WR172 Prostitution

wrint_ortsgespraeche_200Ich habe mit Carmen Amicitiae geredet. Die ist Prostituierte und bietet ihre Dienste im Rahmen eines unabhängigen Escort-Service feil. Und zwar freiwillig und mit Freude an der Sache.

Shownotes von @evitabley, Melman (@Maestro_Bodo), @Quimoniz

41 Gedanken zu „WR172 Prostitution

  1. Svenja

    boah ist das anstrengend, wie oft du die frau unterbrichst, um ihr deine deutungsnuancen aufzudrängen, holger.

    trotzdem zu ende gehört. interessante einblicke.

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    1. holgi Artikelautor

      Ich dränge nix auf, ich bin unfähig, Dinge zu verstehen, wenn ich sie nicht zu meinen Worten werden lasse. Und manchmal bin ich zu unkontrolliert dabei :/

    2. gaudee

      Ich empfand Holgis „Unterbrechungen“ nicht als besonders auffällig. Daher war es für mich auch nicht störend.

      Eine interessante Sendung war das, danke.

  2. jEN

    Hochinteressantes Gespräch, danke! Wie immer schön, dass Holgi auch die eher „hardwarenahen“ Fragen nicht auslässt.

    In den Shownotes würde ich nochmal den Gesprächspartner prüfen 😉

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    1. Tarik

      Belle de Jour ist ein Film von Luis Buñuel.
      Dank, für diese und andere Sendungen!

  3. Patrick H.

    Hallo! Unglaublich spannendes Gespräch mit einem hochinteressanten Einblick, vielen Dank dafür!

    Ich habe da gerade ein sehr konkretes Anliegen und auch wenn es mir unangenehm ist, möchte ich hier auf eine parteipolitische Debatte aufmerksam machen, die innerhalb der Grünen (deren Mitglied ich bin) derzeit im Vorfeld des Wahlprogrammparteitags am kommenden Wochenende geführt wird.

    In einem Änderungsantrag ans Wahlprogramm ( https://t.co/suJk69AKWI ) werden einige, in meinen Augen sehr weitreichende, Forderungen in Bezug auf Prostitution erhoben, die einer sachlichen Betrachtung bedürfen. Im Blog des bayerischen Landesvorsitzenden wird dazu leider IMHO etwas voreingenommen debattiert (Debatte zum Thema ist weiter unten): http://blog.dieter-janecek.de/2013/04/18/kriegserklarung-und-gauweiler-2-0/.
    Eine Perspektive der Betroffenen fehlt dabei völlig.

    Ich würde mir wünschen, wenn die Debatte dort um sachliche Argumentation bereichert wird, die keine solch fatalistische Grundannahmen beinhaltet, einfach um die Augen dafür zu öffnen, dass „einfache Lösungen nicht unbedingt die guten Lösungen sind“. 🙁
    Wer sich also beteiligen mag …

    Holgi, falls du diesen Querverweis auf diese Debatte unangebracht findest (könnte man ja als shameless Plug betrachten), geh ich davon aus, dass du das hier entsprechend diskret dropst. In dem Fall: Sorry für die Umstände..

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    1. Morrrk

      „…the outstretched mic-holding hand“, ne? 😉

      Als ich gestern Abend gleich 3 neue Wrintcasts vorfand, fragte ich mich, wann ich das denn alles anhören soll. Und keinen Tag später ist schon alles abgearbeitet… Das ist als Lob an Holgi zu verstehen, sowie als Dankeschön fürs abwechslungreiche Programm!

  4. Clemens

    Mit »Ich will eine Schmerztablette, die schon beim Schlucken weh tut …« und »Amboss, der Kontrollator« steht Otto bei näherer Betrachtung dem feinen Humor von Loriot in sehr wenig nach, wenn auch die Form der Darbietung nicht jedermanns Sache ist …

    ***

    Das Feinste an Jean Michel Jarre-LPs war nicht die Musik, sondern die Auflistung des verwendeten Instrumentariums … macht übrigens schöne iPod-Docking-Systeme, der Jean Michel …

