WR651 „Eine Stunde History“: 40 Jahre Emma

 

Im Januar 1977 erschien die erste Ausgabe von EMMA. Sie war binnen weniger Tage vergriffen und musste nachgedruckt werden. EMMA packte Themen an, die vor 40 Jahren noch einem Tabubruch gleichkamen. (DRadio Wissen)

5 Gedanken zu „WR651 „Eine Stunde History“: 40 Jahre Emma

  1. Tarifkenner

    Auf die Gefahr hin, dass ich als Reaktionär enttarnt werde: Bei 24’25“ wird der Fortbestand geschlechtlicher Arbeitsteilung als „Problem“ bezeichnet. In meinem Bekanntenkreis sieht es so aus: Eine Minderheit von vielleicht 15 Prozent der Paare teilen sich Erwerbsarbeit einerseits und Kinderbetreuung/Haushalt genau hälftig auf, in vielleicht 5 Prozent der Fälle übernimmt die Frau mehr Erwerbsarbeit und der Mann mehr Kinderbetreuung/Haushalt und in etwa 80 Prozent ist es umgekehrt – führen also die Paare die traditionelle „geschlechtliche Arbeitsteilung“ fort. Bei der übergroßen Mehrheit dieser 80 Prozent entspricht das aber (auch) dem Willen der Frau. Ich kenne mehr als ein Beispiel, bei denen der Mann die Arbeiten gern hälftig geteilt hätte, aber die Frau mehr Kinderbetreuung/Haushalt übernehmen und ihm mehr Erwerbsarbeit zuteilen wollte. Ist das eigentlich wirklich ein Problem? Können die Menschen, denen man die Besetzung unserer Parlamente überlässt, nicht selbst entscheiden, wer was besser oder lieber macht?

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    1. Greg

      Ich sehe das nicht als Problem. Wichtig ist der freie Wille. Und sei er auch eventuell eingeschränkt mangels Vorstellungskraft oder der eigenen Sozialisation.
      Ich denke, solche Prozesse ändern sich einfach viel langsamer und können sich auch zurückentwickeln, z.B. in Krisenzeiten, wo das Experimentieren weniger Bedeutung hat, als das Vertrauen auf bewährte Strukturen, die eine Sicherheit ausstrahlen. Das ist nicht zu vernachlässigen.

      Entscheidend ist, dass die Debatte am Leben erhalten wird und Möglichkeiten geschaffen werden, bzw. auch eingefordert werden.

      Wie auch immer, ihre Beobachtungen in ihrem Bekanntenkreis sind lediglich eine Momentaufnahme.

      So she ich das.

  2. Thomas

    Zum Sexismus in Computerspielen am Beispiel Lara Croft: Ja, stimmt. Aber hat sich mal jemand die Darstellung männlicher Charaktere im Vergleich angesehen? Ist jetzt auch nicht so ganz der Bevölkerungsdurchschnitt was die Rückenbreite und die Muskulatur angeht…

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    1. holgi Artikelautor

      Auch das ist Sexismus. Ist für manche Männer halt bloß doof, anzuerkennen, dass es den auch in Ruichtung Männer gibt, weil man dann auch den in Richtung Frauen anerkennen müsste und sich dann nicht mehr seiner latenten Frauenverachtung hingeben kann 😉

    2. Thomas

      Stimmt auch wieder. Aber vielleicht kriegen wir dann Männerbeauftragte, die unsere Rechte auch mal verteidigen! Gegen den Muskelkult, für den Bierbauch! Und überhaupt!

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