WR518 Der deutsch-deutsche Schäferhund

 

wrint_wissenschaft_200Diesmal: Der Unterschied zwischen dunkler Materie und dunkler EnergieKabelsalat am CERNWoher der Schalttag kommtWie man einen Facebook-Streit gewinnt – die Johnny-Cash-Spinne – die Liste skurriler wissenschaftlicher Namen aus der Biologie – ein Radioblitz – noch ein Radioblitzzu viele Neutrinosder deutsch-deutsche Schäferhund (Überblick) – Liebe macht warmVorurteile verlangsamen HirnprozesseSchlafmangel macht falsche GeständnisseSchlampige Küchen machen dickRückgang der DemenzerkrankungenSeltene Erkrankungen im Resonator-Podcast

Ohne Florian ginge es nicht. Bitte unterstützt ihn hier.

19 Gedanken zu „WR518 Der deutsch-deutsche Schäferhund

  1. Aniong

    Ich habe eben die Küche geputzt, während ich diese Folge gehört habe, was sagt das nun über mein Gewicht aus? Ist das so eine Art Quantenzustand?

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  2. Ferdinand

    Das ist mir jetzt wirklich unglaublich peinlich:

    Ich dachte auch dunkle Energie und dunkle Materie seien dasselbe.
    Danke für die Richtigstellung!

    Ferdinand, B.Sc. Physik

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  3. Michael

    “Schlafmangel sorgt für falsche Geständnisse bei Straftaten”
    >> Zählt Schlafentzug als Foltermethode zum Erzwingen falscher Geständnisse?

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  4. Mithrandir

    In einer picobello aufgeräumten Küche würde ich womöglich auch weniger Kekse essen, weil ich eher Angst hätte alles vollzukrümeln als in der unordentlichen Küche.

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  5. Mokkel

    tl;dr, um mal den Anhalter zu zitieren: “Reddit, größtenteils sinnlos”.

    Ausführlich:
    Reddit kann man sich so vorstellen: Der Aufbau ist ähnlich dem des Usenets, aber es wird benutzt wie Facebook und Twitter (auf dem Niveau bewegt sich auch die Qualität). Also meistens werden da nur Links rein gekippt oder es wird wie ein Webforum benutzt.

    Newsgroups heißen Subreddits das sind diese /r/“Irgendwas“, die man Abonnieren kann. Allerdings werden die Beiträge nicht zeitlich geordnet sondern nach den Bewertungen Nutzer. Also die positiven Bewertungen (Upvotes abzüglich der negativen Bewertungen (Downvotes). Jeder kann einen eigenen Subreddit erstellen. Verboten sind nur wenige Themen, so dass es dort den krankesten Scheiß finden kann (so auf 4Chan Niveau).

    Beträge einzureichen, die anderen Leuten gefallen erhöhen das Karma eines Benutzers, darauf kann man sich dann was einbilden, sonst ist es zu nichts Nutz.

    Des Weiteren haben sich verschiedene Abkürzungen wie AMA etabliert siehe: https://www.reddit.com/wiki/de/faq (Punkt „Was bedeuten all diese Abkürzungen?“)

    Ich hoffe das kann ein bisschen zur Aufklärung beitragen. Alles im Allem, gibt es viele braune Ecken (besonders die Politik bezogen Subreddits), massenhaft Porn und nutzlosen Informationsbalast, den man nie haben wollte und viele viele Fotos von Mittagessen und Katzen.

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    1. Marian

      Was die Qualität von Beiträgen auf Reddit anbetrifft, hast du komplett anders dargestellt, als es ist.

      Zunächst mal sind die einzelnen Subreddits voneinander relativ unabhängig und haben ihre eigenen Themen und Regeln. Es gibt extrem spezialisierte Subreddits zu wissenschaftlichen Themen, bestimmten Hobbies, Spielen, Serien, Büchern, etc. Dort treffen sich in der Regel eh nur Leute, die an einem ernsthafen Austausch interessiert sind.

      Dazu kommt, dass das Upvote-System von Reddit dazu führt, dass die Beiträge und Kommentare, die die Mehrheit der Leser für sinnvoll halten, ganz oben erscheinen. Leute die schlecht argumentieren, beleidigen oder spammen, werden sehr schnell gedownvoted und verlieren an Sichtbarkeit.

      Natürlich hat dieses System seine eigenen Probleme und es gibt auch Subreddits, wo Katzenbilder oder Witze geteilt werden. Wenn man eine gute Diskussionskultur sucht, ist Reddit der beste Ort im Internet.

    2. Mokkel

      Dann haben wir andere Vorstellungen von Qualität und “ernsthafen Austausch”. Ich schaue gelegentlich auf Deutsch/Englische Subreddits zum Thema Programmierung/Freie Software/(Geistes)-Wissenschaften/Technik/Hobbies vorbei. Entweder sind das reine Link-Sammlungen, also Informationen die ich schon habe, da ich eh die Primärquelle (Hackernews, Slashdot, Mailinglisten etc.) lese. Oder die Diskussionen sind so wie in den meisten Webforen, Nichts was mich weiterbringt, da 99% OT ist. Ich habe das Gefühl, auf Reddit sammelt sich Alle, die nicht wissen, wo sie Online-Communities, zu ihren Interessen finden.
      Politische Subreddits, sehen aus wie die Kommentarseiten auf Massenmedien, nicht zum aushalten.

