WR421 Niveauerhöhung

 

wrint_heit_2014_200Diesmal wieder mit reichlich Fragen und noch mehr Antworten.

Ohne Alexandra ginge es nicht. Eure Spenden finanzieren ihre Krankenversicherung.

 

Shownotes
von mathepauker und warzenbrot

Fusul: Könntet ihr euch vorstellen, mit einem Partner zusammenzuleben, der jeweils kleiner oder größer als man selbst ist?

00:07:58

"Ich find große Frauen ja geil." (Holgi) — Katrin Rönicke (Kadda) — Tall Girls — Towering — Bei jemandem ist Schmalhans Küchenmeister — Casual — Ulla Popken — Modeblogging — Pumps — Transvestitismus — Miranda — Drag Queen — Liebe Sünde — Kylie Minogue — VIVA.

Sebastian: Darf Holger wieder Witze über Dicke machen?

00:20:24

Der "So einfach ist das"-Mann von Leonard Riegel — Community Managment — Zeit Online.

Micha: Wie sollte man sich hier verhalten?

00:25:42

Selbstschutz.

Linda: Warum ist für Amerikaner bzw. in amerikanischen Serien das Rauchen verpönt, das Kiffen jedoch anscheinend völlig normal?

00:28:49

(Weeds – Kleine Deals unter Nachbarn) .

Bernhard: Wie sieht es mit eurem Spielverhalten aus?

00:41:08

Browserspiel — Doodle Jump — Commander Keen — Jump 'n' Run — MS DOS — Schach — Mühle — Spielesammlung — Tabu — Outburst — Activity — Vermeer — Commodore 64 — Tower Defense — Angry Birds — Cut the Rope.

Narrenkanzler: Was würdest du dir wünschen, wenn du einen Wunsch frei hättest?

00:45:57

Haltungsschäden — Skoliose.

Christian: Habt ihr einen Apple-Computer?

00:49:02

MacBook Air — iMac — iPhone 5s — Deutsche Telekom — iPhone 4s — iPhone 3G — iPhone 6 — London — Android.

Martin: Gibt es eigentlich nix Besseres für Besprechungen?

00:56:20

(Besprechung)  — Capri Sonne — Traubenzucker — Dextro Energy (Schulstoff)  — Brausetabletten.

Enno: Warum ist das so?

01:01:07

Abgrenzung — Bildungsbürger.

Simon: Was gehört in eine Hausbar?

01:02:10

Hugo — Angostura — Brand — Whisky — Obstbrand — Whiskybohnen — Cognacbohnen — Weinbrandbohnen — Peppy Bismilk — 30 Rock — Pepto-Bismol — Likör — Drambuie — Hierbas Ibicencas.

Kai: Glaubt ihr, dass es heute einen ähnlich großen Irrtum gibt wie die Vorstellung der Welt als Scheibe?

01:05:52

(Flache Erde)  — Detox — Der Ego-Tunnel (Thomas Metzinger)  — Neuromythologie — Gender Studies — Klimawandel — RES019 (mit Hans von Storch) — Buddhismus.

Patrick: Was ist euch nicht egal?

01:12:51

Harry Frankfurt — On Bullshit — Geseiere — Redundanz — Rücksichtslosigkeit — Stinkender darf weiterfahren — Bachelorarbeit.

Moritz: Woran liegt es, dass manche Erwachsenen wenig von Computern und generell Technik verstehen und andere mehr als ich, obwohl niemand von denen im IT-Business arbeitet?

01:24:51

Atari — BASIC — Netbook — Maler — Akademiker.

Tobias: Woher kommt die rücksichtslose Fahrweise?

01:33:47

(Dashcam) .

Christian: Gibt es wirklich immer mehr möchtegern-komische Einlagen, bei denen ich nur unverständlich kopfschüttelnd am Frühstückstisch sitzen kann, in den Moderationen der Tagesthemen oder der Tagesschau?

01:36:59

"Das kann die Wrintheit nicht leisten." (Holgi).

Sonja: Habt ihr einen Organspendeausweis?

01:38:45

(Organspendeausweis) .

Hannes: Kennt ihr noch die Geschmacksrichtung "tropical"?

01:39:50

Leif: Ist Deutschland in euren Augen agressiv oder provokant?

01:40:25

Außenpolitik — Forsch — Helmut Kohl — Mohammed.

Pepe: Wie würdet ihr an meiner Stelle reagieren?

01:51:25

Gnade vor Recht ergehen lassen.

Obligatorische Höflichkeitsfrage von Leisure: Wie geht es euch denn?

01:55:05

Alexandra geht es sehr gut, der Frühling macht sie froh — Holgi dagegen geht es schlecht, weil er erneut erkältet ist.

79 Gedanken zu „WR421 Niveauerhöhung

  1. Thomas

    Ich war früher auch immer der Meinung, dass Abi das Beste sei, was man machen kann und es jeder machen sollte. Aber fünf Jahre an einer Schule, die nachqualifiziert und nicht die übliche „Gymnasialklientel“ als Kundschaft hat, hat mich dazu gebracht, Ausbildungen als teilweise besseren Weg für viele Leute zu sehen. Die Tatsache, dass Universität heutzutage so verschult ist, ist der Versuch das, was früher akademische Bildung ausgemacht hat, also abstrahierendes und kritisches Denken, theoretische Konzepte erfassen und so weiter, gegen eine Weiterführung von Wissenserwerb und enge berufliche Qualifikation ausgetauscht. Die Fähigkeiten, die allerdings für ein Überleben im Job auch wichtig sind, sich unterordnen können, Teamfähigkeit, etc. Ich habe das auch in meinem Beruf erst nach der Uni gelernt. Deswegen und weil viele Berufe eigentlich mit einer praktischen Ausbildung sogar besser gelernt werden können, bin ich mittlerweile dafür, dass Ausbildung die reguläre Berufsqualifikation geben sollte und nicht das Abi oder die Uni. Das Rennen um immer mehr „Akademiker“ entwertet die akademische Bildung und grenzt jede Menge Menschen aus, die wir sinnlos aus dem Bildungssystem selektieren.

    Antworten
    1. Sarah

      Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass vor allem das BWL-Studium schon immer eine Art Ausbildung gewesen ist. Der einzige Unterschied ist der größere Umfang des Wissens und der Beweis mit dem enormen Lernpensum klarzukommen. Im ersten Praktikum habe ich dann auch gemerkt, dass selbst das für die Jobs nach dem BWL-Studium nicht erforderlich ist und habe den Studiengang gewechselt.
      Trotzdem hält die Lobpreisung des Studiums an. Neulich kam erst wieder ein Beitrag im Deutschlandfunk mit dem Fazit, dass die Tendenz zu mehr Studierenden richtig ist, dies aber eher an Berufsakademien und Fachhochschulen fokussiert werden sollte:
      http://www.deutschlandfunk.de/akademisierungswahn-studium-als-normalfall.724.de.html?dram:article_id=315749
      Da wird also schon ein Stück weit zurückgerudert. Mich beschleicht allerdings der Verdacht, dass das auch noch unangemessen für die meisten Berufe ist.

  2. Johannes

    Also vorweg: Ich bin Android Nutzer!
    Angenommen dein IPhone geht mal kaputt und wenn du dann nicht so viel Geld ausgeben möchtest für ein neues IPhone, dann probier mal die Sony Xperia Geräte aus (ich besitze ein Xperia Z2).
    Android hat viele Vorteile die ich zu schätzen gelernt habe und wenn ich ein Apple Gerät (zum testen) bediene, dann ist das bei mir genau das Gegenteil wie bei dir: Android=BMW und iOs irgendwas „okayes“.
    Ich vermute mal, wenn man sich einfach länger dran gewöhnt, dass man dann die Vorteile zu schätzen weiß.
    Nur muss man aufpassen, dass es bei Android auch Billighandys gibt und man sich gleich einen höherwertigen Herrsteller sucht, da man sonst höchstwahrscheinlich nicht zufrieden sein wird als Ex-Apple-Nutzer.

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Das ist gut möglich. Die Hauptprobleme waren darauf zurückzuführen, dass mein OneplusOne keinen Hardware-Homebutton hat wie das iPhone. Aber auch die Apps sind streckenweise eher räudig (gerade Twitter und Podcast).

    2. BrEin

      @Holgi
      Ich habe auch ein OPO und würde es weiter nutzen, wenn mein Display nicht kaputt gegangen wäre.
      (Und ich Student, kein Geld, usw.)
      Es ist das beste Android-Phone, das ich bisher hatte und das hätte ich Dir auch als IPhone-Ersatz empfohlen.

