WR387 Kleine Kochschule VII

 

wrint_kombuese_2014_200Lange lag diese Folge bei herum, jetzt ist der richtige Moment, sie zu veröffentlichen. Diesmal geht es um vegetarisches und veganes Essen, Ideologen, Käse, Palak Paneer, Spinat, Popeye, den Regividerm, Gemüse, Mettigel, Reis und Pasta, Gemüsereiben, veganes Mett, Volker Strübing: Fleischsalat, Gyros in Uffeln, chinesisches Knabberzeug, Chinakohl, Zitronen und Limetten, Teigtaschen, Smalltalk, Pfannen, Kartoffelpuffer und Sauerkraut.

Ohne Sven ginge es nicht. Hier sein Spendentopf.

27 Gedanken zu „WR387 Kleine Kochschule VII

  1. Samira

    Was beim Zwiebel schneiden brennt ist nicht der Saft, sondern gasförmige Substanzen die aus der Zwiebel aufsteigen. Mein Tipp: Zwiebeln unter der laufenden Abzugshaube schneiden, dann werden die Gase direkt abgesaugt und erreichen die Augen erst gar nicht.

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    1. Matthias

      Während des Zwiebelschneidens etwas Wasser im Mund halten. Ich weiß nicht, warum das wirkt, aber ich heule seitdem nie mehr beim Zwiebelschneiden.

  2. Ali

    Palak = Spinat

    beim Inder heißt das meiste einfach nur nach den Hauptzutaten(z.B. Aloo Gobi = Kartoffel Blumenkohl). Manchmal ist noch eine spezielle (regionale)Würzart angegeben.

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  3. jpr

    Bei Muerbeteig geht Margarine problemlos – und ich backe meine meist auch nicht blind, dann sind sie manchmal innen noch ein wenig saftig, aber wenn man da nicht fingerdick ausrollt gibt das eigentlich keine Probleme. Erwaehnen koennt Ihr da noch die Faustregel, die so einfach ist, dass man es nie wieder vergisst: Muerbeteig ist 321-Teig: 3 Teile Mehl, 2 Teile Fett, 1 Teil Zucker (der dann bei salzigem Muerbeteig einfach wegfaellt).

    PS. Ich muss einfach noch danke fuer die coolen Folgen sagen, bei der diese keine Ausnahme ist. Ich habe jedesmal gerade unterwegs lust direkt an den Herd zu stehen und loszukochen. So geht Freude am Essen machen!

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  4. Ronja

    Hallo!
    Auf die Gefahr hin, dass ich das in einer der letzten Folgen verpennt habe, ihr habt ja schon einmal über Gusseiserne Pfannen geredet – worauf muss ich da beim Kauf achten? Könnt ihr eine Empfehlung für ne gute (am besten günstige) Pfanne geben?

    Vielen Dank von Ronja (die Zwiebeln mit Taucherbrille schnippelt und der es egal ist wie affig das ist…)

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  5. SvenM

    Ihr habt mal wieder die Eisen verwechselt, ihr Küchengolfer 😀

    Geredet wird über Gußeisen, Holgi meint jedoch die Schmiedeeisenpfanne:
    http://www.turk-metall.de/cms/index.php?page=shop.browse&category_id=6&option=com_virtuemart&Itemid=26

    Geschmiedete Pfannen haben eine Griff aus dem gleichen Blech wie der Pfannenboden, entweder angeschweißt oder „am Stück“. Gußeisenpfannen haben oft einen Griff aus einem anderen Material, ausgenommen kleinere Exemplare, die zum Überbacken in den Ofen geschoben werden können und dann als $WHATEVER-pfännchen auf den Tisch kommen.

    Rautenmuster gibt es meines Wissens nach nur bei geschmiedeten Pfannen. Sven meint den Waffelboden, den es auch bei Edelstahl- und beschichteten Pfannen gibt: http://www.fissler.de/kochen_und_geniessen/tipps_und_tricks/pfannenkunde/kleine_pfannenkunde.html

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  6. Stupsi

    Meine eigenen Erfahrungen für Paneer: Eher über Nacht in den Kühlschrank. Viel Gewicht drauf machen. Ein kleiner Topf Wasser reicht definitiv nicht. Wenn man den Käse dann in die Pfanne macht, nicht so heiß machen sonst geht er kaputt. Und die indischen Gewürze macht man einfach so in die Pfanne ohne Öl. Aber auch nicht so heiß machen, sonst werden sie bitter.
    Gruß

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  7. Zephyr

    „Ohne Fleisch ist es kein richtiges Essen“ – „Auf Fleisch kann ich nicht verzichten“ – „Fleisch schmeckt einfach gut“ – „Die Tiere wurden ja dafür gezüchtet, dass wir sie essen können“
    Dazu kommt, dass „Fleischesser“ auf Vegetarier und Veganer zeigen und sich über deren Ideologie belustigen oder zumindest feststellen, dass es sich um eine Ideologie handelt, während der eigene Lebensmittelkonsum gegenüber Gleichgesinnten integrierend wirkt.

