WR446 Doktor Wrintheit 2015

 

wrint_heit_2014_200Diesmal mit Originalfragen an Doktor Sommer aus den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Es geht um Probleme des Lebens und Erektionen.

Ohne Alexandra ginge es nicht. Spendet ihr hier.

Shownotes
vom mathepauker

Helmut und Horst: Was können wir tun, um sie kennenzulernen?

00:05:17

Anna – möchte rauschgiftsüchtig werden
00:08:56

(Christian F. — Wir Kinder vom Bahnhof Zoo)  — Die Ärzte — Die Bestie in Menschengestalt — Backkatalog — Domplatte (Trainspotting – Neue Helden) .

Anke: Stimmt es, dass man mit Saunaanzug ganz schnell abnehmen kann?

00:21:30

Elektrostimulation — Inkontinenz — Neopren — 1975.

Bettina und Madeleine: Was sollen wir bloß tun?

00:42:03

Summer Camp — Pimp — Pimp stick.

Urs und Thommi: Können Sie uns helfen, bitte?

00:46:59

(Genesis)  — Depeche Mode — Konzeptalbum — Phil Collins — Led Zeppelin — Haftbefehl.

Zwei Mädchen: Kann man Schüchternheit auch ohne Tropfen, Cremes und Salben verlieren?

00:54:31

(Schüchternheit)  — Introversion — Placebo-Effekt.

Ein Junge – wurde zum Dealer
00:58:38

Messerstecherei — Narzisstische Persönlichkeitsstörung — Lippstadt — Bad Sassendorf — Maritim — Planter's Punch — Humphrey Bogart.

Nicky: Mein Freund sieht aus wie eine Klobürste.

01:04:38

Wehrdienst — Le Frisur.

Klaus – braucht viel Unterwäsche
01:08:05

(Aufklärung — Samenerguss) .

Renate – hat zu Hause nackt herumlaufende Eltern
01:09:59

(Katholizismus)  — Katrin Rönicke (Kadda) — Lila Podcast — Bam Oida — Ekel Alfred (Tetzlaff).

Rainer – muss seine Tätowierungen verstecken
01:15:06

Unterschicht — SWR2 Forum "Was ist toll an Tätowierungen?" (Andy Schmidt (Tätowierer))  — Ornament.

Doris – soll einen geküssten Türken heiraten
01:21:57

Nicht ohne meine Tochter — Federica de Cesco — Aischa oder die Sonne des Lebens — PEGIDA — Pierre Vogel — Heim.

Martin – hat Angst, wie James Dean zu enden
01:30:43

(James Dean — Vellmar)  — Porsche 550 — Friedrich Nietzsche.

Betty – möchte ihre Sommersprossen wegbrennen lassen
01:32:53

Albinismus.

Uwe: Ist oder kann laute Musik eine Droge sein?

01:34:55

(Thomas Gottschalk)  — Bad Kreuznach — Manfred Sexauer.

Renate – will immer allen imponieren
01:37:12

Uwe und Richard – haben Angst, erwischt zu werden
01:39:57

(Präservativ)  — Verbundglas — "Man muss sowieso viel mehr irritieren." (Holgi).

Tina – bekommt einen Jungen nicht mehr aus dem Kopf
01:41:29

Paul Gerhardt – wird wegen seiner sehr großen Lippen gehänselt
01:43:27

(Dietzenbach)  — Racial slur.

Ute – weiß nicht, wie ein Kind entsteht
01:45:29

Martin – möchte einmal Sophie Marceau treffen und mit ihr reden
01:47:25

(Sophie Marceau — La Boum – Die Fete — La Boum 2 – Die Fete geht weiter — Französisch)  — Michael Jackson — Kristy McNichol.

Manuela – fürchtet sich vor ihrer Ausreise in die Bundesrepublik
01:50:47

Wegen eines Termins muss Holgi die Aufzeichnung beenden, die obligatorische Höflichkeitsfrage entfällt diesmal.

63 Gedanken zu „WR446 Doktor Wrintheit 2015

  1. Miedya

    Vielen dank für eine weitere Folge Dr Sommer. Mittlerweile weiß ich, wieso ich diese Folgen liebe und hasse zugleich: ich bin irgendwo zwischen Verständnis und ganz viel fremdschämen. Sind die Leute, die ich heute als Erwachsene so von unten als frische Volljährige anschaue damals ECHT so gewesen? Hui.

    Notiz: La Boum ist als 96er-Jahrgang die popkulturelle Referenz, die man am wenigsten versteht, weil man irgendwie nie was darüber erfährt, aber gleichzeitig mit am häufigsten mitbekommt. Muss man ihn gesehen haben oder ist er eher ein Zeitdokument, das Nostalgiker beglücken darf so wie ich beispielsweise immer noch gerne Die Dinos schaue, während mein kleiner Bruder nichtmal versteht, warum man eine Serie macht mit Dinosauriern, die weder gezeichnet noch computeranimiert sind, sondern echte Menschen in (crazy, crazy) Kos-tü-men mit Puppentechnik kombiniert werden. (fandom-wissen: audio-animatronic-puppets. völlig cool.)

    Danke für die Sendung und das Mit(aus)lachen an den richtigen Stellen, damit ich mich weniger schlecht fühle.
    Eine schöne neue Woche und das Angebot, als Jugendliche der 2010er wie sie leibt und lebt mal eure Wrintheit zu ergänzen (zugegeben, das 16./17. Lebensjahr war ich halb eingesperrt und bin grad am nachholen -was unkluge Entscheidungen angeht) gebe ich euch gerne mit.

    Antworten
    1. Miedya

      nebenbei: ich bin tattoowiert, WEIL ich immerzu, das Gefühl habe so unbeschrieben, undefiniert zu sein wie die Wände des 500-Schüler-Gymnasium-Verschlags, das ich besuche und es nicht ertrage so ein Wabbelklops von Charakter zu sein, der nach irgendeiner Form sucht. Ist das diese berüchtigte Pubertät? Geht das Gefühl weg? Und vorallem: wenn ja, wann hack ich mir was ab wegen dem Tattoo?
      Islamischen Background hab ich auch noch. Lustig. Voll zielgruppenrelevant, die Folge. Respekt.

    2. Alexandra

      Interessante Erklärung, Miedya. Ich dagegen bin von diversen Lebensumständen so “geprägt”, dass ich auf weitere Stempel und Stigmata getrost verzichten kann. Wobei es vielleicht auch etwas Befreiendes hätte, mir den Stempel einmal selbst auszusuchen. Auf der anderen Seite habe ich vollstes Verständnis: Menschen brauchen Stories (über andere und über sich selbst), um spirituell zu überleben, irgendwelche Marker im Chaos des Zufälligen, und diese Geschichte bzw. Identität nur über den Lebenslauf zu konstruieren ist in einer Welt ohne Tradition und Verbindlichkeit verdammt schwer geworden.

    1. Philipp

      @fidelio
      Glaube du hast was falsch eingegeben bei mir sind 50 Mark 1975 ungefähr 61 Euro 2014…

      Immerhin statt 25 Euro fast 2,5 mal so viel. Immerhin

  2. Pascal

    Zur Angst von Kindern. Ich hatte das ganze Zimmer voll mit Dinsaurier- und Monsterfiguren und die Erwachsenen haben sich immer gewundert, wie ich das aushalte und ob es mir keine Angst macht.
    Das hat es aber nicht, aber das lag daran, dass ich natürlich alle kannte und alle hatten einen Namen. Ich kannte jede Dinosaurierart auswendig und habe sie mir sozusagen Untertan gemacht. Und alles, was man benennen kann, ist irgendwie beherrschbar.
    Ich weiss nicht, ob das psychologisch korrekt ist, aber mir fällt immer das Zitat von Lovecraft ein: “Das stärkste Gefühl ist die Angst und die grösste Angst ist die vor dem Unbekanntem.” Das lässt sich auf vieles anwenden. Sobald man sich mit etwas auseinandersetzt, es benennen kann und es vertraut wird , verliert es den Schrecken.