      Einen Home-Button brauchst Du nicht. Dafür startet man den Bildschirm mit Double-Tab (2x kurz auf das schwarze Display tippen.) Das OPO unterstützt auch noch weitere Gesten die man nutzen kann um den aktuellen Player zu starten/stoppen vor und zurück zu spulen und so weiter.
      Deutlich universeller als ein Home-Butten, wenn man es denn mag.

      Ich bin immer wieder überrascht wie wenig ein IPhone an Usability anbietet, wenn man mal eines in den Händen hält.
      Aber Du hast recht, es gibt auch Nachteile.
      Vielleicht magst Du das OPO aber mit dem „Home-Butten-Ersatz“ dann auch wieder etwas mehr.

      Gruß
      Fabian

  3. tp1024

    Deutschland ist kein kleines Land. Folgende Länder haben mehr Einwohner als Deutschland:

    China, Indien, USA, Indonesien, Brasilien, Pakistan, Bangladesh, Nigeria, Russland, Japan, Mexiko, Phillipinen, Vietnam und (seit neuestem) Ägypten.

    Die Liste von Ländern die kleiner sind als Deutschland, wäre über 10 mal so lang.

    Antworten
    1. Chris

      Exakt das hab ich auch gedacht. Und nach Landfläche zu gehen wäre Unsinn.
      @pansen
      Coole Grafik

  4. Dentaku

    Kinder brauchen Computer, mit denen sie nichts anfangen können, solange sie es nicht selbst programmieren.

    Genau richtig, aber wahrscheinlich sollten die nicht die Rolle des „Computers“ übernehmen, denn von dem wird zu viel Funktion erwartet — so viel, dass die von einem einzelnen Menschen in einem Leben nicht nachprogrammiert werden kann.
    Ein guter Ersatz für den Einstieg könnten Kleinstcomputer auf Microcontrollerbasis sein (z.B. Arduino). Die sind in ihrer Durchschaubarkeit etwa mit den Heimcomputern der 80er vergleichbar.

    Antworten
    1. BrEin

      @Dentaku

      Genau richtig.
      Einen nackigen PC bringt die Kinder sicher nicht weiter.
      Aber ein Arduino, oder besser ein RaspberryPi, ein Beaglebone oder einfach einen alten Rechner wie eine C64 oder eine alte DOS-Kiste mit QBasic dürfte genau den gleichen Zweck erfüllen.

      Auch wenn letzteres eine ganze Generation auf Jahre hinaus verderben wird, so haben sie zu Mindest einen technischen Zugang zu Computern und deren Programmierung.
      Und sie verstehen dann, dass das dann Automaten sind, die sie beherrschen könnten, wenn sie sich nur damit beschäftigen wollen.

      Gruß
      Fabian

    2. Romconstruct

      Vielen würde es aber auch wirklich mal helfen einen PC (Mac geht ja nicht…) mal zusammenzubauen und dann einzurichten.

      Einfach mal sehen das es keine Magie ist Hardware zusammenzustecken und dass man auch mal selber ein OS nebst einigen Programmen einrichten kann bis etwas klappt.

      Es muss ja nicht jeder gleich programmieren lernen um dann 20 Jahre später auch noch neue technische Geräte bedienen zu können.

      Um das zu lernen gibt es ja schon diverse Seiten die einen mittels Gamification recht gut an das Thema heranführen und das für diverse Altersklassen. Beispiel wären http://www.codecademy.com oder http://codecombat.com

      Möglichkeiten sind vorhanden aber ohne Eigeninteresse ist es halt schwer. Sehe ich auch bei meinen Eltern. Beide gleich alt, mein Vater mit über 70 noch immer voll dabei auch bei neuer Technik, meine Mutter traut sich kaum die Maus antzfassen geschweige denn mal was anzuklicken.

    3. Marco (n anderer)

      Ich ärgere mich auch ständig, dass Menschen (auch in meinem Alter) das Prinzip der Verarbeitung in einem Computer nicht verstehen.
      Andererseits frage ich mich, müssen sie das? Wer versteht denn noch, wie ein Auto funktioniert? Man setzt sich rein, dreht den Zündschlüssel um und es läuft (naja, ein Explosionskolbenmotor macht dann halt so ein Geräusch, ohne das das Fahren nicht geht). Und auch hier wird es mit z.B. den Drive/Steer/Break by Wire Ambitionen immer weiter vom Endanwender weg getragen.
      Warum soll also ein Endanwender wissen, wie ein Computer innen drin dunktioniert? Er drückt ‚Start‘ und das Programm, und es läuft. Läuft es nicht bringt er den Computer in die Werkstatt.
      Was ich hier lese ist eine Romantik, die z.B. mit dem eigentlichen VW Käfer gleich zieht, und behauptet wird, dass (wie war das genau?) ein Nylonstrumpf, ein Schlitzschraubendreher und eine Blechdose reicht, ihn zu reparieren. Was dabei übersehen wird, ist aber dass moderne Autos einen höheren Komfort bieten. Ach, und moderne Computer/OS/Programme natürlich auch. Die Kosten dafür sind ‚Komplexität‘.

  5. brunswayne

    Ey, kennt ihr den schon?
    Holgis Kumpel ist aus Kostengründen auf ein anderes OS umgestiegen. Android, iOS oder Windows Mobile?

    Antworten
  6. Turtle

    Klamotten kaufen als dicke Frau ist doof. Klamotten kaufen als große Frau ist doof. Klamotten kaufen als große dicke Frau ist noch doofer. Hauptproblem sind zu kurze Ärmel und Hosenbeine und Taille zu weit oben. Außerdem scheint bei deutschen Labels nicht vorgesehen bunte Kleider zu tragen. Und Schuhe kaufen in 43 ist das Nervigste. Einen positiven Aspekt hat das Ganze: ich geb nicht mehr für Klamotten aus als unbedingt notwendig und Platz für Schuhe ist in meinem Schrank immer.

    Anderes Thema:
    Den Text von Helene Hegemann fand ich eher wirr als intelligent. Und wer das Wort „Autist“ und die damit verbundenen Stereotypen braucht, um ihren Punkt zu machen, ist in meinen Augen eher faul als sprachlich gewandt.

    Antworten
    1. Wirsch

      Klamotten kaufen macht generell keinen Spaß, wenn man von den jeweiligen geschlechtsspezifischen „Normal-Maßen“ abweicht. Die Probleme fangen an, sobald man nicht normal groß und/oder normal schwer ist. Da ist es egal, ob man als Frau über 1,80 oder als Mann unter 1,70 groß ist. Das ist zumindest meine These.

      Teilweise drängt sich auch der Verdacht auf, dass zumindest Kleidung, die als Massenwaren verkauft wird, so geschnitten wird, dass sie den wenigsten Personen perfekt passt, aber möglichst vielen noch einiger maßen.

  7. Toby

    Im Saarland bezeichnet das Wort ‚Schwenker‘ übrigens drei Dinge:
    1) Das Grillgut (wenn es sich um ein Steak o.ä. handelt)
    2) Das Grillgerät (ein Dreibein mit freihängender Ablage für das Grillgut, das sanft über die Glut dahinschwenkt)
    3) Den Grillmeister

    „Der Schwenker schwenkt die Schwenker auf dem Schwenker“ ist für Saarländer ein völlig akzeptabler und zudem gern gehörter Satz.

    Beste Grüße aus Trier
    Toby

    Antworten
  8. Privatsprache

    Zum Hegemann-Text hätte ich da noch eine Anmerkung:

    Natürlich ist die Forderung nach Schreibverbot absolut übertrieben und albern. Aber es ist eben auch nicht ganz unproblematisch, wie Hegemann „Autist“ verwendet hat. Das würde jedem sofort einleuchten, wenn sie stattdessen „schwul“ oder „behindert“ abwertend benutzt hätte.

    @Alexandra: Ich glaube auch, dass Frau Hegemann nicht die krasse Autisten-Hasserin ist, aber es ist eben auch nicht so, wie du sagst, dass diese abwertende Verwendung komplett losgelöst ist von der Krankheit des Autismus (Gilt das formal als Krankheit?), denn zumindest negative Konnotationen werden auf Autisten übertragen und Autisten haben – auch wenn sich das durchs Fernsehen gerade ändert – sowieso ein Image-Problem, das sich zum Beispiel bei Amok-Läufen zeigt, wo regelmäßig als erstes behauptet wird, der Täter sei Autist gewesen.

    Wenn jemand ein doofes Ding „schwul“ nennt, wie es auf Schulhöfen beliebt ist, dann sagt er eben auch implizit, dass Schwule doof sind. Und wenn Frau Hegemann etwas Negatives „autistisch“ nennt, wird dieses Bedeutungsfeld implizit eben auch auf Autisten übertragen, auch wenn sie das nicht beabsichtigte.

