WR322 Frau Diener verreist schon wieder nach China

 

wrint_2014_zumthema_200Andrea Diener reist, schreibt gelegentlich in der FAZ über ihre Reisen und ist so freundlich, mir von ihren Reisen zu erzählen. Sie hat mal wieder China besucht (ist ja auch groß genug).

Falls ihr Andrea etwas spenden wollt, bitte hier entlang…

 

Shownotes
von vale, @Quimoniz

Kina oder Schina

00:00:00

Aussprache des Wortes China — Region Henan — "Ich war ja schon mal ganz unten und ganz oben, die Mitte hat mir noch gefehlt." (Frau Diener) — "Ich hab' mehr über China gelernt als bei den beiden Reisen davor." (Frau Diener) — Frau Diener war eine Woche in China — "So ein Chinese lässt einem einfach keine Freizeit." (Frau Diener) — Gruppengefühl "Jü-Hui" — In China ist man nicht einzeln unterwegs — " ... himmelschreiend mies angezogen, wie sie es leider alle sind, und wenn sie es nicht sind, sind sie aus Hong Kong." (Frau Diener) — "Du hast einfach keine drei Sekunden deine Ruhe." (Frau Diener) — "Toiletten in China sind eine hygienische Katastrophe." (Frau Diener) — Höhlenwohnungen (von innen — von aussen — Blick durch den Spiegel)  — Toilettenkultur in China — Toiletten mit Tür sind noch nicht etabliert (Gruppentoilette — Toilette an der Tanke)  — Platz des himmlischen Friedens — Zhengzhou — San Men Xia (Foto der Stadt)  — Laotse — Laotses Tempel — 30m Statue davor — Wie Chinesen mit Kulturerbe umgehen — "LED Laufschriften ist der absolute hit in China." (Frau Diener) — "LED ist zu billig geworden." (Holgi) — Was finden Chinesen in Deutschland geschmacklos? — Fachwerk — Elektrisches Bullenreiten im Laotsetempel — Hässliche Plastikfeudel.

Kaifeng

00:17:22

(alte Kaiserstadt)  — Scenic-Park — "Das ist doch alles entsetzlich!" (Holgi) — Alte komische chinesische Hütchen mit Bäumel — Chinese-Ghost-Stories — A Chinese Ghost Story — Kein pädagogischer Ansatz bei chinesischen Kulturstätten — Golf-Wägelchen/Rikschas — "Kinder müssen da auch immer noch lustige bunte Dinge finden." (Frau Diener) — Eisenpagode in Kaifeng — Bonsai — Penjing (Frau Dieners Bild eines Penjing)  — "Diese Kultur ist nicht ausgeschildert." (holgi) — "Du fällst permanent in etwas rein." (Frau Diener) — "Ich finde es noch leichter verstehbar als Japan." (Frau Diener) — Tempel in Kaifeng aus Holz — Millennium City Park — "Du musst die Augen vor den schlechten Dingen verschließen." (Frau Diener) — Hornkamm — Die Mitreisenden von Frau Dieners hatten auch Kulturschock — Trinkspielchen — China ist groß aber nicht leer — China verwandelt sich, kleine Häuser werden abgerissen, 20-stöckige Wohnhäuser in Städten gebaut — Worte des Vorsitzenden Mao Tsetung "Die Mao-Bibel" (Mao Zedong)  — Werte in China: Familie & Gruppengeist — "Ich trau denen alles zu." (Frau Diener) — Schnellzüge (Schnellzugsystem — Bahnhof)  — "Immer locker, immer entspannt." (Frau Diener) — "Ja, das Internet ist zensiert. Aber wir haben schon unsere Wege, uns zu informieren." (Frau Diener zitiert einen Chinesen).