    Antworten
  3. Helmut

    Hallo, ich bin Helmut aus Bad Oberniederheimbach und habe eine Frage. Ich werde das Gefühl nicht los, dass alle Fragen an Dr. Sommer von der Redaktion ausgedacht waren und keine einzige “echt” war. Oder habe ich die Sendung verpasst, wo ihr das angesprochen habt?

    Antworten
    1. manka

      Das Gefühl hatte ich auch an fast allen Stellen. Das Geschreibsel kam mir irgendwie zu konstruiert vor, zu klischeehaft, als das es von so jungen Menschen geschrieben sein konnte. Da hatte sich sicherlich die Redaktion hingesetzt, und überlegt welche gesellschaftlich relevanten Fragen man behandeln sollte, um die Jugend von den bösen Pfaden der Rauschgiftsüchtigen, Selbstmordphantasten usw. zu bewahren. Wobei ich nicht bestreiten möchte, dass Kinder damals und auch heute tatsächlich wirres Zeug mit sich herumtragen. Nur eben nicht so gesetzt formuliert.

    2. Jan

      Genau das fragte ich mich die ganze Zeit des Zuhörens auch. Aber ich schätze weder Nuka Norvida noch Charlie Wormser als so naiv ein. Wenn doch… das wäre mehr als bemerkenswert!

    3. holgi Artikelautor

      Die Dinger werden ja nicht 1:1 veröffentlicht, sondern vorher redigiert.

    4. Alexandra

      Bias-Warnung: Die Irritation könnte von meiner Auswahl der Fragen herrühren. Natürlich habe ich aus den Hunderten von langweiligen und sehr alltäglichen Briefen nur die ausgesucht, die besonders auffällig formuliert waren. So mag der Eindruck entstehen, dass “das alles” doch nicht echt sein kann. Ist es vermutlich aber schon.

  4. Nick_Lange_

    Neugierige Frage: Warum seid ihr euch so sicher, das die Oberschicht nie zum Tattoo finden wird? Abgrenzung?
    Zur Islamfeindlichkeit, 1 Personen Studie:
    Islamfeindlichkeit in Bildungsferneren Schichten nimmt leicht zu;
    Insgesamt nimmt sie aber ab, wenn auch gleichmäßig verteilt über alle Schichten hinweg, nicht irgendwo gesondert.

    Antworten
    1. blub

      Ich denke so ein bisschen geht das auch in der Oberschicht durch. Natürlich nicht riesige Oberarmtatoos, aber kleinere schon, v.A. bei Frauen: kleine Blumen, Sterne, sowas halt.
      häufiger am Fuß.

      Das ist vielleicht auch ein Problem der Wahrnehmung: Von der Oberschicht nimmt man überproportional viele der Rentnergeneration wahr, in dem Alter gibts einfach allgemein weniger.

    2. Alexandra

      Das “Ding” der Oberschicht ist es, sich von Nachahmern (Emporkömmlingen) immer wieder abgrenzen zu können. Dazu gehört eine gewisse Flexibilität, die in der Regel Geld möglich macht. In dem Moment, wo das Luxus-Handtaschenmodell von Emporkömmlingen adaptiert bzw. imitiert wird, braucht Lucy von Finkelstein ein neues Modell. Diese Logik funktioniert bei Tätowierungen nicht. Es sei denn, sie sind unsichtbar und damit unnachahmbar. Fun Fact: Markenklamotten für die Oberschicht haben sehr, sehr kleine, kaum sichtbare Logos (im Gegensatz zu Markenklamotten für sogenannte Markenprolls). Nur “Kenner” wissen, für welchen Designer eine bestimmte Naht steht. So geht Abgrenzung. Love it!

  5. Roland

    Betreffend die Übersetzung des Wortes “Bampelschnuut” hier ein Vorschlag von mir:-):

    Bampel = Herumhängen, Schwingen, z.B. “Das Seil bampelt von der Decke”
    Schnuut = schließe mich da Holgi an: Maul, Mund von Schnute

    Also in diesem Fall so große Lippen, dass diese Herumbampeln (-schwingen, -hängen etc.)

    Dies ohne Gewähr, da ich selbst kein Hesse sondern Schwabe bin, also hier nur Halbwissen aus meiner süddeutschen Spracherfahrung verbreite 🙂

    Antworten
    1. manka

      Ich würde ja freizeitetymologisch sagen dass es eine Kombination aus Pampelmuse und Schnute ist.

  6. HennyR

    Zum Thema Fahrradhelme: Habe mir mal vor ein paar Jahren beim Rad fahren den Ellenbogen gesprochen. Das erste was mich die meißten Leute gefragt haben: Hattest Du einen Helm auf? Der Hinweis das ich auf den Ellenbogen gestürzt bin, wurde dann mit dem Hinweis auf das “Schlimmere” abgetan. Helm ist wichtig.

    Ansonsten super Podcast. Vielen Dank dafür

    Antworten
    1. Mina

      Mein Freund hat sich auch vor paar Jahren langgelegt ohne Helm und konnte einen ganzen Arm paar Monate nicht benutzen (auf die Schulter gefallen). Ich hab ihn direkt gezwungen, dass er sich einen Helm besongt und den auch trägt. Ich will es einfach nicht riskieren, dass er irgendwann doch noch einen Unfall mit dem Kopf abfängt. Er fährt jeden Tag im Berufsverkehrt, da sind halt viele Leute in Eile, da kann mehr passieren als wenn man nur einen Ausflug macht, glaub ich. Außerdem ist das wieder so ein Ding, dass ich jemanden kennen gelernt habe, der nach einem Fahrradunfall sein Leben lang wie ein 2-jähriges Kind sein wird. Und jaaaaaa, am liebsten würde ich meinem Freund die komplette Motorrad-Ausstattung anziehen, damit bei einem Unfall auch die Schultern, Handgelenke usw. ein bisschen mehr geschützt sind. 🙂

    2. Anne

      Ich habe vor ein paar Jahren, als ich regelmäßig mehrere Kilometer zur Arbeit mit dem Fahrrad fuhr von einem Bekannten meiner Mutter, der selber semiprofessionell Rad fährt, SOFORT einen Fahrradhelm in die Hand gedrückt bekommen.

      Ich habe das auch nicht so verstanden, dass man mir Angst einreden wollte. Es ging weniger darum, dass etwas passieren könnte, sondern, dass dann, wenn etwas passiert, man auf jeden Fall am Kopf geschützt ist. Ich würde das eher mit der Gurtpflicht beim Auto vergleichen. In 99,9% Prozent (bzw. mehr) der Fälle kann dir der Gurt vollkommen egal sein, weil nichts passiert. In dem winzigen Bereich, wo eben ein Unfall passiert (der kann ja auch unverschuldet sein), bewahrt dich der Gurt möglicherweise vor Schlimmerem. Ich sehe das (obwohl ich mittlerweile wieder ohne Helm fahre, weil ich aber eben nur noch sporadisch und spontan fahre) eher als eine Weiterentwicklung eines Problembewusstseins und nicht als Angstmacherei.

      (Ein anderes Beispiel sind eben Versicherungen, die auch letztlich darauf beruhen, dass eigentlich nichts passiert, dich aber dafür schützen, dass, wenn eben doch was passiert, du nicht Privatinsolvenz anmelden musst.)

    3. holgi Artikelautor

      Man kann es eben nicht mit der Gurtpflicht vergleichen, denn bei Auffahrunfällen mit dem Auto schützt ein Gurt immer. Genauso gibt es sinnvolle Versicherungen und unsinnige. Ist alles eine Frage des Risikos – und das schätzen Fahrradhelmträger falsch ein. Aber egal – der Helm ist nur Metapher oder Symbol für die Angst, die den modernen Menschen ergriffen hat und dazu führt, dass er sich mittlerweile sogar freiwillig überwachen lässt. Ich prophezeihe, dass wir irgendwann Helme oder Ähnliches an Fußgängern sehen werden. Die sind nämlich einem höheren Risiko ausgesetzt, als Radler.