      Zudem ist Reddit extrem von US-Amerikaner dominiert, das schlägt sich auf die Themenauswahl nieder.

      An das Usenet, kommt bis heute kein anderes Kommunikationsmittel heran.

    3. Marian

      “Linksammlungen”: Ich finde die sehr hilfreich, genau wie die Kommentare. Es gibt natürlich auch andersherum viele Dinge, die zu erst auf Reddit gepostet werden und dann von anderen Seiten verbreitet werden. Hackernews funktioniert exakt wie Reddit, es ist auch “nur eine Linksammlung” und keine Primärquelle. Für mich macht die Sortierung nach Upvotes sowohl die Themenauswahl als auch die Kommentare interessanter.

      “Ich habe das Gefühl, auf Reddit sammelt sich Alle, die nicht wissen, wo sie Online-Communities, zu ihren Interessen finden.”
      Für die meisten Redditnutzer ist Reddit ja genau das.

      Deinen Punkt zu Offtopic kann ich nicht nachvollziehen. Wenn irgendwas ganz oben steht, heißt das ja genau, dass eine Mehrheit das relevant findet. In einem klassischen Forum hat man das Problem viel eher.

      Bei politischen Fragen wird es schwierig, weil Leute nicht hilfreiche Kommentare upvoten, sondern die, denen sie zustimmen. Da sollte man bei Reddit vorsichtig sein.
      /r/politics ist übrigens ausdrücklich nur auf US-Politik spezialisiert, Beiträge die nicht US-bezogen sind, werden da gelöscht. Für die gibt es /r/worldnews. Du hast recht, dass auf Reddit oft eine amerikanische Sicht auf die Dinge vorherscht.

  6. alfora

    Danke für meine Erheiterung und mein schallendes Lachen auf dem Bahnhof auf dem Weg nach Hause. Die Liste skurriler Namen gefolgt vom Deutsch-Deutschen Schäferhund waren zu viel für meine Selbstbeherrschung.

    LOL

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  7. Abkueko

    Florian war nicht besonders beeindruckt vom Ergebnis. Das ist in der Psychologie recht normal. Fast jedes Ergebnis erscheint bei solchen Testungen spontan plausibel. Wären unter Schlafentzug weniger Geständnisse getätigt worden, hätte man gesagt “logisch, dann wird man auch eher aggressiv und ist deshalb nicht so nett”.
    Dazu werden oft Alltagserfahrungen überprüft. Ob dieses Gefühl der Wahrheit entspricht, ist nunmal wichtig zu überprüfen.

    Die praktisch Bedeutung dieser Studie ist nicht zu unterschätzen. In vielen Staaten sind Verhöre über viele Stunden nicht unüblich. Die in den USA verbreitete REID-Methode setzt den Schlafentzug in extrem langen Verhören ein. In der Hinsicht ist eine Studie die auf die deutlich erhöhte Gefahr von Falschaussagen hinweist dringend nötig.

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    1. Jolle

      Ich war auch etwas verdutzt, dass Florian und Holgi zum Thema “Geständnisse” unter “Schlafentzug” eher Beispiele wie “Escape-Taste gedrückt” angeführt haben statt das für mich offensichtliche Thema: “juristischer Wert von Foltergeständnissen”. Man muss ja nicht gleich die Guantanamo-Keule rausholen, aber wenn man sich eine Verhörsituation nachts um 4 und nen Beamten mit den Worten “Gleich hamwa ihn soweit” vorstellt, wird klar, dass man die Gültigkeit solcher Ergebnisse durchaus hinterfragen kann

    2. Martin

      Ich habe erstmal gedacht, dass es hier weniger um die Folgen des Schlafentzugs für das Erinnerungsvermögen geht, sondern eher um die Foglen für Willen und Beeinflußbarkeit.
      Schließlich war der Versuch ja nicht so gestaltet, das jemand fragte, ob man die ESC-Taste gedrückt habe oder nicht – sondern dass der Proband suggeriert bekam, er habe die Taste gedrückt. Das ist wie ich finde ein sehr signifikanter Unterschied.

  8. Marian

    Zu: Wie man einen Facebookstreit gewinnt

    Die Untersuchung bezieht sich auf /r/changemyview. Dieses Subreddit hat klare Regeln und wird stark moderiert, was zu einer sehr guten Diskussionskultur führt. Wie der Name schon andeutet, ist Voraussetzung, um ein Thema dort einzubringen, dass man Argumente für seine Position bringt und prinzipiell bereit ist, sich vom Gegenteil zu überzeugen. Das hat zur Folge, das Leute ihre Argumente mit Quellen belegen und versuchen, die gängigen Fallacies zu vermeiden.

    Welche Strategien in so einem Umfeld Leute überzeugen ist sicherlich spannend, ist aber genau das Gegenteil von der typischen Facebook-Diskussion (Der verlinkte Standard-Artikel hat das auch falsch dargestellt).

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