WR234 Scheiß Kommerz!

wrint_wrintheit_200Diesmal mit Weihnachten, Religion, Untermenschen, Atheisten, Esoterik, Sportlern, dem Tod, der Bild, Heimat, Parkinsons Gesetz, Gemüse, Sehnsucht, Fliegen, Kuchen, Götter, Tausch, Wehrpflicht, Brillen, den Beatles, Frühstück und der Stiftung Warentest.

Ohne Alexandra ginge es nicht. Hier sammelt sie für Putzpuschel.

 

Shownotes von mathepauker, mrmoe (@moe), @PeaK und @Quimoniz

41 Gedanken zu „WR234 Scheiß Kommerz!

  1. MIchael L.

    Hallo!
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch in Deutschland viele Familien gibt, die sowohl den kompletten 24.12. zusammen verbringen, als auch viele Tage am Weihnachtsessen rumwurschteln. Ich glaube die Kulturen sind sich hier doch nicht so unterschiedlich.
    Frohes Fest!
    Michael

    Antworten
    1. Romconstruct

      Dem kann ich mich nur anschließen.
      Ich habe grob mit 21 o. 22 dass erste Mal Leute kennengelernt für die es normal war am 24.12 gegen 22 Uhr noch in die Disko zu gehen. Und ich war total schockiert wie man so was machen kann.

  2. Mathias

    Was diese „Tradition“ mit Würstchen und Kartoffelsalat an Heiligabend betrifft, welche Alexandra den Bayern zuordnet, kenne ich eigentlich nur von hier sesshaften Anwohnern aus den neuen Bundesländern. Bei uns im Umfeld tendiert das Mahl eher in Richtung „Feiertagsschmaus“ und variiert gerne von Rindsroulade über Ente bis hin zu Rehrücken. Aber was weis ich als Franke auch schon über bayrische Tradition.

    Wenn ich so darüber nachdenke, ist mir bisweilen des öfteren bei Wrint aufgefallen, dass wenn immer das Gespräch auf regionale Unterschiede fällt, bzw. ein Vergleich zwischen Nord und Süd gezogen wird, die genannten, besonderen Eigenheiten „derer da im Süden“ unser einer eher „denen da im Norden“ zuschreiben würde. Mag es vielleicht sein, dass wir alle die gleichen Stereotypen von einander haben, egal wer und wo wir sind? Wäre ja ulkig.

    Antworten
    1. Eule

      Ich kenne aus eigener Erfahrung als Grund für Würstchen mit Kartoffelsalat den Umstand, dass schlichtweg keine Zeit für aufwendiges Essen bleibt, weil erst an Heiligabend der stets raumhohe Baum aufgestellt und geschmückt werden muss und auch sonst allerhand Grünzeug verteilt und behangen wird. (Dafür bleibt mindestens der Baum dann länger stehen als anderswo, gerne mal der alten Tradition folgend bis Lichtmeß am 2. Februar.) Dazu kommen noch allerhand andere kleine Vorbereitungen und Schmückereien, und schwupps ist schon wieder Abend.

  3. Glüge

    Ja ja, Weihnachten und das sich immer enger zulaufende ganze drumherum bis zum Heiligenabend.. all jenes ist zu schön, um wahr zu sein.. und spätestens zu Silvester treten Schneefeinde und Winterhasser den Gegenbeweis an. Dieses freudloseste aller Feste scheint einzig und allein ersonnen worden zu sein, um das was kürzlich sich vor einem noch abspielte zu widerrufen: Auf den christlichen Feiertag folgt die heidnische Rückfall wie der Rülpser aufs Abendmahl, die bösen Geister werden vertrieben, weil man von allen guten verlassen ist, und beim kollektiven Exorzismus verwandeln sich Familienväter in Guerillakämpfer.
    Am Tag danach herrscht jene bleierne Stille, die den leuten schon immer lieber als die sanfte war, und dann dauert es auch nicht mehr allzu lange, bis sich ganze Bezirke in Grillplätze und ganze Wiesen in verbrannte Ödflächen verwandeln: Endlich lässt sichs wieder leben.