    4. David

      Das mit den Helmen hört wahrscheinlich erst auf, wenn sie bei Fußgängern mit Helm”pflicht” angekommen sind. Weil es passieren ja soo viele schwere Unfälle, wenn wieder irgendein SUV-Fahrer (stellvertretend für alle Eisenschweine, am liebsten noch mit Kuhfänger vorne) irgendwen umgerumpelt hat. Irgendwann werden die Leute dann hoffentlich erkennen, daß es 100% Sicherheit nie geben wird. Warum haben Kinder eigentlich nicht tagein/tagaus auch im Sommer dicke Handschuhe an? Die fassen doch auch alles an, auch spitze Gegenstände, und nehmen sie vielleicht gar noch in den Mund?! Kann hier mal jemand eeeinmal an die Kinder denken!!

      Mir tun die kleinen Kinder ja schon leid, wie sie selbst auf dem Dreirad/Laufrad ohne Pedalen in Schrittgeschwindigkeit schon an den Helm gewöhnt werden… unsereins ist ja noch auf Bäume geklettert…. (und ist nicht heruntergefallen)

      Heute genauso undenkbar wie diese Entfernung-zum-Haus-Geschichte, die in diesem Bild mit der Karte ganz gut symbolisiert wird, wo der Opa als Kind noch xx Meilen Angeln gehen durfte…

    5. Anne

      Also sagen wir mal so: Ich erinnere mich noch ziemlich gut daran, wie mir mal irgendwo in Bonn in der Rheinaue (also kein Straßenverkehr, eher gemütliches Rumfahren möglich) ein Mann auf einem Fahrrad entgegengekommen ist, der sich aus Gründen, die ich bis heute nicht verstehe, ein mal komplett mit dem Fahrrad überschlagen hat. Also über den Lenker drüber und dann mit dem Fahrrad auf den Asphalt. Schlimmes passiert ist Gott sei Dank nicht, aber das war halt Glück. Wäre er – was in diesem Fall nicht komplett unwahrscheinlich gewesen wäre – mit dem Kopf aufgekommen, hätte das vermutlich anders ausgesehen, weil kein Helm.

      Fahrradfahrer tragen aus diesem Grund ja auch keine Knieschoner oder Ellebogenschützer oder anderweitigen Schutz. Der Gedanke ist eher der: Bein brechen ist okay, Schädelbruch ist nicht okay. Dass bei falschem Tragen des Helmes natürlich andere Gefahren drohen, ist auch klar. Insofern wird das Risiko hier doch auch unterschiedlich eingeschätzt und konkret die Stelle geschützt, die am gefährdetsten ist, wenn etwas passiert. Aus dem Grund besteht auch keine Notwendigkeit für Helmpflicht bei Fußgänger, da diese selten in die Verlegenheit kommen, mit höherer Geschwindigkeit von einer gewissen Höhe irgendwo runterzufallen. Fahrradhelme kamen in meiner Wahrnehmung im Privatgebrauch in der Mitte der Neunziger auf, und halten sich seit zwanzig Jahren recht konstant, außer, dass es etwas mehr wurden und die Helme nicht mehr so grottenhässlich sind.

      Ich habe da auch nie Angstmacherei gesehen, das habe ich hier bei WRINT zum ersten Mal in Zusammenhang mit dem Fahrradhelm gehört. Interessant wären da vielleicht auch Statistiken, die ich nicht habe. Das heißt, bei wie viel Prozent der Fahrradunfälle treten welche Verletzungen auf und in welchen Fällen ging der Unfall tödlich aus? Daraus kann sich dann im Zweifelsfall jeder selbst ableiten, wie sinnvoll er das findet oder nicht, und in diesem Fall wären wir dann wieder bei den Versicherungen, wo es ja auch nicht zuletzt eine subjektive Entscheidung ist, was man für sich selber als nötig betrachtet und was nicht.

    6. Mina

      Ich hab gar nicht an Unfälle mit Autos gedacht. Eher an alle anderen Stürze.
      Wenn ich als Fußgänger in jemand anderen reinlaufe in der Stadt, passiert ja nichts, man fällt nicht um. Wenn ich Stolpere, dann falle ich vielleicht auf den Hintern. Wenn ein Fahrradfahrer “stolpert” fliegt er erstmal von oben nach unten weiter und auch durch die höhere Geschwindigkeit mehr nach vorn. Oder wenn einem Fahrradfahrer ein anderer Fahrradfahrer reinfährt, dann fliegt man dementsprechend auch weiter und prallt stärker auf.

      Ich will mich nicht überwachen lassen. Ich hab noch nicht den neuen Perso, keine Ahnung wie viel die dann von mir wissen wollen. Aber schon allein bei Skype usw. kann man nicht viel machen, außer es gar nicht nutzen.

      Ich find das auch sehr schlimm wie Eltern ihre Kinder überwachen. Vielleicht war das ja schon immer so, ich kenn mich nicht so gut aus mit früheren Stadtkindern. Landkinder wurde auf jeden Fall wenig überwacht. Man musste nur abends nicht zu spät Zuhause sein und seine Hausaufgaben erledigt haben. Hoffentlich werde ich nicht so ein Satellit oder Helikopter-Elternteil, wie man das zur Zeit hört, wenn ich mal Kinder habe.

    7. Anne

      Ich habe mich jetzt noch mal informiert, weil mich das Thema nicht losgelassen hat und habe jetzt statt einem gefährlichen Halbweissen eher so ein gefährliches Dreiviertelwissen.

      Anscheinend hat Holgi nicht ganz unrecht in seiner Helmablehnung, insgesamt scheint mir das Thema aber kompliziert zu sein.

      Ein paar Punkte fand ich interessant:
      1. In Ländern, wo traditionell viel Fahrrad gefahren wird, gibt es auch die wenigsten Unfälle. Gleichzeitig werden im Verhältnis die wenigsten Helme getragen. (Grob gesagt.) Da spielen eben Gewohnheit der Verkehrsteilnehmer, auf Fahrradfahrer zu achten, bzw. die besagte “safety in numbers” eine Rolle.
      2. Unfälle mit Kopfverletzungen sind wohl tatsächlich sehr, sehr selten. Aus der Wikipedia: ‘UK figures show that it takes at least 8000 years of average cycling to produce one clinically severe head injury and 22,000 years for one death.’
      3. Menschen, die üblicherweise einen Helm tragen, fahren nicht risikofreudiger als Menschen, die üblicherweise ohne Helm fahren. Jedoch: Menschen, die üblicherweise einen Helm fahren, fahren vorsichtiger, wenn sie keinen tragen. Und Autofahrer nehmen weniger Rücksicht im Sinne von halten weniger Abstand, wenn der Fahrradfahrer einen Helm trägt.
      4. Der Nutzen des Radfahrens ist generell höher anzusiedeln als das Risiko. Insofern wirkt sich eine HelmPFLICHT negativ auf die Durchschnittsgesundheit (und in Folge ggf. auch auf die Unfallstatistik) aus, weil es Menschen davon abhält, Fahrrad zu fahren.

      Zusammenfassend habe ich das Gefühl, dass es vor allem um zwei Aspekte geht: Erstens ist eine Helmpflicht generell problematisch, da sie bewirkt, dass weniger Leute Fahrrad fahren. Und Fahrradfahren ohne Helm ist gar keinem Fahrradfahren prinzipiell vorzuziehen. Zweitens verlockt der Helm andere Verkehrsteilnehmer (also vor allem Autofahrer) zu riskanterem Verhalten gegenüber Fahrradfahrern.

      Dabei ist eigentlich noch gar nichts über den tatsächlich Nutzen des Helms als Schutz bei einem Sturz gesagt, da es sich eher um den psychologischen Effekt der reinen Helmexistenz dreht. Über den tatsächlichen Nutzen habe ich relativ wenig gefunden, außer (aber ich finde die Stelle nicht mehr), dass in bestimmten Ländern bei einer höheren Helmnutzung die Todesfälle zurückgingen (allerdings von 30 im Jahr auf 20 im Jahr oder so ähnlich).