    Mir scheint, dass nicht nur Vegetarier und Veganer eine Ideologie sind, sondern „Fleischesser“ im gleichen Maße.

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    1. Johannes

      Die Ideologie der Fleischfresser nennt man „Carnismus“. Siehe http://derstandard.at/1331207287200/Wir-folgen-unsichtbarem-Glaubenssystem.

      Interessant ist auch der Effekt, wenn ein Veganer mit am Tisch sitzt und sich (ohne seine Ernährungsweise vorher thematisiert zu haben) vor den anderen (Fleischkonsumenten) für sein Verhalten rechtfertigen muss. Letztere machen’s, wahrscheinlich aus einer spontan gefühlten moralischen Unterlegenheit, zum großen Thema, versuchen der Person dann widersprüchliches Handeln nachzuweisen etc., um ihre eigene Ernährungsentscheidung vor sich zu rechtfertigen. Am Ende haben alle das Gefühl, der Veganer hätte von sich aus missioniert.

    2. jolietjake

      Naja, diese Melanie Joy nennt es „Carnismus“.
      Sicher kann man eine vollkommen natürliche und genussvolle Lebensweise eine „Ideologie“ nennen. Muss man aber nicht.
      Im Übrigen decken sich meine Erfahrungen in keinster Weise mit deinen. Vor 20 Jahren war das noch anders, aber heutzutage werden Vegetarier doch allgemein akzeptiert und sind weit verbreitet.
      Veganer hingegen sind oft, durch ihre Radikalität und dem häufig damit einhergehenden Sendungsbewusstsein, eine sich gerne elitär gebende Gruppe. Siehe das Unterstellen moralischer Unterlegenheit. Ich habe genau solche Veganer in der Verwandtschaft. Die Schwadronieren unentwegt darüber, wie glücklich und gesund sie sich doch fühlen; gleichzeitig ist ihnen kein Blödsinn zu dumm, um nicht als Argument für ihre Mangelernährung zu dienen. Sowas macht nun mal unbeliebt.

    3. Daniela

      Stimmt leider. Und meiner Erfahrung nach werden bei gemischten Essen die Veganer angefeindet und müssen sich pausenlos rechtfertigen, nicht die Omnis. Ich bin übrigen Omnivore, ich mag Gemüse nur lieber (und halte es für sinnvoll schon vor dem Einkauf nachzudenken was ich esse und ob ich da Tier drin will)

    4. Poppi

      Ein ähnliches Gefühl hatte ich auch. Da macht man vegetarische Gerichte zum Thema der Sendung. Dann kommt man keine 5 Minuten ohne Verweis auf Fleisch aus. Und schlussendlich wird vegane Ernährung noch zur Ideologie erklärt. Holger, Sven, das merkt ihr selbst oder?

      Mir ist so dermaßen egal, wie sich andere Menschen ernähren. Ich esse genug Fleisch, meine Frau nicht. Und komischerweise ist das nie ein Thema. Warum kann man nicht einfach mal über leckere vegetarische und auch vegane Gerichte reden, ohne dass man den eigenen Fleischkonsum immer verkrampft vor sich hertragen muss? Und wenn man keine Lust hat, über vegetarische Gerichte zu reden, dann macht man es eben nicht. Ist doch kein Problem. So war es doch streckenweise sehr anstregend beim Zuhören.

    5. jolietjake

      “ Und schlussendlich wird vegane Ernährung noch zur Ideologie erklärt.“
      Ähm, vielleicht weil Veganismus eine Ideologie ist? Es ist ja nicht nur eine Ernährungsweise.

  8. Schlaubi

    Haha, einfach so zwischendurch: „KEINE KAPERN?!?“ Ich habe meinen Kollegen auf der Arbeit erst heute Morgen noch die „Frauengold“-Werbung auf Youtube gezeigt und auf dem Heimweg kam dann das im Podcast. Herrlich!

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  9. DerFreakSagt

    Hallo Sven und Holger!

    Schön, dass es mal wieder eine Sendung zum Thema Kochen gibt. Ich habe mich sehr auf diese gefreut, da es um vegetarisches Essen ging, auch wenn ich selbst weder Vegetarier noch Veganer bin – allerdings esse ich wenig Fleisch. Ich freue mich jedes mal ziemlich, wenn ich etwas Neues kennenlerne, das man jetzt nicht direkt auch als „Sättigungsbeilage“ abtun kann. Aus dem Grund war ich allerdings auch ziemlich enttäuscht von dieser Folge, die ja als „Kochen-ohne-Fleisch“ daherkommt, es im Endeffekt aber nicht ist: Im Wesentlichen gab es die drei Rezepte, von denen ich jetzt eines als vollständige Mahlzeit ansehen würde – im Rest der Sendung ging es dann leider um den Wohlgeschmack von Würstchen, der Feststellung dass mit Speck alles besser ist, Bolognesesauce und Gyros. Das fand ich sehr schade.