    Antworten
  4. vsporzellan

    Der Hintergrund zu Würstchen und Kartoffelsalat – meines Erachtens eher unschön, hat wohl den Hintergrund, dass der 24.12. der letzte Fastentag der Adventszeit sein soll. Drum tragen die Pfaffen auch schwarz und violett, zumindest wenn sie katholisch sind.

    Antworten
  5. Karl

    Die Vögelsilhouetten sind soweit ich weiß immer Raubvögeln nachempfunden.
    Da kleine Vögel Raubvögelsilhouetten als Gefahr sehen hofft man so, dass die nicht in die Scheibe ballern.

    Antworten
    1. Markus

      Das mit den kleinen Pfannen nennt man dann auch eher Tischgrill. Weil dabei auf der oberen Platte die Beilagen gegrillt werden. Und Holgi: Nach dem Raclette oder Tischgrill ist man aber sowas von vollgefressen dass am restlichen Abend der Magen mit Schnaps ruhig gestellt werden muss 😀

      Bei uns gibts heut übrigens Tischgrill. Aber ich als Schweizer darf das ja 😀

  6. Sonja

    Hallo Holgi & Alexandra,

    zu Religion, Kinder und Weihnachten meine Gedanken/Erfahrungen/Einstellung:

    Ich wurde von meinen Eltern nicht getauft, jedoch evangelisch sozialisiert (Religionsunterricht in der Schule, später Jugendgruppe). Ich habe mich in meiner Pubertät immer wieder damit auseinandergesetzt, ob ich glaube oder nicht. Vielleicht habe ich mich in diesem Punkt auch mehr hinterfragt, als Jugendliche, die getauft waren und so wußten, wo sie hingehörten.
    In der Schule habe ich immer Religionsunterricht besucht, sogar Abitur darin geschrieben (Geschichte oder Gemeinschaftskunde kamen einfach nicht in Frage).
    Unsere Gesellschaft ist eine christliche Gesellschaft und auch wenn ich nicht gläubig bin, verstehe ich vieles besser, wenn ich die Hintergründe etwas kenne.
    Es war klar, wenn ich mal heirate, dann nur standesamtlich. Kein Problem.

    Dann lernte ich meinen Mann kennen… er kommt aus einer katholischen Familie. Für ihn und seine Eltern war es sehr wichtig, dass wir katholisch heiraten. Unser örtlicher Pfarrer hatte damit auch kein Problem. Er fand meine Einstellung gut (besser als „katholische Mitläufer“ – so hat er sich ausgedrückt). Also gab es eine Hochzeit in weiß mit evangelischen Kirchenliedern in der katholischen Kirche. :-))

    Dann kamen unser Kinder auf die Welt. Erst hatte mein Mann den Wunsch, dass sie getauft würde – ich war dagegen. Er hatte Angst, sie würden ausgegrenzt. Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass dies so nicht ist. Die Schwiegereltern haben viele Jahre immer wieder nachgefragt, ob wir die Kinder nicht taufen lassen wollen. (Mein Mann geht nie in die Kirche.) Alle anderen Enkelkinder sind getauft (und die Familien gehen nie in die Kirche…).