    @Holger: Du sagst, die Autisten-Community soll sich nicht so aufregen. Aber ist der Fall nicht ganz ähnlich dem, wenn ein Schlanker Witze über Dicke macht? Abgesehen davon hast du vollkommen recht, dass Shitstorms nicht zielführend sind, sondern nur dafür sorgen, dass auf beiden Seiten die Köpfe dichtgemacht werden.

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Ich versuche nicht, einen Shitstorm loszutreten, wenn mir nicht passt, was jemand über die Minderheit sagt, der ich mich zugehörig fühle. Autisten sind möglicherweise jedoch ein schlechtes Beispiel, um die Inszenierung als Opfer zu illustrieren, da passen die Hashtagfeministinnen sicherlich besser.

    2. Privatsprache

      Mit der ständigen Shitstomeritis hast du ja komplett recht. Das führt in den seltensten Fällen zu irgendwas und quasi nie dazu, dass der oder die Bestürmte irgendetwas überdenken, was möglicherweise an ihrem Verhalten nicht so okay war. Im Zweifel kommst du mit Nachfragen weiter als mit Vorwürfen …

    3. Hawkeye

      Zum einen sollte man hier differenzieren zwischen der Kritik an der Sache selbst und dem Shitstorm der sich darum bildet. Wenn solche Fehldarstellungen immer wieder vorkommen braucht es eine öffentliche Gegenposition die auch öffentlich artikluiert wird. Das sich um diese Gegenposition dann noch ein „Mob“ herumbildet muss dabei nicht zwingend im Sinne desjenigen sein der die Gegenposition äußert. Es sollte aber genau so wenig ein Grund sein, dass diese Gegenpositionen nicht mehr geäußert wird.

      Das Problem was ihr mit der Meinungsfreiheit seht sehe ich selbst genau so. Jedoch könnte man im Rahmen der Meinungsfreiheit auch darauf Rücksicht nehmen, auf wessen Rücken man diese Meinungsfreiheit auslebt. Und das sind in diesem Fall eine Gruppe von Menschen, die absolut nichts mit dem Thema zu tun haben, aber die unter dem Bild leiden, dass dort unnötig mitgetragen wird. Weil ihren Punkt hätte Frau Hegemann auch sehr gut ohne diese Metapher und auch ohne dieses Falschwissen klar machen können.

    4. holgi Artikelautor

      Stimmt. Hegemann hätte das nicht nötig gehabt. War halt die billigste Lödung.

      Wenn die Protagonisten der Gegenposition sich nicht oder nicht hinreichend vom Mob distanzieren – oder sich sogar noch mit dem Mob solidarisch zeigen – diskreditieren sie nicht nur sich, sondern die Gegenposition dummerweise gleich mit. Die Hashtagfeministinnen und deren Mitläufer sind auch da wieder ein Paradebeispiel.

  9. Benni

    Eine Ergänzung/Empfehlung noch zum Thema Bullshit:

    Die von Tiffy erwähnte Definition von Frankfurt hat halt ein bisschen das Problem, dass die Beantwortung der Frage ob etwas Bullshit ist abhängig ist von der Absicht des Schreibers – ist er am Wahrheitsgehalt seiner Aussagen interessiert oder nicht?
    Jetzt kommt es aber oft genug vor, dass jemand durchaus etwas zu sagen hätte, aber nicht in der Lage ist, es zu sagen – weil verkopft/verbildet ist, weil er die Begriffe noch nicht hinreichend verstanden hat, weil er einem Bias erliegt usw. usf.
    Daher hat Cohen in einem sehr schönen Aufsatz („Deeper into Bullshit“*) versucht eine Definition zu finden, die Bullshit als eine reine Eigenschaft des Texts sieht. Das klingt jetzt vielleicht alles sehr aufgeblasen, aber ich kann den Aufsatz jedem empfehlen, der gern einmal von akademischem Gesülze frustriert wird.

    * Ich finde gerade keine schöne digitale Quelle dafür (obwohl ich schwören könnte, dass der vor ein paar Jahren sehr einfach zu finden war. Hier wenigstens einmal die ersten paar Seiten davon: http://books.google.de/books?id=A4CBZu_5rKoC&lpg=PP1&pg=PA117#v=onepage&q&f=false

    Antworten
    1. Mina

      Wieso wird es nicht in der Schule beigebracht, dass man schon so lang weiß, dass die Erde eine Kugel ist? Oder war ich auf der falschen Schule?

      Zum Kiffen in US-Serien: Mir ist da sofort How I Met Your Mother eingefallen. Das haben sehr viele geschaut und die haben häufig bezug aufs Kiffen genommen. Da wurde es halt mit einem belegten Baguette dargestellt. Andererseits gibt es auch Serien, wo das Rauchen erlaubt ist, wie bei Mad Men.

      Seltsame Einlagen bei der Tagesschau: Es wurde vor kurzem ein Frühlingsgedicht vorgelesen. Als ob die zu viel Zeit und nicht genug Nachrichten haben.
      https://www.youtube.com/watch?v=IFTvN1f3sd0

      Warum ist das so: Nicht nur die Büroleute grenzen sich von den Arbeitern ab. Es gibt sehr viele Menschen mit Hauptschulabschluss, „nur“ Lehre, „nur“ Arbeiter oder Hartz4ler grenzen sich von Akademikern ab, Sogar wenn die Verwandschaft sehr verschiedene Lebensumstände hat.

      Die Leute mit geringem Einkommen sagen sehr sehr oft Einladungen (Geburtstag, Hochzeit, was weiß ich) ab, weil sie denken, sie sind nicht schick genug, nicht schlau genug oder können keine guten Geschenke bringen. Oft haben diese beiden Menschengruppen unterschiedliches Auftreten, unterschiedliche Sprache oder Art zu reden oder auch verschiedene Dinge über die sie lachen. Dadurch finden sie sich gegenseitig seltsam, glaub ich.
      Andersherum ist es auch so, dass Leute mit geringem Einkommen oder nicht so hoher Bildung kleinere Wohnungen haben und sich weniger leisten können, dass sie dann sehr selten Leute einladen, die Arzt, Ingeneur oder Ähnliches sind und dementsprechend mehr Besitz haben, viel größeres Auto oder sowas. Sie wollen nicht, dass sich diese „reichen“ Menschen bei den „armen“ unwohl fühlen.
      Ich weiß nicht, wie das ist, wenn sie doch jemand „reichen“ einladen, ob der dann auch wirklich zu Besuch kommen würde. Also ein Maler, der seit 10 Jahren arbeitslos ist lädt einen Maschinenbauingenieur ein, der locker über 100 000 € im Jahr bekommt. Was macht der Maschinenbauer? Wie verhält er sich, wenn er da ist? Wie ist er dafür angezogen?

  10. Marco

    Zu Kais Frage kann ich eigentlich nur mutmaßen, dass, wenn wir derzeit einem Irrtum aufliegen, welcher ähnlich groß ist wie die Aussage, dass die Erde eine Scheibe sei, würden wir ihn sicherlich derzeit noch nicht als kontroverses Thema erkennen

    Antworten
    1. Leif

      Vielleicht zählt ja das Gedankenexperiment, dass wir nicht allein sind im All?
      -Laut Hawking eine mathematische Gewissheit, die wir -ebenso mathematisch gesichert- nie überprüfen werden können, wenn unsere Spezies nicht ein paar Milliarden Jahre existiert.

  11. Schniepelpiepel

    Spannende Frage mit dem Erde-Scheibe-Kugel-Irrtum. Ich denke da kommt noch einiges, wir wissen doch nicht wirklich etwas. Betrachten wir mal unsere Erklärungsversuche: Urknall, physikalische Grundgesetze, Gott, Quantenmechanik, Liebe…
    Und was haben wir: Kaum eine Vorstellung davon was leben ist, lediglich einen Verstand der uns sagt, dass wir existieren, den wir aber nicht im Ansatz nachvollziehen können – wir wissen nicht was wir sind, warum wir sind, wie wir sind, unser Bewusstsein gibt uns Möglichkeiten des Verstehens mit denen wir uns für eine Weile begnügen. Das kann gar nicht alles sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir, wie in Platons Höhlengleichnis, in völliger Dunkelheit leben – wie ein Fisch, der nicht aus dem Wasser kann, wie ein Insekt im Dschungel – mit seinen Facettenaugen sieht es anders, mit seinem Gehirn, denkt es anders – für sich ist es nichts, man sagt es hat kein „eigenes Bewusstsein“, doch für uns hat es zumindest eine erkennbare Funktion in einem System und wir nennen es ebenfalls Lebewesen. Spannend (…)
    *ich hab hunger*
    LG

    Antworten
  12. mitsandgebaut

    Die Bewertung des Themas Kontrollettis, die wirr aussehende, wahrscheinlich obdachlose stinkende Menschen nicht anpacken bzw. wegräumen finde ich doch mehr als…nennen wir es mal unemphatisch.

