WR055 Holger ruft an: Christian Reinboth (wg. Lichtverschmutzung)

Christian Reinboth ist – unter anderem – Hobbyastronom, forscht an Beleuchtung, kennt sich mit Lichtverschmutzung aus und hat behauptet, dass man darüber mehr erzählen kann, als: “Die Astronomen finden das doof”. Er hatte Recht.

Rheine, Westhavelland, Rhön, St. Andreasberg, Tag der Astronomie, Vögel im Lichtmonument (Youtube), New York State Ornithological Association, Melatonin, Der Melatonin-Kunz bei Google Scholar, Van Goch: Sternennacht über der Rhone.

18 Gedanken zu „WR055 Holger ruft an: Christian Reinboth (wg. Lichtverschmutzung)

  1. tp1024

    Das erinnert mich spontan an das hier:

    http://www.lowtechmagazine.com/2009/01/moonlight-towers-light-pollution-in-the-1800s.html

    Man beachte die Erwartungshaltung: Kurz vor Anfang des 20. Jahrhunderts war man überglücklich so viel Licht wie bei Vollmond zu haben (was vollkommen reicht um sich nicht mehr die Knochen zu brechen).

    Übrigens kann ich das Lowtechmagazine nur empfehlen, es wird von einem Holländischen Historiker geschrieben. Leider kommt nur etwa jeden Monat ein neuer Artikel heraus, aber die haben es durchweg in sich.

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  2. xtop

    Hallo, mal zum Thema LED Beleuchtung und Filtern:

    Das mit dem Filtern funktioniert ja so: Wenn man Licht einer bestimmten Farbe filtern will, dann braucht man ein Material, welches absorbierend für diese Farbe ist. Das Licht dieser Farbe wird dann vom Material verschluckt. Das Material sollte dann aber natürlich so beschaffen sein, dass es alle anderen Farben ungehindert durchlässt. D.h. man will eine Selektion.
    Man kann diesen Effekt auch durch andere Tricks erreichen (Interferenzfilter).

    Der Knackpunkt ist aber: Sinnvoll ist nur das Filtern von kleinen Wellenlängenbereichen (kleinen Farbintervallen). Momentan funktioniert das mit der Strassenbeleuchtung ganz gut, weil oft Quecksilber- und Natriumdampflampen eingesetzt werden. Das Licht dieser Lampen besteht aus nur wenigen, definierten Wellenlängenbereichen, die man dann auch selektiv wegfiltern kann.

    Die LEDs haben aber ein relativ breites Spektrum (viele Farben). Will man also LEDs rausfiltern, so endet man schnell mit einem schwarzen Bild.

    Man sieht das hier in der Grafik, wo die Farben verschiedener Leuchten verglichen werden : http://www.netzmafia.de/skripten/hardware/Licht/spektrum.jpg

    Deswegen muss meiner Meinung nach wirklich an der Anzahl und Art der Beleuchtung gearbeitet werden. Es ist ja z.B. sinnvoll, dass die Leuchten wirklich nur nach unten scheinen und den Gehweg erhellen (und nicht den Himmel). Und natürlich ist das beste (frei nach Peter Lustig) Abschalten!

    Vielen Dank für die nette Folge.

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  3. Christian Reinboth

    Zunächst möchte ich mich im Nachgang der Aufzeichnung nochmal für das nette Gespräch und die interessante Erfahrung – mein erster Podcast überhaupt – bedanken. Nachliefern möchte ich auch noch den wohl wichtigsten deutschsprachigen Link zum Thema: http://www.lichtverschmutzung.de (die Webseite der Fachgruppe Dark Sky der Vereinigung der Sternenfreunde VdS).