    Wie das Leben so spielt: wir zogen in ein Dorf. Er einzige Kindergarten war katholisch. Kein Problem. Die Kinder haben alles mitgemacht. Ich habe ihnen auch kirchliche Kinderbücher vorgelesen, damit sie verstehen, was so in unserem Leben passiert (Ostern, Weihnachten, etc.). In der Grundschule gab es nur katholischen Reliunterricht. Alle anderen Kinder gingen zur Kommunion – meine nicht. Sie wussten warum es so ist.
    Unser Sohn hat sich mit 14 aus dem Reliunterricht abgemeldet – es gab eine Freistunde. Außerdem ist er technisch-naturwissenschaftlich veranlagt. Da konnte er das alles nicht glauben.
    Jetzt mit 17 musste er Ethik nehmen – nach 4 Wochen war es ihm zu anstrengend und er wechselte schnell in ev. Religion. Er sieht es jetzt als Wissenserweiterung/Allgemeinbildung.
    Unsere Tochter geht weiterhin in kath. Reli.
    Als die Klassenkameraden Konfirmation hatten (8. Klasse), bekamen unsere Kinder von uns einen größeren Geldbetrag geschenkt und wir sind schön Essen gegangen. Es bestand kein Wunsch von ihrer Seite, sich taufen zu lassen.

    Weihnachten lesen wir manchmal die Weihnachtsgeschichte. Sie spielen auf ihren Instrumenten Weihnachtslieder (mit christlichen Texten). Wir machen daraus ein schönes Familienfest, wo die Glaube im Hintergrund steht. Wann sonst im Jahr macht man sich so viel Mühe mit Dekoration, Geschenken, Essen… man könnte es natürlich jederzeit tun, aber das klappt bei uns nicht. Es sind besondere Tage mit Traditionen (bei uns ohne Kartoffelsalat).

    In unserem Freundeskeis gibt es viele Familien, die aktive Christen sind. Wir akzeptieren uns gegenseitig. Sie dürfen „glauben“, wir dürfen „nicht-glauben“.

    Ich bin der Meinung, dass es heute nicht mehr notwendig ist, getauft zu sein. Vor 100 Jahren (?) war es im Dorf sicher wichtig, um zur Gemeinschaft zu gehören. Aber die Zeiten und die medizinische Versorgung haben sich geändert.

    In diesem Sinne – frohe Weihnachten! Macht Euch schöne Stunden mit Euren Lieben und genießt die Traditionen in der Familie – das macht Familie aus!

    Herzliche Grüße,
    Sonja

    Antworten
  7. mathepauker

    Dass es am Heiligen Abend gerne Würstchen mit Kartoffelsalat gibt, hat praktische und logistische Vorteile. Dazu ein Zitat von Helmut Gote:

    Am Heiligabend sind den meisten die Geschenke und die Getränke wichtiger als das Essen. Wie wär’s also mal mit einem herzhaften Kartoffelsalat mit Würstchen? Den können Sie schon am Tag vorher zubereiten, dann ist er richtig durchgezogen und die Würstchen werden fast von alleine heiß.

