WR168 Ferngespräche (Hodenkrebs)

wrint_ferngespraeche_200Diesesmal mit Christian, Knochenmarkspende, Janis, Hodenkrebs, Friedemann, Theresienstadt, Daniel, Neuseeland, einem Realitätsabgleich mit Toby (Klingelbeutel) und vielem mehr.

Shownotes von @evitabley, @Dr4k3_LE, Daniel19, @kaikubasta, @gglnx, @kaeffchen_heinz, @simonwaldherr und @stormitux. Auch die Shownotes freuen sich über Spenden.

44 Gedanken zu „WR168 Ferngespräche (Hodenkrebs)

  1. Syrene

    Ganze 4 Stunden!

    Du verringerst zwar deine Schlagzahl, aber damit scheint dein Output an Stunden in keinster Weise zu leiden. Außerdem endlich wieder Ferngespräche, es könnte kaum besser sein. Vielen Dank!

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  2. Dr. Azrael Tod

    Ich behaupte die Leute die vor 10 Jahren erzählt haben „Windows oder OSX ist genauso benutzbar wie Linux“ haben schlicht gelogen.
    Die haben meistens nie Windows oder OSX auf ihrem Rechner installiert und vergleichen dann die Installation eines Betriebssystemes mit dem rumklicken auf einem fertig eingerichteten Rechner.

    Windows?
    Wie installiere ich Software? Ach ich suche die bei Google und führe alles aus? Wo liegen Konfigurationen? Oh Registry und ini-Dateien IRGENDWO? (Sprich: das versteht eh kein DAU jemals!)
    Druckertreiber installieren? inf-Dateien auf Diskette, kryptische Unterverzeichnisse? Welche Datei macht jetzt was? Ach ausführen oder rechtsklick->“installieren“ bringt garnichts?
    Hardwareerkennung führt gefühlt IMMER zur Anzeige „kein geeigneter Treiber gefunden“?
    Start->Beenden?
    Zu Windows hatte ich das auch schon vor langer Zeit mal ausfürlicher geschrieben. Nicht dass OSX irgendwie besser wäre. Da schafft es $dau nichtmal einen Dateipfad zu kopieren, der Dateimanager kann heute noch nicht eine Datei per Tastendruck öffnen oder alá CTRL+C/V/X überall alle 3 Funktionen ausführen (Ausschneiden vom Desktop? Wer braucht sowas schon?)

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    1. bibor

      hätte es vor 10 Jahren schon einfach zu bedienene Linuxe gegeben, wäre ich nicht gezwungen worden mich mit meinem rechner auseinanderzusetzen und wäre damit niemals zu meinem heutigen studium gekommen.

    2. Bernd

      Da stimme ich zu.

      Was mich interessieren würde, was Holgi über MacOSX sagen würde, wenn er es heute das erste mal benutzen würde. Wäre das dann intuitiv?
      Was bedeutet intuitiv schon bei so einer komplexen Materie? Von welchem Wissen muss man ausgehen bei einem User?

    3. holgi Artikelautor

      „Intuitiv“ ist vermutlich das falsche Wort. Besser passen würde „unkompliziert“.

    4. Dr. Azrael Tod

      genau das ist ja der Punkt.
      Die Neuinstallation von OSX auf einem Rechner der mit was anderem ausgeliefert wurde ist nicht „unkompliziert“. Das selbe gilt (etwas schwächer für Installation, stärker für andere Details) für Windows XP.
      Genau das ist es aber was du mit dem reinen rumklicken auf Windows/OSX GUIs vergleichst. „Ich wollte Linux installieren, der Hersteller bot keine Soundtreiber für Linux an und dann konnte es keinen Ton abspielen“ ist halt was anderes als „Ich hab einen PC mit OSX gekauft und er konnte Ton abspielen“.

      Das bedeutet nicht dass Linux vor 10 Jahren der inbegriff von „unkompliziert“ gewesen wäre, oder dem heute auch nur deutlich näher gekommen wäre. (Imho ist es das nicht und SOLLTE ES AUCH NICHT)

      Sich aber hinzustellen und zu rufen „Die Leute die behauptet haben Linux war damals so einfach zu verwenden wie Windows HABEN GELOGEN!“ ist albern.