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  5. Bjoern

    Mich hat Carmen mit ihrer Einstellung zu Prostitution nicht überzeugt. Sie hat ja mehrmals betont, dass sie in einer Blase von intellektuellen Edelprostituierten lebt. Ich kann mir aber kaum vorstellen dass man einer Frau die bis zu 10 Kunden pro Tag in einem Flatrate Bordell bedient eine ähnlich liberale Meinung abkauft, wenn sie diese überhaupt vertritt. Vielleicht könnte Holgi mal eine Sozialarbeiterin, die sich um Sexworker kümmert für ein Gespräch einladen, deren Einschätzung fände ich glaubhafter.
    Soweit ich die Situation aus Zeitungsartikeln kenne hat das Prostitutionsgesetz von 2001 wohl zu einer Vergrösserung des deutschen Prostitutionsmarkts geführt, weil durch die Legalisierung sich mehr Männer trauen zu Prostituierten zu gehen. Die gesteigerte Nachfrage wird aber nicht von mehr Frauen wie Carmen bedient sondern hat die Ausweitung kriminell ausbeuterischen Strukturen gefördert die auch schon vor 2001 im Geschäft waren. Da besteht anscheinend dringend Handlungs- und Nachbesserungsbedarf.
    Mich als jemand der nur mit Amateuren im Bett war hätte ja mal interessiert was denn der unterschied ist wenn man Sex mit jemanden hat, der das professionell macht. Also finden Männer den Sex mit ihr besser als mit normalen Frauen? Wie geht sie mit jemandem um der keinen hoch bekommt oder gar nicht kommt? Ich finde sie hätte mal ein bisschen Werbung machen sollen warum man zu Prostituierten gehen soll, wenn man auch so unverklemmten Sex bekommt. Bei mir und auch im Freundeskreis kommt es immer mal wieder zu Unfällen mit Kondomen, das Ding platzt oder rutscht ab und steckt irgendwo in der Frau, dass wars dann mit dem Schutz. Ich weiss dass kann man vermeiden wenn man die richtige Kondomgrösse benutzt. Hat sie immer mehrere Grössen da?

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    1. Alfred

      dann bin ich zumindest nicht der einzige hier der ähnlich denkt: meiner Erfahrung nach geht der durchschnittskonsument z.b. in 50Euro pro komplettangebot-Asia-Puff und ob das die Erstrebenswerte Kariere für Frauen ist würde ich bezweifeln. Edel-Prostituierte minderheiten die liberalisierung fordern unterstützten nunmal zwangsläufig auch die Liberalisierung im vieleicht 95% abdeckenden Billig-Segment und ob das da so viel verbesserung bringen würde ist ja wohl fraglich .
      Besonders unglücklich fand ich übrigens Carmens kommentar zu der hypotischen Prostituierten die ihre Drogen bezahlen „muss“… muss sie ebend nicht solche Frauen gehören mit Sozialarbeitern flächendeckend unterstützt in die Entzugsklinik begleitet und nicht ins Bordell, Ausserdem sind diese Drogen illegal!!! das Anschaffen zu legalisieren um für die Dealer das geld für 100fach überteuerten dreckigen Stoff besser besorgen zu können ist da ja wohl die falscheste herangehensweise überhaupt…

    2. Patrick H.

      Richtig, Alfred, die richtige Herangehensweise wäre nämlich, die KonsumentInnen von Drogen nicht unnötig zu kriminalisieren – vor allem auf eine wissenschaftlich kaum nachvollziehbare, willkürliche drogenpolitische Argumentation gestützt.

      Denn NUR, wenn man entkriminalisiert, kann man überhaupt Menschen mit Hilfsangeboten vernünftig erreichen. Das gilt sowohl für den Drogenkonsum, als auch für nicht selbstbestimmt nachgegangener Prostitution.

    3. uniquolol

      @bjoern:
      „…Mich hat Carmen mit ihrer Einstellung zu Prostitution nicht überzeugt. Sie hat ja mehrmals betont, dass sie in einer Blase von intellektuellen Edelprostituierten lebt. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass man einer Frau, die bis zu 10 Kunden pro Tag in einem Flatrate Bordell bedient, eine ähnlich liberale Meinung abkauft, wenn sie diese überhaupt vertritt. Vielleicht könnte Holgi mal eine Sozialarbeiterin, die sich um Sexworker kümmert für ein Gespräch einladen, deren Einschätzung fände ich glaubhafter. (..) Die gesteigerte Nachfrage wird aber nicht mehr von Frauen wie Carmen bedient, sondern hat die Ausweitung von kriminell ausbeuterischen Strukturen gefördert…“

      Danke! – Dies waren exakt auch meine Gedanken nach diesem Ortsgespräch…

    4. Carmen

      Die Frage ist doch, Björn, wovon wolltest du überzeugt werden? Geht es dir tatsächlich darum, deine Vorurteile zu hinterfragen oder doch eher darum, sie bestätigt zu bekommen? Warum sprichst du von mir im Unterschied zu normalen Frauen?