    Bei einer Qualität von Ekelhaftigkeit, bei der du den Wagon wechselst, verlangst du von Kontrollettis, dass sie diesem Manne nahe treten, ihn auffordern zu gehen, ihn eventuell anfassen bzw. mit ihm warten auf die Polizei und diese ihn dann anfassen müssen, bzw. das ebenfalls ablehnen und andere Hilfe holen – ergo wir stoppen die Bahn. Da wird der gute Mann aber am nächsten Tag im gleichen Zustand wieder in der Bahn sitzen.

    Also wenn du wenigstens das Pferd über Hilfe holen / Benachrichtigen / dergleichen gesattelt hättest. Aber du möchtest quasi das andere Leute die für sowas vermutlich keine Befähigung und keine Lust haben und auch nicht so bezahlt werden, zu deinem (und nicht zu seinem) Wohl in die Scheisse greifen.

    Vielleicht hab ich dich falsch verstanden, aber das war durchaus auch in der Wortwahl alles andere als passend, wenn es um (wie du sagst) verwirrte, mehr oder weniger unantastbare Personen geht. Es ist sicherlich ein Problem das solche Menschen überhaupt existieren in unserer Gesellschaft, aber die Konsequenz deiner Beschreibung und wie du dich angegriffen fühlst wäre eigentlich, dass man Obdachlosen, die stinken, den ÖPNV verwehrt.

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Die Kontrolletis in Berlin sind fast ausnahmslos rabiate, unhöfliche Arschgesichter, die von den Verkehrsbetrieben beauftragt worden zu sein scheinen, Menschen in den Zügen zu behandeln wie Scheiße (zumindest ist es das, wobei ich sie regelmäßig beobachte). Ich erwarte von denen, dass sie die Hausordnung entweder ganz durchsetzen oder halt gar nicht.

      Und was wäre das Problem daran, stinkenden Menschen den ÖPNV zu verwehren? Vor allem, wenn sie nichtmal ein Ticket haben?

    2. mitsandgebaut

      Nunja, ich finde es fragwürdig Menschen ein Grundbedürfnis zu nehmen weil sie es sich nicht leisten können. Fortbewegung zumindest innerhalb des Wohnorts, gehört für mich wie Nahrung, Trinken, Wohnraum und Internet zu den Grundbedürfnissen.

      (Es passt nicht 100%, aber hier spielt auch mit rein, dass ein „öffentlicher“ Nahverkehr für 2 Euro pro Fahrt ohne absurd ist – weil du so sehr auf das fehlende Ticket pochst – aber das mal am Rande)

      Noch fragwürdiger finde ich die Sperre des ÖPNV, wenn es sich um obdachlose (deiner Beschreibung nach, recht wahrscheinlich, oder? – darauf fußt meine Meinung auch zum Teil, von daher ist das ne wichtige Annahme für mich) Personen handelt, deren Geschichte oder gar Krankheitsbild man nicht kennt. Deren Ziel man nicht kennt (Unterkunft? Grad aus dem Rausch erwacht und nun zur Unterkunft?).

      Nach dem gleichen Prinzip, dürften sie sich nicht in Banken, Bahnhöfen, wind- und wettergeschützten Orten aufhalten, sobald sie deine Nase tangieren. Oder eine andere Nase. Rücksichtslos ist hier meiner Meinung nach weder der mutmaßlich irre/verlorene noch das Bahnpersonal. Ich fand einfach die Aussage zu extrem. Was Bettler und Leierkastenspieler betrifft, mag das ja noch ok gehen, aber der verwirrte (zweiter Teil dessen, was mutmaßlich anhand deiner Beschreibung ist und worauf meine Meinung basiert) stinkt nicht um dein Geld zu bekommen, sondern weil er nicht anders kann.

      Was ist mit Berufen bei denen man stinkt? Neulich hats gebrannt in unserer Kakaofabrik, dienigen die die Halle gereinigt haben, stanken wie Aschenbecher. Original wie kalter Aschenbecher. Müllfahrer ohne Dusche oder Zeit für Dusche…usw. usf. . Nee Holger, das ist mir zu abgehoben. Ja sie schränken dich in deinem Wohlbefinden und deiner Freiheit ein. Aber sie bedrohen weder dein Leben, deine Gesundheit noch deine Besitztümer, sondern nur deine Nase für einen Moment deines Lebens. Wechsel dein Abteil und damit ist es gut. Warte einen Zug wenn du Zeit hast. Das steht dir doch frei. Wenn die Bahnfuzzis es wegen der Hausordnung durchziehen, gut für dich. Aber auch für die gilt obige Darstellung.

    3. holgi Artikelautor

      Verkehrsbetriebe sind Wirtschaftsunternehmen. Daran ändert auch Sozialromantik nichts. Und von einem Unternehmen, mit dem ich einen Vertrag eingehe, der eindeutig sagt, dass ich Beförderung nur gegen ein Ticket bekomme, muss ich erwarten, dass diese Verträge auch eingehalten werden – und zwar von beiden Vertragspartnern.. Das ist ein wichtiger Rechtsgrundsatz und wenn ich den breche, muss ich damit rechnen, dafür bestraft zu werden. Wenn dir das nicht passt, dann musst du dafür sorgen dass sich Gesetze entsprechend ändern, aber nicht einfach Missbrauch betreiben, weil du dich in irgendeiner Form moralisch überlegen fühlst. Im Recht bist du damit nämlich nicht. Und ich fordere nichts weiter, als das Recht durchzusetzen.

      Davon abgesehen:woher willst du wissen, dass er stinkt weil er nicht anders kann und nicht weil er nicht anders will? Immerhin scheint er zwischen Berlin und Potsdam zu fahren. Morgens nach Potsdam abends zurück nach Berlin. Vielleicht ist das planvolleres handeln, als du und ich uns vorstellen können. Warum schließt du das aus? Warum soll für bestimmte Menschen anderes Recht gelten als für alle anderen? Wie willst du definieren, für welche Menschen die Ausnahmen gelten? Wer soll das definieren?

    4. mitsandgebaut

      Ich sage nicht, dass du nicht im Recht bist. Ich dachte nur, dass ein wenig mehr an Nachsichtigkeit deinerseits irgendwie nett wäre. Du bist nämlich in erster Linie nicht das Verkehrsunternehmen sondern Passagier.

      Vielleicht hab ich einfach auch deine Formulierung im podcast zu wörtlich genommen, auch wenn ich dich schon länger höre – die Kombination aus wirr, stinkend, heruntergekommen (Wörter nicht mehr genau im Kopf) die du zur Beschreibung genutzt hast, werden von mir im Kopf mit hilflosen Menschen verbunden. Und darauf fußt ja meine generelle Argumentation und bricht dementsprechend auch schnell zusammen, wenn der Mensch nicht wirr ist – wir beide können nichts genaueres feststellen – ich plädiere auf Nachsichtigkeit, du auf Harte Linie. Soweit so gut, unterschiedliche Ansichten eben.

      In den Beförderungsbedingungen bei Airlines und Bussen in Asien steht mitunter, dass man keine Kotzfrucht mitnehmen darf. Soweit sind wir hier noch nicht, denke ich ;).

      Grundbedürfnisse nicht sperren, war eher im Nebensatz. In anderen Bereichen wo du zahlender Kunde bist, seh ich das vollkommen ein. Neulich wurde in DD ja einer aus dem Kino geworfen, Ticket zurückerstattet und dann sogar per Polizei entfernt. Wegen Stinken.