Shaolin-Kloster

00:39:46

DAS Shaolin-Kloster aller Shaolin-Kloster bei Dengfeng (beim Training)  — Idar-Oberstein — Rothenburg ob der Tauber — Es gibt zwei Wege Geld zu machen mit Historic Park, oder Show — Xi'an — Terrakotta-Armee — Sommerpalast bei Xian — Show bei Xian — Karstberge — Das Kloster ist gleichzeitig auch Internat (circa 9-18 Jahre) (Shaolin-Shows — Kung-Fu-Lehrer)  — Dengfeng — Kleinstadthotels in China — Spaßboxen, Wegwerf-Reizwäsche in den Hotels — "Das Frühstück ist eine Oberkatastrophe." (Frau Diener) — Nudelsuppe — oder gebratene Nudeln zum Frühstück — Shanghai ("China für Anfänger")  — Typisch chinesisch (Pseudo-chinesiche Bauweise — Gruppenzugehörigkeit)  — Unterschiedliche Küche innerhalb Chinas — Ende der Seidenstrasse in Xian — Seidenstraße — Moschee in Xian — Tai Chi (Beim Training)  — Tai-Chi-Dorf, Chenjiagou — "In jedem Park steht der Chinese rum und macht Tai Chi." (Holgi).

Alkohol und Geschäftsessen in China

00:56:38

Provinzhotels werden fast ausschließlich von Geschäftsleuten besucht — Du kannst das Pech haben, dass wenn du später kommst, die halbe Bar verwüstet ist — "Das Trinken ist da so eine Art Männlichkeitsritus." (Frau Diener) — Funktionärsessen sieht so aus — Frau Dieners Glosse über Chinesische Geschäftsessen — Trinkspruch "Ganbei!" ("Zwei Gläser mit jedem Gast - Oh Gott!" (Holgi))  — "Ich hab's total gut überlebt, weil du frisst die ganze Zeit panierte Bröckchen." (Frau Diener) — Auch an chinesischem Essen kann man sich gut "überfressen" — Frittierte Skorpione (und Heuschrecken)  — Spinnenphobie — Reisschnaps — Die Funktionärsdinner sind abrupt zu Ende.

Naturvergnügungspark

01:05:25

Naturpark Waiwen — Besichtigung einer Schlucht — Parkplatz — Riesige Treppe (Bild 1 — Bild 2)  — Große Eingangshalle — "Ich habe schon heimeligere Fähr-Terminals gesehen als das." (Frau Diener) — Plär-Lautsprecher — "Diese Schlucht ist sehr berühmt" (Frau Diener zitiert Chinesen, die die Schlucht beschreiben) — "Die Chinese an sich qualmt wie ein Viech." (Frau Diener) — Weibo — Yuntaishan Geopark (Quellwasser — Bild 2 — Bild 3 — Touristen im Geopark)  — Internationaler Frauentag — "Selbsterfahrungsding kannst du da nicht machen." (Frau Diener) — Mind-boggling — Studiosus — Künstlicher Park mit künstlichem See — "Ich glaube, du musst einfach durchlaufen mit sehr viel Zeit." (Frau Diener) — "Du könntest dort innerhalb von einem Tag 30 neue Freunde gewinnen." (Frau Diener) — Elektrorollerchen — Shang-Jo — Karaoke-Bars — Jungbauernbälle — Frau Diener empfiehlt für China anfänger Shanghai — Sie wird Hong Kong im Herbst 2014 besuchen — Brighton.

Verabschiedung

01:23:35

Outro.

17 Gedanken zu „WR322 Frau Diener verreist schon wieder nach China

  1. David

    Wieder eine sehr schöne Folge – macht immer Spaß, den Reisen zu folgen.

    Viel Spaß auch in Hongkong, ich war da im Oktober 2013. Wenn dir die Natur gefallen hat – und du nicht völlig vom Guide verplant worden bist, solltest du auch in den Geopark Hongkong gucken – das ist in den NewTerretories. Da gibts auch schicke fast menschenleere Strände, eben weil man quasi nicht hinkommt. (Bus bis SaiKung, dann Taxi zum HighIslandReservoir zb)
    Ein netter Park, der auch irgendwie nie im Reiseführer steht, ist der Nam Lian Garden, bzw das Kloster. Da gibt es auch sehr imposante Bonsai (>1m, die müssen 50+ Jahre alt sein). Da kommt man aber mit der U-Bahn (Diamond Hill) hin.