  3. F33

    Heh, noch ein Eineiiger 🙂

    Ich hatte auch Hodenkrebs mit 21, vor anderthalb Jahren. Ich habe ein bisschen länger gewartet bevor ich zum Arzt gegangen bin, so ca. einen Monat nachdem ich es bemerkt habe, und kann daher die Gedankengänge ein bisschen erklären. Erstmal hat man ja von anderen Krankheiten als ~20-Jähriger die Erfahrung dass die schon wieder weggehen wenn man nichts macht, und man geht eigentlich nur zum Arzt wenn es einem wirklich dreckig geht. Dann hat man ja irgendwie eigentlich nie Zeit für sowas, immer was zu tun und so ein Arztbesuch kommt eben unpassend. Schliesslich liest man bei Wikipedia dass Hodenkrebs nicht weh tut, und wenn es dann ein bisschen zwickt weil die Klöte auf 5cm Durchmesser angewachsen ist beruhigt man sich damit.
    Rückblickend eine ganz schön bescheuerte Denkweise, man schadet sich deutlich mehr als man sich nützt, aber in dem Moment weiss man es halt nicht besser.
    Was ich davon hatte ist dass sich der Krebs schön in meinem Körper bis in die Lunge ausbreiten konnte. Hindsight is 50/50, hätte mir viel Ärger ersparen können. Zum Beispiel musste ich noch eine extra Lungenoperation machen um die Resttumore herausnehmen zu lassen und Lungenoperationen sind ja auch nicht so lustig.

    Warum Chemo funktioniert: Mir wurde damals erklärt dass Chemo quasi Zellen kaputtmacht die schnell mutieren und sich teilen, wie eben Krebszellen. Von daher sind Schleimhäute und Immunsystem auch angeschlagen und die Haare fallen aus. Inwiefern was jetzt genau welche Chemikalien angreifen ist hochkomplex, und warum Hodenkrebs jetzt genau so gut auf Chemo anschlägt und sonstige Krebsarten weniger ist eine Frage an der Millionen Leben hängen und die einige gerne gelöst wüssten.

    Chemo macht auch die komischsten Sachen. Ich hatte danach ’ne andere Barthaarfarbe, plötzlich lockige Haare und andere Allergien als vorher. Kotzen musste ich auch nicht, das liegt an den modernen Antikotzmitteln die man so bekommt, da hat’s im letzten Jahrzehnt noch ein paar Entwicklungen gegeben 🙂 – hab mich dann halt die ganze Zeit gefühlt als müsste ich fast kotzen, ob das jetzt so viel besser ist weiss ich auch nicht. Je mehr Chemo man macht desto schlimmer wird das, bei Hodenkrebs macht man ja so 3×3 Wochen, bei anderen Krebsarten durchaus mehr, das stelle ich mir nochmal deutlich schlimmer vor.

    Das mit der Unsterblichkeit die plötzlich weg ist hatte ich auch. Ich finde das aber auch ganz gut so dass man mal gezwungen wird seine Prioritäten im Leben zu überdenken und mal etwas weniger arbeitet und allgemein das Leben mehr wertschätzt und geniesst. Eigentlich ist das ganz cool, mal eine ganze Weile aus dem sonstigen Leben herausgerissen zu werden. Ich habe dann aber doch direkt anderthalb Monate nach der Chemo wieder Klausuren geschrieben über Fächer die ich in dem Chemo-Semester nur in der ersten Hälfte besucht habe… 😉 wie ihr auch bemerkt habt, man fällt dann halt irgendwann doch so ein wenig zurück in die alten Muster, ich versuche da gerade immer noch aktiv gegen anzukämpfen.

    Was ich nochmal betonen will: In den 70ern sind alle mit Hodenkrebs einfach mal verreckt und heute stirbt in der zivilisierten Welt quasi keiner dran. Und die 70er sind nun wirklich nicht lange her. Das finde ich schon mal verdammt cool.