    Zur Diskussion um den Towerkill-Effekt muss ich mich außerdem leicht korrigieren: Ich hatte während des Gesprächs das Paper von Heiko Haupt zum Bonner Posttower nicht griffbereit, sondern nur eine verkleinerte Form seiner Auswertungsgrafik, wobei ich im Eifer des Gefechts dann die Gesamtzahl der vom Licht eingefangenen Vögel mit der Zahl an tatsächlich getöteten Vögeln verwechselt habe. Tatsächlich liegt die Zahl der belegbar getöteten Vögel innerhalb des Beobachtungszeitraums nicht bei 600-700 sondern bei “nur” 200, weitere 800 Tiere wurden jedoch durch den Tower angelockt und verloren dadurch ihre Orientierung. Der Vollständigkeit halber sei daher noch das Paper direkt zitiert:

    “Es wurde festgestellt, dass die Beleuchtung des Turms und die zahlreichen durchsichtigen bzw. spiegelnden Glasflächen verschiedenartige negative Auswirkungen auf die Vogelwelt haben. Ca. 1.000 Vögel wurden im Untersuchungszeitraum direkt an den erleuchteten Turm gelockt, wo sie ihre Orientierung verloren und mindestens eine Nacht lang festgehalten wurden: ca. 830 Tiere unmittelbar am Turm, ca. 110 an den Dachstrahlern und ca. 70 an den Glasgeländern. Weitere Tiere unterbrechen nur ihren Zug und fallen in die Gehölze um den erleuchteten Turm herum ein. Insgesamt wurden 200 Vögel tot bzw. sterbend gefunden; alle Zahlen dürften das tatsächliche Geschehen nicht vollständig widerspiegeln.”

    Quelle: http://www.lichtverschmutzung.de/dokumente/PostTower_und_Vogelwelt.pdf

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  4. Steffen

    Ich hätte gerne was zum Thema “Rheine und die Nachtabschaltung”. Erstmal ist unser Städtchen etwas größer, statt 40.000 (wie ich verstanden habe) sind wir tatsächlich ca 76.000 Einwohner 😀

    Dann ist die Abschaltung hier recht umstritten, da sich gerade Frauen immer darüber beschweren, nachts nicht sicher zu sein. Je weiter man aus der Innenstadt herauskommt, desto dunkler wird es. Ich finde das selbst sehr unangenehm und versuche immer vor 1:00 Uhr daheim zu sein. Selbst in der Innenstadt wo ich wohne ist es trotz Geschäftslogos und beleuchteten Schaufenster echt dunkel. Und im Umland lacht man tatsächlich darüber, weil man verhältnismäßig wenig Geld einspart, das waren ja ca 72.000 € im Jahr, die man auch sparen könnte, wenn man andere dumme Sachen hier abschafft, die unnütz Geld kosten, wie die traditionelle Weihnachts-Illumination.

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    1. Christian Reinboth

      @Steffen: Tut mir leid, dass ich Rheine kleiner geredet habe, als es tatsächlich ist… Was die Unsicherheit angeht: Ja die muss man meines Erachtens nach wirklich ernst nehmen und sich damit auseinandersetzen. Auf lange Sicht führt aber – zumindest für mich – trotzdem kein Weg an der Abschaffung von öffentlicher Beleuchtung vorbei, die nicht tatsächlich der öffentlichen Sicherheit dient. Die entscheidende Frage muss daher meines Erachtens nach immer lauten: Fühlen sich einige der AnwohnerInnen lediglich unsicher oder ist durch die Nachtabschaltung auch eine reale Gefährdungszunahme gegeben, d.h. gibt es beispielsweise signifikant mehr Verbrechen oder mehr Unfälle? Die Frevel-Studie (so hieß, glaube ich, der betreuende FH-Professor) aus 2007 kam ja zu dem Schluss, dass Nachtabschaltungen objektiv betrachtet eben nicht gefährlich sind, auch wenn die ebenfalls durchgeführte Anwohnerbefragung – wie schon zu vermuten war – ergab, dass einige Anwohner (ich meine, es war etwa ein Drittel der Befragten) sich tatsächlich unsicherer fühlten.

