WR619 Kurioses Blumenbokeh

 

wrint_2014_fotografie_200Was tun bei Matschwetter? – Deeplearning-Motiverkennung: Image Identification Project, Picdescbot, Keegan (10/10 Punkte), Deeplearning DatasetsBlende 0,7Kubrick, Nixon und der Mann im Mond – Stabilisierter LöffelBest Selling Amazon Kategorie: Instax – Leica-Sofort – Transparente KameraThe Invisible Camera (Video) – Screenshot ’83Augen verkehrt verdrahtet – Fragen: Sensorreinigung, Bildstabilisierung – Bilderschau: Sleepy (bearbeitet), crushed autumn warning colors, Blavand-Leuchtturm-3 (bearbeitet)

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17 Gedanken zu „WR619 Kurioses Blumenbokeh

  1. Marius

    Ich hatte eine Frage auf dem TFTTF Formular hinterlassen. 🙁
    Daher hier nochmal.
    Wie plane ich das Wetter am besten ein, wenn ich Fotographieren gehen will? Zumal das Wetter bis maximal 2 Tage halbwegs präzise ist.

    Als ich mit nem Kumpel (auch Wrinthörer) fotographieren gehen wollte, zog gegen Abend dünne diesige Wolken auf und daher sah alles eher langweilig aus, weil die Schatten weg waren und das Goldene der Abendsonne weg war.

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  2. Ralf

    Hallo Holgi,
    du hast von den beiden Quicksnaps erzählt…kannst du mir sagen worin sich der xp2 und der hp5 unterscheiden?
    Gruß Ralf

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    1. holgi Artikelautor

      Im Entwicken. Der XP2 wird im Farbfilmbad entwickelt, so dass Du damit auch zum Fotofix kannst und deine Bilder in einer Stunde bekommst – die haben dann meist einen Sepia-Stich, aber das kommt vom Papier. Die Negative sind s/w 🙂

    2. Michael

      Technisch gesehen ist der XP2 ein unbunter Farbfilm, das heisst er wird nicht in SW-Chemie, sondern im Farbprozess C41 entwickelt. Das führt dazu, das diese Filme problemlos im Stundenlabor entwickelt werden können.

  3. Dolphin

    „boke“ kann im Japanischen, wie Chris sagt, unter anderem sowohl „Trottel“ als auch „Bokeh“ heißen, aber aus einem anderen Grund als dem Genannten.
    Es gibt sehr viele Wörter, die einfach zufällig gleich ausgesprochen werden – quasi Teekesselchen in extrem – aber grundverschiedene Wörter sind, daran zu erkennen, dass sie nicht dasselbe chinesische Schriftzeichen benutzen. 暈 (bo) in 暈け (boke) für das Wort mit Foto-Zusammenhang hat ungefähr die Bedeutung von „Kranz“ oder „Heiligenschein“ und 惚け, bzw 呆け stattdessen „sich verlieben“ oder „anhimmeln“ (惚) oder alternativ „verblüfft sein“, „geschockt sein“ (呆).
    Danke für den tollen Podcast! (:

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  4. David

    Ich muß mal etwas die Himmelsmechanik entzaubern.
    – Die Erde dreht sich für uns gesehen um den Polarstern, bzw Nordstern, bzw einen Punkt auf dem Südsternhimmel im Kreuz des Südens. Wurde ja korrekt gesagt. Die geneigte Erdachse ist in dem Fall einfach egal, nicht verwirren lassen.
    – Der Nordstern heißt Nordstern… naaa, weil er im Norden steht. 😀
    – Der Nordstern steht so hoch am Himmel, wie der Breitengrad ist, auf dem du dich befindest. Berlin liegt bei ungefähr 53°, bzw man kommt allgemein gut hin, um mit 45° zu arbeiten, und das kann man mit dem Leuchtturm von der Höhe her gut abschätzen.
    – Wer sich das mal aufmalen will, kann einen Kreis zeichnen, mit dem Äquator von 9 Uhr bis 3 Uhr (Uhr-Analogie). Wenn man jetzt auf den Kreis Tangenten malt, zb links auf 9 Uhr, oder oben auf den Nordpol bei 12 Uhr, dann ist die Tangente dein Horizont den du siehst, wenn du dort stehst. In welche Richtung ist nun immer der Polarstern auf 12 Uhr? Auf dem Äquator auf der Tangente (0°), auf dem Nordpol genau im Zenit bei 90° – und auf einem beliebigen Punkt zb bei 53° Breite dann auch entsprechend – also immer der Breitengrad.
    Norden finden geht auch ohne Kompass. 😉

    Ist also nicht so schwer, wie man vielleicht meinen würde. 😉

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  5. Michael

    Beim Thema Deep Learning hat Chris ein paar Sachen zusammengeworfen und verwurstelt, die so nicht ganz korrekt sind ; ) Zunächst setzt nicht jede Technik, die Bilder erkennen kann, sofort auf Deep bzw. Machine learning. Es gab schon vor Jahren und auch heute noch sehr effektive Systeme, die funktionieren, in dem ein eingegebenes Bild schlicht mit einer riesigen Datenbank abgeglichen wird.