    Antworten
  2. BrEin

    China, Schina, Kina…

    Warum werfen die Leute, die Kina sagen, den Leuten die China sagen vor, sie würden Schina sagen?

    Der Name des Landes leitet sich ja vom Namen des ersten chinesischen Kaiser Qin Shihuangdi ab.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Qin_Shihuangdi

    Danke für eine neue Zerstörung meiner romantischen Vorstellung von China. ^^

    Gruß
    BrEin

    Antworten
    1. Moss

      Warum werfen die Leute, die Kina sagen, den Leuten die China sagen vor, sie würden Schina sagen?

      Vermutlich, weil keiner von ihnen die korrekte Aussprache kennt. Hält man sich an die Herkunft vom Ersten erhabenen Gottkaiser von Qin, dann wäre das ähnlich wie in «Mädchen», aber stark behaucht (IPA: tɕʰ), sollte sich also etwa wie «Tchina» mit holländischem (oder klingonischem) Akzent anhören.

      Ich sag’ weiter «China».

  3. David

    Erstmal vielen Dank für diese tolle Rubrik, die ich als geiziger, finanziell nicht sonderlich gut ausgestatteter Zuhörer sehr genieße, um etwas von der weiten Welt mitzubekommen.
    Kleine Spitze: Hat Frau Diener die Folge mitten im Wald aufgenommen? 😀 Ich hatte hier und da sehr interessante Hintergrundgeräusche

    Antworten
    1. Andrea Diener

      David, ich habe eine Dachwohnung mitten in der Stadt. Und dieses Dach wird von einer ziemlich lebhaften Taubenschar bevölkert. Ab und zu hört man die flattern und gurren. Aber so sind sie eben. (Und nix, garnix gegen die Möwen in Brighton!)

  4. Michel

    Die Unterstellung, die Chinesen würden so ein europäisches Musical über Sissi peinlich finden ist absolut falsch. „Elisabeth“ (von Michael Kunze und Sylvester Levay) ist (häufig sogar auf deutsch mit deutscher Cast) sehr erfolgreich in Japan und Korea, jetzt kommt es nach China und es gibt fast keine Tickets mehr. Das Stück ist verhältnismäßig wenig kitschig inszeniert von Harry Kupfer.

    http://www.culture.sh.cn/product.asp?id=14742
    http://v.youku.com/v_show/id_XNzI0NDgwNDQ0.html

    Ein chinesischer Produzent hat sogar von einem österreichischen Komponisten für mehrere große Tourneen durch China „Sissi“ schreiben lassen, um von dem „Elisabeth“-Erfolg zu profitieren (war sehr erfolgreich). Das Stück kam dann auch nach Deutschland und hat auch hier versucht sich an die „Elisabeth“-Tour dran zu hängen (war nicht erfolgreich)

    Antworten
  5. Sebastian

    Was habt ihr denn gegen Rüdesheim? Ich finds da total gemütlich und die touristischen Kitschläden da nehme ich mit Humor. Ich finds sogar ganz interessant mal die eigenen Stereotype zu sehen die den ausländischen Touristen verkauft werden. Aber, Touristen hin oder her, vor allem gibts da einfach tollen Wein.