      Gäbe es aus Deiner Sicht denn genügend Anlass, um die 2007 durchgeführte Studie noch einmal zu wiederholen? Ist Rheine durch die Nachtabschaltung tatsächlich “gefährlicher” geworden, oder ist es eben doch “nur” das Gefühl, das man vielleicht bekommt (und ich sage damit jetzt nicht, dass die Politik das einfach ignorieren soll)? Als Anwohner kannst Du das ja vielleicht mal für uns Mitlesende einschätzen…

      Was die 72.000 Euro angeht: Also für den Haushalt von Wernigerode (35.000 Einwohner) wäre das schon eine stolze Summe; die dürfte auch im Haushalt von Rheine nicht gänzlich untergehen. Man muss sich ja nur mal vor Augen führen, was man mit 72.000 Euro pro Jahr finanzieren könnte – beispielsweise eine gut bezahlte Vollzeit-Stelle in einer Schule oder Bibliothek oder auch über 100 Netbooks (pro Jahr) zum Verteilen an die örtlichen Schulen. Etc. pp. Und dass man durch die Verringerung der Weihnachtsbeleuchtung ebenfalls gutes Geld einsparen könnte, bedeutet ja noch lange nicht, dass man deshalb nicht auch auf Straßenlampen verzichten kann…

    2. Steffen

      Sagen wir es mal so, es gibt wie in jeder Stadt Ecken, in denen man sich nicht nachts aufhalten sollte. Allerdings sind viele Ecken durch die komplette Dunkelheit noch gefährlicher geworden. Und es gibt tatsächlich Straßenzüge durch die ich nachts nach 1 nicht entlang gehe! Speziell im Schotthock. Man mag mir Klischee-Reiterei vorwerfen, doch es liegt oft an der großen Konzentration von öhm… Mitbürgern mit Migrationshintergrund.

      Vielleicht ist es wirklich nur ein Gefühl. Allerdings weiß ich, welche Leute hier in der Stadt zu Nachtzeiten unterwegs sind. Und den meisten möchte ich nicht mal tagsüber begegnen. Rheine ist trotz 76.000 Einwohnern in vielen Ecken sehr dörfisch, muss an der münsterländischen Mentalität der Grüppchenbildung innerhalb der Stadtteile liegen.

      Die Weihnachtsbeleuchtung ist allerdings wirklich recht unnütz, da entlang der Osnabrücker Straße alle paar Meter auf beiden Straßenseiten Sterne an den Laternen hängen. Und anliegende Unternehmen, darunter auch das HPZ (eine Einrichtung für behinderte Kinder, bei der ich tätig war) werden zusätzlich zur Kasse gebeten.

    3. Christian Reinboth

      @Steffen: Das geschilderte Angstgefühl (vor allem im Zusammenhang mit der Migranten-Thematik – auch hier stehen ja Gefühle und Statistik häufig in starkem Kontrast) lässt mich nun aber doch sehr vermuten, dass es sich eben doch nur um ein Gefühl handelt. Du schreibst, es gäbe in Rheine Ecken, die “durch die komplette Dunkelheit noch gefährlicher geworden” wären. Aber gibt es dafür denn auch objektive Belege? Ist die Anzahl an Straftaten oder Unfällen in bestimmten Gegenden wirklich zahlenmäßig angestiegen? Oder ist es eben doch nur das Gefühl, dass es dort gefährlicher sein könnte oder müsste – eben weil es dunkel ist?

      Und vielleicht noch als Zusatzfrage: Wenn Du schon schreibst, die gefühlte Gefahr hänge auch an der “Konzentration von Mitbürgern mit Migrationshintergrund” – würde eine helle Beleuchtung hier objektiv Abhilfe schaffen? Und falls nein – wäre es fair, vom Steuerzahler zu verlangen, objektiv unnötige Beleuchtung zu finanzieren, nur um dem Gefühl Genüge zu tun? Vor “Leuten, denen man nicht mal tagsüber begegnen möchte” (ich nehme mal an, damit waren jetzt nicht pauschal alle Migranten gemeint) ist man ja bei Beleuchtung auch nicht unbedingt sicherer…

  5. Chris

    Sehr kurzweilig, dafür seht gut inhaltlich auf den Punkt gebracht. Außerdem lernt man meiner Meinung nach auch noch etwas dabei. Was mir allerdings gefehlt hat war, ob und wer neben den Kommunen -> Geld sparen und Astronomen -> “bessere” Sicht, eventuell noch davon profitiert. Gibt es da noch irgendeine nennenswert größere Gruppe die etwas davon hätte?