    Allerdings können sich künstliche Intelligenzen dabei zunehmend als effektiver, schneller, treffsicherer und eben intelligenter erweisen, da sie bei Bildern etwa auch Blickwinkel, Schatten oder auch – bei der Personenerkennung – Vermummungen, Bärte etc. als „Pattern“ bzw. Muster erkennen können, die einbezogen bzw. ausgenommen werden können. Ja, künstliche neuronale Netze sind dabei vielfach im Einsatz. Allerdings bilden sie sich nicht während des Lernens der Maschine, sondern sind eine vorgebende Architektur, die den biologischen neuronalen Netzen nachempfunden werden. Wobei es da sehr viele unterschiedliche und für verschiedene Zwecke optimale Netzmodelle gibt: 1 layer feedforward-Netze, multi layer feedforward-Netze oder Rekurrente Netze.

    Dazu ist Deep Learning nur eine Methode, Künstlichen Intelligenzen „Dinge beizubringen“. So existieren noch Reinforcement Learning, Supervised Learning – worauf etwa Wolfram beim Image Identification Project setzt – und noch andere. Deep Learning ist gerade so ein Buzzword, das überall drauf geklebt wird, auch wenn’s eigentlich etwas anderes ist ; )

    Dann: Ja, bislang ist die Erkennung noch nicht so großartig. Allerdings werden KIs mit jedem Tag besser. Denn mit jedem Bild, das sie verarbeiten, können die Pattern engmaschischer und gleichzeitig flexibler werden. Die einzige Grenze sind derzeit Datasets, Speicherplatz und Rechenpower. Und was im Bereich der Mustererkennung angesichts der Grenzen schon jetzt möglich ist, das ist objektiv betrachtet äußerst beachtlich. Eine Frau mit Zigarette als eine Frau zu erkennen, die ihre Zähne putzt, ist witzig … aber kein großer Fehler. Denn das erkannte Muster ist das gleiche: Eine Hand mit einem “Stab”, der an den Mund geführt wird. Oder ein Hydrant auf einer Wiese, der aber in Wirklichkeit ein Grabstein ist? Tatsächlich nicht so weit voneinander entfernt.

    Sollte uns das Angst machen? Ja und nein. Die Sache ist: Die gleichen Prozesse werden von Militärs bei autarken Drohnen eingesetzt. Beispielsweise um konsprative Treffen von Tabilan oder Waffenlieferungen in der Wüste aufzuspüren: Menschen die umherstehen und Kisten die geschleppt werden. Dabei kann sich’s natürlich auch um eine Beerdigung oder ein einen Transport von Regenschirmen handeln. Ebenso werden etwa am MIT KIs darauf trainiert, im urbanen Umfeld via Kameraüberwachung Verbrechen zu erkennen, in dem Bewegungs- und Haltungsmuster analysiert und abgeglichen werden. Darunter etwa Übergaben von Drogen, Schlägereien, Injektion von Drogen, Trinken in der Öffentlichkeit oder auch Autounfälle. Die Polizei von London und Los Angeles haben da schon Interesse angekündigt, derartige Systeme einzusetzen.

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  6. Stefan

    Persönlichkeitsrechte in der Öffentlichkeit.
    Aktuell erleben wir gerade das Gegenteil. Ich fotografiere viel Sport und veröffentliche die Aufnahmen natürlich auch. Der Widerstand der Sportler (und das ist im Leistungssportbereich!) und bei jugendlichen Sportlern vor allem über die Eltern wird immer massiver. Es sind wenige, die das Fotografieren am Liebsten komplett untersagen würden (Vereine untersagen das Fotografieren inzwischen immer häufiger, es gibt Verbände, die schließen Fotografen inzwischen pauschal aus), aber es finden sich praktisch auf jeder Sportveranstaltung inzwischen Leute, die eine Veröffentlichung untersagen und im Extrem sogar rechtliche Schritte androhen, wenn man Bilder veröffentlicht.
    Von Rechtsanwälten hört man immer nur: „Das kommt auf den Einzelfall an“, eine wirkliche Antwort darüber, ob ich das nun darf oder nicht, habe ich bis heute nicht bekommen. Ist das wirklich zu so einer rechtlichen Grauzone geworden?
    Ich habe gar gehört, dass wenn man z. B. Kinder oder Jugendliche fotografiert und sich nicht vorab eine Erlaubnis der Eltern einholt, sich angeblich gar strafbar macht. Ein passendes Gesetz dazu habe ich jedoch noch nicht gefunden, welches das aussagen würde.
    Mir war bisher so, dass Fotos von Sportveranstaltungen gezeigt und auch verkauft werden dürfen, vor allem zu redaktionellen Zwecken, aber natürlich auch zur privaten Nutzung. Und wenn ich Bilder zu redaktionellem Zweck anbiete, muss ich sie auch zeigen dürfen.
    Wie kann dann jemand ankommen und z. B. untersagen, dass ich Fotos von jemandem zeige und anbiete, der gerade eine Meisterschaft gewonnen hat?
    Das wurde jahrelang ohne Probleme offen gehandhabt. Inzwischen bin ich maximal verunsichert, dass ich mir schon überlege, das Ganze einzustellen, auch wenn 50% der Leute das sehr schade und bedauernswert fänden und 40% es einfach egal wäre. Aber die 2%, die teilweise sogar aggressiv reagieren, verleiden jede Motivation und Freude daran.