      Das klingt mir alles sehr danach, dass die Forderung eigentlich eine andere sein müsste, nämlich die nach fahrradfreundlichen Städten, so dass sich dann im Laufe der Zeit das Verhalten der Verkehrsteilnehmer ändert und einfach generell weniger Unfälle passieren. Ob man dann einen Helm tragen möchte oder nicht, bliebe dann jedem selbst überlassen, das Verhalten des Radfahrers scheint es ja nicht zu beeinflussen.

      (Und da könnte man jetzt wieder “This is water” heranziehen, denn möglicherweise ist der Helmträger ja gar kein eingeschüchtertes Opfer der Angstindustrie, sondern hatte selber schon einen schlimmen Unfall oder hat einen beobachtet und fühlt sich so sicherer.)

      (Jetzt hab ich fertig, glaube ich.)

    8. Mina

      Ich glaub dir, dass es nicht sonderlich viele Todesfälle gibt.
      Wär echt interessant zu wissen, wie viele Leute bleibende Schäden haben am/im Kopf nach einem Unfall, sodass sie ihren gewohnten Beruf nicht machen können oder vielleicht sogar dauerhaft betreut werden müssen.

      Ich vermute, wenn man immer im Berufsverkehr unterwegs ist, könnte es gefährlicher sein, weil da sehr viele Menschen eilig haben und so schon gestresst sind, also mehr in Gedanken als auf der Straße mit der Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit sind. Wenn man entspannt und im Hier und Jetzt ist, kann man besser reagieren, oder?

    9. Alter Bolschewik

      Obwohl ich Holgis Angst-Diagnose teile, trage ich seit ein paar Jahren einen Fahrradhelm. Und zwar seitdem ich eine Freundin mehrfach in der Reha besuchte, wo sie mühsam wieder das Reden lernte, nachdem sie sich beim Sturz vom Fahrrad eine schwere Kopfverletzung zugezogen hat. Das ist natürlich eine ganz subjektive Erfahrung die sich nicht verallgemeinern läßt; aber für mich wäre es der absolute Horror, wenn ich derart die Sprache verlöre. Und deshalb trage ich jetzt einen Helm – ohne das jetzt jemandem anderen aufschwatzen zu wollen. Die Freundin fährt inzwischen auch wieder Fahrrad: Ohne Helm.

  7. Mina

    Na ihr…
    … ich find das mit Christiane F. nicht harmlos seit ich einige kennen gelernt hab, die wirklich dann Jahrzehnte auf Droge waren, weil sie durch das Buch so eine Lust bekommen haben. Eine von denen ist immernoch im Methadon-Programm und sie wollte das nur machen, weil das im Buch vorkam.

    Ich hab auch die Erfahrung, dass Kinder Angst haben, sie müssen das halt lernen, dass es nur ausgedachte Geschichten sind und die Puppen im Film, keine echte Menschen sind. Ich hab mit einer 5-Jährigen Jim Knopf und die Wilde 13 geschaut, das war ihre DVD, aber als die Räuber kamen, konnte sie sich das nicht anschauen, sie fand die Geschichte zu grausam.
    Ich mag total gern American Horror Story und die Hanibal-Serie zu schauen, weil das so wunderschöne Bilder sind. Egal, wie grauram das ist, es ist so hübsch gemacht. Ich muss da immer hinschauen. Ich glaub, American Horror Story war ein bisschen gruseliger als Hanibal.

    So, Schüchternheit! Meine Behauptung ist, dass es auf jeden Fall Schüchternheit noch gibt, aaaber bei Extremfällen, bei denen es auffällt oder die sehr leiden, wird das behandelt als soziale Phobie oder irgendeine andere Art von Angststörung. Alle anderen kommen schon irgendwie durch oder finden durch irgendwas Anderes Hilfe.
    Ich selbst war immer schüchtern, aber auch allgemein ängstlich. Wenn man mich nicht richtig kennt, denkt man ich sei stumm, wenn man mich kennen gelernt hat und ich Vertrauen habe, dann plappere ich einem die Ohren voll. Leider funktioneirt das nur im Privatleben. Im Berufsleben (Studium) funktioniert das alles gar nicht. Ich hab starke Prüfungsangst und kann nicht mit Professoren oder Doktoranden reden, ohne wirklich vorher und nachher mehrere Wochen zu leiden, mit Übelkeit, Erschöpfung, Durchfall, Schlafstörungen und nicht nur 10 Minuten schwitzen oder rot werden. Die Leute sagen dann, dass ein Studium vielleicht nichts für mich sei, aber wenn ich eine Ausbildung machen würde, hätte ich exakt die gleichen Probleme, nur könnte ich damit schlechter umgehen, weil man in einer Ausbildung nicht so frei ist in der Zeitgestaltung im Alltag und auch Länge der Ausbildung.

    Diese ganzen Werbedinge, wo man z. B. Menschen mit Akne beschämte, find ich sehr schlimm. Dadurch dachte ich wirklich ein Jahrzenht, dass die Haut bäh ist und ich da Kosmetik draufschmieren muss. Das kam natürlich auch dadurch, dass alle anderen Kinder und Jugendlichen um mich herum, sich über Akne lustig gemacht haben und meinten ich wasche mich nciht richtig und muss die sachen aus der Werbung nehmen, dann geht das weg. Hätte man mir früh genug gesagt, dass es eine richtige Krankheit ist und dass es Narben macht, dann wäre ich damit anders umgegangen. Akne ist ja auch nicht unbedingt etwas, was nur Jugendliche betrifft. Ich glaub ziemlich viele Frauen, die keine Hormonsachen nehmen, haben Spätakne, die zum Glück meistens nciht so extrem ist, wie in der Pubertät. Junge Mädchen wollen ja immer die Pille nehmen, nicht weil das eine Verhütung ist (einige wissen das nicht mal richtig), sondern weil die Pille mit schönen Haaren, schöner Haut und größeren Brüsten wirbt!

    Antworten
  8. Anja

    In Kristy Mc Nichol war ich auch verknallt. Der Film von 1980 hieß Kleine Biester und ich habe ihn mir mit 11 Jahren gefühlte hundert mal im Kino angeschaut. Damals zusammen mit Tatum O`Neill als arrogante reiche Zicke und Kristy als freche Unterschichtengöre im Ferienlager .-) long long time ago..

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  9. Philipp

    Servus! Eindeutig mein lieblingsformat von wrint bzw der wrintheit dankeschön!

    Zum Thema deutschrap und Identifikation durch Musik.
    Ich selbst bin 19, männlich und denke dass gerade auch in der clubszene bzw. Deep house minimal electro etc. Sehr viele einzelne Szenen wachsen mit zusammenhalt und Gemeinschaft. Die Musik transportiert dabei einen lifestyle, nicht der Musiker.
    So auch bei deutschrap. Wie ihr richtig gesagt habt geht es hier geht es um den lifestyle aber auch um die schillernde Person im Rampenlicht.

    Ich schreibe eigentlich nur weil ich durch ein paar meiner lieblings Zitate aus rap Texten Zeigen will wie genial, abwechslungsreich, lustig, bescheuert und ideenreich deutsch rap sein kann:

    Ich identifiziere mich in keiner Weise mit muskelbepackten Bergen die über ihre hoes und bitches Rappen doch ist es immer ein Genuss die Wortspiele und Anspielungen zu erkennen und darüber zu lachen oder beeindruckt zu sein von der deutschen Sprache 😉 (Dabei kann ich sagen dass Haftbefehl in der Hinsicht zu vernachlässigen ist :D)

    1.
    Auf die Liste der 10 reichsten fehlt nur n klitzekleiner Tick, wie wenn Trick und track zu zweit sind – kollegah

    2.
    Du nervst hör auf den Boss und hohl deine Mutter,
    Und wir verbringen die Zeit mit Doktor spielen wie Guttenberg. – kollegah

    3.
    Sie sehen wie der Boss cool vorm Maybach steht
    Du stehst höchstens vorm VW, so wie U im Alphabet. – kollegah

    4.
    Wenn mir mal jemand meine Visage poliert,
    Dann an ner statue von mir. – kollegah

    Ich will damit nicht die Aussage der Texte positiv bewerten sondern will nur Zeigen wie viel spass all die Wortspiele machen können, die in guter reimtechnik und vor allem bei Kollegah unglaublich schnell und klar gerapt werden.