      Selbstverständlich agiere ich aus einer bestimmten Soziosphäre heraus. Das aber tut jeder Mensch, auch du, auch die Solzialarbeiterin, die du reden hören möchtest. Sie ist in ihrer Arbeit primär auf die sozialen Problemfällen fokussiert und nicht auf emanzipierte Huren wie mich und meine KollegInnen, die mit mir für die Rechte von Sexarbeitern kämpfen. (Das sind übrigens nicht nur High-Class-Escorts, sondern auch Straßenprostituierte, Bordellprostituierte, Wohnungsprostituierte, Call-Boys und -girls, Tantramasseure, Performancekünstler, Tänzer, Sexualbegleiter, Pornodarsteller und Dominas. Das alles ist Sexarbeit.) Daher wird das Bild einer Sozialarbeiterin von Prostitution ein anderes sein als meines und das meiner KollegInnen.

      Aber selbst die Sozialarbeiterin (sofern du nicht gerade bei SOLWODI nachfragst) wird dir bestätigen, dass es selbstbestimmte Sexarbeit gibt, die unter gesellschaftlichem Stigma und rechtlicher Diskriminierung leidet, und dass es den Betroffenen von Gewalt und Ausbeutung nicht hilft, Prostitution zu moralisieren, zu verdrängen oder zu verbieten. Sozialarbeiter sind im Gegensatz zu den Mainstream-Medien überwiegend in der Lage, das Thema Postitution differenziert zu betrachten und darzustellen. Sie wissen, dass Menschenhandel, Sklaverei, Zwangsarbeit und Prostitution keine Synonyme sind und dass die Zunahme von Prostituierten aus Bulgarien oder Rumänien nicht mit Gewalt und Zwang, sondern mit der EU-Osterweiterung zu tun hat.

      Die kommen im Pussyclub arbeiten, weil sie das nach § 2 Freizügigkeitsgesetz dürfen, weil Prostitution in Deutschland legal ist und sie hier besser verdienen, als in ihrem Heimatland. Betroffene von Menschenhandel konnte die Polizei in den Pussyclubs nicht finden. Man hat lange nach einem Schließungsgrund gesucht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Letztlich wurden die Clubs wegen „Verunreinigungen im Pool“ dicht gemacht und die Frauen, die dort sicher gearbeitet und ihren Lebensunterhalt verdient hatten, haben ihren Arbeitsplatz verloren.

      Wo es aber wirklich Menschenhandel gibt, da wird es nicht interessieren, ob Prostitution erlaubt oder gesellschaftlich anerkannt ist oder nicht. Kein Menschenhändler wird denken: „Hm, jetzt hab ich die Frau hierher gelockt und ihr die Papiere abgenommen, damit sie abhängig ist und für mich Geld verdient. Aber zu Sex gegen Geld kann ich sie nun leider nicht mehr zwingen, weil das verboten ist.“ Kriminelle interessieren sich nicht für Gesetze. Wer sich aber für Gesetze interessiert, das sind wir, die wir Prostitution selbstbestimmt ausüben. Wir werden durch völlig überzogene und zum Teil absurde gesetzliche Reglementierungn in unserer Arbeit behindert, weil Menschen nicht zwischen Menschenhandel und Prostitution differenzieren. Dabei prostituiert sich ein Mensch, der gegen seinen Willen zu Sex gezwungen wird, nicht, sondern ist Opfer von Nötigung/Vergewaltigung. Die aber ist nach §177 StGB immer und gegenüber jedem Menschen verboten. Ein Recht auf Nötigung/Vergewaltigung kann nicht erkauft werden, auch nicht von einer Prostituierten!

  6. Stefan

    Und wieder einmal verblüfft Holgi mit Themenwahl und Gesprächspartner.
    Dickes Lob und vielen Dank für einen hochinteressanten Podcast!

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  7. Simon

    Das Ganze war ein sehr spannendes Thema. Ich hoffe du sprichst in der Zukunft auch mit anderen Frauen und auch Männern die evtl. nicht in dieser „oberen Schicht“ arbeiten.

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  8. Guy Incognito

    Danke für diesen Podcast.

    Für mich ist noch nicht ganz klar geworden, wie man den Spaß der Dienstleisterin an der Sache deuten soll. Also ob sich der Spaß aus den Gefühl ergibt, jemanden glücklich gemacht zu haben oder ob die Tätigkeit („vögeln“) an sich der Dienstleisterin Freude bereitet.
    Mir erscheint es bei Erzählungen wie dieser immer so, als wäre es einfach eine soziale Art, jemandem Freude zu bereiten und daraus dann seine Befriedigung zu ziehen und nicht unbedingt durch orale / vaginale / anale Penetration.
    Quasi wie ein Friseur, der einem Kunden mit schuppigen und fettigen Haaren den Kopf wäscht, ihm eine stylische Frisur verpasst und sich dann am Ergebnis erfreut.