    Antworten
  8. xtc123

    Zum Thema Beatles muß man erwähnen, daß diese Band ohne ihren Produzenten George Martin nicht die Band gewesen wären, die sie waren. Der war Angestellter der EMI und kam eigentlich von der klassischen Musik. Er wurde der Band zugeteilt, da sie – vorsichtig ausgedrückt – nicht unbedingt zu den begnadetsten Musikanten dieses Erdballs zählten (und eine der schlechtesten Livebands obendrein). Der Produzent verfügte quasi über ein unbegrenztes Budget und sorgte so für den nahezu perfekten Studiosound. Das sogenannte Revolutionäre im Sound dieser Band war also eigentlich die Arbeit von George Martin. George Harrison z.B. schleppte irgendwann mal ein Mellotron an (eine frühe Version eines Samplers) und auch einen der ersten Serien-_Moog-Synthesizer. Man konnte aber nicht wirklich damit umgehen und so sorgte Mr. Martin und die Studiotechniker für die gelungene Integration dieser Instrumente. Einer dieser Techniker war übrigens der noch sehr junge Alan Parsons, der dann in den 70er/80er Jahren mit Alan Parsons Project ziemlich erfolgreich war. Die Band war jetzt aber nicht unbedingt so wegweisend, wie sie immer dargestellt wurde oder wird. Man höre sich z.B. mal Alben von den Pretty Things, den Small Faces, den Kinks ode auch Donovan an, die in derselben Epoche aufgenommen wurden. Dann bekommt man eine Eindruck davon, wo die Beatles ihre – ähem, nennen wir es mal Inspirationen – her hatten. Die Band und ihr Produzent waren halt sehr geschickt darin, den musikalischen Zeitgeist und die Rosinen anderer aufzupicken und sie soundtechnisch und musikalisch aufzupeppen. Das hier angesprochene Album „Revolver“ klingt in einigen Songs sehr nach Motown auch Stax (zwei erfolgereiche Soullabel aus den USA). Dieser Sound war damals immens erfolgreich – also ist man auf diesen Zug augesprungen. Als die Hippies populär wurden, wurde der Beatles-Sound halt auch schnell hippiesk und so weiter und so fort. Die ebenfalls angesprochenen Alben ABBEY ROAD und das weiße Album bestanden im Prinzip aus nichts weiter als unvollendeten Soundschnipseln und Outtakes, die Mr. Martin dann zu „Songs“ zusammeneditierte. John Lennon hat sie beide gehaßt. Trotzdem waren Lennon/McCartney ziemloch gute Songschreiben und das werke dieser Band ist vor allem deshlab bemerkenswert, da ihre aktive Karriere gerade mal 7 Jahre dauerte….

    Frohe Fest…..

    Antworten
  9. Haubi

    Was für ein toller Weihnachtsvormittag! Laufen in der Natur mit eurem Podcast in den Ohren. Eine Stunde Besinnung und gute Unterhaltung bevor es in den Familientrubel geht. Vielen Dank dafür!

    Antworten
  10. Eule

    Zur Frage mit der BILD: Der SPD-Bundesvorstand hat im Rahmen der Mitgliederbefragung zur Grossen Koalition eine ganzseitige Anzeige in der Bild geschaltet (was dem Vernehmen nach laut Preisliste zwischen 250.000 und 450.000 Euro kostet!), hatte also offensichtlich den Eindruck, auf diesem Weg einen nennenswerten Teil der Parteimitglieder zu erreichen. Wir lernen: Bild kann man lesen wenn man wissen will was die SPD-Basis denkt. 🙂

    Antworten
  11. Pterry

    also die germanischen Gottheiten hatten immerhin die Auswirkung, dass zwei Wochentage direkt nach ihnen benannt sind, also Donnerstag nach Donar und Freitag nach Frey

    Antworten
  12. Schubert

    Hi, sehr schöner Podcast
    mir gefällt deine rationale herangehensweise an aktuelle Probleme, à la Gott oder nicht usw.

    Wenn man sich eine Zeit lang mit aktuellen Theorien auseinandersetzt (aktuelle Evolutionstheorie, Quantenmechanik, etc.) entwickelt man ein gewisses Verständnis, wie sich die Welt ständig weiterbewegt. Von diesem Standpunkt aus ist es dann mehr als verwirrend sich das Konzept Gott vorzustellen, so viel zu sozialen Blasen 😛

    P.S.
    Schmeiß die Eso-Tante raus und mach mal wieder einen Podcast mit Joscha Bach !

    Antworten
  13. Benjamin

    Lieber Holgi,
    möglicherweise hältst du Ayurveda für Budenzauber, ich hoffe dir trotzdem hier etwas zu schicken was dich bei deiner Lebensführung inspiriert und vielleicht auch beim Abnehmen hilft. Allgemein könnte man sagen dass Ayurveda nicht eine Medizin ist die dir etwas verordnet das dich dann gesund macht sondern es geht eher darum dir dabei zu helfen dich so zu benehmen dass es dir in einer Art gut geht die dich widerstandsfähiger macht und sich gut anfühlt.
    Wenn man sich anhört was dir gut tut, bist du wahrscheinlich ein Kapha-Typ. Folgende Sachen machst du bereits richtig:
    * nicht frühstücken (morgens Tee trinken ist super)
    * Radfahren (es muss nicht super anstrengend sein, aber täglich ein Bisschen Bewegung ist wichtig, viel Spaß mit dem Brompton!)
    * Gemüse essen
    * herzhaft essen
    * kein Weißbrot essen (das ist für fast jeden scheiße, besonders für Kapha-Leute)
    Da gibt es noch mehr Inspiration: http://www.daegam.de/index.php/dokumente/33-kaphagleichgewicht

