WR646 Optimistenschweine

 

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19 Gedanken zu „WR646 Optimistenschweine

  1. Peter

    Filterblase … hmmm… ich verstehe Holgis Argument dagegen, das setzt aber voraus, das man aufgeschlossen ist und sich selbständig mit verschiedenen Medien und Meinungen auseinandersetzt.
    Gerade in den sogenannten Sozialen Medien bilden sich solche Blasen sicher. Man umgibt sich ja im Normalfall mit Menschen, die einer ähnlichen Gesinnung sind und daraus resultiert auch die Timeline.

    In Österreich haben wir es ja deutlich während der langgezogenen Bundespräsidentenwahl gemerkt.
    Der Standard hat sich dem Thema angenommen und präsentiert auf einer Seite, wie Timelines von VdB- bzw. Hofer-Anhängern aussehen:

    http://derstandard.at/2000048426887/Was-Hofers-und-Van-der-Bellens-Anhaenger-auf-Facebook-sehen

    Nach dem einführenden Absatz kann man dort auf ein Themengebiet klicken und bekommt zwei dementsprechende Timelines nebeneinander gestellt … have fun! 😉

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    1. Tarifkenner

      Ich glaube auch: Holger denkt, dass sich alle so „über politische Themen aus dem Internet informieren“, wie er (und ich) es machen würde, nämlich indem man möglichst seriöse Nachrichten-Websites aufruft. Bei vielen läuft das aber nur noch über Facebook und klicken, was einem dort angeboten wird. Und je mehr das von den serösen Seiten abweicht, desto größer wird die Abneigung gegen die „Mainstreammedien“ (so der Linkspopulismusgefährdete) respektive die „Lügenpresse“ (so der Rechtspopulismusgefährdete): Die verschweigen ja die wirklich relevanten Ereignisse.
      Für das Fernsehen ist schon lange nachgewiesen, dass es die Klugen klüger und die Dummen dümmer macht. Beim Internet ist dieser Effekt noch ausgeprägter.

    2. Eule

      @ Tarifkenner:
      Ich unterrichte unter anderem drei Oberstufenkurse (10. Klasse) in Sozialwissenschaften, das sind so über’n Daumen 75 Schülerinnen und Schüler. Vor zwei Wochen konnten von denen ungefähr zehn (in Worten: zehn) etwas mit dem Wort „Nafri“ anfangen, der Rest hatte das noch nie gehört. Kaum jemand weiß (oder – leise Hoffnung – wollte sagen?), wie der Außenminister (alt oder neu, egal) heißt, oder was so ein „Minister“ überhaupt ist. Die braucht man ja schließlich auch nicht, denn regieren und Gesetze einführen macht eh alles Angela Merkel selber. Nein, keine Schule in irgendwas das man als „Brennpunkt“ bezeichnen könnte, und mit durchschnittlichem und bunt gemischtem Migrationsanteil.

      Das ist das Ergebnis, wenn Politik nur alle zwei Schuljahre und dort teilweise halbjährig und/oder von fachfremden Lehrkräften (Politik kann schließlich jeder!) unterrichtet wird, und wenn man laut Lehrplan mit Schülerinnen und Schülern dieses Wissensstandes im Zeitumfang gleichwertig z.B. über die Geldpolitik der EZB reden muss. Aber keine Sorge, es wird schon niemand sitzen bleiben, das Schulsystem funktioniert prächtig! Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

  2. esopriester

    Toller Sendungstitel. Ich war komplett verwirrt, ich dachte erst an die Weinflaschen, weil ich statt Optimistenschweine Optimistenschaumweine gelesen habe.
    Diese captchas sind für Menschen mit Dyskalkulie echt fies.

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  3. David

    Zu diesem GIgapixel-Milchstraßen-Bild….
    Ich fühle mich „leicht“ verarscht, wenn das „Hi-Res“-Bild effektiv dann auch weniger als 8 Megapixel hat, wobei die meisten Sterne dann nur noch als besseres Rauschmuster zu erkennen sind. Ich hab auf der Panstarrs-Seite auch etwas herumgeklickt, aber nichts besseres gefunden. Ich will ja auch nicht ein 2GB-Bild herunterladen (Traffic), aber ein Viewer, in dem man vielleicht zoomen kann (wie diese „typischen“ anderen Gigapixel-Fotografien auch), wär schon schön gewesen….
    Oder habe ich nur Tomaten auf den Augen und habs nur nicht gefunden?

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  4. tp1024

    Ja, beim Mond tut die ESA nicht viel, aber reden tut sie jede Menge. Auf dem Kongress hatten wir die Möglichkeit gehabt, uns vor den Vorträgen mit Markus Landgraf und Jan Wörner zu unterhalten. Die Diskrepanz ist denen auch durchaus bewusst, reden aber nicht gern davon, wenn man nicht mehrfach gezielt nachfragt.

    Einen Artikel dazu gibt es hier:

    http://www.golem.de/news/esa-ein-weltraumaufzug-fuer-den-mond-und-irdische-probleme-1701-125360.html

    Die Interviews gibt es nächste Woche auf http://countdown-podcast.de

    (Tatsächlich gibt es die Interviews jetzt schon für Patreon-Supporter. Grund ist schlicht, dass wir auf dem 33C3 nicht mehr dazu gekommen sind, ein Intro einzusprechen und ich mein Mikrofon in Berlin vergessen habe. Die nächste geographisch-temporale Koinzidenz von mir und meinem Mikrofon ist damit leider erst nächste Woche.)

