WR519 Frau Diener verreist schon wieder nach Japan

 

wrint_2014_zumthema_200Andrea Diener verreist, schreibt über ihre Reisen und ist so freundlich, mir davon zu erzählen. Diesmal war sie in Japan, wo sie schonmal war, hat aber andere Dinge gesehen.

In der Sendung: Tokio (früher Edo) – Leica M9 – Hasselblad X-Pan – Rose Marasco – Rolleiflex – SW-Einwegkameras (HP5, XP2)* – Kanasawa – Südinsel Kyushu – Nagasaki – Shogun verfügte Landsperre für Ausländer – Ausländer durften nur auf die künstliche Insel Dejima – Von der Porzellanstadt Arita aus wurde halb Europa mit Porzellanwaren versorgt – Nach der Hafenstadt nannte man das Imari-Porzellan – Atombombenmuseum in Nagasaki – Die Atombombenüberlebenden heißen Hibakusha und finden nur schwer Akzeptanz in der Gesellschaft – Das Ziel der Gesellschaft ist die große Harmonie, „Wa“ – Japanisches Bad „Onsen„. Alle dort laufen im leichten Baumwoll-Kimono „Yukatan“ herum – Die Show im Hotel hat Andrea in einer Glosse verwurstet – Haushaltswarenladen des Vertrauens Lorey in Frankfurt – Kaffeenerdparadies Tokio – Japanisches Frühstück – Shinkanzen, Schnellzug mit eigenem Streckennetz – Japanische Toiletten – Das Luxusmodell von Toto – Drei-Schlappen-System mit Straßenschuhen, Hausschuhen, Toilettenschuhen – In Japan ist alles kawaii („niedlich“) – „In Japan ist alles teuer, außer U-Bahn fahren“ – Einkaufsviertel Shibuya mit der meistfrequentierten Straßenkreuzung der Welt – Schönheitsideal blasse Haut – Erzwungene Öffnung Japans – Japanischer Whisky – Der Japaner isst Omelett (Okonomiyaki) – Walfleisch – Qualle – Seeigel – Geschäftsviertel Toranomon – Glücksspiel Pachinko – Älteres Stadtviertel Asakusa. Außerdem schweifen wir zum Thema Fotografieren ab.

Beiträge von Andrea: Film über den Fischmarkt in Tokio mit Thunfischversteigerung – Text über Kyushu – Text über Tokio – Fotoalbum Japan – Fotoalbum TokioFotoalbum Fischmarkt

Falls ihr Andrea etwas Gutes tun wollt, findet ihr hier ihre Wunschliste.

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36 Gedanken zu „WR519 Frau Diener verreist schon wieder nach Japan

    1. holgi Artikelautor

      Ach, Mist 🙁 Naja, besser als nix.

      (Ich bin krank und kann mich nicht konzentrieren)

  1. codingbinary

    Immer wieder schoen mal eine „frische“ Perspektive ueber meine Wahlheimat zu hoeren. Danke fuer die Folge.

    Zum Thema Englisch lernen in Japan kann man ne ganze Stunde fuellen. Das Problem liegt meist an der Lehrmethode, insbesondere was die Aussprache angeht. Es wird quasi ueber Bande gelehrt mit der japanischen Silbenschrift.

    Aber wenn Frau Diener, oder auch du Holgi, mal (wieder) nach Tokyo kommen solltet, gebt Bescheid, ich fuehre gerne herum.

    Und ich bitte das fehlen der Umlaute zu entschuldigen.

    Antworten
    1. codingbinary

      Schon waers 😀

      Aber wie gesagt, die Sprache hat dermassen viele Eigenheiten die es etwas speziell machen. Dazu kommt noch die Englisch-Lern-Industrie (Ja, das ist ein gesamter, nicht zu unterschaetzender Industriezweig hier).

      Generell gibt es hier seeeehr viele Eigenheiten.