    Vielleicht wäre das auch mal ein Thema für die Wrintheit.

    Ich verstehe dabei nicht, dass wir eigentlich die gegenteilige Entwicklung haben müssten. Fast jeder nutzt Facebook oder Twitter, fast jeder nutzt Instagram oder andere Bilderdienste, selbst Kinder. Wir werden täglich von hunderten Überwachungskameras gefilmt. Aber wenn ein Hobbyfotograf transparent und namentlich bekannt Bildaufnahmen macht, dann geht man diesem fast an die Gurgel? Woran liegt das? Zumal es ein deutsches und britisches Phänomen zu sein scheint, in anderen Ländern habe ich das bisher weniger erlebt.

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    1. Marius

      Ich hab beim lokalen Stadt-Fussballtunier fotographiert. Und als Anfänger der ich bin, natürlich nichts für die Fotos verlangt und stattdessen dem Dorfverein der das Tunier veranstaltet die Fotos kostenlos angeboten.
      Gab keine Beschwerde.

  7. Mario

    Hallo,

    auch die Casio EX-H10 bewegt den Sensor hinter dem Objektiv.
    Dazu ist der Sensor auf Metallstangen gleitend gelagert und mit Federn vorgespannt.
    Über zwei Hubmagnete kann per Reibrad der Sensor einige Millimeter verschoben werden.
    Wenn ich nun wüsste, wie man hier ei Bild anhängt, würde ich euch die Sensoraufhängung zeigen können.

    Ich habe letztens eine solche Kamera zerlegt, da das Objektiv von einem Sandkorn verklemmt war.

    Viele Grüße

    Mario

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  8. Tarifkenner

    Zu Stanley Kubricks Kamera mit der Blende 0,7: Die Ausstellung, die derzeit in San Francisco die Kamera zeigt (was der verlinkte Blog zum Anlass für seinen Bericht nimmt) stammt übriges vom Deutschen Filmmuseum, Frankfurt (M). Sie war zuerst dort und dann, im Jahr 2005, in Berlin zu sehen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann wird die Geschichte mit der Kamera in der Ausstellung wie folgt dargestellt: Kubrick habe den NASA-Leuten die Kamera, die bei der NASA ausgemustert wurde, für einen Freundschaftspreis abgeschwatzt – wobei er den Eindruck erweckte, ein nur emotionales Interesse an ihr zu haben. Dann gab er seinem Optiker/Kameratechniker den Auftrag, die Kamera für seine Zwecke umzubauen. Dieser meinte, das bedeute, die Kamera komplett auseinander- und dann neu zusammenzubauen. Kubrick habe darauf sowas wie „Gut, fang sofort damit an.“ geantwortet.
    Wen es interessiert, wo die ausgesprochen sehenswerte schon überall zu sehen war und wo sie bald hingehen wird: http://www.stanleykubrick.de/ausstellungstour-exhibition-on-tour/

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  9. PhilmacFLy

    Zum Thema Analog neu entdecken:
    Ich selber bin Baujahr 1992, und hab mir letztes Jahr (nach dem ich in HappyShooting davon erfahren hab) einen Canon Selphy Cp1200 gekauft. Wo ich vorher die Bilder nur auf Platte hatte, stell ich halt jetzt fest das ich doch das eine oder andere ausdrucke und dadurch die Bilder nen ganz anderen Wert haben. Des weiteren hat sich bei uns in der Musikkapelle dass jetzt so eingebürgert, dass ich den Drucker bei einer Feier mitnehm und jeder seine Partybilder gleich ausdrucken kann, und die dann im Proberaum an die Pinnwand kommen, bis die nächste Feier ist.

    Aus ähnlicher Motivation hab ich mir jetzt auch eine alte Polaroid Spectra/Image System besorgt, weil es einfach wesentlich schöner ist von Partys Fotos in der Hand zu haben als nur auf dem Handy, gerade wenn man jetzt an einem Ort feiert wo man hin verreist.

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  10. Patrick

    Hallo,

    könnt ihr mal bitte auf das Thema „Wolkenfotografie“ eingehen?
    Hab öfters Probleme diese ordentlich abzulichten, ohne dass es künstlich wirkt. Besonders bei Sonnenuntergängen oder wenn die Sonne zwischen den Wolken nur leicht durchschaut.

    Gruß Patrick

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