Es knistert!

Mein Setup war bisher folgendes:

Ich nehme das Skype-Signal und schicke es über eine USB-Soundkarte (ESI U24XL) an ein Mischpult (Behringer Xenyx 1204 USB). Im Pult mische ich mein Mikrophon dazu. Aus dem Pult schicke ich ein eigenbereinigtes Signal (“N-1“) über die ESI zurück zu Skype und den Main Mix über einen zweiten USB-Weg in den Stream und den Recorder (Hindenburg). Das alles unter OSX 10.7.2 (Lion).

Heute habe ich den Main Mix, wie vorher auch, in den Stream geschickt und zum ersten Mal nicht den Main Mix, sondern das Signal von der ESI (N-1) aufgenommen. Der Stream war sauber, die Aufnahme hatte ein Knistern, das nach ein paar Minuten angefangen hat und während der ganzen Sendung nicht verschwunden ist.

Daraus schließe ich, dass die ESI nix taugt. Oder ist das ein anderes Problem und ich habe bisher nur Glück gehabt?


20 Gedanken zu „Es knistert!

    1. holgi Artikelautor

      Unter welchen Bedingungen geht der denn verloren? Weil an dem USB-Weg über den der Main Mix geht, knistert ja nix.

    2. map

      Bei beliebige USB Audio-Hardware, nach beliebiger Zeit (wenn die Quartze des Macs und des Devices weitgenug auseinandergelaufen sind, vermute ich). Kann also nach 5 Minuten oder 5 Stunden oder gar nicht auftreten. Hab es hier mit 3 verschieden externen USB Soundkarten.

    3. map

      nicht mehr mit externen USB Soundkarten arbeiten. Hatte ich nur fürs Streaming, da nehm ich jetzt ein altes Macbook mit Line-In. Mein Behringer Mischpult ist gottseidank bisher unauffällig.

    4. holgi Artikelautor

      Bekommt Apple das Problem denn überhaupt mit? Sonst können wir lange warten…

    5. Michael

      Audio-Interfaces kaufe ich deswegen schon lange nur noch von Mac-Audio-Spezialisten, die ihre eigenen Treiber schreiben (für kritische Aufnahmen etc).
      MOTU, RME, Apogee oder MetricHalo (sehr teuer).
      Ich empfehle MOTU, extrem langer Track-Record für Mac-Audio. Gibt’s von klein und fein bis gross und teuer.

  1. sesslie

    Hallo Holgi,
    Zwei optionen hab ich da evtl. – In beiden fällen läuft’s auf nen Datenengpass raus.

    1) was passiert denn da noch alles am USB Port? Ich hatte ein ähnliches Problem schon (allerdings am PC), weil die USB Soundkarte an einem Hub hing, über den noch etlich anderer Datentraffic abging. Das Knistern entstand bei mir vermutlich durch verlorene Datenpakete. Das Interface direkt am Port ohne weitere Komponenten ( Webcam, Maus, etc. ) ging.

    2) wenn ich dich richtig verstanden habe, hattest du bisher nur Signal raus aus der ESI, jetzt aber ein zusätzliches auch rein? Möglicherweise musst du jetzt die Buffer/Latenz erhöhen. Mehr Traffic braucht breitere Straßen :) Müsste der ESI Treiber anbieten.

    Vielleicht konnte ich helfen.
    Der Sesslie

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  2. sesslie

    Oh, und ganz vergessen. Stell doch mal ein Knisterbeispiel ein, vielleicht erkennt ja jemand das Problem wieder “… weil das klingt genau gleich als ich damals … und dann hab ich …”

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  3. Jock

    Teste Aufnahme OHNE Xenyx, nur mit Mikros 1) ESI einzeln und Main Mix über zweiten USB-Weg einzeln, 2) ESI und zw. USB-Sound gleichzeitig

    Wahrscheinlicher Knister-Fall ist 2) wg. USB-Sound-Fuckup, oder falls 1) und 2) problemlos laufen streut der n-1 des Xenyx das ein.

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  4. Ken_Binobi

    Meine Vermutung ist, daß sich die beiden Audiotreiber (von unterschiedlichen Herstellern) um Prozessorzeit streiten und dabei der schwächere verliert. USB überträgt Audio paketweise (FireWire in einem kontinuierlichen Datenstrom), sammelt also erst mal ein paar Audiosamples ein und verpackt die, um sie an den Rechner zu senden. Der Rechner (bzw. Treiber) wiederum hat einen Puffer, damit das Audio auch weiterlaufen kann wenn mal ein Paket ausbleibt. Soll das gleichzeitig mit zwei verschiedenen Interfaces laufen, dann könnte ich mir vorstellen, daß es genau solche Probleme gibt. Leerlaufende Puffer führen zu Knacksern. Das jedenfalls vermute ich, daß es so läuft.
    Ein einzelnes Firewire-Interface mit mehreren Ein-und Ausgängen wie z. B. das M-Audio ProFire 610 (4 Eingänge, 8 Ausgänge) wäre da wahrscheinlich besser.