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  9. jjm

    Insgesamt Hammer tolles Interview

    als voyeuristischer Hörer hätte man sich natürlich für ein paar Mehr Arbeits-Details interessiert, natürlich ohne zu persönlich zu werden . Ganze TV Sendungen haben einmal davon gelebt (keine Ahnung, denen sind wahrscheinlich die Themen ausgegangen)

    Leider ist das Thema wahrscheinlich wenig viral.

    Holgi, bringt das doch mal in der Night-Line.

    äh, stimmt, die hat auch keine Reichweite.

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  10. thf

    Übrigens widmet sich in der dritten Staffel von Borgen (dt. „Gefährliche Seilschaften“) eine Episode genau diesem Thema: nach einem Vorfall soll Prostitution bzw. die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen in Dänemark verboten werden. Die Hauptfiguer bzw. ihre Partei kommt allerdings auf die Idee auch mal die Prositutierten zu fragen und es tritt dann tatsächlich auch eine Dame auf, die einer Art Verband oder so vorsteht und sich als „Sex Worker“ (oder ‚Sexarbejder‘?) bezeichnet. Es kamen viele Dinge vor, die ihr auch im Gespräch abgehandelt habt und es zeigt vielleicht auch ein bisschen, dass das auch in anderen Ländern ein Thema ist; Dänemark ist zwar neben an, aber es redet fast keiner drüber, scheint mir.

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  11. chrysophylax.de

    Sehr schöne Folge – vielen Dank euch beiden dafür. Ich hatte zwar das Gefühl, dass das Ganze noch „relativ“ oberflächennah ging und einige wirklich spannende Fragen und Geschichten zu Details des Arbeitsalltags nicht thematisiert wurden und das Ganze doch relativ nah an der Oberfläche dessen blieb, bis wohin der Blick des Ottonormalbürgers so reicht, das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich selbst einfach zu viele Dienstleister in ähnlichen Gewerben persönlich kenne und mir Vieles als „Normal“ bis „Alltag“ vorkommt.

    Andererseits: Wenn man diese WRINT-Folge mit dem CRE zu Pornographie vergleicht, so fällt doch angenehm auf, dass Holgi sich bei weitem nicht so scheut wie Tim Kinder beim Namen zu nennen und nicht ständig um den heißen Brei herumredet – und auch seine Gesprächspartnerin zeigt, dass sie nicht nur gefleechte Konversation, sondern auch Klartext beherrscht.

    Nochmal vielenvielen Dank euch beiden.

    Noch so ein Gedanke hintendran: Ganz Germanien beschwert sich immer über die ständig nachlassende Qualität der Dienstleistungsbranchen – und gerade diese ganz spezielle Sparte ist das perfekte Gegenbeispiel dafür, dass es auch anders geht. Ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die sich wirklich alle erdenkliche Mühe geben, die Wünsche der Kunden zu erkennen und zu erfüllen wie die im sexuellen Dienstleistungsgewerbe. Die meisten der Herr- und Damschaften sind ihren Stundenlohn daher wirklich wert….

    chrysophylax.

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  12. Daniel

    Ich fand diese Folge hoch interessant und denke, dass ich jetzt mehr über dieses Berufsfeld weiß, auch wenn Carmens Erfahrungen möglicherweise die aus einer „Blase“ sind (aber sind das nicht nahezu alle persönlichen Erfahrungen?).

    Und, Holgi, Du hast jetzt sicher gegenüber den meisten anderen Männern einen klaren Vorteil: wenn Du Deiner Liebsten sagst: „Ich war nur bei der Dame, um zu reden.“ hast Du deutlich größere Chancen, dass Dir geglaubt wird, als der Rest der Kerle 😀

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  13. Sascha

    Bin jetzt erst zum hören gekommen bzw. hab mir die Folge auch ganz bewusst aufgespart. Ich dachte mir das wird bestimmt spannend, das willst du in Ruhe hören. Ich wurde nicht enttäuscht. Für mich war es ein sehr schönes, aufschlussreiches und interessantes Interview in dem kein Blatt vor den Mund genommen wurde.
    Vielen Dank euch beiden!