    5. M3000

      Ich kann Holgers Meinung zu der inkonsequenten Umsetzung der Hausordnung der BVG und VBB nur zustimmen. Meine letzte Begegnung war an einem Sonntag. Auf einer Strecke wurde ich zwei Mal kontrolliert und ich hatte meinen Geldbeutel, samt Ticket (Umweltkarte, ABO) zu Hause vergessen. Der erste Kontrolleur hat mich aus der Bahn gezogen und wollte mir sogar noch unterstellen, ihm eine falsche Identität zu sagen, weil er es nach drei Versuchen nicht geschafft hat meinen Namen von seinem Zettel (hatte ich ihm vorher gegeben) abzulesen und ins Telefon zu buchstabieren. Anschließend kam 5 Stationen später eine zweite Gruppe Kontrolleure, denen habe ich gesagt das ich eben Kontrolliert wurde, mein Ticket vergessen und meine Fahrt beende (als ich noch zur schule ging durfte ich, wenn ich meine Monatskarte vergessen hatte meine Fahrt beenden). Die Kontrolleure haben mich ausgelacht und ich durfte wieder aussteigen und wurde ein weiteres mal notiert. Als ich meine Unmut zum Ausdruck gebracht habe und meite, sie würde das nur für ihre Prämie machen, erklärte mir die eine Frau:“ ich mache das nicht für eine Prämie. Ich mache das freiwillig, denn ich habe Sozialstunden…“

      Ich musste anschließend also zwei mal 8 euro (anstatt 40) bezahlen, obwohl ich nachweisbar bezahlender Kunde der BVG war und nur mein Ticket zuhause vergessen hatte. Ich finde diese „verminderte Strafe“ eine Frechheit und würde gerne mal wissen wo die investiert wird, denn ich kann aus dem Stand 10 Bahnhöfe nennen die immer stinken und bin zu 100% auf Holgers Seite was stink und lärm angeht

      Lg markus

    6. Feuerwasser

      Viel schöner ist es wenn man aus heiterem Himmel in 4 Wochenabständen 3 Briefe bekommt, in denen einem Schwarzfahren vorgeworfen wird, obwohl man nicht mal mit der Bahn oder Öffis allg. unterwegs war.

      Die DB hat mit einem falschen Geburtsdatum meine Adresse ermittelt und sich gedacht: Stadt und Name passen, den gehen wir jetzt auf den Sack.

      Lustiger Weise stimmte das Geburtsdatum dann beim dritten Vorwurf, nachdem ich 2 mal meinen Ausweis als Kopie einschicken durfte (Ausweis kopieren ist seit 2010 untersagt laut Gesetz).

      Erst meine Anwältin hat diese Sache dann beenden können. Und die Bahn hat die Frechheit mir zu sagen jemand hätte Identitätsdiebstahl begangen, obwohl das eindeutig und objektiv nicht der Fall gewesen sein kann.

      Die Kontrolleure waren also einfach nur inkompetent und dreist und obwohl man nichts mit diesem Unternehmen zu tun hat, zwingen die einem Nerven und Zeit ab. Vollid*****!

    7. Leonard Fresenborg

      Hallo Holgi, hallo ihr anderen,

      ehrlich gesagt bin ich über diese Deine Aussage auch etwas gestolpert. Ich finde es nicht problematisch, Obdachlose oder sonst wen aus dem Zug zu schmeißen, denn das würde ja auch mit jedem anderen passieren und so sind nun mal die Regeln. Aber letzlich bist Du ja nicht die Berliner Verkehrbetriebe, wie mitsandgebaut schon gesagt hat. Deshalb beeinträchtigen Dich Schwarzfahrer ja höchstens sehr indirekt.

      Beim Stinken finde ich es etwas schwierig, weil einerseits klar ist, dass bestimmte normative Regeln eben eingehalten werden müssen. Aber die Beeinträchtigung durch unangenehm riechen ist doch wirklich sehr sehr subjektiv. Einige Menschen haben einen sehr guten Geruchssinn, andere fühlen sich durch Gerüche kaum je gestört. Einen objektiven Schaden verursachen sie jedenfalls nicht.

  13. nichtdiebohne

    Die Rächer von WitwInnen und WaisInnen gehen mir gehörig auf den Wecker. “So einfach ist das!”

    Und zwei Sätze mehr. Wenn Hegemann irgendeinen Vergleich in der Art von “benimmt sich soundso so widerlich wie ein Psychopath” gezogen hätte, hätte es wohl keinen Shitstorm der Psychopathen(-versteher) gegeben und das, wie ich finde, zurecht nicht. Kleine Handreichnung: die Doofen! die kann man auch immer noch ganz prima und shitstormlos der Doofheit zeihen.

    “Hat der gerade wirklich Autisten mit Psychopathen und Doofen verglichen?”
    AUTOBAHN! AUTOBAHN! AUTOBAHN!

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  14. pansen

    Zu Traubenzucker
    Dextro Energy, aka Traubenzucker wirkt eigentlich eher wie ein Stimpack.
    D.h. Nach dem man es eingeworfen hat, wirkt es bis ca 30 Minuten hirnleistungssteigernd, falls der Blutzucker nieder ist(!). Wenn nicht, dann ist es hirnleistungsmindernd.
    Nach den 30 Minuten sackt die Hirnleistung aber auf jeden Fall zusammen und zwar auf ein noch niederes Niveau als vor der Traubenzucker Einnahme.

    Sprich, es gibt genau ein sinnvoller Einsatz für Traubenzucker. Ca 30 Minuten VOR dem Ende einer Prüfung/ Besprechung etc…

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  15. manka

    Zu Kais Frage: Ich denke und hoffe, dass es sich als Irrtum erweisen wird, das nichts schneller als das Licht sein kann. Meine Hoffnung gilt da der Quantenphysik und den Stringtheoretikern.

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  16. Mokkel

    Was mich mal interessieren würde, wäre eine wissenschaftliche Analyse zu diesen „Arschlochkommentarschreiber“. Klar kann ich hier auf die Ergebnisse der Troll-/Stammtischforschung zurückgreifen. Aber so richtig stellt mich das nicht zufrieden, weil es die psychologischen Aspekte des „selbst Schult“ Phänomen nicht erklärt.

    Ich kann Holger nur recht geben, auf Zeit-Online, nehmen Pöbeleien und Beleidigungen in den Kommentaren, in letzter Zeit wieder zu. Allerdings finde ich, dass der Anteil von reflektierten Kommentaren bei Zeit-Online, immer noch, im Gegensatz zu anderen Nachrichtenportalen, vorhanden ist. Auch den Anteil der zwanghaft alles-Relativierer, kommt mir eher niedrig vor. Was natürlich bleibt ist die übliche reaktionäre Suppe.

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    1. holgi Artikelautor

      Ich finde es halt sehr schade, dass die reflektierten Kommentare bei der Zeit letztlich im Rauschen verschwinden. Ich habe dort einmal zu oft Grütze lesen müssen und sehe deshalb nicht mehr rein.

      Abgesehen von den Klicks der Gehässigen fehlt mir jegliches Verständnis dafür, dass ein solches Medium seinen Webauftritt dermaßen in den Dreck ziehen lässt. Das kann doch niemand ernsthaft wollen…!

    2. Norti

      Webauftritt

      Was haben SIE denn mit Holgi angestellt?

      …oder beschäftigt Holgi mittlerweile Ghostwriter?

  17. Romconstruct

    Die Diskussion über Akademiker und vor allem den BAchelor hat mich etwas irritiert muss ich sagen. Oder besser gesagt habe ich mich dabei gefragt ob du Holgi selbst nur relativ wenig davon mitbekommen hast wie es in der Realität aussehen kann?

    Ich gebe dir/euch vollkommen Recht dass es „zum Akademiker sein“ dazugehören sollte sich für möglichst viele Dinge zu interessieren und auch das eine Ausbildung vor dem Studium oder ggf. sogar gar kein Studium oft besser wäre.

    Aber zu sagen heutige Studiengänge wären viel zu gradlinig aufgebaut mag sicher mal zutreffen, mir jedoch kommt es eher anders vor.

    Mein Studium endete 2008 und war noch ein Diplomstudiengang. Dabei hieß es zwar grundlegend „Technische Informarmatik“ aber man hatte gewisse Möglichkeiten das Ganze zu lenken und zudem noch mit diversen Seminaren nebenbei auszuschmücken. Diese waren auch gerne mal fachfremd und halt auch Pflicht. Alkso im Sinne von x fachfremde Sachen müssen gemacht werden.

    Bei meiner Freundin, die gerade ihren Bio-Bachelor fertig hat, ist es nochmal extremer und gerade der Master ist sogar dummerweise explizit nicht auf eine Spezialisierung ausgelegt. Bei ihr ist schon lange klar das sie in den Bereich Immunologie gehen wird. Sie arbeitet seit über 2 Jahren darin im Labor und versucht sich dahingehend weiterzubilden wo es nur geht. Was darf sie natürlich im Master nicht belegen? Richtig: Immunologie. Da heißt es lieber „auf in den Wald Tierchen zählen“ und andere Dinge die sie schon im Bachelor machen musste. Dazu noch diverse fachfremde Sachen was letztendlich dazu führt das der Master kaum was bringt außer Zeitverschwendung und mehr Geld für die Uni.

    Immunologie jedoch dürfen nur spezielle medizinische Biologen wählen. Die sind zwar meist eher weniger daran interessiert und auch im Laborbetrieb nicht mal annähernd passend ausgebildet aber hey, für die ist das schon fast fachfremd und man soll ja auch eine breite Basis haben.