    Antworten
  14. Chris

    Hallo Holgi,

    Du behauptest öfters mal, dass Demeter Eso-Verfahren vorschreibt. Da ich das ebenfalls für Quatsch halte und auch gerne in die Kerbe schlagen würde, habe ich mir mal die Mühe gemacht die Richtlinien zu überfliegen :
    http://www.demeter.de/fachwelt/für%20landwirte/richtlinien/gesamtausgabe

    Leider konnte ich bis auf den Vermerk, das man sich der antroposophischen Weltanschauung verpflichtet fühlt, keine konkreten Vorschriften (Horn mit Kuhdung am Ackerand bei Vollmond vergraben etc.) finden.
    Worauf beziehst Du Dich immer?

    Viele Grüße
    Chris

    Antworten
    1. Chris

      Hallo Holgi,

      bin nun aus dem Urlaub zurück und hatte nun auch einen PDF Reader mit Suchfunktion. „Kuhhorn“ habe ich damit aber auch nicht in den Dementer Richtlinien (s.o.) gefunden.

      Was Horndünger betrifft ist das eigentlich auch kein Hokus-Pokus. Ich kannte das als „Hornspäne“ schon von meinem Opa, und der hatte nun gar nichts mit irgendeinem Eso-Kram am Hut….
      Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Hornd%C3%BCnger

      Von Manfred’s „Forschungsring e.V.“ Link (danke dafür):
      „[…] Die Düngerzusatzpräparate werden punktuell in den Dünger eingebracht. Ihre Kräfte strahlen nach Rudolf Steiner von diesen Punkten in den Dünger aus.“
      … das ist amüsant…. der Zusammenhang mit Demeter ist mir allerdings nicht ganz klar:

      „[…] Der Forschungsring unterstützt die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise durch praxisnahe Forschung und Entwicklung für Erzeugung und Verarbeitung sowie Wissensvermittlung. Dabei arbeitet der Forschungsring mit dem Demeter e.V. zusammen. „

      … OK, das heisst aber nicht, dass Demeter seinen Verbandsmitglieder vorschreibt Kuhörner mit Dung am Feldrand zu vergraben. Einzelne Demeter-LW mögen dies tun, weil sie dran glauben, OK. Aber in den verbindlichen Demeter Richtlinien steht so ein Quatsch (zum Glück) nicht.

      …. hmmm, ich denke die positiven Effekte von Bio-Landwirtschaft (selbst Demeter) überwiegen.

      Viele Grüße,
      Chris

    2. holgi Artikelautor

      „Was aber bedeuten die Biodynamischen Präparate, die so essenziell für Demeter sind, dass ihre regelmäßigen Anwendungen in den Richtlinien verankert sind und auch entsprechend kontrolliert werden? … Sorgsam werden die Hörner mit den Kuhfladen gestopft, in der großen Grube auf dem Versuchsfeld in die Erde versenkt und sorgsam abgedeckt. Ein halbes Jahr – von etwa Ende September bis März – haben sie nun Zeit, die kosmischen Kräfte und die Energie der tierischen Hülle zu nutzen…“ undsoweiterundsoalbern

    3. Chris

      … oh Gott! Was für ein Quatsch…. erstmal dank für den Link!

      Das ist anscheinend aus dem Marketing von Demeter, die scheinen das auch noch gut zu finden! Wahrscheinlich findes es die Mehrheit der Öko-Klientel sogar gut.