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  4. thf

    Schön, dass es hier wieder weiter geht, das waren ein paar Interessante Gespräche 🙂

    Ach ja: Das „Ubuntu-Desktop-Installations-Problem“ dürfte z.T. darin begründet liegen, dass für verschiedene Desktopumgebungen jeweils offizielle Derivate existieren, mit eigenen Installationsmedien. Solltest du z.B. XFCE, oder LXDE wollen (die für nicht ganz so leistungsfähige Rechner gedacht sind), könntest du beim nächsten Mal gleich Xubuntu bzw. Lubuntu installieren.

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    1. Christoph

      Dabei gibts, auch nachträglich, überhaupt kein Problem, außer dass einem eventuell der Speicherplatz auf einer zu knapp bemessenen Systempartition ausgeht.
      Die jeweils anderen Desktop-Umgebungen der Ubuntu-Derivate (mit Anfangsbuchstaben U,K,X,L,…) lassen sich, wie andere Software auch, über „Ubuntu Software Centre“ nachinstallieren.
      Beim Login (am Window Manager LightDM) kann mit Klick auf das kleine Symbol, oben rechts über der Passworteingabe, die jeweilige Desktop-Umgebung ausgewählt werden, in der die Sitzung starten soll. [Das hätte Holgi bei der Gelegenheit übrigens gleich dazu sagen können :)]

  5. Alex

    Zu dem Organspendeausweis: Ich meine mal gehört zu haben (ganz recht, eigentlich habe ich nicht die geringste Ahnung) dass so ein zentrales Register abzufragen uU zu lange dauern könnte und zu aufwendig wäre. Im Idealfall finden die zuständigen Ärzte oder wer auch immer dieses Kärtchen halt schneller bei Dir, als sie so eine PC-gestützte Abfrage starten können und Zeit ist bei der Angelegenheit von größter Bedeutung, weil Organe ja nunmal ein..eh.. sehr knappes MHD haben.

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    1. Dr. Azrael Tod

      Das würde ja nicht daran hindern beides parallel zu ermöglichen. Sprich: wer seinen Ausweis dabei hat ist toll, wenn nicht kann halt trotzdem nachgeschlagen werden.
      Bis vor kurzem war es halt so dass die meisten Leute gar keinen Ausweis ausgefüllt hatten und selbst bei denen die das mal irgendwann getan hatten, dieser entweder nicht rechtzeitig auffindbar oder ganz verloren war. In dem Fall bleiben dann höchstens noch Verwandte die man nach dem Tode befragen könnte was mit der Leiche geschehen darf. Das ist aber auch nicht immer genau das was man Leute fragen will deren Angehöriger gerade verstorben ist.

      Übrigens ist zumindest besserung in Sicht, Zitat:

      Seit dem 1. November 2012 sind die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen verpflichtet, im Rahmen der so genannten Entscheidungsregelung alle Krankenversicherten ab 16 Jahren alle zwei Jahre nach ihrer Einstellung zur postmortalen Organspende zu befragen. Die Elektronische Gesundheitskarte soll auf freiwilliger Basis zur Speicherung der Angaben verwendet werden können.

  6. Clemens

    Ich vermute ja, dass Versicherungen autonomes Fahren eher skeptisch begutachten … Wie sieht es im Falle eines Unfalles mit der Schuldzuweisung aus …? Wahrscheinlich müssten die Autohersteller (oder deren ausgelagerte Software-Abteilungen) für Schäden haften …

    Möglicherweise wird die Zukunft des Autofahrens aber daraus bestehen, tausende Kilometer gelangweilt mit der Hand über dem Notausschalter zu verbingen, natürlich stets in voll fahrfähigem Zustand … Ans Auto, das mich betrunken nach Hause fährt, glaube ich nicht …