  2. hansi_wurstovic

    Hier mal die (englische) Übersetzung des Tagalog-Gassenhauers „Otso Otso“:

    Eight-Eight

    When you open your eyes, when you wake up in the morning
    Stretching your hands, get up from bed
    If you’re still sleepy, then jump and jump, aha ha (aha ha)

    If it doesn’t work, don’t force it
    Just turn on the TV or look on the radio
    The sound and the new step that wakes you up, ihi hing (ihi hing)

    Refrain 1

    One plus one equals two (really?)
    Two plus two equals four (you’re right)
    Four plus four equals eight (perfect!)
    Double eight

    Chorus

    Let’s do the eight-eight (Eight-eight)
    Eight-eight (Eight-eight)
    Eight-eight (Eight-eight)
    Eight-eight now
    Let’s eight-eight (Eight eight)
    Eight-eight (Eight-eight)
    Let’s just eight-eight

    Wow!

    It’s not just a strengthener for weak bones
    This will make our lives a lot longer
    Slave or not, everyone do it together, aha hay (aha hay)

    Refrain 1

    One plus one equals two (hmm)
    Two plus two equals four (are you sure?)
    Four plus four equals eight (you got it!)
    Double eight

    [Repeat chorus twice]

    Aw!

    [Spoken]
    Hey, idiots, stop your bad behavior, let’s eight-eight
    Do they have that?
    We’re the original!
    Ha ha ha! Ha ha ha!
    Joke joke joke!

    [Repeat 3rd Stanza]

    Refrain 2

    One plus one, Magellan (what?)
    Two plus two, Lapu-Lapu (ha?)
    Four plus four equals eight (yehey! Ha ha ha!)
    Double eight

    [Repeat chorus]

    Slower! (slower!)

    [Repeat chorus except last line]

    Eight-eight faster (stop me!)

    [Repeat chorus twice]

    Okay, can you guys still do it? (Just eight-eight)
    Eight o’clock (Eight-eight now)
    Just straight (Eight-eight now)
    Ah, alright (Just eight-eight)

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  3. Mokkel

    Ich habe nur wenig Ahnung vom Fotografieren. Kann mir daher jemand erklären was Frau Diener meint mit „die Fotografieren da wie man es in den 70er Jahren gemacht hat“. Der Satz fällt ziemlich am Ende, als sie davon erzählt, dass sie diese lokale Fotogruppe in Japan besucht haben, die alle Canons benutzen.

    Danke.

    Antworten
    1. Andrea Diener

      Naja, so: Ganz klassisch nach Genres, gern mit Teletüte, gern sehr bunt, meistens statisch, null Bewegung. Dafür geht es sehr viel um Belichtung. Was so ein Fotoclub älterer Herren halt für ein gutes Bild hält.

  4. Thomas

    Ich bin in Tokyo einmal in eine Bar gegangen und bin beim öffnen der Tür schon
    mit einem freundlichen „Good Bye“ von allen begrüsst worden.
    Das lag aber daran das die Bar 4 Sitzpläte hatte und alle belegt waren, war aber irgendwie ein lustiger moment.
    In Tokyo und Osaka hab ich nicht mitbekommen das ich nicht erwünscht war, das kann aber auf den Land ja anders sein. Ist aber auch ein paar Jahre her das ich dort war.

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  5. Mithrandir

    Bei der Beschreibung der Festivitäten mit den Laternen, Halligalli und reichlich Besäufnis fühlte ich mich an unsere Faschingstradition hier auf dem Land erinnert.
    Dort spricht der/die Intellektuelle von Folklore, bei uns nennt sich das dann niveaulos.
    Mir egal, ich hab mindestens genauso viel Spaß dran wie die Japaner. Und wenn Japaner vorbeikämen würden wir sie auch einladen.

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    1. codingbinary

      Na, das unterscheidet sich schon sehr. In Deutschland artet das meist als echt nur niveauloses kampftrinken aus inkl. kotzender Menschen so weit das Auge reicht.
      Hier heben die auch mal gerne einen, aber hoeren entweder auf wenn sie angetuetert sind oder trinken etwas zu viel und schlafen dann einfach anstatt rumzupoebeln.