      Schade, das eine an sich gute Idee von den Esos so in Verruf gebracht wird….

      Vielen Dank

      Chris

  15. sicDaniel

    Interessante Folge mal wieder! Seit Alexandra die Wrintheit macht, hat sie in fast jeder Folge Dinge gesagt, denen ich total zustimmen konnte. Diesmal war es das erste Mal anders, besonders was die Religionsfrage angeht, aber da geht es wahrscheinlich den meisten Holgi-Hörern so. Ich denke nicht, dass man so generell sagen kann, Kinder hätten eine Sehnsucht nach Gott, die sich dann ausgerechnet mit den etablierten Religionen beantworten lässt. Mir geht es da wie Holger, meine Eltern haben uns Kinder – abgesehen von Taufe und Firmung – nie mit Religion belästigt, deshalb hab ich da heute einfach überhaupt keinen Zugriff zu und finde das konzeptionell absurd. Ganz im Gegenteil hat mich in meiner Kindhei nichts so fasziniert wie wissenschaftliche Erklärungen über die Entstehung der Welt, ich hatte so Weltraum-Wissenschaftsbücher für Kinder, das weiß ich noch genau. War allerdings auch nichts, was meine Eltern irgendwie forciert hätten. Die sind da heute noch sehr indifferent.

    Zweitens gehöre ich zu den Leuten, die noch immer in der selben Stadt wohnen wie beim Abi vor zehn Jahren. Ich bin zwischendurch zweimal innerhalb Osnabrücks umgezogen und habe meine Soziotope jedesmal sehr stark geändert (Nach dem Abi Heilerziehungspflegeausbildung, danach Lehramtsstudium). Ich höre heute andere Musik, habe eine andere Frisur und einen anderen Kleidungsstil. QED!

    Antworten
    1. hilti

      Da haste recht. Kinder haben keine Sehnsucht nach Gott. Um bei der Formulierung zu bleiben und es globalgalaktisch auszudrücken: Kinder haben eine Sehnsucht nach Welterklärung.

      Besseres Zitat: „Warum?“

      Kinder sind neugierig und wollen wissen. Ein Trauerspiel ist, wie schnell es der teilweise Schule gelingt ihnen das auszutreiben.

    2. datenkind

      Vollste Zustimmung. Ich frage mich ernsthaft, woher Alexandra die Überzeugung nimmt, dass Kinder unter 14 auch nur ansatzweise sich der Gehirnwäsche erwehren können, ich bezweifle das nämlich stark.

      Ich wurde selber konfirmiert und dieses Brainwashing in der Christenlehre und später im Konfirmantenunterricht ist im Nachhinein betrachtet nicht nur Zeitverschwendung, sondern ein Frevel gegenüber wissbegierigen Kindern.

      Ich lehne jegliche Form von Religion maßgeblich ab.

  16. Silvio

    Zu Alexandras Beispiel ( der Veganer/Vegetarier in Polen):

    Ich finde der Vergleich hinkt, denn was wäre in dieser Situation denn die richtige Handhabung?
    Man bekommt als Veganer Fleisch aufgetischt und möchte es nicht essen. Als „normaler“ Veganer (also nicht Veganazi) möchte man ja die polnische Mutter nicht verletzen, sondern einfach nur kein Fleisch essen. Es kommt ja nicht in Frage, als Veganer Fleisch zu essen, nur weil die polnische Mutter stundenlang gekocht hat.
    Klar ein hardcore Veganer würde empört eine Diskussion anfangen und das hat die polnische Mutter nicht verdient. Ich finde, das Fleisch dankend abzulehnen, richtig, auch wenn es die polnische Mutter verletzen mag. Man hat nicht den Vorwand, andere zu verletzen, so wie es die Atheisten in Köln hatten.