    Gruß,
    Chris

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  6. Christian Reinboth

    @Chris: Vielen Dank für die freundlichen Worte.

    Die Frage, ob neben den Astronomen noch andere Gruppen von besserer Beleuchtung profitieren, würde ich ad hoc so beantworten: Von besserer Beleuchtung profitiert jeder von uns. Einen uneingeschränkten Blick auf den nächtlichen Himmel zu haben, nützt letztlich nicht nur den Astronomen, sondern allen Menschen, die sich an diesem Anblick (den viele gar nicht kennen) erfreuen können. Und: Wie viele Künstler, Philosophen und Wissenschaftler wurden schon durch den Nachthimmel zu kreativen und geistigen Höchstleistungen inspiriert?

    Auch unserer Gesundheit könnte ein besonnenerer Umgang mit Licht durchaus nützen – auch wenn hier, wie im Interview erwähnt, das endgültige wissenschaftliche Urteil noch aussteht. Auf jeden Fall würde natürlich unsere Umwelt von weniger Lichtverschmutzung profitieren – also all die Zugvögel, Insekten, Frösche, Fledermäuse und anderen nachtaktiven Tiere, die derzeit unter dem “Zuviel” an Beleuchtung leiden – und eine intakte Umwelt wäre wiederum ein Gewinn für uns alle.

    Auch der finanzielle Aspekt sollte nicht außer Acht gelassen werden, schließlich sind ja nicht die Kommunen die Gewinner, wenn sinnlos verpulvertes Geld eingespart wird, sondern die Bürgerinnen und Bürger, die in den jeweiligen Kommunen leben. Gespartes Geld kann für andere, sinnvolle Aufgaben in Kunst, Bildung und Kultur eingesetzt oder dem Steuerzahler über finanzielle Entlastungen indirekt zurückgegeben werden – und auch davon profitieren ja nicht nur die Astronomen. Oder, um es mit dem US-Wissenschaftler D.L. Crawford zu sagen:

    “With good lighting, we all win. We help preserve the dark skies, we see better at night (and are safer and more secure), we have a more pleasant and comfortable nighttime environment, and we save a great deal of energy and money doing so. Neiter astronomers nor the public, anywhere, need any of the adverse environmental effects of poor lighting. We should not tolerate it.”

    aus: Crawford, D.: Light Pollution: The Problems, the Solutions, Preserving The Astronomical Windows. Proceedings of Joint ASP Conference, Vol 139, 1998.

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  7. Karl

    Schöne Sendung!!!! 🙂 Mir fällt es immer auf wenn ich im Urlaub bin, dass bei uns alles zugestrahlt wird.
    Im Urlaub flasht mich dann immer der Anblick der Milchstraße und finde das dann immer ein bisschen schade, extra dafür von Zuhause wegfahren zu müssen.
    Der große Wagen ist auf Dauer ja ein bisschen langweilig:-) Immerhin kann man den von fast überall NOCH sehen. 🙂

    Gruß Karl

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  8. Steffen

    Konnte jetzt oben auf den Beitrag nicht mehr “Antworten” klicken, darum hier 😀

    Also, erstmal liegt es sicherlich nicht nur an Migranten, dass man sich unsicher fühlt. Allerdings habe ich schon den Eindruck, dass an hellbeleuchteten Plätzen tendenziell weniger passiert, als an stockdunklen. Ich kann das natürlich nicht an irgendwelchen Studien festmachen, bin ja kein Fachmann. Gerade in den Randgebieten ist die Zahl der Einbrüche gestiegen. Letzte Zahlen, die ich im Kopf haben lagen bei + 4 %. Gerade eben bin ich an einer Eingangstür vorbeigelaufen, deren Glasscheibe eingeworfen wurde. In meinem alten Wohnhaus wurde dies alle paar Wochen gemacht. Alles Ecken, die nachts stockdunkel sind und wo auch sonst keiner vorbeikommt. Hier in der Innenstadt werden die Gehsteige gegen 22 Uhr hochgeklappt, dann macht hier der Combie zu. Dann kann man im Prinzip nackt über die Straße rennen und keiner bekommts mit!