    Dazu sind die Beats auch echt derbe, was das ganze abrundet 😉

    Meine Tips für lustigen und teils anspruchsvollen deutsch rap
    Kollegah, Gerard Mc, motrip, Herr von grau, maeckes, die orsons, Marteria, marsimoto

    Viel spass dabei 😉

    Antworten
    1. Peter

      Naja, die von dir genannten Beispiele sind jetzt eher flach und schnöde. Ich würde allerdings schon sagen, dass Deutschrap häufig pauschal in die “Ghetto”-Schublade gesteckt wird, obwohl das nur zum Teil gerechtfertigt ist.

      Ein gutes Beispiel finde ich einige Tracks von KIZ, die ziemlich vollgepackt sind mit Anspielungen (z. B. “Klassenfahrt”) und gut verpackter Gesellschaftskritik. Da frage ich mich allerdings, ob das bei einem Großteil der Fans überhaupt ankommt.

  10. Tom

    Ich finde auch, die Fragen klangen diesmal alle gestellt. Für den Fall, dass diese Fragen tatsächlich so von den Jugendlichen formuliert wurden, dann haben Sprachgebrauch und Umgangston bzw. -form mittlerweile doch arg gelitten. Das kann doch nicht alles dem Zeitgeist geschuldet sein.

    1000 kcal / Stunde beim Fahrradfahren verbrennt auch Holgi nicht ;). Das muss dem Kater geschuldet sein, da Holgi beim Thema Abnehmen / Ernährung und Fahrrad eigentlich heimisch ist.

    Klaus war die Krönung…der hat doch glatt seine Mutter aufgeklärt als er selbst aufgeklärt werden wollte.

    Antworten
  11. Dr. Azrael Tod

    zum Thema Angst:
    Ich halte Fahrradhelme ja durchaus für sinnvoll. Für alle Unfälle bei denen man mit <30km/h irgendwo aufschlägt, können die durchaus Verletzungen am Kopf reduzieren.
    Für mich persönlich ist ein Fahrrad ein Sportgerät. Ich fahre also mit ~25km/h so 4h pro Woche durch die Gegend um mein 100km Wochenziel zu erreichen. Dabei hats mich natürlich schon 2-3x auf die Fresse gelegt. (Bisher zum Glück nicht ernsthaft)
    Leichte Verletzungen sind da keine Panik-Mache oder unrealistisch, sondern eine feste Wahrscheinlichkeit, die mit gefahrener Strecke immer weiter 1 approximiert. Ein Helm ist da einfach eine sinnvolle Maßnahme um Verletzungen möglichst auf nicht-tödliches, bzw. nicht-dauerhaftes einzuschränken.

    Das bedeutet jetzt natürlich nicht dass die Touristen, die mit dem Leih-Hollandrad bei 7km/h durch die Altstadt wackeln dringend einen Helm aufsetzen müssen oder wie die Forderung aus "der Politik" gerne erklingt: dass wir Helmpflicht brauchen, weil es zu viele Unfälle mit PKW gibt.
    Bei Geschwindigkeitsunterschieden, wie sie durch PKW zu den Unfällen hinzugefügt werden, helfen die Helme schlicht kaum noch und Touristen/Omas werden im Zweifelsfall lieber eben nicht-fahren statt einen Helm aufzusetzen. Dann haben wir weniger Radfahrer auf der Straße, was zu höherer Gefahr für die verbleibenden führt (ungewohnt, schlechter ausgebaute Infrastruktur, …). Das wäre ja genau das was man mit Helmpflicht erreichen wollte.

    BTW: beim Skifahren (Abfahrt, nicht Langlauf) bin ich hingegen durchaus für eine Helmpflicht.
    a) Ich bin bei deutlich weniger Ski-Aktivität als Fahrrad fahren schon mehrmals auf dem Kopf gelandet, das hat auch mit Helm ordentlich für Schmerzen gesorgt
    b) niemand _muss_ Ski fahren (im Gegensatz zu Fahrrad, welches auch als Fortbewegungsmittel ist), es geht immer um Sport

    Antworten
  12. Robert

    Holgi: “wie helfen, sollen wir euch erschießen?!” 😀 sehr geil, ein echter Holger!
    Danke, super Sendung!

    Antworten
  13. BrEin

    Bei dem Thema Schüchternheit fand ich es etwas schade, dass sich Alexa da rausgeredet hat, auch wenn sie sicher mit der Frage “Sach mal! Wie spricht man euch Mädchen denn richtig an?” überfallen wurde.

    Das Ansprechen ist ja nicht auf Disse und Bar beschränkt. Zu sagen man gehe da nie hin, zieht also nicht.
    Mir ist nämlich seit geraumer Zeit aufgefallen, dass man Frauen (und auch Männer) überall trifft. 😉
    Deshalb gibt es das Problem auch überall.

    Diskotheken, Bars und ggf. Restaurants sind ja gezielt Orte für die Balz. Man traut sich da ja noch am ehesten jemand anzusprechen und Frauen rechnen da noch am ehesten damit angesprochen zu werden.
    Wie aber sieht das in Bus, Bahn, Tram, Kaufhalle, Amt, Arbeit, Uni, Bibliothek oder auf der Straße aus?
    (Bei Uni, Arbeit usw. wenn es sich nicht schon um eine intensivere (Arbeits-)Beziehung handelt.)

    Meine These ist, Unsicherheit, rührt ja meist aus Mangel an Informationen/Kenntnissen oder der Unfähigkeit diese richtig einzuordnen (Erfahrung).
    Das ganze noch gepaart mit der eigenen Veranlagung sich eher ins Ungewisse zu stürzen oder Unsicherheit zu meiden.

    Wenn Mann beispielsweise in der (U-, S-, Straßen-)Bahn eine Frau sieht, kann man sie dann einfach ansprechen?
    – Möchte sie überhaupt angesprochen werden oder nicht?
    – Würde sie sich sogar freuen oder wäre sie genervt?
    – Wäre ich der erste oder schon der 10., an diesem Tag?
    – Oder möchte sie angesprochen werden, aber garantiert nicht von mir?
    Derartige Fragen stellen sich nicht nur, wenn einen die Frau noch nicht mitbekommen hat.
    Selbst wenn sie einen freundlich anlächelt, ist die Sache nicht klar.
    – “Kann man nicht mal jemanden anlächeln, ohne dass er das gleich als Offerte versteht?!”

    Es gibt so viele Eventualitäten, die es eigentlich zu berücksichtigen gilt, will man nicht, wie Holgi erwähnte, übergriffig werden. Viele sagen: “Sprich sie an, andernfalls findest Du es nie heraus.” Das ist von der Sache her richtig, ignoriert aber völlig die Belange der Frau.
    Wir haben leider kein öffentliches Agreement, keinen Code of Conduct, keine Prime Directive.
    Eine genaue Handlungsanweisung verlange ich nicht, das wäre absurd. Das würde das Prinzip der Balz ad absurdum führen, da das Ergebnis ja fest stünde und keine “Auswahl” statt fände.
    Fast das einzige was es gibt, ist, die Gepflogenheit, fast die Erwartung, dass der Mann die Frau anspricht.

    Was es auch noch gibt und ich sehr nett finde ist das Schleifenbinden bei Trachten: http://www.oktoberfest.de/de/article/Tradition/Tracht/Auf+welcher+Seite+tr%C3%A4gt+man+die+Dirndl-Schleife_-2-_/1128/
    Das wäre schon mal ein Anfang. 😉
    Sehr viel mehr ausgefeilter müsste es im Grunde gar nicht sein.