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  10. Tilman

    zum Thema Speck:
    in vegetarischen Gerichten lässt sich Speck sehr gut durch geräuchertes Paprikapulver ersetzen (Pimenton de la Vera). Es ist auch genau dieses Gewürz, dass der Chorizo den Geschmack gibt.

    Holger hatte ja mal erzählt dass er seine vegetarische Ernährung wegen einem portugiesischen Blattkohleintopf aufgegeben hat. Das finde ich wirklich leicht nachvollziehbar weil dieser Wurst&Speck-Geschmack zu Kohl einfach fantastisch passt. Falls man aber auf Fleisch verzichten möchte ist es erstaunlich wie gut es sich durch das Räucheraroma des Paprikapulvers ersetzen lässt.

    Also: Zwiebeln und Knoblauch anbraten, Blattkohl (oder Wirsing), braune Linsen, Pimenton de la Vera und Gemüsebrühe dazu. Deckel drauf bis Kohl und Linsen durch sind. Lecker.

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  11. lablusmi

    Zu Kümmel :
    Ich bin kein so großer Freund davon ABER:
    in Tschechien ist es eine übliche Zutat im Brot. Das ist wirklich sehr lecker

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  12. Daniela

    Moin,

    ich hab Eure Sendung gerade gehört, hat mir gut gefallen. Für eine Sendung über vegetarisches Essen kam aber sehr viel Fleisch vor 😉

    Es gab mal Käsepressen aus Kunststoff von der Hobbythek vom WDR, die haben genau die Größe, dass eine grosse Konservendose als Gewicht passt, incl. passendem Stoffsäckchen, sehr praktisch. Allerdings weiß ich nicht, ob man die noch bekommt. Im Prinzip sollte aber auch eine Plastikdose gehen, die man unten löchert, in die man eine (volle) Konservendose als Gewicht stellen kann.

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  13. Steffen

    Wie bereits von anderen bemerkt war es dann doch eine recht fleischlastige vegetarische Sendung. 😉 Hat aber dennoch viel Spaß gemacht und ich bin schon gespannt auf die vegane Sendung. Noch zwei kleine Anmerkungen zu veganen / nicht veganen Produkten, die in der Sendung genannt wurden.

    1. Bier: Nach deutschem Reinheitsgebot gebrautes Bier ist vegan. Die Klärung durch Gelatine oder Fischblasen, wie sie bei der Wein- und Saftherstellung weit verbreitet ist, ist hier nicht zulässig. Es gibt aber auch nicht vegane Biersorten. Guinness wird zum Beispiel mit Hausenblasen geklärt.

    2. Analogkäse: Dies in zunächst einmal ein Sammelbegriff, zu dem grundsätzlich auch vegane Käsesorten zählen können. Der unter dem Namen „Gastro-Mix“ oder „Pizza-Mix“ bekannt gewordene Analogkäse enthält jedoch meist Milcheiweiß und ist daher nicht vegan.

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  14. Zeh

    Hallo, ich höre das gerade erst nach, deswegen der späte Kommentar. Ich mag diese Reihe. Sven kann gut für Anfänger erklären und Holgi stellt oft gute Fragen. Allerdings habe ich auch schon gesehen das es in den nächsten Folgen viel um Fleisch geht und das ist für mich dann leider weniger interessant.

    Zum Thema Vegetarismus/Veganismus: Diese Sprüche hört man als Vegetarier tatsächlich dauernd. Seit 20 Jahren immer das gleiche – und trotzdem halten sich Leute damit noch für originell oder provozierend. Das lächelt man milde weg – ist okay.

    Das ihr glaubt das die meisten Vegetarier (oder Veganer?) nur so tun als ob – zumindest für Vegetarier halte ich das für totalen Quatsch. Es gibt sicher auch Fake/Mode-Vegetarier – und auch viele Teilzeit-Vegetarier, aber das ist doch auch nicht schlimm. Es zeigt doch zumindest, das da ein Bewusstsein für das Thema da ist. Und das ist erst mal gut.

    Das ihr anscheinend gar nicht reflektiert, das auch der Fleischkonsum sehr ideologisch geprägt ist (wie oben schon erwähnt) und es wirklich gute Gründe dagegen gibt (zumindest gegen den Konsum in so irrsinnigen Dimensionen wie heute), fand ich etwas enttäuschend.

    Holgi, du hast ja schon größere Meinungswechsel erlebt (was ich wirklich cool finde) – vielleicht setzt du dich ja auch mal mit diesem Thema intensiver auseinander. Ich glaube, du würdest sehr schnell anders darüber denken. Ich finde diesen übermäßigen Fleischkonsum heute ähnlich rückständig wie das Rauchen oder den Autoverkehr in Städten und mir ist unklar, wie man da zu einem anderen Ergebnis kommen kann.

    Mach doch mal etwas offenere Sendungen zu diesen Themen, mit Leuten die sich damit intensiver beschäftigen. Das wäre sicher interessant.

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