    Antworten
  6. mitsandgebaut

    Die frage nach dem Nachtleben in einer kleineren 4 Millionen Stadt der Provinz kann man noch anders beantworten : es gibt meistens ein oder zwei Großraum diskos, extrem groß, extrem blinky, schwer zu finden und nichtmal jedem Taxifahrer bekannt. Wenn überhaupt ist die Tanzfläche 5×5 Meter groß, die Musik ist laut bis zum Anschlag und um diese Tanzfläche herum sind Tische die man den Rest des Abends besetzt und körbeweise mischgetränke ungemischt (Schnaps in Flaschen plus energy oder Saft) und obstplatten vernichtet. Unterhalten geht nicht, wegen der Lautstärke. Tanzen geht eigentlich auch nicht bzw. muss man das als Westerner anstoßen und sich daneben benehmen. Man hat ja auch nur 5×5 Meter. Die Folge ist dass man an den Tischen der neureichen mittrinken muss und das ganze wie die von Frau Diener beschriebene hoteleskalation endet. So geschehen in tianjin. Aber es ist erstaunlich dass das dann für eine 4 Millionen Stadt ausreicht.

    Antworten
  7. Dr. ISO

    Da ich gestern erst von nem Festival zurückkam bin ich da wohl vorbelastet, aber ich find’s witzig, wie’s bei dem Gespräch gleich zu Beginn um die gepflegte Selbstentleerung geht 😉
    Es ist halt immer eine Frage der Ansprüche die man hat. Auf dem Festival war es gar kein Problem zu viert an einer überlaufenden Pisstonne zu stehen und „Überkreuzt nie die Strahlen!“ zu rufen 🙂

    Natürlich würde mich das ganze nach einer Woche mit Menschen die ich nicht verstehe und ohne gute Musik auch ankotzen 😉

    Antworten
  8. Sascha

    Um die erwähnte Plautzelüftung zu geniessen, muss man nicht nach China fahren. Dafür reicht auch eine kleine Rundreise durchs Brandenburger Land. Gerade jetzt bei der sommerlichen Ernte, ist das eine schöne Möglichkeit, um sich Abkühlung zu schaffen. Klimatisierte Traktoren haben allerdings stark zur Abnahme dieser Art der Abkühlung geführt. Bilder aus meiner Kindheit entstehen vor meinem Auge.
    Mein Papa hält dieses Bild allerdings stark am Leben – habe Dank Papa :))

    Antworten
  9. vanveeteren

    du musst unbedingt mal einen Chinesen einladen und ihn über Deutschland ausfragen.
    Wobei man daraus auch eine neue Rubrik machen könnte. „Wie sieht der Deutschland“

    Ich habe vor langer Zeit einmal von einer Fremdenführerin gehört das es Amerikaner total toll finden eine 500 Jahre alte Stadtmauer anzufassen und sich dabei Fotografieren zu lassen, die haben so was halt nicht.

    Antworten
    1. Georg

      Kann ich aus umgekehrter Reiseerfahrung sehr gut verstehen. Als ich in Neuseeland war hat mich das extrem irritiert, dass es da so wenig ältere Gebäude gab und besonders außerhalb der wenigen großen Städte alles so vereinzelt rumstehende Leichtholzplattenbauten waren. Da sehen ganze Städte aus, wie bei uns so Neubauwohngebiete. Da fühlt man sich als Mitteleuropäer, der viel Stein und dicke Wände gewohnt ist, einfach nicht sicher.

  10. Berlitz

    Großen Dank an Frau Diener, es macht wirklich Spaß den Reiseberichten zu folgen.
    Aber es amüsiert mich schon, wie hier der ständig genervte und gestresste deutsche Spießbürger zum Maß der Welt wird.
    Erich Fromm schreibt, dass der Widerspruch eine Kategorie des menschlichen Geistes, aber nicht Bestandteil der Realität ist. Nur weil wir denken, es sei komisch oder widersprüchlich einen Eisstand in einen Tempel zu stellen oder neben traditionelle Gebäude riesige Betonblöcke zu setzen, ist das noch lange nicht allgemeingültig.
    Ich persönlich habe nur Erfahrungen in Japan gesammelt. In Tokyo ist es zum Beispiel sehr einfach allein und für sich zu sein, trotz der enormen Menschenmengen. Reisen, Karaoke, Feiern usw. finden jedoch wie in China kaum alleine Stadt oder in kleinen Gruppen statt.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.