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    1. Ken_Binobi

      Nachtrag: Sehe gerade, daß das ProFire 610 nur 2 Line-Ins hat (die anderen sind Mic/Instrument). Also doch evtl. nicht das Richtige dafür. Habe selbst seit kurzem das 2626, was aber für Dich etwas groß wäre (19″).

    2. holgi Artikelautor

      Ich hab schon ein wenig bei Thomann rungeguckt. Da gibt es ja auch noch welche mit mehr als zwei Line-Ins. Ich brauche ja auch eigentlich nur zwei Line-Ins. Oder würdest Du empfehlen, sowohl das N-1 als auch den Main Mix über das FW-Interface zu schicken? Kann ich das dann im Rechner überhaupt trennen und N-1 zu Skype und den Main zum Recorder schicken? (Ich habe mit FW-Interfaces keine Erfahrung)

    3. Ken_Binobi

      Um Probleme mit Knacksern zu vermeiden, wäre ein einziges Interface schon sinnvoll.
      Ich hab mir mal grade die Journalist Pro Trial gezogen und wie folgt rumprobiert:

      Equip:
      – Behringer Mixer,
      – M-Audio Firewire-Interface mit 8x In, 8x out

      Verkabelung:
      Headset am Behringer: IN1 (Mikro), Headphone out (Kopfhörer)
      Main Mix vom Mixer auf IN 7/8 des M-Audio
      IN1 des Behringer über Aux Send an IN1 des M-Audio
      OUT7/8 (das Skype-Signal für Monitoring und Main-Mix) des M-Audio an Stereo-IN5/6 des Behringer

      Skype natürlich eingestellt aufs M-Audio als Ein- und Ausgang
      Den Recorder (Hindenburg Pro) aufs M-Audio für Playback und Record (jeweils Kanal 1-2 gewählt). Bei Aufzeichnung landet die Sprache vom Headset ein einer anderen Spur als das was von Skype zurückkommt (bei Nutzung des eingebauten Call Recorders des Hindenburg). Skype bekommt nur den n-1. Ob das mit dem Stream dann auch noch klappt weiss ich nicht. Aber nun hab ich’s geschafft, daß der Hindenburg nicht mehr startet sondern nach dem Start sofort abstürzt :-)

      Ich probiere aber mal noch was anderes mit Jack OS X.

    4. Ken_Binobi

      Puh.. Audio-Rumbastelei macht Knoten ins Hirn.

      Ich hätte noch eine nahezu einwandfrei funktionierende Lösung, welche allerdings auf ein externes Mischpult verzichtet.

      Benötigt wird als Hardware ein externes Mehrkanal-Audiointerface wie z. B. das angesprochene M-Audio 610 sowie als Software “Soundflower” und eine beliebige DAW wie Cubase oder Ableton. Wichtig ist, daß die DAW die Möglichkeit für AUX-sends hat.
      Soundflower macht folgendes: Es stellt 2 virtuelle Audiogeräte zur Verfügung. Eines mit 2 Kanälen und eines mit 16. Alles was man in diese virtuellen Geräte reinwirft, das wird auch wieder ausgegeben.
      Also nach Installation von Soundflower können wir in Skype als Ein- und Ausgang die beiden Soundflower Geräte einstellen, z. B. das 2-Kanal bei Input und das 16-Kanal bei Output.
      In der DAW/Recordingsoftware kann man diese Kanäle dann wieder weiterverwenden. Da meine DAW (Cubase Elements 6) nicht mehrere Audiogeräte gleichzeitig unterstützt, musste ich mir etwas basteln. Mac OS X erlaubt die Erstellung virtueller Audiogeräte mit denen man andere Geräte zusammenfassen kann. Erstellt habe ich ein Gerät welches mein Firewire-Interface sowie die beiden Soundflower (2ch und 16ch) Geräte zusammenfasst. Damit bekomme ich dann ein einzelnes Audiodevice mit insgesamt 26 Eingängen und 26 Ausgängen (8x Firewire IN/OUT vom M-Audio + 2 + 16 von Soundflower). Dieses neue Device werfe ich dann in meine DAW-Software und kann alle Spuren welche zu Skype gehen sollen über die AUX-Send-Funktion auf den entsprechenden Soundflower-Kanal senden (und zusätzlich im Main-Mix der Software als Einzelspuren aufzeichnen). Der Rückkanal von Skype steht dann auch als extra Spur in der Software zur Verfügung und wird natürlich nicht per AUX-Send zurückgeschickt (n-1).
      Warum habe ich beide Soundflower-Geräte (2ch und 16ch) benutzt und nicht einfach nur das 2ch? Alles was auf dem Soundflower-Gerät ausgegeben wird schiebt kommt von dort auch wieder zurück. Der Skype-Partner hört sich als Echo und Du Dich ebenfalls weil das zu Skype gesendete Signal über die Skype-Spur wieder in der Recording-Software landet und damit auch mit aufgezeichnet wird. Leider kann man Soundflower nicht weiter konfigurieren. Es gibt nur diese beiden Geräte (2ch und 16ch).
      Den Main Mix aus der Recording-Software sollte man dann nochmal per Soundflower (auf dem 16ch Device sind ja noch genügend Kanäle frei) zum Stream routen.
      Da ich ja nur kurze Tests gemacht habe, kann ich leider nichts zur Langzeitstabilität sagen.