    Dabei sind die fachfremden Sachen durchaus mal interessant und auch wichtig, das will ich nicht bestreiten. Aber der Weg ist eben mitnichten stringent vorgeplant sondern wird eher dermaßen in die Breite gelenkt ohne sich dabei oftmals spezialisieren zu können dass wir dem Ausland mal wieder versuchen möglichst weit hinterherzuhinken.

    Zudem sieht es ja auch oft noch so aus das man sich als Akademiker gerne mal in seiner Freizeit auch noch mit dermaßen vielen anderen Interessengebieten beschäftigt dass eine Uni das jetzt nicht auch noch im Übermaß betreiben muss.

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  18. griffin

    30 Rock, Staffel 4, Folge 3: „Unterwegs nach Stone Mountain“

    (Zur Frage in welcher Folge Produktnamen auf dem Land von denen in New York abweichen. Und nein, ich habe sonst kein Leben.)

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  19. Heiko

    Zum Thema große Irrtümer:

    Ist vielleicht nicht ganz „die Erde ist eine Scheibe“ … aber ich habe kürzlich eine SWR2 Wissen Sendung gehört , deren Inhalt mich hoffen lässt, CO2 in der Atmosphäre ist kein Problem, sondern eine Chance.
    Vom Klimaschädling zum Rohstoff – Kohlendioxid nachhaltig nutzen
    Kann ich nur empfehlen. Momentan ist ja so ziemlich Konsens „Treibhausgase sind evil“ und „ohne Öl geht’s zurück in die Steinzeit“, aber vielleicht ist das gar nicht so. Vielleicht retten uns am Ende ausgerechnet die Treibhausgase den Arsch.

    Antworten
  20. Björn

    Schön, dass ich meine Meinung über das Bildungssystem hier wieder finden durfte 🙂 Ich schreibe gerade (oder fange bald damit an) an meiner Bachelorthesis, habe das allgemeine Abitur und eine abgeschlossene Ausbildung in der Tasche. An sich ein straighter Lebenslauf, aber durch den regelmäßigen Kontakt mit der Arbeitswelt (früher Ausbildung, jetzt Semesterferien) bin im Vergleich zu manch anderen Studenten nicht mehr im Elfenbeinturm (in so fern man davon im technischen Umfeld sprechen kann). Was ich auch schon bereits seit einer ganzen Zeit denke und auch sage: Vielen meiner Kommilitonen hätte eine Ausbildung gut getan und viel zu viele Leute gehen studieren (weil das die Gesellschaft so will, wenn man sagt, man habe sein Abitur gemacht und dann eine Ausbildung angefangen wird man in manchen Kreisen gerade zu verstört angeschaut), ohne, dass sie die notwendige Motivation mitbringen. It’s just another step. Schule, Abitur, Bachelor, Arbeiten. Der Bachelor als Ersatz zur Ausbildung, nein, als Ersatz zur „Reifeprüfung“. Das wird heute auch nicht mehr hinterfragt.
    Was man erreichen würde, wenn man, wie ihr sagt, eine Ausbildung vor dem Studium verpflichten würde, ist nicht nur, dass Leute nicht mehr (unnötig) studieren, es fördert auch Respekt für Leute im „schaffenden Gewerbe“. Wenn man selbst einmal in der Produktion gestanden hat, dann hat man später „im Büro“ wirklich Respekt vor diesen Leuten, die diese (von oben herabgesehen) eintönige Arbeit. Die machen das (oft) ihr Leben lang, ohne größere Veränderungen.

    Was will ich nun eigentlich? Eine Revolution im System! Man könnte statt der verpflichtenden Ausbildung zum Studium auch einen verpflichtenden Sozialdienst („Zivi“) für ein oder zwei Jahre nach dem Abitur einführen, den man entsprechend vorher absolvieren muss. Wer das nicht will, zahlt eben „amerikanische“ Studiengebühren und kann sich somit davon „frei kaufen“ oder weißt eine Ausbildung auf. Damit könnte man das Sozialsystem retten und wir hätten Bachelorstudenten mit „Lebenserfahrung“.

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Wobei Du mit dem Freikaufen einen Zuständ herstellen könntest, in dem Kinder wohlhabender Eltern niemals Dienst leisteten, um die Dienstzeit früher mit dem Studium fertig wären und entsprechend höher auf der Karriereleiter stünden. Das sieht mir nach noch stärker Verfestigung der Schichten aus. Ich finde ja, dass die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes ein Fehler war. Alleine schon, weil man während seines Dienstes zwangsläufig mit anderen Schichten umgehen musste – als Gymnasiast bekommt man die Abgrenzung nach unten ja gleichsam in die Wiege gelegt. Mich hat das ungemein bereichert.

    2. Mina

      Die Büroleute, die auf Arbeiter „runtersehen“ sind aber auch sehr oft Menschen, die direkt eine Ausbildung gemacht haben. Irgendwelche Bürokaufleute oder was es alles gibt. Das ist ja nciht so, dass sie immer studiert haben oder dass sie keine Ausbildung haben.

      Ich denk auch, dass im technischen Bereich das noch nicht so extrem ist. Ein Ingeneur, der an einem Produkt rumentwickelt und einer, der das zusammenbaut, können super über das Produkt reden. Außerdem haben Ingeneure nicht unbedingt Bürokleidung an, sondern öfter auch einfach Jeans und T-Shirt (Naja, je nach Arbeitsstelle).

      In den Ingeneurswissenschaften war das früher so, dass man zwischen Abi und Uni ein Grundpraktikum machen musste/sollte, um zu sehen, wie die Produktion läuft. Man ist dann in der Ausbildungswerkstatt, in der Verpackung, Bestückung von Pratinen, Schlosserei usw.
      Ich glaub, jetzt wird es noch empfohlen, aber man muss es nicht. Die Bachelor machen ihre 6 Wochen Praktikum meistens erst ganz am Ende des Studiums, weil sie müssen und weil sie sich dadurch bessere Möglichkeiten für den Einstieg in das jeweilige Unternehmen annehmen.

    3. holgi Artikelautor

      Man sieht immer herab. „Abgrenzung nach unten“ hat Bourdieu das – glaube ich – genannt. Ich habe jedenfalls noch nie erlebt, dass sich jemand nach oben abgegrenzt hätte – außer vielleicht von bestimmten wohlhabenden Kreisen, deren Kleidungsgeschmack mir fremder ist als jeder Blaumann 😉

    4. Mina

      Holgi, kennst du das nicht, wenn jemand lang von Hartz4 lebt und dann zu alten Freunden oder verneren Verwandten eingeladen wird von denen man weiß, dass sie sich 4 Mal im Jahr Urlaub und irgendwelchen Schnick-Schnack leisten können. Da sagen ärmere ab, nach meiner Erfahrung, weil denen das unangenhem ist oder weil sie sich das Bahnticket nicht leisten können usw. Das ist doch auch Abgrenzung.

    5. holgi Artikelautor

      Ich kenne das. Das ist allerdings nicht Abgrenzug, sondern Ausgrenzung (in solchen Fällen sogar selbstgewählte). Abgrenzung ist, sich für „etwas besseres“ zu halten, nicht so sein zu wollen, wie die Schmuddelkinder.

    6. Phil "Philly" Philbert

      Ich kann aus meiner Kindheit / Jugend durchaus von „Abgrenzung nach oben“ berichten. Ich würde sagen, meine Familie ist Mittelschicht, auf meine Grundschule gingen aber auch einige aus der unteren Mittelschicht. Wir hatten also ein echt überschaubares Häuschen, und waren auch für einige der anderen Eltern „die feinen Herrschaften“. Ich war natürlich sowieso voll blöd, weil ich weder einen eigenen Fernseher, noch Nintendo-irgendwas hatte. Dieses Abgrenzen gilt jetzt nicht für alle Kids aus meiner Hood damals, aber einige.
      Auf dem Gymnasium ging das dann fröhlich so weiter, allerdings ausdrücklich nicht schulintern! Das mag pures Glück in meinem Jahrgang gewesen sein – war aber zum Glück so. Ein Mädel aus meiner Klasse hatte weiterhin Kontakt zu diesen Kreisen, und jedes Mal, wenn man denen irgendwo begegnete, kam eigentlich nur „Welche Schule geht ihr? Gymnasium? So seht ihr aus, ihr Opfer, wie lauft ihr rum. Ich schwöre, wenn ihr ein Wort sagt, box ich euch um!“ usw. Später ließen sie dann in unregelmäßigen Abständen mitteilen, dass XY Bombe kassiert und aufpassen soll. Und dann standen sie rotzend vor unserer Schule und führten ihre Bomberjacken und bösen Blicke vor. „Scheiß Gymnasium, glaubt ihr, ihr seid was besseres!“ Ein paar Mal gab’s dann tatsächlich Handgreifliches zu vermerken.
      Was mich dabei so erstaunt, war diese Obsession mit uns. Wir hätten und haben nie Stress mit denen angefangen, waren sowieso total kampfunerfahren. Auf Konfrontation waren wir schon mal gar nicht aus – und trotzdem kamen die immer mal wieder vorbei, um uns klarzumachen, dass wir Opfer sind.