  6. Sebastian

    Was ich mir bei den Foto Folgen mit Chris Marquardt schon öfter mal gedacht habe ist das mir ein wenig der Zugang dazu fehlt weil die meisten Fotos die ich mache Urlaubsfotos sind und es sich dort immer so anhört als wenn jedes Bild ein kleines Kunstwerk für sich sein muss, was sich mit meinem Anwendungsfall der Urlaubsfotos aber überhaupt nicht deckt. Die Folgen sind trotzdem immer interessant, aber ich frage mich dabei eigentlich regelmäßig ob Chris und Holzig auch mal ganz „normale“ Bilder fürs digitale Familienalbum machen.
    Frau Diener beschreibt hier nun eine pragmatische Herangehensweise die im Grunde für mich viel eingängiger ist weil sie nicht auf das einzelne supertolle Bild, sondern auf eine Nachvollziehbarkeit der Reise aus ist und da das im Grunde das ist was ich auch meistens im Urlaub erreichen will fand ich das super interessant

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    1. holgi Artikelautor

      Klar! Die aber meistens mit dem iPhone. Und wenn ich ne richtige Kamera dabei habe, schieße ich Serien, von denen ich dann 90% aussortiere (sich erratisch bewegende Kinder…)

  7. codingbinary

    Zum Fotografieren, das kann ich nur bestaetigen. Besonders fuer Streetfotografie ist dieses Land ein Traum. Als „Fremder“ hat man natuerlich den Touristenbonus, aber auch unter Japanern ist das kein Problem. Es gibt einfach zu viele Hobby-Fotografen hier.

    Hinsichtlich Japaner und streng/steif, das gilt eigentlich nur fuer die Arbeit (ok, bei uns ist es etwas lockerer als in typischen japanischen Firmen, sonst wuerde ich das auch nicht aushalten). Sobald jedoch Feierabend ist oder Wochenende, sind das die groessten Partyschweine ueberhaupt. Selbst kleinste Bars oder Imbissbuden koennen sich innerhalb von 5 Minuten in wahre Feste verwandeln.
    Finde ich persoenlich deutlich angenehmer als die typische deutsche Kneipe wo jeder Stumm am Tresen sitzt und jedem einen Todesblick zuwirft der es wagt etwas zu sagen.

    Noch ein Nachtrag zur Aussprache
    – die Aussprache von Futon war korrekt
    – Yukata, nicht Yukatan (sprichwoertlich: Badekleidung)
    – Und das „s“ wird generell scharf gesprochen („z“ hingegen wie ein weiches „s“). Also eher Onßen anstatt Onsen. Gleiches beim Shinkansen.

    Antworten
    1. Donngal

      Ist mir oben schon aufgefallen: Tolle Einblicke in ein fremdes Land aber in Deutschland bist du wohl nicht viel rumgekommen. Weder ist es hier grundsätzlich so, dass alle folkloristischen Feste bei denen gesoffen wird auch ausarten mit pöbelnden und kotzenden Menschen noch sitzen in jeder Kneipe die Leute nur stumm am Tresen. Die Kneipen (die auch typisch deutsche Kneipen sind) die ich kenne, hatten eher den Fall, dass man sehr schnell angenommen wurde wenn man sich nur offen an den Tresen stellt oder setzt und sich ins (sowieso laufende) Gespräch einbringt.

      Ich finde dein Bild von Deutschland etwas verzerrt.

    2. codingbinary

      Das lann seon. Ich komm vom Dorf nähe Mönchengladbach/Düsseldorf. Also eher so rheinische Kneipe mit mürrischeb alten Männern und Schützenfeste/Karneval. Später dann Aachen wo jeder Menschenscheu ist.
      Aber selbst wenn man mal eine zugänglische deutsche Kneipe findet, ist das vom Gefühl her schon deutlich anders.

      Deutsche sind doch meist anfangs zurückhaltend, Japaner hingegen super zugänglich. Jedoch, sobald man einmal ne Freundschaft mit „deutschen“ hat, ist diese tiefer. Bei Japanern beißt man sich da mitunter die Zähne aus.

      Das ist jetzt natürlich generalisiert.

      Aber dieser Unterschied in der „Zugänglichkeit“ und in den „Saufgelagen“ ist schon stark unterschiedlich.

      Selbst die Fußballfans hier. Die marodieren nicht schreiend und gröhlend zum Stadion und sind schon vir Spielbeginn auf Oberkante.

    3. codingbinary

      Oh Gott, ich bitte die Tippfehler zu entschuldigen. Das hat man davon wenn man den Kommentar auf einem Smartphone in der Bahn tippt.

