WR173 Flaschen: Wein VI

flaschen

Weinschreiber Christoph und ich trinken 2012 „Lois“ Grüner Veltliner, 2011 Gutedel „Heugumber“ Tafelwein, 2012 Chardonnay „Handwerk“ trocken* und reden über Italien, die Vinitaly in Verona, Chianti Classico, Brunello, Alois Lageder, die Prowein, die London International Wine Fair, die RAWfair, Gutedel, Syrah, das deutsche Weingesetz, Au bon climat, Silkes Weinkeller, Weingut Tesch, Schloss Lerbach, Nils Henkel, Schott Zwiesel Wine Classics, Zalto Gläser, das Gabriel Glas, Florian Siepert (Foodtrips, Opentrips), Arthurs Tochter Kocht und bestimmt noch ein paar Sachen mehr.

Ohne Christoph ginge es nicht. Sein Spendenglas steht hier.

*Die Weine haben wir selbst bezahlt und in der Weinhalle gekauft, weil wir das so wollten.

17 Gedanken zu „WR173 Flaschen: Wein VI

  1. Martin

    Merci für eine weitere lehrreiche Folge!

    Ich bedauere jeweils, dass ich infolge Wohnsitz ausserhalb Deutschlands nicht gleich bei den Anbietern bestellen kann, die ihr erwähnt …

    Zu den Preisen: Wie hoch sind die Steuern auf Wein in Deutschland, das heisst wie viel Prozent muss man vom Verkaufspreis etwa abziehen um den Nettopreis für einen internationalen Preisvergleich zu erhalten?

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  2. Christoph

    Hallo Martin,

    es gibt zwar eine Still- und Perlweinsteuer, die liegt jedoch bei 0. Bei Qualitätsschaumwein zahlt man € 1,02 Euro. Also einfach MwSt. abziehen und im jeweiligen Land wieder drauf rechnen.

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  3. Florian

    Vielen Dank für dieses tolle Format!

    Frage für die nächste Folge:
    Sollte ich den Wein lieber bei einer Kette wie Jacques Weindepot kaufen, oder lieber in kleineren unabhängigen Läden?

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    1. Martin

      @Florian:

      Ich kann Deine Frage nicht als Fachmann, aber aus meiner persönlichen Warte beantworten: Wenn ich Beratung benötige, wende ich mich eher an einen kleinen unabhängigen Laden, denn dort finde ich häufig Fachpersonal, das ich entsprechend beraten kann. Wenn ich weiss, was ich benötige, bestelle ich online und damit eher bei grossen Anbietern, sofern der benötigte Wein dort verfügbar ist. Online könnte ich genauso bei kleinen Anbietern bestellen, aber diese bieten leider oftmals gar keine brauchbare Möglichkeit dafür an.

    2. Christoph

      Hallo Florian, so einfach finde ich das nicht zu beantworten. Ich denke, das steht und fällt immer mit den Leuten, die dich beraten. Hast Du das Gefühl, die Betreiber des Weindepots sind kompetent? Kaufe dort ein. Hast Du das Gefühl, die Leute aus dem kleinen Laden sind kompetent? Dann kaufe dort ein. Ich kenne sehr gute und sehr schlechte kleine Läden. Bezüglich Jacques‘ Weinangebot ist es so, dass die eine gute Auswahl haben, die zunächst einmal einen guten Überblick verschafft. Allerdings kannst Du Dir vorstellen, welche Menge die vorrätig haben müssen, um die dreistellige Anzahl an Depots beliefern zu können. Willst du dezidiert nur handgemachte Weine von kleinen Weingütern kaufen, musst Du woanders suchen. Die Weine von Jacques sind gut, haben im Allgemeinen wenig Ecken und Kanten.

    3. Martin

      Interessanter Typo oben: Selbstverständlich lasse ich mich von Fachpersonal beraten und nicht umgekehrt … 😉

  4. Martin

    Was hält Ihr davon?

    «[…] Ganz anders mit Weißwein: Das ohnehin viel geringere Sortiment an Weißwein im Handel wird dominiert von badischen Kopfwehtropfen, Kellergeistern und Phantasieweinen wie „Graf Karoly“. Österreicher und Italiener stellen ihre schlechtesten Veltliner und Pinot Grigios dazu. Hochprozentige Chardonnays aus Südafrika und Chile mit zugesetztem Eichenfasston, spanische Industrieweine von Freixenet – es scheint, als wollte Hersteller und Händler dafür sorgen, dass kein Weißwein mehr getrunken wird. Doch inmitten des Desasters gibt es Perlen – drei werden hier vorgestellt.»