  21. HerrTaschenbier

    Mich hätte eure Meinung zur Pallenberg-Geschichte interessiert. Schade das Ihr das Thema nicht vertieft habt.

    Antworten
    1. holgi Artikelautor

      Ich finde Saschas Entscheidung sehr gut und stehe hinter seiner Begründung. Das Problem ist, dass es praktisch keine öffentlich zugänglichen Quellen gibt, mit denen man sauber argumentieren kann, warum er Recht hat.

  22. Dirk Moebius

    Zum Thema Klamotten – speziell Hemden, die nicht – also nie – wirklich passen:
    Ich hatte bis vor einem Jahr das Problem, daß ich mit meinem dicken Hals immer nur Hemden für Dicke bekam – eben diese proportionale Hochskalieren, das auch holgi vermutete. Vor einem jahr hab ich entdeckt, daß Maßkonfektion (namedropping: Kuhn, Friedrichstraße) nicht viel teurer ist als etwas bessere Hemden von der Stange, aber unfassbar besser und bequemer sitzt. Ich kann in diesen Hemden echt den ganzen Tah rumlaufen – und mich auch bewegen – und sie stören nicht mehr als sonst ein T-Shirt.
    Und ich frage mich, warum mir das nicht schon vor zehn Jahren jemand gesagt hat.

    Ansonsten und immer noch: danke Euch beiden für Eure nicht zeitnahen, aber wrintheitsgemäßen Antworten!

    Antworten
  23. Steffen

    Also zum Thema Android vs. Ios sollte man lieber nichts sagen. Und wenn dann höchstens das es Geschmackssache ist. Aber Holgi´s Vergleich von wegen Apple=BMW und Android=Ford und Co. hinkt ja mal dermaßen… das einzige das daran stimmt ist das die Iphone-Besitzer oftmals denken sie wären was besseres, nur weil sie mehr Geld bezahlt haben. Da sehe ich parallelen zu Bmw-Fahrern… Dabei ist hinlänglich bekannt das Apple seinen Vorsprung vor der Konkurrenz seit Jahren verloren hat und in letzter Zeit Hardware-technisch von der Android-Konkurrenz ganz locker übertrumpft wird.

    Und ich hoffe das du nie wieder eine Sendung mit dem Christopher Lauer machst… wie kann der Typ sich von Springer kaufen lassen?! Der Typ verrät alles wofür die Piratenpartei mal stand…

    Antworten
  24. Rainer

    Zum Thema Technikverständnis. Alexandra hat mMn verfolgt den richtigen Ansatz. In der Anfangszeit musste man viel „Frickeln“ um aus einem Computer eine funktion heraus zu locken. Heute bedient man nur noch die Geräte ohne deren grundsätzliche Funktion zu verstehen.
    Zum lernen der Computertechnik gibt es z.B. das Raspberry-Projekt das spiegelt genau den vorschlag wider den Holger hatte.

    Antworten
    1. Tom

      Der Hinweis aufs Raspberry Projekt ist Super!
      Hardware basteln -bei Interesse, ansonsten kann das Ding alles was man braucht um Basic-s zu lernen.
      Gib’s übrigens auch mit Android und und Co.

    2. Jan

      Mich erinnert die Entwicklung bei den Computern an die Entwicklung bei den Autos/Motorrädern. Früher (damit meine ich die 60er oder 70er) konnte auch noch jeder Fahrer Öl und Reifen wechseln und wusste wo Zündkerzen und Luftfilter waren. Damals konnte man die Teile auch noch erreichen. Heute ist das vom Hersteller nicht gewollt und damit nimmt das selbst machen ständig ab. Das technische Wissen darum, wie so ne Karre überhaupt funktioniert und dementsprechend was man selbst machen kann nimmt damit im gleichen Tempo ab.

  25. Meerow

    Organspendeausweis: Kennt Ihr die Möglichkeit, das iPhone zu einem solchen zu machen?
    Über die native Health App lässt sich da ein Haken in Eurer Medical ID setzen. Die ist dann für alle im Falle des Falles im Sperrbildschirm bei der Notruffunktion abrufbar.
    Ich weiß nicht, ob das breit bekannt ist, aber schaden kann es nicht, evtl habt Ihr Euer iPhone ja öfter dabei als das Portemonnaie.

    Antworten
    1. Markus

      Ich denke nicht, dass das rechtlich wirksam nach deutschem Transplantationsgesetz ist.
      Vielleicht den Organspendeausweis abfotografieren und als Lockscreen-Hintergrundbild nehmen…

  26. Charly

    Der Assirusse konnte vermutlich einfach kein Deutsch, so wie die meisten Polen auch und hat deshalb nicht verstanden, was man von ihm will…

    Antworten
  27. Been Told

    Zum Thema rücksichtsloses Fahren.
    Es geht auf zwei Ursachen zurück.

    1. Straffreiheit. Man kann sich im Zweifelsfall meistens beim Verkehrspolizisten von jeglicher Bestrafung freikaufen, wenn man nicht jemanden umgefahren hat oder so.
    2. Kein Bewusstsein für Rücksicht beim Fahren. In Russland herrscht immer noch sehr stark die Denke, dass die Großen und Mächtigen machen dürfen, was sie wollen. Wenn der dicke Chrysler oder so fährt wie ein Gehirnamputierter, dann denkt sich der Lada-Fahrer hinter ihm erst einmal: was für ein Arschloch. Und beim nächsten Mal macht er es selber. Weil: bin ich schlechter als der? Und „die anderen machen es doch auch“ ist ein Argument, was man auf einmal als völlig legitim ansieht, sobald man hinter dem Steuer eines Automobils sitzt.

    Es gibt seit ein paar Jahren in Russland (und inzwischen in umliegenden Ländern) eine Bewegung namens „StopХАМ“ (Ausgesprochen: Stop Cham (ch hier bitte auf Deutsch aussprechen)) übersetzt: Stop den Flegeln. Junge Leute treffen sich an Orten, wo Autos in 3 Reihen parken oder wo Leute regelmäßig illegal parken.
    Dann sprechen sie den Fahrer äußerst höflich an, er möge bitte wegfahren. Wenn der Fahrer nicht da ist oder sich wiederholt weigert, kleben die ihm einen Riesensticker auf die Windschutzscheibe, auf dem steht:
    „Ich scheiße auf alle und parke, wo ich will.“
    Das artet gerne mal in aggressiven Übergriffen seitens der Autofahrer aus. Oder es werden solche Aktivisten gerne mal angefahren, verprügelt, etc.
    Es gibt ganz viele Videos dazu, zum Teil mit englischen Untertiteln. Wen es interessiert:
    https://www.youtube.com/watch?v=iH4fdXYuaJA&feature=player_detailpage

    Ein weiteres Gebiet, wo die jungen Leute der Bewegung aktiv sind, ist: Autofahrer davon abhalten, auf Fußgängerwegen zu fahren. Yes, that’s a thing.
    Das ist weitaus gefährlicher, weil da regelmäßig Leute angefahren werden. Hier auch ein Video mit Untertiteln:
    https://www.youtube.com/watch?v=J_sWHfItq-w

    Heute sind das meist größere Gruppen von Leuten, die da mitmachen, weil die Bewegung ziemlich groß geworden ist. Früher waren das 2-3 Typen mit Camcordern und Handys und haben da regelmäßig aufs Maul gekriegt. Ich hab größten Respekt vor dieser Bewegung und hoffe, dass sie irgendwie zur Verbesserung der Verhältnisse auf den russischen Straßen beitragen.
    Wobei das natürlich nur dann funktioniert, wenn man sich bei den Polizisten nicht freikaufen kann.

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  28. Been Told

    Zum Thema Außenpolitik in Deutschland – was mich tierisch aufregt, ist die Position von Steinmeier bez. der Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern.

    Hintergrund:
    1915 begann der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts. Das Osmanische Reich (was heute die Türkei ist) begann mit der Verhaftung der armenischen Elite und dann ging es los mit der Abschlachtung und „Deportierung“ von 1,5 Millionen Armeniern. Die Deportierung stellte sich wie folgt dar:
    Massenmärsche in die Wüste. Wer unterwegs nicht verhungerte oder getötet wurde, wurde dann in der syrischen Wüste abgeschlachtet. Erwachsene, Kinder… alles, was armenisch ist.
    Das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm II schaute zu und tat nichts, während der Verbündete im Krieg gegen Russland seine Minderheiten ausrottete. Dazu zählten auch Asyrer, Kurden und so weiter. Insgesamt ca. 2,3 Millionen Menschen, die vernichtet wurden.
    Je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr Parallelen sieht man zum Völkermord der Nazis an den Juden.
    Es gibt auch ein Zitat von Hitler, als die Nazis in Polen einmarschierten: Wer denkt denn heute noch an die Vernichtung der Armenier?