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    1. Christoph

      Was die Versicherungen betrifft vermutest Du falsch, denn die haben die Haupt-Unfallursache schon vor ewigen Jahren ausgemacht: riskantes (= der Situation nicht angepasstes) Fahrverhalten.
      Technisches Versagen spielt bei Verkehrunfällen so gut wie keine Rolle (und wer was anderes behauptet: eure Ausreden hat euch damals schon der Fahrlehrer zu Recht nicht geglaubt).
      Wenn versagende Technik also zukünftig das einzig verbliebene Restrisiko im Straßenverkehr wäre, würden im Vergleich zu heutigen Zuständen (immer noch jährlich tausende Verletzte und Tote, dutzende Milliarden € Schäden) quasi keine Unfälle mehr passieren. Dass man die verbliebenen 3 Leutchen, die es dann noch erwischt, natürlich ganz groß an die Glocke hängen würde, gehört einfach zum Spiel.

  7. Pascal

    Eeeendlich wieder Ferngespräche! Ist und bleibt einfach dein spannendstes Format, allerdings ist der Aufwand wohl auch der Größte.

    Auch herzlichen Glückwunsch zum reibungslosen technischen Ablauf 😉

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    1. holgi Artikelautor

      Dankedanke 🙂

      Es ist in der Tat die aufwendigste und (psychisch) anstrengendste Produktion.

    2. MadManniMan

      Oh ja!

      Ich hatte schon überlegt, dreizehn Stufe-9-Schlösser an Holgis Mopped zu klemmen, auf dass er von allein darauf komme, dass das die Aufforderung ist, künftig wieder Ferngespräche zu machen, sonst.

  8. pmtmp

    Bezüglich DKMS:
    Interessant zu hören, welche Unannehmlichkeiten die periphere Entnahme mit sich bringt. Ich habe vor knapp 2 Jahren per OP gespendet – hätte ich wählen können, hätte ich aber auch lieber Dialyse gemacht. Nach dem Interview bin ich nun nicht mehr sicher, ob das wirklich angenehmer gewesen wäre. 😉

    Die Auswahl, wer von den angeschriebenen Personen spenden soll, wird übrigens anhand einer Untersuchung der HLA-Merkmale getroffen. Bei der ersten Typisierung werden diese nicht komplett bestimmt, weil das zu teuer wäre. Wenn man anhand der typisierten Merkmale als Spender in frage kommt, wird eine detaillierte Typisierung vorgenommen. Erst danach kann man endgültig sagen, welcher potentielle Spender am besten mit dem Empfänger übereinstimmt. So habe ich es zumindest in Erinnerung…

    Die Entnahme wird laut DKMS-Homepage zu 80% peripher durchgeführt. Knochenmarkentnahme per Operation wird wohl bei bestimmten Erkrankungen des Patienten durchgeführt. Mir wurde damals außerdem gesagt, dass diese Methode bevorzugt wird, wenn die Spende für ein Kind ist. Den genauen Grund dafür habe ich leider vergessen.

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    1. Andre

      Ich habe vor knapp 2 Jahren und vor einem Jahr gespendet. Ich glaube schon, dass die Spende per Dialyse schonender für den Spender ist. Außerdem wird das Risiko minimiert, da keine Narkose etc. nötig ist.

      Die von Christian beschriebenen Nebenwirkungen kann ich nur zum Teil bestätigen. Das ich nur 5 Tage spritzen musste, verbuche ich mal unter medizinischem Fortschritt, da es bei ihm etwas länger her ist. Obwohl ich sehr empfindlich auf Schmerzen reagiere und sehr schnell zu Kopfschmerztabletten greife, habe ich während der „Anreicherungszeit“ keine der mitgegebenen Ibuprofen angerührt. Trotz doppelter Dosis (bedingt durch meine Körpergröße) hatte ich nur leichte Knochenschmerzen und am ersten Tag etwas Unwohlsein. Zu großartigen sportlichen Aktivitäten hätte ich mich sicherlich nicht aufraffen können, aber das war es dann auch an Nebenwirkungen.

      Beim zweiten Mal musste ich nur Leukozyten spenden, um den Empfänger nochmal mit einer Ladung Abwehrstoffe zu versorgen, da noch eigene Stammzellen in seinem Blut vorhanden waren. Auch hier ging es, wie beim zweiten Anlauf von Christian, sehr schnell. Da es nur eine Leukospende war, blieben mir die Spritzen erspart.