    Antworten
  17. J_h_nn_s

    Zum Thema „verschwundene Warzen“:

    Die Wollfaden-Therapie mag zwar mystisch anmuten, hat im Grunde aber nichts mit dem Verschwinden der Warzen zu tun. Wenn die Warzen nach ca. 8 Wochen verschwunden sind, dann liegt das daran, dass sich der Körper in dieser Zeit eben immunologisiert hat. Die Warzen sind eine Viruserkrankung, gegen die der Körper Antikörper entwickelt. Das Auftreten und Verschwinden von Warzen hängt also in erster Linie mit der Immunlage des Körpers zusammen, nicht jedoch mit Wollfäden und dem Mondstand.

    Antworten
  18. Roland

    Lob an die beiden Podcaster…macht immer wieder Spass euch zwei beim „Tratschen“ zu zuhören. Entspannt mich immer ungemein.

    Kleiner Einwurf zum Thema Kirche und Kinder: Anbieten braucht man den Kleinen meiner Meinung nach nichts, die einschlägigen Religionen drängen sich da schon von selbst auf (z.B. Religionsunterricht etc.). Mit den Kindern extra in Gotteshäuser zu gehen, halte ich für extrem überflüssig. Wo zieht man dann da die Grenze, nur die Monotheisten, wenn ja, dann auch Himmelreichsääle…Fragen über Fragen.

    Antworten
  19. Poppi

    Die Bild ist böse. Sie bedient die niedersten Instinkte ihrer Leser. An sich ist das natürlich ok, Pornographie macht im Grunde nichts anderes. Aber sie geht dabei über Leichen. Beispiele dafür sind dramatisch oft dokumentiert. Und das kann man nicht ignorieren, finde ich. Alexandra macht es sich da mit ihrer Einstellung zu leicht. Jeder Leser unterstützt deren Geschäftsmodell. Dazu muss man die Zeitung nicht kaufen. Lesen bedeutet werberelevante Reichweite, Klicks bedeuten direkte Einnahmen. Jede Form des Konsums der Bildzeitung hat moralisch gesehen Blut an den Händen (zB dieses: http://www.bildblog.de/52812/die-privaten-fotos-der-nsu-opfer/). Dessen sollte man sich zumindest bewusst sein, wenn man sich nur mal schnell über den einfachen Mann informieren möchte.

    Antworten
  20. Manfred

    Moin Holgi,

    hast du denn zu den Thematiken, die du angesprochen hast, bezüglich der Funktionsweise von esoterischen „Tricks“, Suggestivkraft etc. eine Buchempfehlung?
    Also praktisch etwas, das erklärt, warum so viele Leute glauben, dass Esoterik funktioniert.
    Ich finde das Thema nämlich ziemlich interessant und Google spuckt da ja auch jede Menge Buchtitel aus, aber ich dachte, vielleicht hast du ja eine Empfehlung?

    Danke schon mal

    Gruß
    Manfred

    P.s. zu der Sache, warum manche Leute nur an Weihnachten in die Kirche gehen, kann ich persönlich sagen, dass meine Eltern mich religiös erzogen haben und ich sie meist an Weihnachten besuche. Würde ich da am Abend nicht mit in den Gottesdienst gehen, würde ich sie unerklärlich vor den Kopf stoßen, was ich einfach verhindern möchte und deshalb lieber mitgehe.

    Antworten
  21. Marc

    Ach ja, ihr seid toll! 🙂
    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diese Sendung zu hören. Dieses Podcast Hören ist schon sehr interessant. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich während einer Diskussion von euch einfach laut mitargumentiere – völlig skurril!
    Ich finde jedenfalls große Klasse, was ihr da tut und sage: ‚Dankeschön!‘

    Viele Grüße,
    Marc.

    Antworten
    1. Roland

      Zitat Marc:
      Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich während einer Diskussion von euch einfach laut mitargumentiere – völlig skurril!

      Kann ich nachvollziehen, mache ich auch ständig…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.