    Heute hat die Türkei folgende Meinung: Es gab keinen Massenmord, es waren Kriegshandlungen. Und das Wort Genozid/Völkermord wurde eh erst 1951 kreiert und ist nicht rückwirkend gültig (als Straftatbestand). Daher war das kein Genozid/Völkermord. Und wer etwas anderes behauptet, wird verhaftet. Immer noch.

    Am 24. April 2015 jährt sich der Beginn des Völkermordes zum 100. Mal. Aus diesem Anlass hat man in unserer Regierung offenbar eine Bewegung gestartet, um den Völkermord an den Armeniern anzuerkennen. ENDLICH. Nachdem es schon einige male gescheitert ist.

    Herr Steinmeier kämpft aber offenbar immer noch dagegen an, mit folgender Logik: Welches Wort man benutzt, ist im Endeffekt egal. Und außerdem wollen wir unsere türkischen Freunde nicht verärgern. Die Armenier und Türken sollen das unter sich ausmachen.

    Bitte was? Die Türkei als Rechtsnachfolger des osmanischen Reiches tut so, als wäre das nie passiert und ignoriert alle Historiker dieser Welt. Nicht einmal an diesem wichtigen Datum will Erdogans Regierung nicht anerkennen, was damals passiert ist. Und bevor das geschieht, KANN es keine Annäherung zwischen den Türken und Armeniern geben.
    Was SEHR schade ist, denn an sich waren das immer zwei sehr freundliche Völker, die sehr viel gemeinsame Geschichte haben.

    Antworten
    1. Been Told

      Das mit 1951 bezieht sich nicht auf das Wort Genozid/Völkermord, sondern auf den Straftatbestand. Das Wort wurde (glaube ich) schon vorher von einem Amerikaner kreiert.

  29. Joerg

    Hallo Holgi,

    Android und iOS haben beide Vor- und Nachteile. Da Du iOS gewohnt bist, finde ich es schon bemerkenswert (Prost!), dass Du nicht wie viele andere unsachlich wirst, sondern Android durchaus als Option siehst. Was Deinen Kommentar oben angeht, empfehle ich Dir zwei Apps für Android, die Du vielleicht nicht räudig finden könntest:

    Twitter: https://play.google.com/store/apps/details?id=it.mvilla.android.fenix

    Podcast: https://play.google.com/store/apps/details?id=au.com.shiftyjelly.pocketcasts

    Oder kanntest Du die schon?

    Viele Grüße

    Antworten
  30. simon

    Hallo Alexanda, Hallo Holgi,

    da ich mich seit 2006 ab und an in Russland rumtreibe, kann ich mal kurz was zu eurer Verkehr in Russland Diskussion einwerfen.
    Ich würde sagen in dem Bereich hat sich doch einiges getan. Was ich an der Stelle doch schonmal recht interessant finde ist wie unterschiedlich die „Verkehrskultur“ in Osteuropa ist. Insbesondere ist mir der Unterschied zwischen der Tschechischen Republik und Russland ins Auge gefallen. Das hat sich sicher daraus ergeben, dass ich neben und mit dem ersten Land aufgewachsen und dann in das andere gereist bin.
    Im Vergleich würde ich persönlich sagen, dass in der Tschechischen Republik, der Umgang von Autofahrern mit Fußgängern immer höfflicher und das Anhalten an Zebrastreiffen verbindlicher war als in Deutschland.
    Wenn man dann ins Russland der Jahre, sagen wir 2006 bis 2008 schaut, dann war damals ein Zebrastreifen ausschließlich eine Markierung für den Fußganänger wo man evtl. die Strasse überqueren könnte. Für die Autofahrer hatten die weißen Streifen praktisch keinerlei Bedeutung. Was die Entwicklung betrifft kann ich da keine Aussage für ganz Russland machen. Ich kann nur das Beispiel der Stadt Dubna (nördlich von Moskau) erzählen. Dort ist es in den letzten Jahren, sagen wir mal so seit 2011, verhältmäßig normal geworden an Zebrastreifen zu halten.
    Noch eine kleine Geschichte zum Strassenverkehr in Russland.
    Bei meinen ersten Besuchen war es praktisch nicht zulässig sich in Autos anzuschnallen. Und das obwohl in der Regel Gurte vorhanden waren. Der Grund lag darin, dass Anschnallen als Zeichen des Misstrauens gegen die Fähigkeiten des Fahrers gewertet wurde. Dann kam glaube ich 2009 oder 2010 eine Gesetzes- und Sanktionsverschärfung bezüglich der Gurtpflicht. Und dann innerhalb von 1 Jahr oder so war es völlig normal sich anzuschnallen und das würde inzwischen auch niemand mehr in Frage stellen.
    Es gibt also auch dort Hoffnung und positive Entwicklungen.

    Weiterso
    Simon

    Antworten
    1. Markus

      Ich habe gute Erfahrungen gemacht, vorm Überqueren den ankommenden Autofahrern ins Gesicht zu schauen und dann Selbstbewusstsein ausstrahlend die Straße zu betreten.
      Wenn man einfach nur zur Straße schlendert, wird man nach meiner Erfahrung gerne mal von Autofahrern nicht wahrgenommen.

  31. Pascal

    Das gesuchte Browsergame heißt „Flygirl“
    Haben wir des öfteren während des Informatikunterrichts gespielt 😉

    Antworten
    1. Alexandra

      OH MEIN GOTT!!!!! DAS *IST* ES!!!!! Ich bin dir unendlich dankbar!!!! 😀

  32. Markus

    Ich finde ja die deutsche Ehrlichkeit toll. Mir ist es lieber, jemand ist mir ggü undiplomatisch als unehrlich (im Optimalfall natürlich diplomatisch und ehrlich 😉 ).

    Antworten
  33. Leif

    Moin Alexandra, Moin Holgi,

    Ich höre gerade die obige Folge nach und Alexandra fiel auf, dass hier, in den Sendungskommentaren, immer ein User ist, der stichwortartig und aus dem Zusammenhang einfach so seine Gedanken hier reinpostet.

    Ich fühle mich da zumindest mal angesprochen, unabhängig von der Tatsache, ob ich nun wirklich gemeint war oder nicht.

    Vielleicht spreche ich stellvertretend für einige andere hier:
    Ich höre die Podcasts und wenn einzelne Themen oder Aussagen kommen, zu denen ich etwas sagen möchte, tue ich das hier. Ich lese mir den Kommentarverlauf nicht durch, weil ich dieses Portal hier nicht losgelöst vom PC verstehe. Ich möchte mich nicht zwangsläufig an Dingen beteiligen, die explizit HIER stattfinden, weshalb ich vielleicht auch das ein oder andere Mal Dinge schreibe, die hier vielleicht schon gefallen sind.

    Meine Anmerkungen hier sind Reaktionen auf den gehörten Podcast und keine Beteiligung an etwaigen Diskussionen im Kommentarverlauf. 😉

    Zum Thema „Berufe ohne Neuerungen vs. IT-Berufe“
    Sicherlich ist Holgis Beispielberuf Maler (offiziell MALER UND LACKIERER) im Vergleich zum IT-Fachberuf eher „solide“, was das Fachwissen und den thematischen Umschwung angeht.
    Dass ihr beide von außen auf das Handwerk als Solches schaut, merkt man aber sehr schön an diesen Dingen. Maler u d Lackierer machen inzwischen auch Fliesenarbeiten, Teppicharbeiten und sogar Dämmung. Hier gibt es unheimlich viele regelmäßige Einflüsse seitens der EU-Normen und Bauverordnungen, die der Handwerker immer aktuell im Kopf haben muss.

    So sind bestimmte Teppichböden in öffentlichen Einrichtungen unter bestimmten Umständen erlaubt, aber generell eben verboten. In öffentlichen Gebäuden dürfen bestimmte Farben plötzlich nicht mehr verwendet werden, die jahrelang kein Problem darstellten usw.

    Als wirklich solide im Sinne, wie Holgi es beschreiben wollte, würde ich den Beamten der Stadtverwaltung nennen. Hier ändern sich je nach Tätigkeitsbereich zwar auch gesetzliche Regularien, diese haben Berlin i täglichen „Workflow“ nur unerheblichen Einfluss, da das hierarchische Konstrukt einer Stadtverwaltung nahezu statisch ist. 😉

    Antworten

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