      Das Spender und Empfänger später miteinander in Kontakt treten können, funktioniert nicht in allen Ländern. Bei mir lässt es das Transplantationsgesetz des Empfängerlandes nicht zu.

  9. Fabs

    Ich war damals in der Ausbildung zwei Wochen in Auschwitz,
    Es war Grade der 60 Jahrestages des 1. Transports dort hin, daher hatten wir die Gelegenheit dort mit Zeitzeugen zu reden. Wir wurden dort von einem Berliner Historiker begleitet. Ich kann dem nur zustimmen das man erst Abends oder später begreift was dort passiert ist, welche Dimension das alles hatte.
    Im Vergleich zu diesen obligatorischen Schulbesuchen im KZ war es 1000x Lehrreicher.

    Klasse mal wieder Ferngespräche gehört zu haben.
    Das rundet dein Programm sehr gut ab.
    Gruß Fabs

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  10. BamChiBam

    Holgi,
    danke fuer deinen zeitlichen & psychischen Aufwand.
    Danke fuer eine weitere, sehr interessante Folge WRINT Ferngespraeche. Die freie Themenwahl beim Bluemoon oder der Lateline mit dir ist auch immer sehr gut, nur da gibt’s ja immer ein festes Zeitfenster (Nachrichten, Sendungsende, weitere Anrufer in der Warteschleife, etc.).
    Bei den Ferngespraechen kann einfach weiter ausgeholt werden bzw. noch einmal mehr nachgehakt werden.
    Merci

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  11. Jonas kindler

    Der Tobi hat ein paar Dinge verwechselt was Energiegewinnungswege im Körper angeht. Anaerobe Energiegewinnung findet vor allem bei kurzen Läufen statt. Zuerst Gewinnt der Körper dabei Energie aus seinen sofortreserven (Bestehend aus Phosphaten) das hält knapp 10 Sekunden. Danach beginnt der Körper Zucker zu Spalten, wobei die Milchsäure entsteht von der Tobi gesprochen hat (Abfallprodukt welches in Muskel und Blut zwischengelagert wird). Nah etwa einer halben Stunde steigt der Körper auf Sermone Energiegewinnung um bei welcher Sauerstoff verwendet wird um Fette zur Energiegewinnung zu verwerten. Wenn man abnehmen will lohnt es sich deshalb vor allem dann zu joggen, wenn man mehr als eine halbe Stunde läuft. Das Ziel beim Marathon Training ist es jetzt, zwischen aerober und anaerobe Schwelle zu laufen. Das besondere an diesem Zustand ist, dass genau so viel Milchsäure produziert wird, wie der Körper noch verarbeiten kann, ohne das die Muskeln lahmgelegt werden. Das nennt man dann Übersäuerung, kennt denke ih fast jeder und fühlt sich eigentlich genau so an wie es klingt

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    1. Jonas kindler

      Ich hoffe das war halbwegs verständlich. Sorry für die Rechtschreibung, ich musste am Handy tippen

  12. bibor

    „es kann mir keiner erzählen, dass das technisch nicht möglich ist“
    Dann probier ichs mal.
    Es ist in dem maße wie ihr es beschreibt zwar Grundsätzlich technisch möglich und es gibt dafür auch proofs of Concepts zum Beispiel von Google, wie ihr erwähnt habt (darpa challenge googlen). Es gibt aber bis jetzt wenig modelle, die zuverlässig auf großen Zeitraum mit einem angemessenen (finanziellen) Aufwand funktionieren könnten.
    Bei einem Auto ist das Problem, dass es auf 20 + Jahre konzipiert ist, das heißt alle komponenten müssen einigermaßen Robust gebaut werden. Wie viel die technik, die heutige (Teil-)Autonome Fahrzeuge kosten würde, wenn sie auf den lebenszeitraum eines Autos skaliert werden müsste, wissen wohl Raumfahrtunternehmen am besten. Desweiteren muss man die Boardcomputer und Kommunikationsschnittsellen aktualisierbar auslegen, da man nicht die nchsten 40 Jahre das selbe Protokoll für z.B. die peer-to-peer kommunikation benutzen möchte.