    4. Donngal

      Das klingt schon anders, weniger negativ. Ich verstehe jetzt was du meinst.
      Ich als Westfale empfinde die Rheinländer ja immer als überschwenglich und zu offen, wenn jemand zu ihnen stösst. Also entspreche ich wohl dem Bild des „stummen Biertrinkers“ aber es dauert einfach etwas bis wir auftauen. Dann entstehen aber – wie du richtig bemerkst – durchaus tiefgehende Beziehungen.
      Zurückhaltend klingt auch schon eher nach dem was ich favorisiere als abweisend.

      Und auch Schützenfeste wirken wohl von aussen eher abweisend, wenn man aber drin steckt kann es Spass machen. Muss man eben mögen. Aber gerade da ist es bei mir in der Gegend so, dass die Leute sich zwar ordentlich betrinken, aber kotzende Menschen sind da eher die Ausnahme. Da finde ich den Straßenkarneval zum Teil schlimmer. Aber unsere Schützenfeste sind auch familiärer als die riesigen Schützenfeste in Neuss oder anderen rheinischen Städten.
      Was die Fussballfans angeht: Da gibt es generell ziemliche Unterschiede, und vermutlich würde auch von mir jemand behaupten dass ich schon vor dem Spiel sternhagelvoll bin. Aber bisher konnte ich mich noch an fast jedes Spiel, dass ich besucht habe ziemlich genau erinnern, man nüchtert ja in den 2-3 Stunden die man im Stadion ist auch oft schon wieder aus.

      Ich verstehe aber jetzt was du meinst und es ist wohl eher ein beobachteter Unterschied als eine Wertung, damit kann ich gut leben. Es klang nur zunächst wie eine Wertung, die das offene Wesen der Japaner über das zurückhaltende der Deutschen stellt. Mir ist nunmal unsere Zurückhaltung deutlich lieber (zumindest hier und weiter nördlich. Für mich beginnt im Rheinland Süddeutschland, mit einer völlig anderen Mentalität. Ich fühle mich den Norddeutschen da näher.)

  8. been told

    Mal wieder super-interessant, wie immer, wenn Frau Diener mit von der Partie ist. 😀
    Nur kleiner Hinweis (der mich immer sehr beliebt macht bei allen):
    PayPal wird „päjpäl“ ausgesprochen, nicht „päjpohl“. Wie bei penpal. Pal = Freund.

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    1. André A

      In den eigenen deutschen Videos nutzt PayPal aber die Variante „PäjPal“ (also weder PäjPäl noch PäjPohl), siehe z.B. hier https://www.youtube.com/watch?v=iOaJSCTYMY8.
      Ich persönlich finde, es gibt keinen Grund sich der „offiziellen“ Aussprache (sei es die „Englisch richtige“ oder die „Marketing Aussprache für Deutschland“) zu unterwerfen, daher sag ich trotzdem immer PäjPol, weil ich es irgendwie schön finde und man dann auch nicht so prätentios rüberkommt. Warum auch immer sich das eingebürgert hat. 😀 Es sagen hier ja auch alle Ruhta anstatt Rauta für Router.

    2. been told

      Sowohl Ruhta als auch Rauta sind gebräuchlich in den diversen englischen Dialekten. 😉 Ebenso wie Ruht und Raut (route). Liegt sicher daran, dass es vom Französischen abgeleitet ist (vermute ich jedenfalls – zu faul, es nachzuschlagen).

      Ich finde die Logik natürlich toll, zu sagen „warum nicht?“ – aber das reicht mir nicht als Grund. Das klingt fast schon waldorfisch. So nach dem Motto – warum Päjpäl? Tanz es doch einfach! 😀
      Aber im Ernst – ich finde PäjPohl klingt schrecklich und falsch ist es ja auch. Ist natürlich etwas lächerlich, dass Paypal selbst ihren Namen so eindeutschen. Aber ich finde, selbst Päjpal klingt nicht so furchtbar wie PäjPohl. Ich muss da immer an Pall Mall denken.