      So nun habe ich genügend Verwirrung gestiftet, glaube ich. Bei Fragen einfach fragen.

      Gruß

  5. mschild

    Ich hatte auch mal mit so einem Problem zu kämpfen. Allerdings an einem Linux-PC. Da lag es an APIC – Treiber, der ein paar Probs mit meinem Chipsatz hatte. Also auf Deutsch: Immer wenn die Soundkarte bei der CPU “anklopft” – hallo, ich habe Daten – hat der CPU leicht verzögert reagiert, was auch so ein knistern zur Folge hatte. Gelöst habe ich es durch ein Kernel-Update, in dem ein aktualisierter Treiber für meinen Chipsatz enthalten war.

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  6. norbert

    Hallo Holgi,
    Rat weiß ich zwar leider keinen, da sind meine Vorredner sicherlich hilfreicher, aber falls du vor einer Thomann-Bestellung ausprobieren willst, ob ein Firewire-Interface dein Problem löst, kann ich dir ein M-Audio FireWire 410 für ausgiebige Tests zur Verfügung stellen.
    Eine Produktbeschreibung konnte ich leider auf die Schnelle nicht ergooglen. Das Gerät wurde inzwischen abgelöst (Der “Nachfolger” ist das oben bereits von Ken_Binobi erwähnte ProFire 610), aber das deutsche Handbuch findest du als PDF unter http://de.m-audio.com/images/global/manuals/m_fw410.pdf.
    Treiber für 10.7.2 gibt es scheinbar auch, ausprobiert hab ich es aber damit nicht.
    Schöne Grüße.

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  7. koz

    Grüß dich Holgi,

    Ich hätte da auch noch 2 Ideen:

    1.Was hattest du an, wo saßt du drauf und was davon ist evtl mit Kabeln in berührung gekommen ?
    Mir ist es tatsächlich mal passiert das die Kombo
    “Glatzkopf-Kaschmirpulli-Polyesterhemd-Wollsocken-Teppichboden-Kopfhörerkabel” zu ständigem “Knacken” in der Aufnahme geführt hat(Luftballon-elektrodingens effekt).

    2.Wurde schon erwähnt, ist auch sehr plausibel:
    APIC Fuckup. Je nach dem in welcher Reihenfolge USB-und andere Geräte Angesteckt/Installiert werden bekommen Sie eine bestimmte “Straße” zur CPU zugewiesen. Es kann jetzt passieren dass 2 besonders “intensive” Signale auf die gleiche “Straße” geschickt werden und sich dann gegenseitig behindern – das kann sich dann in Knister-Geräuschen äußern.
    In meinem Fall hielt es das BS für eine gute Idee meine neu installierte interne Soundkarte auf die gleiche “Straße” zu schicken wie den USB-Port an dem die Maus steckte. Folge: Jede Mausbewegung ein “Click”.
    Es kann ausreichen einfach einen anderen USBport zu benutzen(Wenn genügend am Gerät vorhanden sind).
    Ansonsten bleibt nur die APIC im BIOS selbst zu verteilen – Keine Ahnung ob das beim MAC überhaupt möglich ist. Bei PC Boards der etwas teureren Klasse gibt es die Option jedenfalls.

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