    Und außerdem gelten zwei alte Regeln auch für Boardcomputer: Je komplexer der Code wird, desto fehleranfälliger wird er. UND Die ersten release von updatebarer software funktionieren nicht.

    Früher oder später werden autonome Autonome Autos ialtagstauglich, aber davon is die Forschung noch weit entfernt.

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    1. bibor

      Nachtrag:
      Malware ist natürlich auch ein Problem, das sich nicht so einfach lösen lässt.

  13. Christian Berger

    Ich denke eine Sache ist wichtig beim Interaktionsdesign. Es gibt keine Einheitsgröße. Es gibt immer bestimmte Umgebungen in denen ein bestimmter Kontext existiert. Eine Software zu machen, die für alle interaktiv zu benutzen ist wird es nicht geben, oder sie spricht einfach nur den kleinsten gemeinsamen Nenner an. Das wäre so wie ein Podcasterstellungsprogramm bei dem es 2 Tasten gibt: Aufzeichnen und Publizieren. So was funktioniert nicht, da ernsthaftere Podcaster das auch mal schneiden wollen, oder andere merkwürdige Sachen machen wollen.

    So muss man auch die Linuxkonsole sehen. Wenn man einmal die paar wenigen Konzepte darin gelernt hat, und man muss ja auch am Mac lernen was eine Maus ist, dann hat man was wie Lego. Man hat keine Bausteine, die man aneinanderklipsen kann, das hällt dann und man kann damit tolle Sachen machen. Wäre Lego von einem (schlechten) Interaktionsdesigner gemacht worden, so wäre in der Schachtel einfach ein vollständiges Haus drin. 🙂

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  14. Christian Berger

    Ach ja die Autofirmen gehen ja schon wegen ihren Mist pleite. Das Problem ist nur, dass wir in Deutschland sonst nichts mehr haben. Wir stellen in Deutschland kaum mehr was anderes als Autos und Rüstungsgüter her. Es wird auch sonst nichts mehr entwickelt.
    Es gibt übrigens schon solche autonomen und pseudoautonomen Fahrzeugsysteme. Die nennen sich Busse und Bahnen.

    Wir konnten damals in Bayern ORF1 empfangen. Das war auch deutlich besseres Fernsehen. Zum Beispiel hatten die Vorschulsendungen wie „Am Dam Des“. Der Clown zum Beispiel ist Heinz Zuber ein renomierter Schauspieler. Der Pianist war Norbert Pawlicki, ein berühmter Konzertpianist. Die ganze Sendung wurde live produziert mit einem vermutlich winzigen Budget.
    http://www.youtube.com/watch?v=AwXm_L5aMvE
    Die Einschaltquote muss wohl so um die 90% gewesen sein, denn in Österreich gab es nur 2 Sender, und den zweiten konnte man damals auch noch nicht überall einwandfrei empfangen. Bei uns in Bayern konnten wir irgendwann mal ORF2 mit einer Zimmerantenne stark verrauscht empfangen, wenn sie an einer bestimmten Stelle im Wohnzimmer war.

    Der ORF war auch dafür berühmt, dass er US-amerikanische Sendungen eher zeigte. Beispielsweise gab es „Knight Rider“ eine Sendung über einen Mann und sein sprechendes Auto. Das gab es damals nicht in Deutschland, nur auf RTLplus einem luxemburgischen Fernsehsender in deutscher Sprache.

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  15. Timo

    Zur Aufklärung bzgl. wie heißt der Raum zur Samenspende: mein Anlass ist weitaus weniger dramatisch. Bei mir ging es nur um eine Fruchtbarkeitsuntersuchung wegen Kinderwunsch.
    Der Raum in meiner Kinderwunschpraxis heißt Herrenzimmer

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  16. Canaan428

    Kam es nur mir so vor oder kann es sein, dass Holgi Ubunu gar nicht installiert hat, sonder nur vom Stick aus benutzt hat? Klang für mich zumindest so, könnte dann die Ruckler erklären oder das Notebook war einfach wirklich sehr alt.
    Ich habe zumindest meiner Mutter einen alten Rechner mit Ubuntu eingerichtet und sie hat seid dem keine PC Probleme mehr (damals von XP auf Ubuntu gewechselt).