    3. Anne

      Ich zucke immer innerlich zusammen, wenn jemand Päipohl sagt, weil ich es ganz schrecklich finde. Es ergibt auch weder im Deutschen noch im Englischen Sinn. Ein Restanstand bewahrt mich jedes Mal davor, die Leute zu korrigieren, aber es fällt echt schwer.

      Und ja, bei Router sind beide Aussprachen auch im Englischen möglich und auch üblich.

  9. Pascal

    Ich kann mich Frau Diener anschliessen, dass West-Japan noch recht unbehelligt ist von Touristen. Dort kommt es schon zu bizarren Situationen, weil sie tatsächlich kaum/kein englisch können. Google-Translate mit Sprachausgabe kann aber hilfreich sein. Kann…
    Die Erfahrung, dass Japan gar nicht so teuer ist, kann ich aber auch teilen. Klar, der Flug ist teuer, aber auch das geht. Im Land bewegt man sich mit dem Zug, AirBnB und einem klassisch japanischen Imbiss recht günstig. Die Preis-Leistung ist dabei enorm gut.
    Abweisung von Westlern habe ich nirgends erfahren – im Gegenteil. Liegt das vielleicht an der Gruppengrösse?
    Nach einer echt anstrengenden Erfahrung in einem klassichen Hotel, wie Frau Diener es auch geschildert hat, mit undurchschauberem über-üppigen Essen, ungefragtes Wecken und ins Zimmer Kommen des Personals, hat mir die alte Hotelchefin am Ende sogar die Hand gegeben und minutenlang meinem Taxi hinterher gewinkt. Vielleicht dachte sie auch nur „endlich ist der weisse Teufel weg“, ich vermute aber, dass sie es auch ganz witzig fand.

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  10. codingbinary

    Sehr vermutlich lag es an der Gruppengroesse. Oder auch Angst vor Englischkenntnissen, aber es war ja ein Tourguide dabei.
    Ab und an meinen die Laeden es nicht boese, aber besonders in sehr kleinen Laeden koennte eine grosse Gruppe Westler fuer die Stammkunden abschreckend wirken, da, wie du bereits sagtest, besonders im Westen deutlich weniger Touristen aufschlagen.

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  11. David

    Ich glaube, die Aussage „Japan=Teuer“ ist einfach nur alt. Das Land hat jetzt 20 Jahre lang keinerlei Inflation (sogar Deflation!) gehabt, und wir haben mächtig aufgeholt. Ja, unsere Löhne nicht so wie um uns herum in der EU (wir sind ja zum Billiglohnland geworden), aber trotzdem. Und 3% Inflation über 20 Jahre sind auch 80% mehr, die wir in etwa eingeholt haben.

    Ansonsten: Kann das sein, daß die Aufnahme nun schon einige Monate alt ist? „Dieses Jahr sinds noch 2 dienstliche Reisen“ – hö?, das gilt doch bestimmt nicht aus Sicht von Februar – oder sind es wirklich so wenig im Jahr?

    Ansonsten ist Tokyo (mehr als Hakone hab ich aus dem Umland auch nicht gesehen) wirklich eine Reise wert, ich werd es wahrscheinlich in den nächsten Jahren nochmal besuchen, und von dort mich gen Westen auch bis Seoul/Südkora durcharbeiten… In dem Sinne komm ich auch im „ominösen“ Westen von J vorbei, spätestens in Fukuoka gibts dann die Fähre nach Südkorea. 😉

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    1. holgi Artikelautor

      Ja, die Sendung lag einige Zeit rum. Wir produzieren auf Halde und gelegentlich verpeile ich, dann überhaupt zu veröffentlichen :/

  12. Tobi

    Ich weiss, ich weiss – total off-topic. Aber dass die liebe Frau Diener bevorzugt mit einer Leica mit nur einer (!) Linse durch die Welt reist und sich noch eine X-Pan dazupackt, macht sie grad nochmal sympathischer. Tolle Sendung auch sonst, die Reise-Folgen wecken immer das Fernweh bei mir.