    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38948/1.html

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    1. Christoph

      Ehrlich gesagt, dieser Artikel ist jenseits von Gut und Böse und strotzt nur so von Halbwissen. Am besten einfach ignorieren und weiter WRINT hören 🙂 Im Ernst, im Lebensmitteleinzelhandel findet man nur unter hohem Aufwand und mit einer ziemlich hohen Frustrationsrate vernünftige Weine. Und die, die schmecken, sind dann meist auch wieder vergleichsweise teuer. Das gilt für die „normalen“ Filialen. Es gibt allerdings auch Supermärkte, wo die Inhaber sehr viel Wert auf Feinkost und spezielle Produkte legen. Dort kann man auch bei Weinen entsprechend gute Entdeckungen machen. Generell aber würde ich Wein eher im Fachhandel kaufen. die Bewertung der drei vorgestellten Weine jedenfalls ist ein Witz. Ich zitiere: „Er entpuppt sich als hervorragender Tropfen: unaufdringlich, mit wenig Säure, also sodbrennfeindlich, leicht und ohne dominante Nebennoten. Ein idealer Tischwein. Als Trinktemperatur wird zwar 9 bis 11 Grad empfohlen, aber bei 6 Grad wird die Freude nicht geringer.“ So etwas würde ich als Parodie schreiben. Denn wie kann ein Wein, der betont unaufdringlich, säurebefreit und leicht und quasi ohne Frucht ist und der dazu eigentlich eisgekühlt sein sollte, ein hervorragender Tropfen sein? Den Volkswein Müller-Thurgau mit Spitzen-Sancerres und Rieslingen zu vergleichen ist auch echt amüsant…

  5. Marqueee

    Hallo Jungs. Wie immer gern gehört. Eine kurze Anmerkung zur Malo: du erinnerst dich richtig, Christoph. It just happens. Man muss nur warten, die kommt von ganz allein. Es ist im Gegenteil so, dass man gegen Ende der normalen Gärung etwas unternehmen muss, wenn man die Malo vermeiden will. Vulgo: schwefeln. Das ist übrigens der Grund dafür, dass man „steckengebliebene“ Weine nicht einfach mit der Hefe im Fass lässt. Man fängt sich zwingend die Malo ein. Was ja viele nicht wollen und dann lieber mit Reinzucht nachimpfen (wir zum Beispiel dieses Jahr, nachdem wir im letzten eine leichte – und ungewollte! – Mal hatten…

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  6. hrzbrg

    Moin,

    vielleicht habt Ihr es auch schon mal in einer Sendung erwähnt, aber es gibt ja nicht zu allen Shownotes und alle durchhören schaff ich gerade nicht. Meine Frage geht an Christophs gutes Gedächtnis.
    Habt Ihr irgendein Tool mit dem Ihr den Überblick über die ganzen Weine behaltet, die eure Zunge treffen?
    Es gibt ja einige iOS Apps mit denen man sowas verwalten kann, vielleicht habt Ihr da ja ne Empfehlung.

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  7. Heiko

    Vielen Dank, Christoph und Holgi, für die lehrreichen und unterhaltsamen Sendungen :-).

    Eine kurze Querreferenz auf einen kürzlichen WDR5 „Gans und Gar“ Beitrag vom 04.05.2013 über die Deutsche Weinbörse 2013 und neue Klassifikationen des Verbands der deutschen Prädikatswinzer (VDP):

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  8. lena

    das mit der zuen nase kann durchaus eine reaktion aufs histamin sein. keine allergie, sondern eine intoleranz- es ist zuwenig des enzyms vorhanden, welches für den histaminabbau nötig ist. solang das aber nur bei weinkomnsum auftritt, sollte man sich keine sorgen machen.
    da ich annehme das deine ernährung, holgi, auch ansonsten nicht unbedingt histaminarm ist (denn eigentlich alle leckeren dinge haben viel histamin z.b. schokolade, tomatensauce, wein, käse…u.ä.m.), wird das wohl einfach irgendwann an eine grenze kommen mit dem histaminabbau im körper, und dann so ne reaktion geben. also- eine theorie wie das mit der zuen nase zustande kommen könnte.
    ich bin ja selbst eine der betroffenen, wein und alkohol ist tabu- denn so richtige reaktionen einer histaminintoleranz nimmt man dann doch nicht so gern in kauf. (es gibt histaminarmen wein, aber, naja, da können se noch drann arbeiten), aber eure weinfolgen hör ich mir trotzdem gern an.
    und wenn ich demnächst dann mal sündige, wirds eine eurer empfehlungen sein 😉

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