    Gleichgeschlechtliche Anbahnungsversuche habe ich außer Acht gelassen, da ich vermute, dass die Problematik hier anders sein dürfte.

    Gruß
    BrEin

    Antworten
    1. Matthias

      Hey:)
      An all diese Dinge denkt man als Hetero bevor man jemanden anspricht? Ich glaub da bin ich in einer einfacheren Situation. Wenn man jemanden anspricht, der prinzipiell den gleichen hormonellen Haushalt hat ist das wohl sehr viel einfacher.
      Wenn ich mir auch solche Gedanken machen müsste, hätte ich auch keine Zeit mehr mich mit Gleichstellung auseinanderzusetzen.
      Nichts für Ungut,
      Gruß Matthias

    2. BrEin

      Hi Matthias,

      1) Nicht man als Hetero, sondern ich.
      Und ich halte mich nicht für das Maß oder für repräsentativ. 😉
      2) Meine These war ja, dass Schüchternheit sich aus Unsicherheit ergibt, aufgrund eines Mangels an Informationen und der Unfähigkeit sie einzuordnen.
      Diese Fragen sollten als Beispiel dienen, dass nachvollziehen zu können.
      3) Wenn man kein Problem damit hat, im Zweifel übergriffig zu werden, erübrigen sich selbstverständlich ein paar dieser Fragen.
      4) Bei der Situation als homosexuelle(r) Frau oder Mann dachte ich eher an das Problem, statistisch davon ausgehen zu müssen, dass mein signifcant other heterosexuell ist.
      Auf den Hormonhaushalt bezog ich das gar nicht. 😉

      Gruß
      Fabian

    3. Danny

      BrEin,

      das ist alles, mit Verlaub, unnützes Hirngewichse. Der Zweifler kommt null weiter. Denn er bekommt die Antwort eh nicht, wenn er es nicht versucht. Also hört auf, Euch über Dinge, die nicht in Eurer Macht stehen, sinnlos den Kopf zu zerbrechen.
      Natürlich halt Holgi mit seiner Aversion gegen Übergriffigkeit recht. Aber das gilt ja vor allem für Nicht-Flirt-Situationen.

      Wer halbwegs sozial Intelligent ist, merkt an der Reaktion des Gegenüber auf die Anmache, ob es dem Flirt zugeneigt ist oder nicht und dann lässt man es eben wieder.
      Aus eigener Erfahrung sagen sehr viele Menschen, dass sie sich solche Alltagsbekanntschaften geradezu herbeisehnen, statt immer nur auf offiziell dafür abgestecktem Terrain (Onlineportal, Disco…) plump angemacht zu werden. Denn die Masse der Leute ist scheiße schüchtern und macht deshalb niemals jemanden an. Daher ist auch die Wahrscheinlichkeit, wen damit zu nerven, sehr gering.

      Und man sollte ferner das Mindset haben, dass jede Unterhaltung ergebnisoffen ist. Es ist egal, ob aus einer kurzen Unterhaltung mit einer “Angebeteten” kein Telefonnummerntausch oder sonstwas wird. Einfach mal den Prozess genießen und nicht vom Outcome abhängig machen.

    4. BrEin

      @Danny
      Kann es sein, dass Du meine Hirnwichse nicht so ganz verstanden hast?

      Mir ging es nicht darum, wie ein Flirt verläuft oder ausgeht.
      Mir geht es darum, dass man a priori nicht erkennen kann, ob (in meinem Fall) eine Frau von mir angesprochen werden will oder nicht.
      Selbst wenn ich nicht ihr Typ bin, sie aber kein Problem damit hat, dass ich sie anspreche und sie mich dann halt eben abblitzen lässt, ist das ja alles noch in Ordnung.

      Was aber, wenn es für sie nervig oder gar belästigend ist?

      Ich treibe es mal auf die Spitze und sage, selbst wenn sie einen anlächelt, ist das noch kein eindeutiges Zeichen.
      “Boah, da ist man mal freundlich, baggern die einen gleich an. Das lasse ich in Zukunft.”

      Aber mir ging es eher um den Fall, also die gut 90% der Fälle, in denen man eben nicht angelächelt wir.
      Natürlich kann man sagen, wenn ich es nicht probiere, werde ich es nie erfahren. Aber ich würde gern eine weniger egoistische Methode versuchen.

      Und auf die Sozialkompetenz zu verweisen bringt wenig. Was ist erstens mit denen, die nicht sozial intelligent sind, auch nicht halbwegs? Haben die dann einfach Pech gehabt?
      Und zweitens, selbst die das sind, scheinen ja damit Probleme zu haben. Nur gehen die halt entweder über Leichen, so wie Du es vorschlägst, oder lassen es lieber, so wie ich.
      Selbst wenn man sich die Fälle anschaut, in denen Männer es eben nicht schaffen sich einigermaßen vernünftig den Frauen zu nähern, ist ja nicht ohne Grund ein großes Thema, kann mir keiner erzählen, dass alleine diese schon alle sozial Inkompetent sind. Nimmt man die Leute mit dazu, die sich Hilfe bei Coaches bis hin zu den PickUp-Arschlöchern suchen, wird das noch weniger glaubwürdig.

      Ein Punkt, den Du sogar selber nennst und womit Du dich sogar selber widersprichst:

      Denn die Masse der Leute ist scheiße schüchtern und macht deshalb niemals jemanden an.

      Wie Du dann darauf kommst, dass es dann wenig wahrscheinlich sei jemanden mit einer Anmache zu nerven, erschließt sich dann nicht mehr für mich.
      Zu mal es auch wesentlich ist, wer einen anmacht.
      Quod licet Iovi, non licet bovi.

      Gruß
      Fabian

    5. Mina

      Es gibt noch die Möglichkeit, selbst viel sich an Orten aufzuhalten, wo man potenziellen Partnern überhaupt begegnen kann. Dort kann man alle anlächeln und anschauen oder grüßen, die man kennen lernen will. (bei euren Kommentaren kommt es so rüber als ob Flirten erst beim Ansprechen beginnt)
      Wenn ihr nicht den Mut habt z.B. die Frau anzusprechen, aber ihr schonmal Blickkontakt habt, dann spricht euch die Frau vielleicht an. Wenn euch niemand anlächelt, müsst ihr halt die anderen anlächeln und Blickkontakt suchen.

      Ich bin eine Frau. Ich hab auch keinen Nerv zu warten bis die Männer kapieren, dass ich sie anlächel und öfter und länger anschaue/zurückschaue, weil ich sie gern kennenlernen will. Ich lag noch nie daneben. Alle die sich anlächeln ließen und immer wieder zurück geschaut haben, die hatten auch Interesse an mir und es wurden mehrjährige Beziehung daraus. Außer im Internet, da hab ich auch einige kennen gelernt, aber nach einem Treffen merkte man, dass es nichts ist, aber einmal wurde das auch eine mehrjährige Beziehung.

      Was ich nicht genau weiß, aber vermute, dass die Suche immer schwerer ist, je älter man ist. Das letzte mal so richtig Single war ich mit 21, das ist aber auch schon mehr als ein Jahrzehnt her. Danach hatte ich 5 Jahre eine Beziehung und als die beendet war, hatte ich nach einigen Monaten wieder eine, die noch andauert. Aber im Alter zwischen 12 und 18 hab ich mich auch immer gefragt, wie machen das die Menschen, dass die zueinander finden und ich fand immer nur nicht passende Partner mit “Beziehungen” von 4 Wochen oder so. Vielleicht hab ich daraus irgendwas gelernt oder die erwachsenen Männer sind anders drauf als die unter 20-Jährigen.

    6. Fabian

      @Mina

      Das letzte mal so richtig Single war ich mit 21, das ist aber auch schon mehr als ein Jahrzehnt her.