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  13. stefen

    Hallo,

    toller Podcast, ich fand ihn spannend von Anfang bis Ende. Muss dazu sagen, dass ich seit einem Jahr auf einem Japantrip bin. Ich schaue mir japanische Kinofilme an, höre Musik japanischer Sänger, japanische Trickfilme auf Mangas basierend (Anime), lese japanische Autoren… ^^
    Eure Unterhaltung passte voll in „mein Programm“. 😉
    Frau Diener, Du hast eine feine Beobachtungsgabe und dazu noch die Fähigkeit Deine Eindrücke und Erlebnisse unterhaltsam rüberzubringen. Ich hoffe wir hören Euch bald wieder.

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  14. Chris

    Ein paar Anmerkungen zur XPan: Das ist, wie Andrea sagt, eine Panoramakamera, die Kleinbildfilme belichtet. Das Format beträgt 24x65mm (also normale Höhe, aber 2,7x so breit). Gebaut wurde sie von Fuji und weltweit unter dem Hasselbladlogo verkauft, außer in Japan, da bekommt man die baugleiche Fuji TX-1 (und auch TX-2). Objektive sind zwischen XPan und Fuji TX aber nicht austauschbar.

    Auf einen Film gehen 20 oder 21 Bilder (je nachdem wie lang der Film wirklich ist) und zur Kamera gibts 3 Objektive. Das standardmäßig mitgelieferte 4/45 (was auch Andrea verwendet) dürfte das häufigste sein, seine Brennweite entspricht vielleicht einem 24er an Kleinbild. Das ist aber schwer zu vergleichen, weil das Format viel breiter ist. Dann gibts noch ein 90er und ein 30er, letzteres braucht einen Extrasucher (der zum Lieferumfang gehört) sowie ein Centerfilter um die Vignettierung auszugleichen. Ist aber ein tolles Teil.

    Die Kamera ist nicht wesentlich grösser als eine Meßsucherleica, gerade die Objektive sind dafür, das es vom Bildkreis her eigentlich Mittelformatobjektive sind, schön klein und handlich (vergleicht dagegen mal Objektive einer 6×6 Kamera). Die Kamera eignet sich toll, um aus der Hand Strassenszenen zu fotografieren, dafür sind die meisten anderen Panoramakameras (z.B. Mittelformat 6×17) mehr oder weniger ungeeignet.

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    1. Andrea Diener

      Und das Wichtigste ist: der Focusring dreht sich in die gleiche Richtung wie bei der Leica! Ich kann also fliegend wechseln ohne blöd in die falsche Richtung zu kurbeln. Wie bei so ungefähr allen anderen Kameras.

  15. Martin

    Das deckt sich so dermaßen mit meinen eigenen Japan-Erfahrungen, dass ich nichts hinzuzufügen habe.

    Na gut.
    Zwei Sachen.

    Zum einen: Ich mußte sehr grinsen, als Frau Diener von „einem der drei bedeudensten Gärten“ sprach, denn wenn man ein wenig in Japan herumreist, wird das schnell zum Running Gag. Jede Sehenswürdigkeit ist immer eine der drei schönsten/bedeutensten/ältesten… Gärten/Tempel/Burgen. Natürlich werden nie die beiden anderen genannt; wenn man nachschaute, gäbe es wahrscheinlich 7 Gärten, die behaupten zu den 3 schönsten zu gehören. Meine Theorie ist, dass der Japaner es als ungebührlich empfände, zu behaupten etwas sei der allerschönste Park, aber man will ja schon sagen, dass der lokale Park besonders toll ist, und greift deshalb auf diese Formulierung zurück.

    Das zweite ist eine Anekdote, die wunderbar belegt was Frau Diener über das Fotografieren in Japan erzählte. Wir standen im Park von Nagoya und fotografierten die dortige Burg (eine der drei schösnten übrigens), als plötzlich ein aufgeregter Parkwächter heftig gestigulierend angelaufen kam und uns wegscheuchte. Wir als Deutsche dachten natürlich „Ohjeh, hier darf man wohl nicht fotografieren, jetzt kriegen wir Ärger…“. Der Parkwächter bugsierte uns dann ein Stück weg, wollte auf einmal, das wir uns auf ein bestimmtest Mäuerchen stellen – und zeigte dann zurück zur Burg. Da fiel bei uns erst der Groschen: Er hatte uns eine Stelle zeigen wollen, von der man ein viel schöneren Blick auf die Burg hatte! 😀

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