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  17. Lilli

    Daniel, falls du das hier liest. Zum Thema Schuluniformen würde mich interessieren, ob die Theorie stimmt, bzw. wie du es erlebt hast: Wenn Menschen nicht mehr aufgrund ihrer Kleidung (und damit einhergehend auch Statussymbole) in der Schule gehänselt werden, wird dann mehr auf Persönlichem rumgehackt, z.B. Gewichtsprobleme, Hautprobleme, Gesichtszügen etc.?

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  18. Tobi

    Hier noch was zum automatischen Abstand halten und ICE:

    Erstmal, das einzige wovon sich der ICE von einem Nicht-ICE unterscheidet ist Marketing. Sieht flott aus, ist eine „im Betrieb nicht trennbare Einheit“ (ICE 2, 3, T und TD sind kuppelbar, aber das ist was anderes), aber unter der Haube steckt die selbe Sicherheitstechnik wie in *fast* jedem anderen Zug: LZB oder in Zukunft™ ETCS.

    Der von Holgi beschriebene Fall von einem automatisch mit dem Zug mitwandernden „Stopp-Ereignis“ am Zugschluß ist der feuchte Traum jedes Eisenbahners. Wurde sogar schon spezifiziert und nennt sich ETCS Level 3. Die Technik dazu ist aber laut WP „noch zu entwickeln“. Aktuell sieht es in Deutschland so aus, dass es feste Blöcke gibt und in jedem Blockabschnitt nur ein Zug sein darf. Diese Blöcke sind durch Signale begrenzt. Auf Strecken mit Linienzugbeeinflussung (z.B. Hochgeschwindigkeitsstrecken wie Köln – Frankfurt) können die Blöcke auch virtuell sein, aber es sind nach wie vor ortsfeste Ereignisse. Mit dem Auto vergleichbar wäre es so, als ob auf der Autobahn alle 200 Meter eine Ampel steht und sich zwischen zwei Ampeln immer nur ein Fahrzeug aufhalten darf. Leider nicht sehr praktikabel…

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    1. holgi Artikelautor

      Hm. Dann hatte ich das damals wohl missverstanden. Schade, klang so modern 🙂

  19. anwin

    Seltsamer Zufall, dass ich mich genau mit dem Thema Hodenkrebs eigentlich auch für die Sendung melden wollte, aber den Termin verpeilt hab. War auf jeden Fall mal interessant zu hören, wie jemand anderes damit umgeht.

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  20. Sandra

    Klasse Folge! Ich bin grade mitten in meiner Promotion in Großbritannien und komme kaum dazu, groß was fachfremd zu lesen, aber (deine) Podcasts sorgen dafür, dass ich nicht vollkommen versumpfe. You’re keeping me sane! Danke dafür.

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  21. Benjamin

    Das Hodenkrebs von den Betroffenen oft aus Scham verdrängt wird und diese viel zu Spät zum Arzt gehen hat mir einmal eine Bekannte bestätigt die als Röntgenassistentin tätig ist. Kurz danach hatte ich selber einen mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt wegen Herzproblemen was ich aber gut überstanden habe. Dadurch wurde ich aber nochmal Wachgerüttelt und achte jetzt auch etwas mehr auf meinen Blutdruck .
    Ich denke das in der Vergangenheit zu wenig über diese Krebsart Gesprochen wurde. Ich erinnere mich an eine Schlagzeile im Feuilleton einer Tageszeitung irgenwann 1995 oderso. Der Artikel ging um irgendein Theaterstück und hatte die Überschrift: „Ho Ho Ho… Hodenkrebs.“
    Das hat sich irgendwie bei mir eingebrannt weil ich das so makaber und witzig fand. Ich erinnere mich das in diesen Jahren alle über AIDS aber niemand über Hodenkrebs gesprochen hat.

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