionen und damit unterschiedliche Sichtweisen gesammelt finde.

  2. Dirk

    Zwei Kommentare. Zu den KZ-Wächtern die wenn sie nicht wollten nicht bestraft sondern nur Versetzt wurden. Versetzung wird typischerweise bedeutet haben Ostfront sprich extreme Lebensgefahr. Viele werden froh darüber gewesen sein einen sicheren Job in der Etappe gehabt zu haben.

    Zu den Flüchtlingen im Mittelmeer. Die aktuelle Politik ist absolut schizophren. Man sorgt erst dafür das es Flüchtlinge gibt (zumindest teilweise). Dann läst man sie nicht mit normalen mitteln einreisen, sprich sie müssen auf Schleuser zurückgreifen. Dann macht man eine riesige teurer Militäraktion um die Schleuser zu „bekämpfen“ wobei nix bekämpft wird denn die Schleuser sind ja nicht auf hoher See. Man fischt die Flüchtlinge immer näher an der Afrikanischen Küste auf mit dem effekt das für die Schleuser überhaupt kein Anreiz darin besteht seetüchtige Boote zu organisieren. Meiner Meiung nach gibt es nur zwei Möglichkeiten mit den Flüchtlingen in Afrika (und Türkei) umzugehen. Entweder man macht die Grenzen mit Waffengewalt dicht, was dann einige 10000 Tote im Jahr bedeutet oder aber man schafft eine Fährverbindung, die würde sich sogar selbst finanzieren. Alles andere führt zu nix.

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    1. Lena

      Nein Versetzung bedeutete nicht zwingend Ostfront. Es ist nicht zu fassen aber tatsächlich haben viele Leute davon gewusst und diese Schrecklichkeit irgendwie akzeptieren können. Ich selber habe Beschwerden der deutschen Bahn (damals Reichsbahn meine ich) sortiert. Die Mitarbeiter dort beklagten den schlechten Zustand der Züge die aus den KZs zurück gekommen sind. Es ist ein Wahnsinn, aber es muss viele gegeben haben die es für besseres Geld gemacht haben. Im polizeibataillon 101 wurde auch keiner gezwungen. Klar der übliche gruppenzwang aber wenn einer nicht im Sekundentakt Menschen erschießen wollte dann musste er nicht und kam deshalb nicht direkt in den sicheren Tod. Ich war letztes Jahr in auschwitz und ich will nicht sagen ich kann es mehr begreifen, aber es hat doch vieles geklärt oder klarer gemacht. Mein Eindruck von auschwitz ist dort kann eine menschenvernichtung stattfinden fast ohne dass sich nazis die Hände schmutzig machen. Es hat mich wahnsinnig beeindruckt, aber jeder oder fast jeder (ich will nicht verallgemeinern) hatte die Wahl „nein“ zu sagen ohne um sein Leben fürchten zu müssen. Man hat einfach wahnsinnig gut verdient und man hat genug Leute gefunden die es dann gemacht haben. Traurig aber wahr

  3. Thomas

    Danke. Höre die Folge jetzt zum dritten Mal. Ein sehr hartes Thema aber ich finde euren Umgang damit sehr ansprechend. Geschichtsunterricht sollte man in diesem Fall wörtlich nehmen und die Folge als Hausaufgabe in Schulen geben.

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  4. Tarifkenner

    Auch wenn es nur ein Nebenthema in dieser Sendung ist: M.v. Hellfeld spricht davon, dass es in der Weimarer Republik ZWEIMAL eine Inflation gegeben habe. Ich weiß nur von einer. Vielleicht war die Weltwirtschaftskrise als sozusagen zweite wirtschaftliche Krise gemeint, diese war aber im Gegenteil von einer Deflation gekennzeichnet.

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