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  14. kraeuterzucker

    Da das Thema Prostitutionsverbot durch Fr. Schwarzer zum x-ten Mal auf den Tisch gebracht wird, und es wieder Gesetzeseinschnitte im zukünftigen GroKoVertrag bevorstehen, finde ich es toll, diesen Podcast anderen Menschen als „die andere Seite“ zu empfehlen. Immer noch ein schweres Thema, weil die Diskussion so emotional geführt wird

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  15. Manu

    zu Domenica: Domenica starb total veramt in Hamburg, nachdem sie jahrelang sich als Streetworkerin um Prostituierte gekümmert hat (sie war keine „Puffmutter“) Domenica hatte große Achtung vor Alice Schwarzer (und umgekehrt) und hat sich sehr prostitutionskritisch geäußert.

    Der PussyClub den Carmen hier in den Kommentaren so lobt fiel auf durch Menschenhandel/Zwangsprostitution – es gab acht Verurteilunge diesbezüglich

    Sie weiß nicht wer das Gesetz gemacht hat (sagt Grüne und PDS) und was die Position der SPD ist – Das Gesetzt haben Grüne und SPD beschlossen. Als Piraten sollte sie wissen, dass die PDS nie in einer Regierung war

    Sie sagt dass Politik nicht für eine Minderheit gemacht werden sollte – richtig; und weil es den meisten Frauen in der Prostitution nachweislich NICHT gut geht, müssen die glücklichen Sexarbeiterinnen wie sie aus Respekt vor der großen ausgebeuteten Mehrheit leider auf ihre Einnahmemöglichkeit verzichten und zu Alternativen greifen (die sie im Vergleiich zu anderen haben)

    Abolitionistinnen haben kein Problem mit Promiskuität – im Gegenteil; weibliche Lust ist ein großes Thema

    Vielleicht besteht ja mal ein Interesse an einem Interview zu einer anderen Sichtweise – gerne melden

    Bericht zu einer Veranstaltung vom Wochenende
    http://diefreiheitsliebe.de/allgemein/podiumsdiskussion-prostitution-wiesbaden

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    1. holgi Artikelautor

      Nö, besteht nicht. Ich habe nämlich keine Lust, Leuten eine Plattform zu bieten, die so wenig mit ihrem eigenen Leben klarkommen, dass sie anderen vorschreiben wollen, wie diese zu leben haben.

    1. Manueal Schon

      Warum denn so aggressiv? 😉 War ja nur ein Angebot. Ich hätte prostitutionskritische (aktive und ehemalige) Prostituierte vermitteln können – aber wenns einseitig bleiben soll… Your choice

    2. holgi Artikelautor

      Ich werde aggresiv, weil ich diese scheinheiligkeit nicht aushalte. Was Du als „vielseitig“ bezeichnest, ist nämlich bloß moralingetriebenes, verklemmtes Spießertum unter dem Deckmantel der Nächstenliebe – darum wird auch so gerne der Strohmann „Menschenhandel“ mitgeliefert, denn wenn jemand Sexarbeiter sein will, schadet es erstmal niemandem und damit verpufft jegliches „Argument“ gegen Sexarbeit.
      Und Prostituierte, denen der Job nicht gefallen hat, findet man bestimmt genauso gut, wie Aldi-Kassiererinnen, denen der Job nicht gefallen. Bloß werden die nicht missbraucht, um Aldi zu verbieten.

  16. Manueal Schon

    Du verkennst, dass nicht sich prostituierende Personen das Problem sind, sondern das Freiertum. Aber nevermind: Wer nicht will, der hat schon. Hätte eine spannende Diskussion werden können, die vielleicht deinen Horizont erweitert und dir hätte zeigen können, dass es überhaupt gar nicht um „moralingetriebenes, verklemmtes Spießertum“ geht – Abolitionistinnen haben nämlich idR gar kein Problem mit viel und gutem Sex – im Gegenteil 🙂

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    1. holgi Artikelautor

      Himmel, ist das scheinheilig!

      Aber klar: Freier sind ein Problem. Für deren Frauen. Haha!

    2. BrEin

      Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Ich habe mir jetzt erst die Kommentare durchgelesen.

      „Abolitionismus“
      Das ist genau das, was Holgi meinte, wenn ich ihn richtig verstanden habe.
      Das Wort musste ich zwar erstmal nachschlagen, bedeutet wohl aber soviel wie „Abschaffung“ (der Sklaverei).

      Alleine das zeigt schon, dass Du nicht willens bist, dich sachlich mit dem Thema zu beschäftigen.
      Derjenige, für den Prostitution untrennbar mit Sklaverei und Menschenhandel verbunden ist, wird sich nie auf einer anderen Ebene über das Thema unterhalten wollen.
      Die Trennung hat aber Carmen vorgenommen und begründet.
      Warum dann also auf dieser Ebene weiterdiskutieren, wohl wissend, dass das nichts zum Thema beitragen wird?

      Gruß
      BrEin

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