      Das ist auch noch so ein Punkt, den ich total vergessen habe.
      Frauen sind ständig in einer Beziehung. Immer! Alle! Überall! 😉
      (Männer eher weniger. Bitte fragt nicht, wie das mathematisch aufgeht. ;))

      Die 5 Minuten, die sie es mal nicht sind, müsste ich dann reingrätschen. Also in einer Zeit voller Wut, Trauer und Verletztheit.
      Klar sind das dann eher Fälle, die ich aus der näherem Umfeld wie Studium, Arbeit, Freunde oder Verwandte kenne.
      Überträgt man das aber kühn auf die Allgemeinheit kann man sich es ja ausmahlen, wie geil man das finden wird glücklich in einer Beziehung zu sein und ständig angegraben zu werden.

      Gruß
      Fabian

    7. Mina

      Oh, ich wusste nicht, dass es bei vielen Frauen so ist, wie bei mir. Ich kenn auch einige Dauersingle-Frauen, aber da weiß ich gar nicht, ob sie eine Beziehung wollen.

      Das macht es natürlich schwerer und bestätigt ja, dass es mit dem älter werden komplizierter wird. Ich find es aber nicht so schlimm, wenn man jemandem sagt, dass man in die Person verleibt ist, obwohl sie in einer Beziehung ist. Du machst ja nichts kaputt oder so. Jeder Erwachsene kann dann sich selbst überlegen, was er mit der Info anstellt. wenn die Beziehung durch so eine Info ins Wackeln kommt, dann kann die Beziehung ja nicht allzu fest/gut/langfristig sein, denk ich mir.

      Wenn man einen festen Partner hat und angesprochen wird, finde ich auch nicht schlimm (außer es artet aus in Verfolgen oder sowas). Dann sagt man halt, dass man kein Interesse hat (falls es wirklich eine Anmache war und nicht nur freundschaftliches Ansprechen), dann ist ja auch gut. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Menschen geschmeichelt fühlen, wenn jemand seinen Mut sammelt und sie, die fremde Person, anspricht.

    8. Danny

      Mir geht es darum, dass man a priori nicht erkennen kann, ob (in meinem Fall) eine Frau von mir angesprochen werden will oder nicht.

      Hallo Fabian,

      ich hatte Dich schon genau so für diesen Fall verstanden. Dein Anti-Egoismus-Denken in allen Ehren, aber Du machst es in dieser Hinsicht schlicht zu überkompliziert. Das erinnert mich an Loriot in Pappa Ante Portas, der Faustregeln für alles braucht. Nun, die gibt es sicherlich für viele, aber nicht alle Fälle. Das hier ist das Sozialleben und keine Ingenieurwissenschaft. Da gibt es keine “Wenn dies, dann das”-Algorithmen, die immer funktionieren.
      Du musst einfach ein wenig etwas zu “riskieren” bereit sein. Der Punkt ist auch, dass selbst wenn Dein Ggü. genervt ist, dass originär nicht immer an Deiner Person liegt, sondern den Ggü. auch nen schlechten Tag gehabt haben kann. Wir kennen das selbst, wenn wir mal wen zu unrecht anpflaumen und hinterher merken “ups, das war nicht ganz so gerecht von mir ihm ggü”.

      Sozialkompetenz ist für die meisten Menschen erlernbar, sofern sie da jetzt noch nicht sind. Und ja, auf dem Weg dahin muss der eine oder andere Mensch ihn wohl “aushalten”. Aber abseits der Praxis gibt es eben keinerlei Theorie, die Dir alles Handwerkszeug beibringt. Du musst selber in Situationen gehen und spüren, wie Dinge funktionieren. Hinterher erkennt man dann nach und nach Muster, wann wo was wie weswegen wie gelaufen ist. Und über Monate und Jahre wird man dann besser mit den Menschen. Wenn Du gute Freunde hast, kannst Du sowas auch in einer vertrauten Runde ansprechen und die Leute werden Dir Hilfe in Bezug auf Deine Außenwirkung geben können, da sie Dich gut kennen. Und nein, auch die guten Freunde finden nicht alles an jedem Freund perfekt, darum wird sich sicherlich was finden lassen, worüber es zu reden gibt und die Leute werden nicht hinter Lächelfassaden kleben, wenn ihnen auch daran gelegen ist.

      Es geht auch nicht zwingend darum, immer und in jeder Situation, wenn Du denkst “Die würd ich gern Ansprechen”, jemanden ansprechen zu können oder müssen, aber einfach generell die Fähigkeit dazu und das Geschick in Dir zu erhöhen. Allein schon die Erfahrung, dass es ständig Optionen und viele Leute gibt, die man Ansprechen kann, macht einen auch entspannter.

      Denn die Masse der Leute ist scheiße schüchtern und macht deshalb niemals jemanden an.

      Wie Du dann darauf kommst, dass es dann wenig wahrscheinlich sei jemanden mit einer Anmache zu nerven, erschließt sich dann nicht mehr für mich.

      Der Punkt ist, dass, gegeben die Erfahrung, dass viele Leute sich eben mehr “natürliche” Kontakte vom Ggü. wünschen, solche Flirts, wenn man nicht gerade sozial total im Eimer ist, grundsätzlich eine statistisch relativ hohe Akzeptanz haben, wenn man der Angesprochene ist. Und ja, es gibt genug Fälle, in denen man auch vorab kein Signal vom anderen bekommt, weil viele Leute zu scheu für Blickkontakte sind. Irgendwer muss eben immer den ersten Schritt machen und das kann klappen oder nicht. Du merkst Doch an der Reaktion des Gegenüber, ob es Gesprächsfäden aufnimmt oder kurz angebunden ist. Im Genervtfall wird zweiteres der Fall sein.

      Willst Du Deine 100%-Ansprechsicherheit ohne Nervoption willst, musst Du auf Tinder oder die 90er Jahre-Version: Singlepartys mit Nummern ausweichen, wo Du dann ausgerufen wirst, wenn Dich jemand mag. Such es Dir aus. Und auch da findet die erste Wertung quasi nur auf Äußerlichkeiten basierend statt. Lass dein Ggü. mal von irgendeiner Art von Dir genervt sein (wie Du lachst, redest o.ä.), was ohne Verbalkontakt nicht absehbar war – was dann? Deine Attraktivität sinkt. Womöglich bis in den Keller. Wieder: es gibt keine Garantie für Erfolg.

      Du kannst im Alltag übrigens an jeder Ecke gegen Deine Schüchternheit üben: sämtliche Verkäufer und Servicepersonal sind für Kontakte da. Wenn Du also das nächste mal auf dem Weihnachtsmarkt bist, kannst Du mit ein paar Wortwechseln an den Ständen, wo Du eh was kaufst, warm werden. Servicemenschen müssen des Berufs wegen freundlich sein, daher hilft das nicht immer zum Erlernen des Lesens anderer, aber gegen die eigene Unsicherheit auf jeden Fall. Und nein, das soll nicht stundenlang gehen, sondern wenige Sätze. Da nervst Du auch nicht groß mit.

      Haben die dann einfach Pech gehabt?

      Die Frage ist doch, ob es Potenzial gibt. Für alle Nicht-Autisten schon. Und das ist die riesige Masse. Die können üben, sich belesen, mit Freunden drüber reden oder sich nen Coach nehmen. Jeder muss doch selbst schauen, dass er sich persönlich weiterentwickelt.

      Die Frage wirkt so formuliert, als ob es einen Anspruch gibt und eine Ethik, die dafür zu sorgen habe, dass von außen soziales Glück an jeden heranzutragen ist. Natürlich haben Autisten es schwerer. Oder worauf willst Du hinaus?

      Überträgt man das aber kühn auf die Allgemeinheit kann man sich es ja ausmahlen, wie geil man das finden wird glücklich in einer Beziehung zu sein und ständig angegraben zu werden.