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  5. Schokonikolaus

    Haha, das finde ich ja lustig, dass Florian bei der Beschreibung der „unangenehmen Variante der Relativierung“ (ab 1:02:05) mindestens fünf mal das Wort „konkret“ (Wikipedia: lat. concretus „dicht, fest“) als Gegenwort kurz hintereinander fallen lässt. Ich verwende nämlich für mich, um solche ewig vagen und unscharfen vor sich hin plappernden Menschen zu beschreiben, den Begriff „Weichredner“ (etwas weich reden). Der Begriff ist hiermit veröffentlicht und freigegeben. 😉

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    1. Tarifkenner

      Ich verstehe: Holger: Es gibt eine neue Theorie zum Untergang der Titanic. Tobias: Brauchte man eine?

  6. mithrandir

    DankeDankeDanke..
    Kann mich nicht erinnern, jemals einen Lachflash allein im Auto bekommen zu haben, während ich einen Podcast hörte.
    Aber als Florians Kommentar zur Amazon Suche nach „Der Mann im Loch“ war Weltklasse.
    Den zweiten Flash bekam ich, als ich später selbst bei Amazon gesucht habe…

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  7. Anne

    Kleine kritische Anmerkung: Wenn Florian mal aufhören würde, bei Romanen immer schon das Ende zu verraten, wären seine Buchempfehlungen eventuell wirkungsvoller.

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  8. Thorsten

    Holgi, die Sendung lebt doch von deinem eingeschränkten Blickwinkel, deiner Bubble. Dachte immer, dass wäre Teil deiner Selbstironie. Das lustige, dicke und eindimensionale Männchen kann nicht echt sein!?

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  9. Ani

    Die News bzgl. der Titanic werden leider zu Unrecht so durch den Kakao gezogen.

    Kurz zusammegefasst: Ob die Nieten hätten dem Druck standhalten sollen ist ein Streitpunkt und alles nur Spekulation. Da geht es von „falschen“ Nieten bishin zu besagtem Feuer. Das Feuer soll die Titanic nicht im alleingang versenkt haben sondern schlicht die Nieten bzw. Platten geschwächt haben, deswegen konnte der Eisberg das Schiff in der „Größe“ aufreißen. Bei Temperaturen von 1000 C verliert der verwendete Stahl bis zu 3/4 an Stabilität.

    Wie alles rund um der Titanic reine Spekulation aber die Berechnungen dazu sind alles andere als Hirngespinste sondern recht Interessant. Letzten Endes kann man den Vorgang wohl nie 100% lösen.

    Alles kein Grund für den Hohn 😉

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    1. Ben

      Eine tagelange Wärmebehandlung von Stahl in einer kohlenstoffreichen Umgebung führt zu gravierenden Eigenschaftsänderungen, speziell Versprödung. Ab 2% C ist es nicht mehr Stahl, sondern sprödes Gusseisen.

    2. Leif

      Dazu ist zu sagen, dass man bereits vor 15 Jahren und auch lange vorher über den durchaus bekannten Schwelbrand, der im Übrigen weit über eine Woche im Gange war, Bescheid wusste.
      In einer der damaligen, zahlreichen Anhörungen hat man das sogar schon mit Augenzeugen thematisiert und hat nicht ausschließen können, dass der Stahl tatsächlich OHNE den Brand wesentlich stabiler hätte sein müssen. Da aber im Wesentlichen Lagerräume, die in Summe 4 Schotten umfasst haben, beschädigt wurden, hätte der Wassereinbruch im Kohlebunker das fünfte Schott im Bereich der Kesselräume höchstens etwas später zum Überlaufen gebracht. Somit war der Untergang nicht abwendbar sondern höchstens eine Frage der Zeit. Anstatt knapp 2 Stunden wäre die Titanic also nach 3 oder 4 Stunden im Meer versunken.

      Was den Mythos angeht, so ist dieser keiner, denn die Titanic ist eben real.
      Das Besondere daran ist, dass man damals das Nonplusultra in allen erdenklichen Segmenten hatte bauen wollen. Die Titanic war in Größe, Leistung, Luxus und Sicherheit eine Revolution. Die Erbauer wurden im Vorfeld schwer gefeiert und man gab sich als Vertreter der Industrie als unbesiegbar.
      Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet dieses als unsinkbar geltendes Schiff bei ihrer allerersten, offiziellen Fahrt dem Tode geweiht ist, sollte der zukünfitgen Generation an Ingeneuren zeigen, dass Hochmut vor dem Fall kommt.

      Übrigens hat der Titanic-Fall zu einigen Entscheidungen geführt, die heute noch Gültigkeit haben.
      Da einige Schiffe den damaligen Notfunkspruch CQD (Come quick, Danger) per Morsealphabet von einer einfachen Grußformel manchmal nicht unterscheiden konnten, ist man sofort danach auf das heute bekannte SOS-Signal übergegangen.

      Seit der Titanic ist es weltweit Pflicht, Rettungsboote in ausreichender Anzahl für alle Passagiere auf einem Schiff vorzuhalten.
      Das ehrenhafte Verhalten von Kapitän Smith, der mit der Titanic auch ohne den UNtergang seine letzte Fahrt gehabt hätte (er war in Begriff, ind en Ruhestand zu gehen), hat zu dem Ehrenkodex geführt, dass der Kapitätn in Seenot als letzter das Schiff verlässt. Smith hat das Desaster gesehen, als halbvolle Rettungsboote auf See herumdümpelten und ihm war klar, dass in dieser Nacht Menschen sterben. Mehrere Personen wollen beobachtet haben, wie Smith sich alleine auf die Kommandobrück begab, als diese bereits halb geflutet war und dort verweilte, bis er ertrank.

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