    Ich meine, am Wochenende (Fr + Sa) und in Nächten zu Feiertagen sind die Lampen ja an. Allerdings macht die Partymeile so weit ich weiß schon am Donnerstag auf, und gerade Betrunkene stellen da einfach ne Gefahr dar. Und ja: wenn ich ehrlich bin, gebe ich tatsächlich etwas mehr Steuern für Sicherheit aus, wenn ich dafür eben weniger Angst (oder kein schlechtes Gefühl) mehr habe.

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    1. Christian Reinboth

      @Steffen: Vielen Dank noch für die Rückantwort. Wie schon geschrieben, kann ich ja verstehen, dass man sich bei Dunkelheit eher unsicher fühlt – aber es bleibt eben dennoch die Frage, ob ein realer Effekt existiert. Die einzige mir bekannte Studie bleibt die Untersuchung von Mock aus dem Jahr 2007, deren Zusammenfassung man hier einsehen kann:

      http://www.rheine-buergerinfo.de/vo0050.php?__kvonr=788

      Darin werden (unten) folgende Schlüsse gezogen:

      – Die Lichtabschaltung hat weder dazu geführt, dass das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung in Rheine gesunken ist, noch hat sich dadurch das gesamte Stadtgebiet zu einem großräumigen Angstraum entwickelt.

      – Das Einsatzgeschehen der Polizei in Rheine wurde durch die Lichtabschaltung nicht beeinträchtigt. Die Einsatzzahlen sind durch alle Vergleichszeiträume hindurch überwiegend konstant geblieben.

      – Die Kosteneinsparungen der Stadt Rheine hinsichtlich der Lichtabschaltung sind durchaus zu rechtfertigen.

      – Durch die Lichtabschaltung in Rheine ergeben sich keine besonderen Auffälligkeiten. Es stellen sich somit keine gesteigerten Erwartungen oder besondere Handlungsanforderungen an die Polizei in Rheine.

      Die Frage ist natürlich, ob sich seit 2007 etwas an der Sicherheitslage in Rheine geändert hat (was der Logik nach zumindest ja aber unwahrscheinlich wäre). Eine schnelle Suche bei Google News ergab, dass es in den letzten Monaten in der Tat zahlreiche Einbrüche in Rheine gegeben hat, zumindest die Berichterstattung in der AZ lässt aber keinen klaren Zusammenhang mit der Nachtabschaltung vermuten, da auch etliche Einbrüche während des Tages stattfinden:

      http://www.ahlener-zeitung.de/lokales/kreis_steinfurt/rheine/1925954_Drei_Einbrueche_am_hellichten_Tag.html

      Das allein sagt natürlich noch recht wenig aus. Um ganz sicher zu gehen, müsste man jetzt natürlich die Mock-Studie wiederholen – aber was sollte sich seit 2007 geändert haben, als es definitiv noch keinen erkennbaren Effekt der Nachtabschaltungen auf die Einsatzzahlen gab?

  9. Lopez

    Der Fussgängerschutzverein (www.fuss-ev.de) hat vor Jahren schon auf eine ziemlich große Licht- und Energieverschwendung in Städten aufmerksam gemacht, die mir vorher nie aufgefallen oder bewusst war. Straßenlaternen sind in der Regel so aufgestellt, dass sie die Fahrbahn beleuchten, auf denen Fahrzeuge unterwegs sind, die eigenes Licht haben (Autos, Fahrräder usw.). Die Fußgänger dagegen, die das Licht viel nötiger hätten, kriegen meist, z.B. durch Bäume nur noch ein Teil des Lichts ab. Der Vorschlag wäre, nicht so hohe “Peitschenmasten” aufzustellen und sie in Richtung Gehweg zu “biegen”. Die Fahrbahn kriegt dann trotzdem immer noch was ab.
    Aber da muss man auch erst mal drauf kommen.

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