      Again: Reine Mutmaßung. Viele Menschen genießen Flirts, auch wenn sie vergeben sind und auch ohne Absichten. Gerade in festen Beziehungen vermissen viele die Spannung, da ja nun alles mehr oder minder sicher ist. Allein wieder die Tatsache, dass, gemessen an den Wünschen der Leute, zu wenig geflirtet wird, senkt die Wahrscheinlichkeit, dass Leute permanent penetriert würden.
      Und darüber hinaus ist die Ansage: “sorry, ich hab nen Freund” nicht immer wahr, sondern oft ein Versuch, jemanden einen Korb zu geben, ohne ihm sagen zu müssen, dass man ihn nicht toll zu finden. Weil kaum einer gern direkte Abfuhren erteilt.

      Viele Grüße
      Danny

  14. Daniel

    Darf ich meine profunden Kenntnisse des Franzosen ™ einbringen, um eine sehr nebensächliche Kleinigkeit zu ergänzen?

    Nur die Jungs wachsen in Frankreich in Kohlköpfen. Mädchen kommen aus Rosenbüschen.

    Und im Elsass hält man es wie in Deutschland und bemüht den Storch. Da das Elsass aber Zuckerrübenanbau und eine große Zuckerfabrik in Erstein besitzt und man die heimische Wirtschaft ja stützen muss, meldet man den Kinderwunsch beim Storch an, indem man abends ein Stück Würfelzucker auf den äußeren Fenstersims legt. Der Storch kommt, nimmt den Zucker und zum Dank liefert er ein Dreivierteljahr später ein Baby aus. So läuft das nämlich, Ute (9)!

    Antworten
  15. Robert

    Also ich fänds super lustig wenn irgendwann alle immer mit Helm rumlaufen würden 😀 ich mein, stellt euch das mal leibhaftig vor….

    Beim letzten Fahrradausflug kam uns ein Mann, ebenfalls auf dem Fahrrad, entgegen und zeigte uns wild den Vogel!
    Ich dachte was hat der Depp denn gegen uns, bis ich schnallte dass er mahnend auf seinen Helm zeigte! Unfassbar oder?!
    Wird langsam genauso übergriffig wie diese militanten Veganer…am besten man schlägt diese Zeitgenossen mit ihren eigenen Waffen.
    Hab neulich unter so einem veganen Hetz-Video sämtliche Veganer aufs übelste beschimpft, weil sie ja schließlich auch Lebewesen auffressen und so ebenfalls keinen Respekt vor der Natur hätten, genau wie diese unseeligen Fleischfresser 😀
    Wenn sie es ehrlich meinten mit der Natur sollten sie wenigstens konsequent sein und FRUTARIER werden….
    Das geile war, obwohl jeder kritische Kommentar unter dem Video von der veganen Gemeinde niedergebrüllt wurde, hat auf meinen niemand geantwortet! Ich glaub die waren total konsterniert 😀

    Antworten
    1. Ali

      “Das geile war, obwohl jeder kritische Kommentar unter dem Video von der veganen Gemeinde niedergebrüllt wurde, hat auf meinen niemand geantwortet! Ich glaub die waren total konsterniert ”

      Konsterniert ? Ganz sicher nicht. Also ich bin kein Veganer aber dein Argument ist unglaublich unsinnig und verdient deshalb auch keine Aufmerksamkeit. Dein “ihr seid ja auch nicht 100%ig Konsequent”-Argument missachtet alle anderen Argumente für eine vegane Lebensweise, die es neben dem “Respekt vor der Natur”-Argument gibt.(z.B. ökonomische, ökologische und gesundheitliche Überlegungen)
      Und Youtube-Troll zu sein ist nun wirklich kein Grund stolz zu sein.

    2. BrEin

      Danke @Ali,

      ich wusste nicht, wie ich es sagen sollte.
      Danke dass Du das übernommen hast.

      Gruß
      BrEin

  16. Reinhart Weichraus

    Bezüglich der 50 € Frage…

    Mein Vater verdiente so ca. 20T-25T Ende der 70 er Jahre. Ein Haus kostete ca 80T-100T. Also in etwa 3 mal Jahresbrutto.

    Heute wird aus dem dreifachen locker das doppelte..

    Antworten
    1. jan

      Bei was für einem Job? Leitend? Angestellter? Einfamilienhaus? Reihenhaus? Mit/ ohne Grundstück?

      Im Umfeld von Stuttgart geht für ein Einfamilienhaus mit normal bis kleinem Grundstück realistisch nichts unter 400.000 Euro. In Stuttgart nicht unter 500.000. Da kann sich jeder ausrechnen, das wievielfache des eigenen Gehaltes das ist. Bei mir fällt die Bilanz schlechter aus als bei meinen Eltern.

    2. holgi Artikelautor

      Das deckt sich in etwa mit dem Verhältnis, das meine Eltern angeben. Gemessen an heutigen Einkommensverhältnissen würden sie ungefähr vier oder fünfmal Jahresbrutto aufwenden müssen, um ein vergleichbares Reihenhaus erwerben zu können.

  17. Reinhart Weichraus

    Ich warte somit auf den Tag der demographischen Entwicklung, welcher uns leerstehende Häuser zu Schnäppchenpreisen versprechen sollte…

    Antworten
    1. David

      Das sollte auf vielen Dörfern jetzt schon der Fall sein. Ich vermute, bei den Problemzonen, wo die nächste größere Stadt dann schon weiter weg ist (strukturschwache Region eben), wird das sogar dazu führen, daß ganze Dörfer komplett aussterben, weil sie nicht mehr wirtschaftlich betreibbar sind, wenn mal größere Reparaturen an der Infrastruktur nötig sind (Wasser…), und die von den 2 Leuten nicht mehr bezahlt werden.

      Ach dahin wolltest du nicht / das meintest du nicht……..

    2. Abacus

      Das ist in Nordhessen in vielen kleinen Dörfern jetzt schon so. Ein altes Fachwerkhaus ist je nach Lage und Erhaltungszustand ab 40.000 Euro zu bekommen.
      Ich kenne sogar eine Gemeinde die bereit ist Häuser im Dorfkern zu verschenken. Natürlich nur mit der Auflage sie umgehend nach entsprechenden Denkmalschutzauflagen zu sanieren.

    3. jan

      Ich bin (was Wohnraumkauf an geht) leidgeprüfter Durchschnittsverdiener in einer teuren Region. Momentan seh ich als einzige Möglichkeit, ein Haus kaufen zu können und meinen Job zu behalten täglich 1,5 h pro Weg zu pendeln. Alles was näher dran liegt ist zu teuer für uns.

      Schaut man sich die Demografie an, sieht man, dass wir zumindest daraus kein Kapital schlagen können, da die zahlenmäßig dominierende Babyboomer-Generation erst in 25 Jahren ins Altersheim geht und erst dann ihr Häuschen frei macht. Leider bin ich dann auch schon 60 und die Kinder aus dem Haus.

      Der Trend lässt sich erst umkehren, wenn die Arbeit flexibler wird. Solange bei deutschen Arbeitgebern aber die Präsenzkultur gefragt ist und es keinen großflächigen Breitbandausbau und damit die Möglichkeit fürs Homeoffice gibt, werden sich wohl nur Aussteiger in solchen (nordhessischen) Dörfern niederlassen.

      Ich würd liebend gern aufs Land ziehen, seh es aber noch nicht ein, täglich 3-4 Stunden meiner Lebenszeit mit Pendeln in der Sbahn oder dem Auto zu verschwenden. Kollegen machen das…

  18. Bernhard

    Hallo Holger,

    Deine Frage danach, was die 50DM heute wohl wert wären, die der ominöse Saunaanzug 1975 gekostet hatte, erinnerten mich an eine Tabellenkalkulation mit den Inflationsraten der letzten sechzig Jahren, die ich mal aus einer ähnlichen Frage zusammengestellt habe. Zuerst wollte ich sie Dir schicken, doch dann kam ich auf die Idee, sie auf meiner Website zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist diese Inflationstabelle. Danach sind das jetzt 67,50 Euros. Natürlich ist die Inflationsrate nur ein Anhaltspunkt, denn viele Dinge haben sich in ihrem Wert ganz anders als die Inflationsrate entwickelt.

    Gruß vom Wrint-Fan
    Bernhard

    Antworten

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